Tunis Air Testbericht

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Erfahrungsbericht von prinzy1

Da wird es einem Angst und Bange....

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

1998 war mein Reiseziel Tunesien. Gemeinsam mit meinen Eltern flog ich von Nürnberg aus nach Monastir, den zweitgrößten Flughafen von Tunseien, nach dem in Tunis. Gebucht hatten wir eine dreiwöchige Pauschalreise und weil uns das Geldsparen lieber war, als zu beachten, auf welche Fluggesellschaft wir uns da eingelassen haben mußten wir mit dem Billiganbieter Tunis-Air fliegen.

Eigentlich müßte der Werbesolgan für Tunis Air wie folgt lauten:

"Tunisair - Dem Himmel näher sein" "gg"

Das Flugzeug:

Von der Ausenansicht machte das Flugzeug ein soliden Eindruck, es handelte sich dabei um ein etwas kleines Flugzeug, also jeweil 6 Sitze in einer Reihe. Davon waren jeweil drei auf einer Seite, getrennt durch einem sehr schmalen Flur. Die Sitze waren so eng hintereinander, dass größere Menschen Probleme mit ihren Füßen bekommen könnten. Ich mit meiner 184 cm Körpergröße, wußte teilweise nicht, wie ich meine Füße anwinkeln sollte. Auch die Sitze waren nicht gerade breit und Menschen mit etwas größere Körperfüllmenge dürften sich nicht gerade wohlfühlen.
Insgesamt waren die Sitze so eng, dass man beim Essen so richtig problematisch wurde. Brötchen schmieren oder gar das leckere Essen aufnehmen zu können, war nur mit angewinkelten Armen möglich. Teilweise kam ich mir vor wie eine Sardine in einer Dose "fg". Zu empfehlen ist, möglichst wenig Handgepäck ins Flugzeug mit zunehmen. Die Fächer oberhalb der Sitze sind auch sehr klein. Gepäckstücke zwischen den Füßen abzusellten ist fast unmöglich.

Essen und Getränke

Obwohl der Flug von Nürnberg nach Tunesien nur 2,5 Stunden dauert, bekommt man etwas zu Essen und selbstverständlich Getränke gereicht. Wie auf Langstreckenflüge kann man sich zwischen drei Gerichte entscheiden. Zwei Fleischgerichte und ein Vegetarisches Essen. Auch die Getränkeauswahl ist sehr reichhaltig. Cola, Bier, Kaffee, alles kann man haben und ist im Preis inklusive.

So richtig satt wird man beim Essen nicht und es ist jedem zu empfehlen, wirklich nur ein minimum zu speißen. Nicht weil es nicht schmeckt, dass Essen an sich war wirklich sehr gut, aber der Flug wird dafür sorgen, dass sich das Essen etwas später wieder auf unangenehme Art melden könnte. Ich hatte damals das Geflügelgericht gewählt. In einer sehr kleinen Schale lag da ein Stückchen Fleisch (sehr gut gewürzt), zwei Minikartoffeln und etwa ein Esslöffel voll Gemüse, bestehend aus Bohnen. Dazu erhielt ich ein in einer Tüte eingeschweißtes Brötchen und ein Stück Käse, welches ebenso Verpackt war. Der Salat bestand aus einer Scheibe Tomate, zwei kleinen Scheiben Salatgurken, zwei Miniblätter vom Salatkopf und etwas geriebene Karotten. Würzen mußte man ihn mit Salz und Pfeffer selbst und das Dressing war in einer kleinen Tüte verpackt und nicht der Rede wert von der Menge. Absolut zu empfehlen war die Nachspeise, ein Obstsalat. Zum keinen Zeitpunkt hatte man den Einddruck, er käme aus der Dose.

Der Flug

Wer nun eine entspannte Flugphase erwartet, dem sei gesagt, dass er bitterlich entäuscht wird. Während der Flugdauer hatte ich nicht selten das Gefühl in einer Schiffschaukel, auf einer Kirmes zu sitzen. Teilweise war es so schlimm, dass es wirklich Konzentration kostete, sein Getränk nicht zu verschütten oder das Essen auf der Gabel, bzw. auf den Löffel zu halten. Immer wieder merkte man, wie das Flugzeug mehrfach absackte und wieder Aufstieg. Als der Pilot noch erwähnte, dass wir in einer kleinen Sturmgebiet hinein fliegen würden, wurde es plötzlich ganz still von den Leuten und der eine oder andere dürfte wie ich, das "Vater unser gebetet haben".

Auch der Lärmspiegel war nicht nur durch die vielen Menschen enorm hoch, sondern auch die Maschine machte so ihren Krach. Zu empfehlen ist auch eine Jacke mit am Board zu haben, da es teilweise recht kalt im Flugzeug ist.

Die Flugbegleiter

Wer ein freundliches Service erwartet, wird ebenfalls entäuscht. Kaum deutschsprachiges Personal und leichte englisch Kenntnise wäre vom Vorteil. Nicht selten hatte ich das Gefühl, vom Boardpersonal in 08/15 Rhytmus abgefertig zu werden. Kein Wunder, bei der Enge und viel Zahl an Personen am Bord. Dazu die knappe Zeitbemessung, um auf alle eingehen zu können.

Fazit

Wer günstig nach Tunesien fliegen will und das ist teilweise ab 199 Euro für eine Pauschalreise möglich, der wird auch die 2,5 Stunden Hinflug und 2,5 Stunden Rückflug überstehen und hoffentlich überleben. Sorgen machte mir nur die Aussage vom Piloten als wir ca. 15 Minuten vor Frankfurt waren und er meinte: "Meine Damen und Herren, in wenigen Minuten landen wir in Monastir." "fg". Waren wir etwas 2,5 Stunden einfach so einbischen rumgeflogen?. Nö, war ein versprecher "gg".

18 Bewertungen, 1 Kommentar

  • KevinAlan

    09.07.2002, 18:47 Uhr von KevinAlan
    Bewertung: sehr hilfreich

    schoener Bericht wirklich sn.