Über Themen mit Q Testbericht
ab 9,43 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von Spocht
Qualität? Wozu? Viele Lesungen: So gehts!!
Pro:
s. Text
Kontra:
s. Text
Empfehlung:
Nein
Vorwort: Motivation dieses Berichtes ist der blanke Neid (natürlich neben meiner Herzensgüte, Kreativität, Sinn für Humor sowie meiner alles andere überragende Bescheidenheit) auf Leute mit mehr Lesungen und natürlich schlechteren Berichten (Meine sind natürlich besser, klar).
Anstatt wie sonst über das eine oder andere Produkt aus meinem Leben einen mehr oder weniger unterhaltenden und informativen Bericht zu schreiben, möchte ich heute mal zur Communitiy an sich ein paar Gedanken fallenlassen. Und zur Belohnung für alle, die nicht ihr "Zehn-Sekunden-Sehr-Hilfreich" vergeben, am Schluß ein paar Tips zum erfolgreichen Schreiben.
**************************
U P D A T E V O M 2 3. 0 4. 2 0 0 2
**************************
Neu: Einige Rechtschreib-/ Tippfehler verbessert.
**************************
Tja, wie soll denn CIAO/YOPI/DOOYOO (um ein paar zu nennen) eigentlich funktionieren? Verbraucher A hat bzw. informiert sich über Produkt B und schreibt einen Bericht C darüber bei Portal D. Verbraucher E benötigt Informationen und sucht bei Portal D einen Bericht zu B- und findet C von A.
E liest C von A über B bei D, E bewertet B mit SH, da C gut ist, A ist froh, weil er Lesungen bekommt, und C rückt dadurch in der internen Wertung der Beiträge nach oben.
Soviel zur Theorie, ich habe es extra mit den Buchstaben abstrahiert, um die Trockenheit des Themas zu illustrieren.
Vorteil des Systems:
- Besonders gute Beiträge werden so sehr schnell sichtbar.
- Autoren von besonders guten Beiträgen werden durch Farbmarkierungen ebenfalls sehr schnell erkennbar; hilfreich vor allem, wenn man unter dem z.T. riesigen Wust von Meinungen zu ein und demselben Thema eben eine der etwas gehobeneren Kategorie sucht.
- Und natürlich: Gute Autoren bekommen mehr Kohle als schlechte Autoren, was sie wiederum zum Schreiben von guten Berichten motiviert, die allen helfen.
Aha- Spocht hat das System von ciao/yopi/dooyoo/(insert favourite opinion-portal here) geschnallt. Glückwunsch. Wo ist sein Problem?
Genau hier: Da man selbst ja sowieso die besten Berichte schreibt (ich schätze, das geht Euch genauso wie mir), ist man natürlich auch felsenfest davon überzeugt, daß der eigene Bericht sofort zig-fach gelesen wird, als besonders lesenswert hervorgestuft wird (Krönchen/Diamant, etc.) sowie eine Menge Geld einbringt; eine "Beförderung" in der Communitiy, seien es Titel, Erwähnungen auf der Startseite oder Farbkringel, ist eigentlich nur noch eine reine Formalität, und Dankschreiben der vielen Leser, verbunden mit der (besonders von weiblichen Fans oftmals durch Beilage von persönlichen Wäschestücken aufgewerteten) Bitte, doch noch mehr Beiträge zu schreiben, sind eher die Regel denn die Ausnahme.
Aufwachen! Die Realität sieht etwas anders aus. (Spätestens ab hier bitte beachten: Motivation dieser Meinung ist- wie oben angegeben- der blanke Neid, Beleidigungen sind nicht auf bestimmte User gemünzt, und nein, von Ironie habe ich noch nie was gehört.)
Also- die pralle Realität: Spocht setzt sich hin, Spocht denkt nach, Spocht schreibt. Spocht liest sich alles noch mal durch, ergänzt hier ein Wort, mildert dort eine Flame etwas ab, ersinnt einen tollen Witz und integriert diesen geschickt, versucht, alle Rechtschreibfehler zu korrigieren ("Fehler? Bei mir?"), kurzum, Spocht hat einen tollen Artikel geschrieben.
Eben so, wie Ihr das auch alle macht.
Weiter gehts: Da dieser Artikel am Schwarzen Brett bei rewe/LIDL/tengelmann/toom/Globus/(insert favourite shop here) keine Punkte bringt, muß er ja ins Internet.
