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Erfahrungsbericht von Gering

Am falschen Ende sparen tut weh!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

B wie BEKLEIDUNG

Wer wie ich sich als sportliche Betätigung den Radsport ausgesucht hat, wird wissen, wie wichtig die richtige und funktionale Begleitung ist, wenn man stundelang auf dem nicht gerade als weich zu bezeichnenden Rennradsattel sitzt oder aber bei hohen Temperaturen fährt und natürlich tüchtig transpiriert.

Dabei spielt vor allem die richtige, gut sitzende Hose mit einem Einsatz eine Rolle, denn ansonsten würde man unfreiwillig zu dem, „der mit dem Wolf tanzt“.. Allerdings ist bei der Wahl der Radfahrhose vor allem bei Männern zu beachten, das der Einsatz in der Hose nicht zu dick ist, denn dieser drückt, wenn er nicht dünn genug ist, von unten gegen die Prostata. Und eine gereizte Prostata ist nicht gerade das, was man als angenehm bezeichnen könnte.

Neben der Einlage sollte vor allem Männer den korrekten Sitzwinkel von einem Fachmann bestimmen lassen. Einfach mit einem Rennrad drauflosfahren, beschwört gerade das oben beschriebenen Problem herauf.

Also: Profis achten auf die korrekte Haltung UND die richtige Hose!!!!

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Da vor allem in billigeren Radfahrtextilien die Einsätze eher das frühkindliche Gefühl einer vollen Windel wieder zum Leben erwecken und nicht gerade angenehm zu tragen sind, trage ich selbst seit Jahren zwar teurere, dennoch deutlich angepasstere Markenware von diversen Herstellern. GONZO ist da zu nennen usw.
Hier spielt für mich aber nicht der Name eine Rolle, sondern die Funktionstauglichkeit.

Dabei hat sich im Dauerbetrieb herausgestellt, dass zumindest was die Radhose angeht, nur noch Produkte des italienischen Herstellers NALINI anziehe, und das hat gute Gründe.



DIE PROFIS BEI RADFAHRBEGLEITUNG

Zwei Marken sind als Hersteller von funktionalen Radsporttextilien zu nennen: Zum einen ist dies NALINI, zum anderen GIORDANA.

Von beiden namhaften Herstellern, beide auch Ausrüster der bekannten Profiteams, besitze ich mehrere Trikotsätze samt Radhose.
Und nach einigen Tausend Testkilometern bin ich mittlerweile soweit, nur noch NALINI – Trikots zu tragen.
Zwar sind beide Hersteller grundsätzlich zu empfehlen, doch gibt es diverse Unterschiede, die in meiner persönlichen Bewertung dazu führen, keine weiteren Trikots von GIORDANA zu kaufen.


GEMEINSAMKEITEN

Beide Hersteller bieten Radsportbeleitung an, die passgenau sitzt, die schnell trocknet ( was bei hohen Temperaturen sehr wichtig ist), die eng an der Haut liegt, was vor allem für Aerodynamikfetischisten wichtig ist (für mich also auch!!).
Dabei sind alle Trikots der Hersteller relativ leicht, angenehm auf der Haut zutragen.
Alle Trikots verfügen über einen Reißverschluss und eng schließenden Bündchen. Die aufgenähten Rückentaschen sind Standart und verfügen über ein Gummibündchen, damit mitgeführte Gegenstände während der Fahrt auch dort bleiben, wo man sie zu Beginn auch hin gesteckt hat.

Insgesamt orientieren sich die Kleidungsstücke optimal an den belangen eines Radsportlers.


Beim Kauf einer Radhose sollte man auf die Träger nicht verzichten, damit die Hose auch da bleibt, wo sie sitzen soll.

Der Stoff der Hosen, teilweise auch der Trikots besteht aus ELASTAN, die Träger sind in der Regel aus weitmaschigen Textilien, damit sich der Scheiß nicht ansammeln bzw. schnell verdunsten kann. Auch das ist ein Qualitätsmerkmal.




KLEINE ÄRGERLICHKEITEN

Vor allem bei GIORDANA scheint man sich über den Sinn der internationalen Größenangaben nicht ganz im Klaren zu sein. Ich trage die Trikots und die jeweiligen Hosen in Größe 6, wobei ich bei NALINI immer richtig liege. Nur bei GIORDANA scheint man es mit dem Zuschnitt nicht so ganz genau zu sehen. Mal ist das Trikot zu weit, mal zu eng, was einen dann im Anschluss immer wieder auf die Waage treibt.
Grundsätzlich finde ich das sehr ärgerlich, denn man muss vor dem Kauf anprobieren, um zu sehen, ob es wirklich passt. Und dass ständige rumgeeiere der tatsächlichen Kleidungsgröße ist für mich ein Grund, bei GIORDANA vorsichtig zu sein.



DAS SITZPOLSTER – AUA !!!

Der wesentliche Vorteil von NALINI und der gravierende Nachteil bei GIORDANA ist für mich das Sitzpolster. Während bei Nalini das Sitzpolster durchgehend ist und auch an der engsten Stelle des Schritts gleichmäßig dick ist, verfügt bei GIORDANA das Polster über einen voll gepolsterten Mittelsteg und ein deutlich dünner gepolstertes Mittelstück.

Die Folge davon ist, dass man sich schon sehr genau überlegen sollte, welche Unterhose man trägt, wenn man die GIORDANA-Hose anziehen möchte. Die Unterhose sollte dann auf keinen Fall über Nähte verfügen, die in der Nähe des Sitzpolsters liegen. Durch die unterschiedliche Höhe bzw. Dicke desselben kommt es nämlich sehr schnell zu Reibstellen und auch – unangenehm, unangenehm – zu Blasen. Muss ja nicht sein.

Und da beide Hersteller preislich vergleichbar sind, ist für mich die Wahl relativ einfach gefallen, nachdem ich selbst mein Lehr -( Blasen) - Geld bezahlen musste.


FAZIT

Sparen macht Spaß, kann aber auch weh tun. Und wer den Radsport intensiv betreibt, sollte auch auf passende und vernünftige Kleidung achten-. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Kleidung der Hersteller, die sich vor allem auf Radsportbegleitung konzentrieren dann auch wirklich sitzgenau und tragbar ist, zum anderen aber auch deutlich länger hält. Aufgeplatzte Nähtee oder schlechte Verarbeitung habe ich bisher bei den beiden oben genannten noch nicht erlebt.

Ich habe mich entschieden für NALINI, andere werden sicherlich mit anderen Herstellern bessere oder auch schlechtere Erfahrungen gemacht haben. Dennoch: Bei Radsportbegleitung habe ich gelernt, dass Sparen eher negative Folgen hat.

Michael

13 Bewertungen, 2 Kommentare

  • silke-silke

    04.03.2002, 16:57 Uhr von silke-silke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hallo Michael, heute schon eine Runde gedreht? Gruß von Silke

  • seehuhn

    04.03.2002, 16:54 Uhr von seehuhn
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wäre besser unter alles mit R für Radsport gewesen