Erfahrungsbericht von Hexe1962
Jagdtrieb
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Als neugierige Frau beschäftige ich mich mit so ziemlich allem, also auch mit Männern.
Denn auch wenn wir Frauen gerne über die Männer schimpfen, auf eine gewisse Art und Weise finden wir diese Exemplare ja doch ganz interessant. Deshalb habe ich auch schon viele Bücher über Männer und Frauen gelesen. Eigene Erfahrungen habe ich natürlich auch gemacht. Aber nicht so viele, da ich ja ein anständiges bayrisches Mädel bin. D. h. ich kenne alle \"meine\" Männer noch mit Vornamen und kann mir auch noch das Gesicht dazu vorstellen. Auch wenn es mir manchmal anders lieber wäre.
Nein, nein - es wird keine Satire und auch kein männerfeindlicher Bericht. Da muß ich Euch enttäuschen.
Ich möchte etwas zu dem SPIEL schreiben, welches Männer und Frauen immer wieder miteinander spielen. Nicht weil sie es wollen, sondern weil es scheinbar nicht anders geht.
In einem Buch habe ich eine Abhandlung über den \"Jagdtrieb\" der Männer gelesen. Darin wird beschrieben, daß es ein Mann gar nicht so leicht haben will. Eine Frau, welche er \"jagen\" kann, also eine - die erst einmal unerreichbar scheint - reizt ihn viel mehr.
Aus diesem Grund spielen wohl die meisten Frauen dieses Spiel mit. Eigentlich will der Mann die Frau und die Frau will den Mann. (Im besten Falle) Und trotz dieser Einigkeit, tut die Frau so, als hätte sie nicht so sehr Interesse, weil dann ja gewährleistet ist, dass der Mann (der, welcher sie sowieso will) sich um sie bemüht.
Jetzt mal ganz ehrlich. Ist das im Prinzip nicht eigentlich bescheuert?
Ich glaube schon, daß viele das auch so sehen. Und trotzdem spielen wir immer wieder das Spiel.
Mir wäre es lieber, wenn man einfach direkt und klar sagen könnte, was man wirklich denkt und will. Da dies aber dann den Jagdtrieb beim Mann abtötet oder man (in dem Fall Frau) sich ja auch tödlich blamieren könnte, tut man es dann doch nicht.
Ich bin kein Mann. Aber ich könnte mir vorstellen, daß es doch einige gibt, die es auch gerne einfacher hätten.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-25 21:15:56 mit dem Titel Der Joghurtbecher!
Es gibt Dinge im Leben, da braucht man einfach Unterstützung in Form von Tipps & Tricks. Eines dieser Dinge ist das Öffnen von Joghurtbechern. Denn mal ganz ehrlich, wer kennt folgende Situation nicht?
Du bist wieder mal auf Diät. Das heißt, nichts ist es mit gehaltvollem Frühstück. Nein, schon am frühen Morgen, den Schlaf noch in den Augen langst Du mit bereits angeekeltem Blick in den Kühlschrank um Dir einen Joghurtbecher raus zu holen. Es ist nicht so, dass Du Joghurt nicht magst. Aber nach dem 10. Tag, nur mit Joghurt, Quark und Mineralwasser, ist mittlerweile doch eine leichte Antipathie entstanden. Und weil Du müde, verschlafen, kreislaufgeschädigt und gereizt bist ist es quasi schon vorprogrammiert, dass Du nach dem Öffnen des Bechers wieder mal so einen netten Joghurtfleck auf dem T-Shirt (Pulli, Kleid usw.) hast.
Ich habe mir deshalb ein Joghurt-Becher-Öffnungs-T-Shirt zugelegt. Das ist ein T-Shirt aus dem manche Flecken sowieso nicht mehr rausgehen. Wegwerfen mag ich es nicht. Also wird das grundsätzlich angezogen, wenn es heißt: Joghurt-Becher, ich komme! Das T-Shirt ist mittlerweile so richtig schön bunt, wie Ihr Euch vorstellen könnt.
