Erfahrungsbericht von kornix
Die Jungfer, der Drache und die Ritter
Pro:
Lest selbt
Kontra:
Lest selbst
Empfehlung:
Ja
Vor langer, langer Zeit, hatten alle Drachen Namen. Und an Hand ihrer Namen konnte man erkennen, wo sie wohnten.
So hießen die holländischen Drachen Gouda, und da es nur drei von ihnen gab, nannten sie sich der alte, der mittelalte und der junge Gouda. Die französischen hießen Baguette, die italienischen Pasta und Pizza, abhängig von Nord- oder Süditalien. Die belgischen hießen Frites, wobei der bekannteste Pommes war. Deutsche Drachen hießen Weißwurst, Labskaus, Knack-Wurst oder Bier. Die Schweizer Drachen hießen allesamt Müsli, das Familienoberhaupt war Bircher.
Dieser Bircher Müsli hatte eine Jungfer entführt, aber das hätte er lieber nicht tun sollen, denn das erste, was die Jungfer tat, war den Drachen zu schänden. Armer Drache.
Aber wie das damals so war, man erzählte sich von Mund zu Mund, was Bircher Müsli angerichtet hatte. Zuverlässige Medien wie heutzutage die Bild-Zeitung oder das Privatfernsehen gab es ja noch nicht, und so wurde der Ritter Schnetzel von Haudrauf auf dieses Verbrechen aufmerksam gemacht. Er suchte den Drachen auf, machte seinen Namen alle Ehre und zerhackte den Drachen in das, was wir heute noch als Bircher Müsli kaufen können. Schnetzel rief nach der Jungfrau, doch als er sie sah, bereute er sofort seine Tat. Als er sah, was er da befreit hatte, muß sich sein Gehirn verknotet haben, denn erst schlug er ein Kreuz, dann suchte er das nächstgelegene Kloster auf. Er bewarb sich dort als Novize und änderte seinen Namen in Rotnase. Rotnase übernahm in der klösterlichen Hausbar den Alkoholausschank. Man erzählt sich heute noch von den sagenhaften Gelagen, die Rotnase unbeschadet überstand und weitertrank, während das gesamte Kloster schon im Koma lag. Und sein ganzes Leben lang lallte er etwas wie : „Hätte ich nur den Müsli nicht vermüllert...“ Aber keiner verstand ihn mehr.
Was wurde aus der Jungfer? Nun ja, die zog durch das Land und verbreitete weiter Angst uns Schrecken. Es genügte, wenn sie in ein Fenster sah, um alle Spiegel zum Zerbrechen und die Bewohner zum Erbrechen zu bringen. Schließlich wanderte sie in Richtung Blocksberg, denn sie wollte eine staatlich anerkannte Hexe werden, schon wegen Krankenversicherung, Arbeitslosengeld und solchen Krimskrams. Sie bekam den offiziellen Hexenschein, sogar den mit Auszeichnung, die roten Haare jedoch wurden ihr verweigert, da diese nur den guten Hexen zustehen. So zog sie weiter durchs Land, jetzt durfte sie mit staatlicher Genehmigung erschrecken.
Eine ziemlich doofe Geschichte, nicht? Na gut, halte ich es wie das Telefonbuch, wenn die Story nichts mehr taugt, kommt eine neue Figur dazu. Nehmen wir einen anderen Ritter, der heißt, sagen wir, ja doch, Löffelstiel. Auch dieser war auf Suche nach Drachen, aber er fand keine. Er wanderte von Taverne zu Taverne, aber die einzigen Drachen, die er fand, waren die Wirtinnen, bei denen er nicht bezahlen konnte. Er schwor sich immer: „Nie wieder Abwaschen“, aber das half ihm auch nicht, im nächsten Gasthaus stand er wieder vor dem Zuber.
Bekannt wurde Löffelstiel durch seine Eigenheit, an den Weggabelungen laut zu rufen: „Linksherum, rechtsherum, Löffelstiel, mein Name“. Mit der Zeit wurde er immer sprechfauler, sagte nur noch „linksrum, darum, Löffelstiel“. Durch die Unmengen an Alkohol wurde sein Sprachzentrum immer weiter abgebaut, so daß er auf dem Pferd lallte: „Lirum, Larum, Löffelstiel“. Spielende Kinder am Wegrand müssen das aufgeschnappt haben, und machten ein Spiel daraus, daß die Kinder heute noch spielen.
