Erfahrungsbericht von Samsally
Jugendarbeit - was ist das?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ich verbringe viel Freizeit mit sogenannter Jugendarbeit. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, dem will ich jetzt mal einiges darüber berichten.
Nein, Jugendarbeit hat nichts mit Kinderarbeit zu tun. Es ist eine ehrenamtliche Tätigkeit von Jugendlichen und Erwachsenen für Kinder. Wir bieten den Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 14 Jahren organisierte Aktionen, Freizeitmöglichkeiten und Fahrten an. Die Leiterrunde, in der ich tätig bin, gehört zu einer Pfarrgemeinde und besteht schon seit 50 Jahren.
Unsere Aktionen:
****************
Wir bieten den Kindern verschiedene Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung an.
Einmal wöchentlich veranstalten wir eine Gruppenstunde, wo wir dann mit den Kindern basteln, spielen backen oder auch schon mal Ausflüge machen. Hier kommen meistens die selben Kinder einer Altersgruppe, so dass sich eine feste Gemeinschaft bildet und neue Freundschaften geschlossen werden.
An einem Samstag im Monat organisieren wir eine größere Aktion für alle Altergruppen. Je nach Jahreszeit planen wir Ausflüge wie z. B. Eis laufen, schwimmen, Kino, Freizeitpark, Bowling und vieles mehr.
Das große Highlight für Kinder, Eltern und Leiter ist das jährliche Sommerlager. In den Sommerferien fahren wir dann drei Wochen lang mit rund 50 Kindern und 10 Leitern meist nach Dänemark oder Österreich. Wir wohnen dann in einem großen Selbstversorgerhaus und versuchen den Kindern einen aktionsreichen Urlaub zu bieten, während die Eltern mal eine kinderfreie Zeit haben können. Neben zahlreichen Spielen im und ums Haus organisieren wir mehrere Ausflüge in Schwimmbäder, größere Städte und Freizeitparks. Es gibt Olympiaden, Wettbewerbe und Partys. Dabei gibt es immer etwas zu erleben. Natürlich gibt es auch Streit und Heimweh, doch das lässt sich nicht vermeiden.
Die Eltern brauchen keine Sorge um ihr Kind haben, denn auch wenn keiner der Leiter eine pädagogische Ausbildung hat, werden wir dennoch geschult. Vor jedem Sommerlager veranstalten wir ein Wochenende, an dem Probleme, Konflikte und Lösungen besprochen werden. Auch ein „Erste Hilfe Kurs“ wird jedes Jahr aufgefrischt. Nur durch unsere ehrenamtliche Tätigkeit können wir auch finanzschwächeren Familien einen Urlaub für die Kinder bieten.
Die Leiterrunde:
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Die Leiterrunde besteht aus Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahre. Das Mindestalter ist gesetzt, da man erst dann rechtlich die nötige Verantwortung übernehmen kann und ein gewisser Altersunterschied zwischen Kindern und Leitern unbedingt notwendig ist. 15jährige können allerdings auch schon kleinere Aufgaben mit jüngeren Kindern oder organisatorisches übernehmen.
Die Leiter und Leiterinnen treffen sich regelmäßig, um Aktionen zu besprechen und zu planen. Dies nimmt weitaus mehr Zeit in Anspruch als die Aktionen selbst. Es werden Ideen gesammelt, Einladungen geschrieben, Reservierungen gemacht, Busse bestellt, Bahnverbindungen rausgesucht, Spiele vorbereitet, Einkaufen gegangen, Probleme besprochen...
Auch Werbung gehört dazu. Zu jeder Aktion werden Einladungen geschrieben und an jedes der über 100 Kinder unserer Datenbank verteilt. Seit ein paar Wochen haben wir auch endlich eine eigene Homepage, wo wir uns vorstellen und Aktionen ankündigen.
Man muss bedenken, dass dies sehr viel Zeit kostet und man keinen Cent dafür bekommt. Bei der großen Sommerfahrt darf man zwar kostenlos teilnehmen, aber dafür ist es ja kein Urlaub, sondern viel Arbeit.
Wir haben irgendwann mal zusammengerechnet, wie viel Zeit wir jährlich für die Jugendarbeit opfern und sind auf die stolze Zahl von ca. 2 kompletten Monaten gekommen (Tag und Nacht). Es sind alleine bis zu 25 Tage für die Sommerfahrt, hinzu kommen Wochenendfahrten mit Kindern oder als Leiterschulung. Regelmäßige Leiterrunden, die bis in die Nacht gehen können. Die Aktionen mit den Kindern und zahllose Kleinigkeiten summieren sich schon ganz schön. Nicht zu vergessen Pfarrfest, Elternabend, Fotoabend...