Aber halt, ab und zu muss es auch ohne Flecken klappen. Denn auch wenn die Flecken nicht mehr alle aus meinem T-Shirt rausgehen, muss ich es aus Hygienegründen doch ab und an auch mal waschen. Und in dieser Zeit kann ich ja schließlich nicht auf Joghurt verzichten. Deshalb folgen jetzt mal die Möglichkeiten, welche ich mir ausgedacht habe, um Joghurtbecher öffnen zu können, ohne dass etwas passiert.
*** Das Bild ***
Wenn Ihr jemanden habt, den Ihr gar nicht leiden könnt und es Euch finanziell nicht so schlecht geht schlage ich folgende vor. Bild von demjenigen an die Wand, Joghurtbecher kräftig schütteln, vor das Bild halten und mit einem Ruck öffnen. Das ist, wie wenn Ihr demjenigen Torte ins Gesicht geklatscht hättet.
*** Der Partner ***
Ihr habt einen Partner, der nicht zu viel zu gebrauchen ist? Nun, zum Joghurt-Becher öffnen könnt Ihr ihn immer noch abstellen. Denn besser er bekleckert sich, als Ihr.
*** Der Strohhalm ***
Ihr könnt den Becher natürlich auch zulassen und lediglich einen Strohhalm hineinstechen. Dazu bedarf es jedoch höchster Konzentration. Außerdem muss es schon ein Strohhalm mit einem größeren Durchmesser sein. Am besten, Ihr nehmt eine spitze Schere und stecht in der Mitte vorsichtig hinein. Ist es ein billiger und dünnflüssiger Joghurt, steht dem sofortigen Genuss nichts entgegen. Bei Markenqualität sieht das schon anders aus. Jetzt wird es schwierig. Denn nun müsst Ihr erst mal versuchen, trotzdem wenigstens etwas Joghurt herauszusaugen damit Platz im Becher geschaffen wird. Dann müsst Ihr, je nach Geschmack Milch oder Wasser durch den Strohhalm einführen und den Becher schütteln. Aber Vorsicht! Beim Schütteln bitte die Öffnung des Strohhalmes zuhalten, denn sonst kommt hier die ganze Soße hoch. Ober der Joghurt danach noch schmeckt, ist zweitrangig. Hauptsache, Ihr habt Euch nicht bekleckert.
*** Die Müsli-Schüssel ***
Also das geht nun folgendermaßen: Die Müsli-Schüssel, die natürlich größer sein muss als der Joghurtbecher wird auf den Tisch gestellt. In die linke Hand kommt der Joghurtbecher und in die rechte Hand die Bohrmaschine. Nun bohrt Ihr mit der Bohrmaschine unten in den Joghurtbecher ein Loch hinein. Achtet aber darauf, dass während dieses Vorgangs der Joghurtbecher genau über der Müsli-Schüssel gehalten werden muss. So kann dann der Joghurt gemütlich seinen Weg in die Müsli-Schüssel machen. Wer keinen Bohrer zur Hand hat, es geht notfalls auch mit einem Schraubenzieher. Aber da müsst Ihr kräftig zustoßen.
*** Verhütungsmethode ***
Ihr könnt den Joghurtbecher in eine Plastiktüte stecken. Dann ist er erst mal rundum geschützt. Deshalb der Titel, Verhütungsmethode. Es sollte eine durchsichtige Tüte sein, damit Ihr aus etwas sehen könnt. Also am besten eine Mülltüte nehmen. Nun führt Ihr Eure Hände vorsichtig in die Tüte ein und nähert Euch dem Becher. Mit der einen Hand haltet Ihr den Becher fest und mit der anderen reißt Ihr den Deckel einfach ab. Hier ist es egal ob es spritzt oder nicht, das weiße Zeug bleibt ja in der Verhütungstüte. Danach müsst Ihr den Becher vorsichtig herausziehen, damit Ihr mit dem Becher nicht an das Verspritzte kommt.