Eines Tages, als der Ritter über die Lande zog, lief ihm die Altfer, Sorry, die Jungfer entgegen. Sie stellte sich ihm in dem Weg, und Löffelstiel stieg ab. Er ging auf sie zu, sie machte ihm schon Avancen, eindeutige Angebote, was er von ihr haben könnte, diesen Ritter hätte sie sich gerne einverleibt. Sie setzte ihr schönstes, hüstel, Lächeln auf, klimperte mit den Wimpern und schwang ihre Hüften wie sich Klatschmohn auf den Feldern im Wind wiegt. Erwartugsvoll sah sie Löffelstiel auf sich zu kommen. Der musterte sie von oben bis unten, von links nach recht und zurück. Dann sagte er: „Also so besoffen bin ich jetzt noch nicht!“, drehte sich um, setzte sich auf sein Pferd und ritt in den Sonnenuntergang wie irgendwann einmal Lucky Luke.
Ca. 2 Jahre später, oder waren es nur zwei Minuten, bekam unsere Jungfer einen Schreikrampf. Sie verfluchte die Männer, besonders den einen, und schwor bittere Rache. Sie würde den Mann finden, der es wagte, sie so schmählich abzuweisen, der sie in ihrem weiblichen Stolz gekränkt hatte, der die Stirn hatte, ihr den Rücken zuzukehren.
Also kaufte sie schnellstens einen Stylus-Besen 901, Sonderlackierung wasserfest, 5000 Borsten, Klimaanlage und extra langem Stiel, weil man da besser sitzt, das sagte zumindestens der Verkäufer.
Mit dem stieg sie auf in die Lüfte, um den Ritter zu finden, der sie so verschmähte. Aber sie wußte nichts von Thermik, und vielleicht hätte sie doch noch ein paar Flugstunden nehmen sollen.
So wurde sie getragen vom Wind, übers Meer, in ein fernes Land.
Dort wurde sie ob ihrer Schönheit zur Königin gekrönt.
Ich glaube, das war England......
Und wenn sie nicht gestorben ist, dann regiert sie noch heute...
So hießen die holländischen Drachen Gouda, und da es nur drei von ihnen gab, nannten sie sich der alte, der mittelalte und der junge Gouda. Die französischen hießen Baguette, die italienischen Pasta und Pizza, abhängig von Nord- oder Süditalien. Die belgischen hießen Frites, wobei der bekannteste Pommes war. Deutsche Drachen hießen Weißwurst, Labskaus, Knack-Wurst oder Bier. Die Schweizer Drachen hießen allesamt Müsli, das Familienoberhaupt war Bircher.
Dieser Bircher Müsli hatte eine Jungfer entführt, aber das hätte er lieber nicht tun sollen, denn das erste, was die Jungfer tat, war den Drachen zu schänden. Armer Drache.
Aber wie das damals so war, man erzählte sich von Mund zu Mund, was Bircher Müsli angerichtet hatte. Zuverlässige Medien wie heutzutage die Bild-Zeitung oder das Privatfernsehen gab es ja noch nicht, und so wurde der Ritter Schnetzel von Haudrauf auf dieses Verbrechen aufmerksam gemacht. Er suchte den Drachen auf, machte seinen Namen alle Ehre und zerhackte den Drachen in das, was wir heute noch als Bircher Müsli kaufen können. Schnetzel rief nach der Jungfrau, doch als er sie sah, bereute er sofort seine Tat. Als er sah, was er da befreit hatte, muß sich sein Gehirn verknotet haben, denn erst schlug er ein Kreuz, dann suchte er das nächstgelegene Kloster auf. Er bewarb sich dort als Novize und änderte seinen Namen in Rotnase. Rotnase übernahm in der klösterlichen Hausbar den Alkoholausschank. Man erzählt sich heute noch von den sagenhaften Gelagen, die Rotnase unbeschadet überstand und weitertrank, während das gesamte Kloster schon im Koma lag. Und sein ganzes Leben lang lallte er etwas wie : „Hätte ich nur den Müsli nicht vermüllert...“ Aber keiner verstand ihn mehr.