Jetzt fragt ihr euch, warum ich das alles mache, oder?
Weil es Spaß macht!!!
Mit ca. 12 Jahren bin ich das erste mal mit auf eine Sommerfahrt gefahren und seit ich 16 Jahre alt bin, mache ich auch aktiv bei der Leiterrunde mit. Dadurch habe ich viele Freunde gefunden, die mittlerweile meinen größten und besten Freundeskreis bilden. Die meiste „Arbeit“ macht einfach Spaß und ich opfere gerne meine Freizeit dafür. Immer wieder lernt man neue Dinge dazu. Wer macht denn z. B. jedes Jahr einen „Erste Hilfe Kurs“? Als Webmaster der Homepage musste ich mir auch die HTML-Sprache beibringen, was sicherlich auch in Zukunft nützlich sein wird. Trotz der vielen Opfer, die man bringen muss, überwiegen die positiven Aspekte. Der Spaß, den man mit Freunden und Kindern hat.
Ein Wort noch an interessierte Jugendliche:
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Jedem Jugendlichen ab 16 Jahre, der eventuell Interesse an Jugendarbeit hat, sollte mal in der nächsten Pfarre nachfragen. Generell ist es kein Problem einfach mitzumachen, denn jede tatkräftige Hand ist gern gesehen. Du musst meisten weder zur Pfarrgemeinde gehören noch sonderlich christlich sein und besondere Vorkenntnisse braucht man auch nicht. Schnell wirst du neue Freunde in der Leiterrunde bekommen und viel Spaß mit den Kindern haben.
Und ein Wort an interessierte Eltern:
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Auch du als Elternteil kannst bei Interesse mal in der Pfarre nachfragen, ob es dort Jugendarbeit gibt. Wenn dein Kind Lust an Ausflügen, Basteln und Spielen hat oder endlich mal ohne Eltern Urlaub machen will, ist es herzlich willkommen. Nach Umzügen ist es sicherlich auch eine gute Gelegenheit, dass Kinder neue Freunde aus der Umgebung finden.
Danke fürs Lesen!
Nein, Jugendarbeit hat nichts mit Kinderarbeit zu tun. Es ist eine ehrenamtliche Tätigkeit von Jugendlichen und Erwachsenen für Kinder. Wir bieten den Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 14 Jahren organisierte Aktionen, Freizeitmöglichkeiten und Fahrten an. Die Leiterrunde, in der ich tätig bin, gehört zu einer Pfarrgemeinde und besteht schon seit 50 Jahren.
Unsere Aktionen:
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Wir bieten den Kindern verschiedene Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung an.
Einmal wöchentlich veranstalten wir eine Gruppenstunde, wo wir dann mit den Kindern basteln, spielen backen oder auch schon mal Ausflüge machen. Hier kommen meistens die selben Kinder einer Altersgruppe, so dass sich eine feste Gemeinschaft bildet und neue Freundschaften geschlossen werden.
An einem Samstag im Monat organisieren wir eine größere Aktion für alle Altergruppen. Je nach Jahreszeit planen wir Ausflüge wie z. B. Eis laufen, schwimmen, Kino, Freizeitpark, Bowling und vieles mehr.
Das große Highlight für Kinder, Eltern und Leiter ist das jährliche Sommerlager. In den Sommerferien fahren wir dann drei Wochen lang mit rund 50 Kindern und 10 Leitern meist nach Dänemark oder Österreich. Wir wohnen dann in einem großen Selbstversorgerhaus und versuchen den Kindern einen aktionsreichen Urlaub zu bieten, während die Eltern mal eine kinderfreie Zeit haben können. Neben zahlreichen Spielen im und ums Haus organisieren wir mehrere Ausflüge in Schwimmbäder, größere Städte und Freizeitparks. Es gibt Olympiaden, Wettbewerbe und Partys. Dabei gibt es immer etwas zu erleben. Natürlich gibt es auch Streit und Heimweh, doch das lässt sich nicht vermeiden.