*** Das Feuerzeug ***
Für alle, die es etwas heißer mögen. Ihr könnt natürlich mit dem gezündeten Feuerzeug den Becher erwärmen. Hier empfehle ich jedoch Schutzhandschuhe, weil sich so ein Becher verdammt schnell erwärmt.
Da ja das Bekleckern nicht das einzige Problem beim Öffnen ist, sondern oft auch der Deckel nicht ganz abgeht, schlage ich den Peniblen unter Euch folgende Möglichkeit vor:
*** Der Dosenöffner ***
Wie das geht brauche ich wohl nicht zu beschreiben. Egal ob mechanisch oder elektrisch. Ihr werdet Euch wundern, wie leicht das geht. Wenn ich bedenke (ich habe nur einen mechanischen) wie lange ich mich oft an Dosen rumquäle. Da verwende ich diese Variante alleine schon deshalb, um auch mal ein Erfolgserlebnis zu haben.
Es gibt natürlich noch diverse Möglichkeiten, wie den Becher an die Wand klatschen, jemanden an den Kopf werfen, Fußball damit zu spielen. Das sind jedoch nur Möglichkeiten zum Abreagieren. Das könnt Ihr dann mit den Bechern machen, wo das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, weil Ihr mit Eurer Diät aufgehört habt.
In diesem Sinne,
es lebe der Joghurtbecher!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-16 17:33:14 mit dem Titel Jahreshauptversammlung der Gilde der Verschworenen
Ein ganzes Jahr war vergangen und es war ein erfolgreiches Jahr. So wurde beschlossen, auf der diesjährigen Jahresabschlussversammlung einen Preis an den bzw. die zu vergeben, welche/r am meisten Unruhe geschafft hatte und dies dazu noch am geschicktesten.
Eine Voraussetzung, um überhaupt Mitglied der Gilde zu sein, war ein sehr großes Bedürfnis im Mittelpunkt zu stehen. Und aus diesem Grund mussten alle, die diesen Preis gewinnen wollten, sich selbst bewerben und in einer kleinen Rede einen Überblick über ihre Leistung im vergangenen Jahr aufzeigen.
Einige Bewerbungen sind eingegangen und man war nun gespannt auf die Reden. Auch diejenigen, welche sich nicht beworben hatten freuten sich. Denn sie hofften, etwas lernen zu können.
Als erstes trug das Mitglied BOSHEIT seine Rede vor.
„Ich möchte es kurz machen, denn wenn ich lange spreche werden diejenigen unter Euch, denen die Intelligenz fehlt mir folgen zu können, bestimmt einschlafen.“
Der erste Aufruhr ging durch die Menge. Man merkte sofort: NOMEN EST OMEN. Aber warum sollte das Mitglied BOSHEIT ausgerechnet bei seinen Gildenmitgliedern ein anderes Verhalten an den Tag legen.
„Ich habe das ganze Jahr mehr oder weniger damit verbracht, ausgeklügelte Gemeinheiten zu verschleudern. Eines habe ich dabei festgestellt. Streut man diese in die große Menge, trifft man sehr viele Menschen. Dann gilt es zu beobachten, wer am meisten getroffen wurde und dort habe ich dann solange eingehakt, bis sich das Opfer nicht mehr wehren konnte.“
Dann trat das Mitglied BOSHEIT von der Bühne ab und erhielt einen langanhaltenden Applaus.
Als nächstes wagte sich das Mitglied PROFILNEUROSE auf die Bühne, um seine Rede vorzutragen.
„Wie Ihr ja alle wisst, bin ich das beste Mitglied aller Mitglieder und zwar überall wo es Mitglieder gibt!“ Ein leichtes Stöhnen ging durch den Raum. Aber man war von diesem Mitglied ja nichts anderes gewohnt.