Was wurde aus der Jungfer? Nun ja, die zog durch das Land und verbreitete weiter Angst uns Schrecken. Es genügte, wenn sie in ein Fenster sah, um alle Spiegel zum Zerbrechen und die Bewohner zum Erbrechen zu bringen. Schließlich wanderte sie in Richtung Blocksberg, denn sie wollte eine staatlich anerkannte Hexe werden, schon wegen Krankenversicherung, Arbeitslosengeld und solchen Krimskrams. Sie bekam den offiziellen Hexenschein, sogar den mit Auszeichnung, die roten Haare jedoch wurden ihr verweigert, da diese nur den guten Hexen zustehen. So zog sie weiter durchs Land, jetzt durfte sie mit staatlicher Genehmigung erschrecken.
Eine ziemlich doofe Geschichte, nicht? Na gut, halte ich es wie das Telefonbuch, wenn die Story nichts mehr taugt, kommt eine neue Figur dazu. Nehmen wir einen anderen Ritter, der heißt, sagen wir, ja doch, Löffelstiel. Auch dieser war auf Suche nach Drachen, aber er fand keine. Er wanderte von Taverne zu Taverne, aber die einzigen Drachen, die er fand, waren die Wirtinnen, bei denen er nicht bezahlen konnte. Er schwor sich immer: „Nie wieder Abwaschen“, aber das half ihm auch nicht, im nächsten Gasthaus stand er wieder vor dem Zuber.
Bekannt wurde Löffelstiel durch seine Eigenheit, an den Weggabelungen laut zu rufen: „Linksherum, rechtsherum, Löffelstiel, mein Name“. Mit der Zeit wurde er immer sprechfauler, sagte nur noch „linksrum, darum, Löffelstiel“. Durch die Unmengen an Alkohol wurde sein Sprachzentrum immer weiter abgebaut, so daß er auf dem Pferd lallte: „Lirum, Larum, Löffelstiel“. Spielende Kinder am Wegrand müssen das aufgeschnappt haben, und machten ein Spiel daraus, daß die Kinder heute noch spielen.
Eines Tages, als der Ritter über die Lande zog, lief ihm die Altfer, Sorry, die Jungfer entgegen. Sie stellte sich ihm in dem Weg, und Löffelstiel stieg ab. Er ging auf sie zu, sie machte ihm schon Avancen, eindeutige Angebote, was er von ihr haben könnte, diesen Ritter hätte sie sich gerne einverleibt. Sie setzte ihr schönstes, hüstel, Lächeln auf, klimperte mit den Wimpern und schwang ihre Hüften wie sich Klatschmohn auf den Feldern im Wind wiegt. Erwartugsvoll sah sie Löffelstiel auf sich zu kommen. Der musterte sie von oben bis unten, von links nach recht und zurück. Dann sagte er: „Also so besoffen bin ich jetzt noch nicht!“, drehte sich um, setzte sich auf sein Pferd und ritt in den Sonnenuntergang wie irgendwann einmal Lucky Luke.
Ca. 2 Jahre später, oder waren es nur zwei Minuten, bekam unsere Jungfer einen Schreikrampf. Sie verfluchte die Männer, besonders den einen, und schwor bittere Rache. Sie würde den Mann finden, der es wagte, sie so schmählich abzuweisen, der sie in ihrem weiblichen Stolz gekränkt hatte, der die Stirn hatte, ihr den Rücken zuzukehren.
Also kaufte sie schnellstens einen Stylus-Besen 901, Sonderlackierung wasserfest, 5000 Borsten, Klimaanlage und extra langem Stiel, weil man da besser sitzt, das sagte zumindestens der Verkäufer.
Mit dem stieg sie auf in die Lüfte, um den Ritter zu finden, der sie so verschmähte. Aber sie wußte nichts von Thermik, und vielleicht hätte sie doch noch ein paar Flugstunden nehmen sollen.
So wurde sie getragen vom Wind, übers Meer, in ein fernes Land.
Dort wurde sie ob ihrer Schönheit zur Königin gekrönt.
Ich glaube, das war England......
Und wenn sie nicht gestorben ist, dann regiert sie noch heute...
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