Die Eltern brauchen keine Sorge um ihr Kind haben, denn auch wenn keiner der Leiter eine pädagogische Ausbildung hat, werden wir dennoch geschult. Vor jedem Sommerlager veranstalten wir ein Wochenende, an dem Probleme, Konflikte und Lösungen besprochen werden. Auch ein „Erste Hilfe Kurs“ wird jedes Jahr aufgefrischt. Nur durch unsere ehrenamtliche Tätigkeit können wir auch finanzschwächeren Familien einen Urlaub für die Kinder bieten.
Die Leiterrunde:
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Die Leiterrunde besteht aus Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahre. Das Mindestalter ist gesetzt, da man erst dann rechtlich die nötige Verantwortung übernehmen kann und ein gewisser Altersunterschied zwischen Kindern und Leitern unbedingt notwendig ist. 15jährige können allerdings auch schon kleinere Aufgaben mit jüngeren Kindern oder organisatorisches übernehmen.
Die Leiter und Leiterinnen treffen sich regelmäßig, um Aktionen zu besprechen und zu planen. Dies nimmt weitaus mehr Zeit in Anspruch als die Aktionen selbst. Es werden Ideen gesammelt, Einladungen geschrieben, Reservierungen gemacht, Busse bestellt, Bahnverbindungen rausgesucht, Spiele vorbereitet, Einkaufen gegangen, Probleme besprochen...
Auch Werbung gehört dazu. Zu jeder Aktion werden Einladungen geschrieben und an jedes der über 100 Kinder unserer Datenbank verteilt. Seit ein paar Wochen haben wir auch endlich eine eigene Homepage, wo wir uns vorstellen und Aktionen ankündigen.
Man muss bedenken, dass dies sehr viel Zeit kostet und man keinen Cent dafür bekommt. Bei der großen Sommerfahrt darf man zwar kostenlos teilnehmen, aber dafür ist es ja kein Urlaub, sondern viel Arbeit.
Wir haben irgendwann mal zusammengerechnet, wie viel Zeit wir jährlich für die Jugendarbeit opfern und sind auf die stolze Zahl von ca. 2 kompletten Monaten gekommen (Tag und Nacht). Es sind alleine bis zu 25 Tage für die Sommerfahrt, hinzu kommen Wochenendfahrten mit Kindern oder als Leiterschulung. Regelmäßige Leiterrunden, die bis in die Nacht gehen können. Die Aktionen mit den Kindern und zahllose Kleinigkeiten summieren sich schon ganz schön. Nicht zu vergessen Pfarrfest, Elternabend, Fotoabend...
Jetzt fragt ihr euch, warum ich das alles mache, oder?
Weil es Spaß macht!!!
Mit ca. 12 Jahren bin ich das erste mal mit auf eine Sommerfahrt gefahren und seit ich 16 Jahre alt bin, mache ich auch aktiv bei der Leiterrunde mit. Dadurch habe ich viele Freunde gefunden, die mittlerweile meinen größten und besten Freundeskreis bilden. Die meiste „Arbeit“ macht einfach Spaß und ich opfere gerne meine Freizeit dafür. Immer wieder lernt man neue Dinge dazu. Wer macht denn z. B. jedes Jahr einen „Erste Hilfe Kurs“? Als Webmaster der Homepage musste ich mir auch die HTML-Sprache beibringen, was sicherlich auch in Zukunft nützlich sein wird. Trotz der vielen Opfer, die man bringen muss, überwiegen die positiven Aspekte. Der Spaß, den man mit Freunden und Kindern hat.
Ein Wort noch an interessierte Jugendliche:
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Jedem Jugendlichen ab 16 Jahre, der eventuell Interesse an Jugendarbeit hat, sollte mal in der nächsten Pfarre nachfragen. Generell ist es kein Problem einfach mitzumachen, denn jede tatkräftige Hand ist gern gesehen. Du musst meisten weder zur Pfarrgemeinde gehören noch sonderlich christlich sein und besondere Vorkenntnisse braucht man auch nicht. Schnell wirst du neue Freunde in der Leiterrunde bekommen und viel Spaß mit den Kindern haben.
Und ein Wort an interessierte Eltern:
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Auch du als Elternteil kannst bei Interesse mal in der Pfarre nachfragen, ob es dort Jugendarbeit gibt. Wenn dein Kind Lust an Ausflügen, Basteln und Spielen hat oder endlich mal ohne Eltern Urlaub machen will, ist es herzlich willkommen. Nach Umzügen ist es sicherlich auch eine gute Gelegenheit, dass Kinder neue Freunde aus der Umgebung finden.
Danke fürs Lesen!
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