„ Niemand ist so gut wie ich und alleine meine Meinung zählt! Und genau dies habe ich immer und überall jedem eingetrichtert und damit eine ganze Reihe von Anhängern gesammelt, die mich jetzt unterstützen. Wer sich mir anschließt ist nicht alleine, das war mein Motto. Natürlich habe ich meinen Opfern nicht erzählt, dass sie nur Mittel zum Zweck sind.“
Das Mitglied PROFILNEUROSE trat ab und erhielt dementsprechenden Applaus.
Das dritte und letzte Mitglied, was sich für den Preis beworben hatte, war das Mitglied SCHEINHEILIGKEIT. Schwungvoll betrat sie die Bühne und rief erst mal lächelnd ins Publikum: „Ich habe Euch alle so lieb!“ Und siehe da, selbst die abgebrühtesten Mitglieder fühlten sich geschmeichelt.
„Ich habe das ganze Jahr um die Gunst meiner Opfer gebuhlt. Ich war offiziell immer für sie da. Ich gab ihnen das Gefühl, ihnen zu helfen und zuzuhören. Dass ich sie dabei ausgefragt habe, haben sie nicht bemerkt. Denn ich war furchtbar lieb zu ihnen. Alle wichtigen Informationen habe ich gesammelt und sicher verwahrt. Jedem habe ich das Gefühl gegeben, der oder die Wichtigste für mich zu sein. Ich habe es geschafft fast alle zu täuschen und ich weiß, dass sie mich jetzt lieben. Mein Dank gilt auch dem Mitglied BOSHEIT, welches mir sehr oft zur Seite gestanden ist. Die ganz wenigen, die ich nicht zu meinen Opfern machen konnte, hat er mir abgenommen.“
Begeistert applaudierte das Publikum und merkte überhaupt nicht, dass es auch alle Opfer des Mitglieds SCHEINHEILIGKEIT waren.
Den ersten Preis bekam natürlich das Mitglied SCHEINHEILIGKEIT.
Die Moral von der Geschichte? Warum heilig, wenn es scheinheilig auch geht.
Anmerkung:
Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen oder Vereinigungen dieser Art sind rein zufällig.
Denn auch wenn wir Frauen gerne über die Männer schimpfen, auf eine gewisse Art und Weise finden wir diese Exemplare ja doch ganz interessant. Deshalb habe ich auch schon viele Bücher über Männer und Frauen gelesen. Eigene Erfahrungen habe ich natürlich auch gemacht. Aber nicht so viele, da ich ja ein anständiges bayrisches Mädel bin. D. h. ich kenne alle \"meine\" Männer noch mit Vornamen und kann mir auch noch das Gesicht dazu vorstellen. Auch wenn es mir manchmal anders lieber wäre.
Nein, nein - es wird keine Satire und auch kein männerfeindlicher Bericht. Da muß ich Euch enttäuschen.
Ich möchte etwas zu dem SPIEL schreiben, welches Männer und Frauen immer wieder miteinander spielen. Nicht weil sie es wollen, sondern weil es scheinbar nicht anders geht.
In einem Buch habe ich eine Abhandlung über den \"Jagdtrieb\" der Männer gelesen. Darin wird beschrieben, daß es ein Mann gar nicht so leicht haben will. Eine Frau, welche er \"jagen\" kann, also eine - die erst einmal unerreichbar scheint - reizt ihn viel mehr.
Aus diesem Grund spielen wohl die meisten Frauen dieses Spiel mit. Eigentlich will der Mann die Frau und die Frau will den Mann. (Im besten Falle) Und trotz dieser Einigkeit, tut die Frau so, als hätte sie nicht so sehr Interesse, weil dann ja gewährleistet ist, dass der Mann (der, welcher sie sowieso will) sich um sie bemüht.
Jetzt mal ganz ehrlich. Ist das im Prinzip nicht eigentlich bescheuert?
Ich glaube schon, daß viele das auch so sehen. Und trotzdem spielen wir immer wieder das Spiel.
