Myst III: Exile (Adventure PC Spiel) Testbericht

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ab 16,46
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Erfahrungsbericht von tollertyp0815

Eine schöne Fantasiewelt

Pro:

Ein Klassiker!

Kontra:

Ich wüsste nichts!

Empfehlung:

Ja

Im Jahre 1993 erschien der 1. Teil des meistverkauften PC-Spiels aller Zeiten - Myst. Ein Klassiker. Es öffnete sich eine Welt voller Rätsel und eine Harmonie, die den geneigten Spieler total in seinen Bann zog – eben Myst-isch.

Erst im Jahre 1997 folgte dann der lang ersehnte Nachfolger – Riven. Die Grafik wurde deutlich verbessert, erhielt einen wahrhaft myst-ischen Soundtrack und vor allem sehr komplexe Rätsel. Hier gab es allerdings einige Probleme. Denn nicht alle die gern spielen, sind gleichermaßen Rätselgenies. So erging es auch mir. Manchmal waren die Wege zu abstrakt, zumindest für diejenigen, die einfach nur Spaß haben und nicht dreißigmal den gleichen Weg laufen, speichern, und wieder laufen wollten, um irgendwann vielleicht den richtigen (Weg) zu finden.

Da die Welten aber, die mit Myst und Riven geschaffen wurden, absolut beeindruckend und für jeden Adventure- und/oder Spielefan – nebenbei gesagt - ein Muss sind, war ich auf den 3. Teil sehr neugierig.

Natürlich wussten die Entwickler von Myst 3 von den Problemen Rivens und konzentrierten sich wieder auf den ersten Teil der Reihe. Die Rätsel wurden kompakter gehalten und jeweils auf die einzelne Welten beschränkt.

In Myst 3 gilt es nun 5 Welten zu erkunden. Jede dieser Welten ist grundverschieden von den anderen und hat sozusagen ein eigenes Thema. So gibt es dort z.B. eine Welt, die von Pflanzen dominiert wird, oder eine, in der Technik und Elektrizität den Vorrang hat.

Die Geschichte als solche ist für den Feierabend-Spieler wohl nicht so sehr von Bedeutung, da sie ziemlich verworren ist. Das einzig bindende Glied zwischen den Welten sind Bücher, die nur „durch sie“ betreten werden können. Das begreift man allerdings sehr schnell :-)

Nach einem Intro (einer einleitenden Sequenz) hat der Spieler die Aufgabe, einen Dieb zu verfolgen, der diese Bücher gestohlen hat. Atrus, ein Freund von Ihnen und Schöpfer dieser Welten, schickt sie zu diesem Zweck nach \"J\'nanin\", der ersten Welt. Diese dient hauptsächlich als Einführung in die Möglichkeiten des Spiels und als Startpunkt zu den restlichen vier Welten.

Nein, ich werde hier nicht die Lösung verraten. Die wäre auch viel zu umfangreich. Denn es gibt in Myst 3 viel zu entdecken.

Beispielhaft sei vielleicht das Ende insofern genannt, dass es im Gegensatz zu vielen anderen Spielen in Myst 3 nicht nur EIN, sondern ganze SECHS Enden gibt. Ein gutes, eins mit gemischten Gefühlen und vier schlechte, von denen jedes eine eigene Schlusssequenz besitzt. Die alle zu spielen ist wirklich spaßig – aber Vorsicht, immer schön sichern, sonst geht einem dieser Spaß natürlich verloren …

Technisch gesehen ist Myst 3 schon sehenswert. Die einzelnen Welten und Bilder sind aufwändig gerendert und sehen selbst bei einer Maximalauflösung von 640x480 Pixeln überragend aus. Eine Besonderheit – zumindest für mich – war die 360°-Panoramasicht. Sie erlaubt es sogar, sich während der Videosequenzen zu drehen, ohne dass die Grafik sich deshalb verschlechtert.

Sound und Hintergrundmusik empfand ich ebenfalls immer als angenehm. Auch, wenn man manchmal mehrmals oder länger eine bestimmte Passage besuchte :(. Jede Ansicht und jeder Gegenstand löst eigene Geräusche aus, wobei selbst der kleinste „Kameraschwenk“ eine Änderung hervorruft. Als kleiner Tipp sei gesagt, dass die Musik nicht nur Myst-ische Beigabe, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des Spiels ist und zur Lösung vieler Rätsel beiträgt.

Fazit:
Ich möchte dieses Spiel vor allem auch Neulingen empfehlen, die sich in der Adventure-Welt noch nicht so gut auskennen. Aufgrund der tollen Grafik und des Sounds gibt es immer etwas Neues zu entdecken. Als Tipp sei gesagt, dass man sich überall gut umschauen und alles anklicken sollte, was eben angeklickt werden kann. So löst man bereits viele Rätsel. Wenn es einmal gar nicht weitergehen sollte, gibt es im Internet Lösungshilfen oder Komplettlösungen – doch die letzteren vermiesen einem eigentlich nur den Spaß.

Ich habe hier bei Ciao als Kritikpunkt gelesen, dass das Spiel in 10 Stunden oder so durchgespielt ist. Das kann ich nicht bestätigen. Ich ließ mir Zeit und genoss die Grafik, die verschiedenen Welten, den Sound – und auch die Rätsel.

Für Spieler, die das Ganze nur abreißen wollen, um sich so schnell wie möglich Neuem zuzuwenden, ist Myst 3 wohl nichts, da die Rätsel einem „Profi“ nicht allzu viel abverlangen.

Die Systemvoraussetzungen sind erstaunlich moderat:
- Pentium 233MHz
- Windows 95/98/ME
- 64 MB RAM
- 200 MB Festplattenspeicher
- 4x CD-ROM
- 8 MB Grafikkarte

Also – ich wünsche allen Lesern eine Myst-ische Reise (durch vielleicht alle drei Teile). Meine Empfehlung: Dann würde ich allerdings mit dem 1. Teil beginnen, um die Entwicklung des Spiels zu erleben … :-)