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Erfahrungsbericht von Danczak

Berufstätige Mütter - Aus der Sicht des Mannes

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

...läßt sich diese Frage nicht besser, aber vielleicht etwas objektiver beantworten.

Um eine allgemeingültige Antwort zu finden, die auch definierbar ist, müßte es eine klare Definition „Der guten Mutter“ geben, dann könnte man eventuell nachschauen, ob denn berufsttige Mütter die geforderten Kriterien auch erfüllen. Da es aber eher ein gesellschaftlicher Gesichtspunkt ist, lohnt sich vielleicht ein Blick in die Vergangenheit.

Ich kann mich noch erinnern, daß meine Mutter früher immer zu Hause war. Das war halt so. In den sechziger und auch noch in den siebziger Jahren, ging der Mann zur Arbeit, die Frau machte den Haushalt und kümmerte sich in erster Linie um die Kinder. Natürlich gab es damals auch schon berufstätige Frauen, doch die waren eher selten.

Mit der Zeit hat sich jedoch vieles geändert. Es gibt nicht mehr nur ARD, ZDF und das Dritte, sondern unzählige Programme. Hinzu kommen Computer und all die netten Neuerungen unserer Zeit. Diese Neuerungen, sowie der Preisanstieg der täglichen Gebrauchssachen, sei es das Auto oder andere „Luxusgüter“ haben genauso dafür gesorgt, daß es einfach unmöglich ist mit einem Einkommen auszukommen, wie die Tatsache, daß im Zuge der Emanzipation, die Frau einfach arbeiten gehen will – und warum auch nicht.

Wenn nun jemand fragt, ob berufstätige Mütter die schlechteren sind, kann er das eigentlich nur tun, wenn er Vergleiche mit der Vergangenheit zieht und dabei feststellt, das früher ja alles besser war. Doch das stimmt eben nicht. Es war nicht besser, sondern anders.

Die Kindererziehung heutzutage ist nicht so ganz leicht, daß weiß ich aus eigenen Erfahrungen. Viele Wünsche der Kids und Heranwachsenen sind zu erfüllen. Vieles geht nicht, doch versucht man doch das was man kann. Einfacher haben es da noch die Mütter, die glücklich in Familien leben und so noch Unterstützung vom werten Gatten haben.

Doch was sollen die alleinstehenden Mütter machen? Sich dem Schicksal ergeben? Von der Hoffnung auf genügend Unterhalt allein werden sie nicht satt und können auch keine noch so kleinen außergewöhnlichen Wünsche der Kids erfüllen. Hier ist es schon fast notwendig, daß sie arbeiten gehen, damit es wenigstens zum Lebensunterhalt reicht. Dabei geht natürlich Zeit verloren, die sonst den Kindern gewidmet werden könnte, doch die brauchen auch ihren Freiraum und wie jeder weiß sind sie ganz froh, wenn sie nicht andauernd unter Aufsicht stehen. Zur „Selbstständigkeit erzogen“ könnte hier ein Stichwort lauten und dies ist nicht das schlechteste.

Mutter und Arbeit schließt sich nicht gegenseitig aus. Den Kindern kann trotzdem IMMER und zu JEDER Zeit da wesentliche des Lebens vermittelt werden. Setzt natürlich voraus, daß man sich in der verbleibenden Zeit um die Kinder kümmert. Sie können genauso lernen was falsch und was richtig ist, wie man sich benimmt und wie nicht, ich sehe da kein Problem.

Arbeit strengt an, doch auf der anderen Seite vermittelt sie auch ein erhebliches Selbstwertgefühl, welches sich natürlich automatisch auch in den privaten Bereich übertragen kann. Die Frau, ob sie nun verheiratet ist oder ledig bzw. alleinerziehend ist, hat Abwechslung und die ist wichtig.

Mutter sein kann man bzw. Frau in allen Lebenslagen, ob sie nun arbeitet oder nicht. Ob sie eine gute Mutter ist, liegt im Auge des Betrachters, denn wie es auch schlechte Väter gibt, gibt es wohl auch schlechte Mütter, doch dies liegt in keinem Zusammenhang mit einem eventuell ausgeübten Beruf. Von der finanziellen Notwendigkeit abgesehen, arbeiten gehen zu müssen, spielt es auch keine Rolle, ob eventuell genug Geld im Haus ist. Allein für das Selbstwertgefühl ist es wichtig, auch an die eigenen Bedürfnisse zu denken. Und wer meint arbeiten gehen zu müssen, der oder die soll es tun, mit schlechter Kindererziehung hat das jedenfalls nichts zu tun.

34 Bewertungen, 8 Kommentare

  • Indigo

    14.06.2002, 10:18 Uhr von Indigo
    Bewertung: sehr hilfreich

    Mutter sein ist auch Arbeit und Mütter sind nicht nur für die Kinder da. Die Zeiten von KKK (Kinder-Küche-Kirche) sind lange vorbei. Frauenbewegung und Emanzipation taten ihr übriges. Sind denn Väter auch gute Väter, wenn sie

  • dieda

    12.03.2002, 08:57 Uhr von dieda
    Bewertung: sehr hilfreich

    hi Thomas, ansich hast du recht, aber ist es nicht auch so, dass Kinder ihren Vater haben müssen, damit die Frau eine gute Mutter sein kann. Wir Frauen können uns nicht zweiteilen, wir können nicht gleichzeitig tüchtig im Beruf sein und

  • gsg190

    10.03.2002, 15:03 Uhr von gsg190
    Bewertung: sehr hilfreich

    Da stimme ich dir voll zu. Meine Mutter ist alleinerziehend und ganztags berufstätig. Ich finde nicht das mir das geschadet hat. Weil sie nämlich, wenn ich sie gebraucht habe für mich da war und sich die Zeit genommen hat. Auch heute noch, o

  • C.A.McLane

    08.03.2002, 13:54 Uhr von C.A.McLane
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hm, ich finde die Fragestellung schon sehr merkwürdig! Gegenfrage: sind arbeitende Väter schlechte Väter?

  • Volker111

    07.03.2002, 16:08 Uhr von Volker111
    Bewertung: sehr hilfreich

    Stimme zu, Berufstätigkeit ist mehr als Geld zu verdienen, zudem können auch Männer "gute Hausmütter" sein.

  • Juliaroberts13

    06.03.2002, 16:21 Uhr von Juliaroberts13
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht! Ich bin voll deiner Meinung. Bye

  • Alusru

    06.03.2002, 15:20 Uhr von Alusru
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein super Bericht und total richtig, es gibt keine schlechten Mütter, lieben Gruß Uschi.

  • greinha

    06.03.2002, 08:59 Uhr von greinha
    Bewertung: sehr hilfreich

    ganz meiner Meinung, zumal viele Familien einfach auf dass zweite Einkommen angewiesen sind