Mir wäre es lieber, wenn man einfach direkt und klar sagen könnte, was man wirklich denkt und will. Da dies aber dann den Jagdtrieb beim Mann abtötet oder man (in dem Fall Frau) sich ja auch tödlich blamieren könnte, tut man es dann doch nicht.
Ich bin kein Mann. Aber ich könnte mir vorstellen, daß es doch einige gibt, die es auch gerne einfacher hätten.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-25 21:15:56 mit dem Titel Der Joghurtbecher!
Es gibt Dinge im Leben, da braucht man einfach Unterstützung in Form von Tipps & Tricks. Eines dieser Dinge ist das Öffnen von Joghurtbechern. Denn mal ganz ehrlich, wer kennt folgende Situation nicht?
Du bist wieder mal auf Diät. Das heißt, nichts ist es mit gehaltvollem Frühstück. Nein, schon am frühen Morgen, den Schlaf noch in den Augen langst Du mit bereits angeekeltem Blick in den Kühlschrank um Dir einen Joghurtbecher raus zu holen. Es ist nicht so, dass Du Joghurt nicht magst. Aber nach dem 10. Tag, nur mit Joghurt, Quark und Mineralwasser, ist mittlerweile doch eine leichte Antipathie entstanden. Und weil Du müde, verschlafen, kreislaufgeschädigt und gereizt bist ist es quasi schon vorprogrammiert, dass Du nach dem Öffnen des Bechers wieder mal so einen netten Joghurtfleck auf dem T-Shirt (Pulli, Kleid usw.) hast.
Ich habe mir deshalb ein Joghurt-Becher-Öffnungs-T-Shirt zugelegt. Das ist ein T-Shirt aus dem manche Flecken sowieso nicht mehr rausgehen. Wegwerfen mag ich es nicht. Also wird das grundsätzlich angezogen, wenn es heißt: Joghurt-Becher, ich komme! Das T-Shirt ist mittlerweile so richtig schön bunt, wie Ihr Euch vorstellen könnt.
Aber halt, ab und zu muss es auch ohne Flecken klappen. Denn auch wenn die Flecken nicht mehr alle aus meinem T-Shirt rausgehen, muss ich es aus Hygienegründen doch ab und an auch mal waschen. Und in dieser Zeit kann ich ja schließlich nicht auf Joghurt verzichten. Deshalb folgen jetzt mal die Möglichkeiten, welche ich mir ausgedacht habe, um Joghurtbecher öffnen zu können, ohne dass etwas passiert.
*** Das Bild ***
Wenn Ihr jemanden habt, den Ihr gar nicht leiden könnt und es Euch finanziell nicht so schlecht geht schlage ich folgende vor. Bild von demjenigen an die Wand, Joghurtbecher kräftig schütteln, vor das Bild halten und mit einem Ruck öffnen. Das ist, wie wenn Ihr demjenigen Torte ins Gesicht geklatscht hättet.
*** Der Partner ***
Ihr habt einen Partner, der nicht zu viel zu gebrauchen ist? Nun, zum Joghurt-Becher öffnen könnt Ihr ihn immer noch abstellen. Denn besser er bekleckert sich, als Ihr.
*** Der Strohhalm ***
Ihr könnt den Becher natürlich auch zulassen und lediglich einen Strohhalm hineinstechen. Dazu bedarf es jedoch höchster Konzentration. Außerdem muss es schon ein Strohhalm mit einem größeren Durchmesser sein. Am besten, Ihr nehmt eine spitze Schere und stecht in der Mitte vorsichtig hinein. Ist es ein billiger und dünnflüssiger Joghurt, steht dem sofortigen Genuss nichts entgegen. Bei Markenqualität sieht das schon anders aus. Jetzt wird es schwierig. Denn nun müsst Ihr erst mal versuchen, trotzdem wenigstens etwas Joghurt herauszusaugen damit Platz im Becher geschaffen wird. Dann müsst Ihr, je nach Geschmack Milch oder Wasser durch den Strohhalm einführen und den Becher schütteln. Aber Vorsicht! Beim Schütteln bitte die Öffnung des Strohhalmes zuhalten, denn sonst kommt hier die ganze Soße hoch. Ober der Joghurt danach noch schmeckt, ist zweitrangig. Hauptsache, Ihr habt Euch nicht bekleckert.
*** Die Müsli-Schüssel ***
Also das geht nun folgendermaßen: Die Müsli-Schüssel, die natürlich größer sein muss als der Joghurtbecher wird auf den Tisch gestellt. In die linke Hand kommt der Joghurtbecher und in die rechte Hand die Bohrmaschine. Nun bohrt Ihr mit der Bohrmaschine unten in den Joghurtbecher ein Loch hinein. Achtet aber darauf, dass während dieses Vorgangs der Joghurtbecher genau über der Müsli-Schüssel gehalten werden muss. So kann dann der Joghurt gemütlich seinen Weg in die Müsli-Schüssel machen. Wer keinen Bohrer zur Hand hat, es geht notfalls auch mit einem Schraubenzieher. Aber da müsst Ihr kräftig zustoßen.
*** Verhütungsmethode ***
Ihr könnt den Joghurtbecher in eine Plastiktüte stecken. Dann ist er erst mal rundum geschützt. Deshalb der Titel, Verhütungsmethode. Es sollte eine durchsichtige Tüte sein, damit Ihr aus etwas sehen könnt. Also am besten eine Mülltüte nehmen. Nun führt Ihr Eure Hände vorsichtig in die Tüte ein und nähert Euch dem Becher. Mit der einen Hand haltet Ihr den Becher fest und mit der anderen reißt Ihr den Deckel einfach ab. Hier ist es egal ob es spritzt oder nicht, das weiße Zeug bleibt ja in der Verhütungstüte. Danach müsst Ihr den Becher vorsichtig herausziehen, damit Ihr mit dem Becher nicht an das Verspritzte kommt.
*** Das Feuerzeug ***
Für alle, die es etwas heißer mögen. Ihr könnt natürlich mit dem gezündeten Feuerzeug den Becher erwärmen. Hier empfehle ich jedoch Schutzhandschuhe, weil sich so ein Becher verdammt schnell erwärmt.
Da ja das Bekleckern nicht das einzige Problem beim Öffnen ist, sondern oft auch der Deckel nicht ganz abgeht, schlage ich den Peniblen unter Euch folgende Möglichkeit vor:
*** Der Dosenöffner ***
Wie das geht brauche ich wohl nicht zu beschreiben. Egal ob mechanisch oder elektrisch. Ihr werdet Euch wundern, wie leicht das geht. Wenn ich bedenke (ich habe nur einen mechanischen) wie lange ich mich oft an Dosen rumquäle. Da verwende ich diese Variante alleine schon deshalb, um auch mal ein Erfolgserlebnis zu haben.
Es gibt natürlich noch diverse Möglichkeiten, wie den Becher an die Wand klatschen, jemanden an den Kopf werfen, Fußball damit zu spielen. Das sind jedoch nur Möglichkeiten zum Abreagieren. Das könnt Ihr dann mit den Bechern machen, wo das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, weil Ihr mit Eurer Diät aufgehört habt.
In diesem Sinne,
es lebe der Joghurtbecher!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-16 17:33:14 mit dem Titel Jahreshauptversammlung der Gilde der Verschworenen
Ein ganzes Jahr war vergangen und es war ein erfolgreiches Jahr. So wurde beschlossen, auf der diesjährigen Jahresabschlussversammlung einen Preis an den bzw. die zu vergeben, welche/r am meisten Unruhe geschafft hatte und dies dazu noch am geschicktesten.
Eine Voraussetzung, um überhaupt Mitglied der Gilde zu sein, war ein sehr großes Bedürfnis im Mittelpunkt zu stehen. Und aus diesem Grund mussten alle, die diesen Preis gewinnen wollten, sich selbst bewerben und in einer kleinen Rede einen Überblick über ihre Leistung im vergangenen Jahr aufzeigen.
Einige Bewerbungen sind eingegangen und man war nun gespannt auf die Reden. Auch diejenigen, welche sich nicht beworben hatten freuten sich. Denn sie hofften, etwas lernen zu können.
Als erstes trug das Mitglied BOSHEIT seine Rede vor.
„Ich möchte es kurz machen, denn wenn ich lange spreche werden diejenigen unter Euch, denen die Intelligenz fehlt mir folgen zu können, bestimmt einschlafen.“
Der erste Aufruhr ging durch die Menge. Man merkte sofort: NOMEN EST OMEN. Aber warum sollte das Mitglied BOSHEIT ausgerechnet bei seinen Gildenmitgliedern ein anderes Verhalten an den Tag legen.
„Ich habe das ganze Jahr mehr oder weniger damit verbracht, ausgeklügelte Gemeinheiten zu verschleudern. Eines habe ich dabei festgestellt. Streut man diese in die große Menge, trifft man sehr viele Menschen. Dann gilt es zu beobachten, wer am meisten getroffen wurde und dort habe ich dann solange eingehakt, bis sich das Opfer nicht mehr wehren konnte.“
Dann trat das Mitglied BOSHEIT von der Bühne ab und erhielt einen langanhaltenden Applaus.
Als nächstes wagte sich das Mitglied PROFILNEUROSE auf die Bühne, um seine Rede vorzutragen.
„Wie Ihr ja alle wisst, bin ich das beste Mitglied aller Mitglieder und zwar überall wo es Mitglieder gibt!“ Ein leichtes Stöhnen ging durch den Raum. Aber man war von diesem Mitglied ja nichts anderes gewohnt.
„ Niemand ist so gut wie ich und alleine meine Meinung zählt! Und genau dies habe ich immer und überall jedem eingetrichtert und damit eine ganze Reihe von Anhängern gesammelt, die mich jetzt unterstützen. Wer sich mir anschließt ist nicht alleine, das war mein Motto. Natürlich habe ich meinen Opfern nicht erzählt, dass sie nur Mittel zum Zweck sind.“
Das Mitglied PROFILNEUROSE trat ab und erhielt dementsprechenden Applaus.
Das dritte und letzte Mitglied, was sich für den Preis beworben hatte, war das Mitglied SCHEINHEILIGKEIT. Schwungvoll betrat sie die Bühne und rief erst mal lächelnd ins Publikum: „Ich habe Euch alle so lieb!“ Und siehe da, selbst die abgebrühtesten Mitglieder fühlten sich geschmeichelt.
„Ich habe das ganze Jahr um die Gunst meiner Opfer gebuhlt. Ich war offiziell immer für sie da. Ich gab ihnen das Gefühl, ihnen zu helfen und zuzuhören. Dass ich sie dabei ausgefragt habe, haben sie nicht bemerkt. Denn ich war furchtbar lieb zu ihnen. Alle wichtigen Informationen habe ich gesammelt und sicher verwahrt. Jedem habe ich das Gefühl gegeben, der oder die Wichtigste für mich zu sein. Ich habe es geschafft fast alle zu täuschen und ich weiß, dass sie mich jetzt lieben. Mein Dank gilt auch dem Mitglied BOSHEIT, welches mir sehr oft zur Seite gestanden ist. Die ganz wenigen, die ich nicht zu meinen Opfern machen konnte, hat er mir abgenommen.“
Begeistert applaudierte das Publikum und merkte überhaupt nicht, dass es auch alle Opfer des Mitglieds SCHEINHEILIGKEIT waren.
Den ersten Preis bekam natürlich das Mitglied SCHEINHEILIGKEIT.
Die Moral von der Geschichte? Warum heilig, wenn es scheinheilig auch geht.
Anmerkung:
Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen oder Vereinigungen dieser Art sind rein zufällig.
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