Also dann: Eingewählt, rumgesurft, einen Artikel bei allen Meinungsportalen reingestellt, bei dem er irgendwie in einer Kategorie mehr oder weniger gut untergebracht werden kann. Ja, ich bekenne: Ich stelle ein und denselben Artikel nahezu unverändfert in mehreren Portalen ein. Aber nur so nebenbei.
Und dann: Abwarten. Worauf? 22:00 Uhr, MASH bei 9live? Nein, verdammt, die Lesungen! Warum wird der Artikel nicht in dem Maße honoriert, wie sich das gehört (Habe ich erwähnt, daß ich immer die besten Artikel schr..- habe ich? Ja? Na gut.)? Naja, wenigstene eine Lesung... Von wem? (..) Aha. Was hat er denn so geschrieben? M-hm. (Bericht angeklickt und gelesen). Was ist denn das? Keine 300 Wörter, und trotzdem zig-fach mit "Sehr hilfreich/nützlich" bewertet? Wie kommt denn das?
Und spätestens hier muß mich meine Freundin regelmäßig gewaltsam vom PC entfernen, da ich in meiner Rage selbst auf fundamentalste Kommunikationsformen (weglocken mit Weizenbier o.ä) nicht mehr reagiere.
Warum?
(Meinung 1) Naja, hier werden Leute belohnt, die eigentlich nicht besonders viel geleistet haben- will sagen, Leute, die zwar nicht besonders gut schreiben können (Bitte beachten: die elf wichtigsten Regeln zum Schreiben von Kassenschlager-Meinungen am Ende des Berichts), dafür aber sehr sozial eingestellt sind und viele Meinungen Anderer lesen, dabei auch auch schon mal trotz groben inhaltlichen Fehlern, einer saumäßigen Rechtschreibung und einer offensichtlichen Ahnungslosigkeit sowie Unkenntnis des Produkts unter meterlangen Entschuldigungen nur ein "Hilfreich/Nützlich" vergeben.
*LangsamwiederinRagebeimSchreibenverfalle* Und eben auf diese Lesungen muß man ja mit Gegenlesungen reagieren- Höflichkeit, klar.
(Meinung 2) Naja, zurecht, oder? Irgendwer muß ja auch Meinungen lesen, die zwar gut sind, aber aufgrund mangelnden Interesses nach einem bestimmten Produkt nicht besonders oft gelesen werden (z.B. "Knirps light" mit 50% weniger Wasserschutz als herkömmliche Schirme). Denn auch diese Meinungen sind sicherlich die besten ihres Themas, und auch Ihnen bzw. deren Autoren gebührt der rechte Lohn für die Arbeit.
Also, irgendwo dazwischen leigt wohl auch das erstrebenswerte Mittel, um die meisten glücklich zu machen. Die Schreiber von verdientermaßen guten Beiträgen, die einfach nur aufgrund ihrer Qualität gelesen werden, sowie die Lesungen von Leuten, die in einer Community genau das machen, was man von Leuten in einer Community erwartet, nämlich eine eingene Meinung zum Ausdruck zu bringen- und zwar in Form von vielen Beiträgen einerseits und sehr viel mehr Lesungen und Kommentaren andererseits- die natürlich wieder Rücklesungen verursachen.
Das ganze nimmt natürlich bisweilen schon bizarre Formen an: Regelrechter Schrott wird mit "Sehr Hilfreich" bewertet, der Autor ist mindestens lila (bei CIAO, ich vor Wut), und zu allem Überfluß stehen dann noch Kommentare wie "Toller Bericht. SH verdient. Weiter so! Man liest sich. XY". Und hier liegt die Krux begraben: diese Leute meinen es nicht böse, sind aber viel fleißigere Bewerter als Euer Spocht und so wesentlich bekannter. Wer wie ich davon ausgeht (wahrscheinlich falsch), daß die Qualität der abgelieferten Berichte alleine reicht, um gelesen zu werden, wird hier schnell eines Besseren belehrt: Qualität kann helfen, ausschlaggebend ist in noch größerem Maße allerdings der Bekanntheitsgrad- der durch viele Lesungen bei anderen zustandekommt.
Versteht mich nicht falsch, viele Autoren schreiben gut und lesen viel- die haben natürlich auch ein entsprechendes Standing verdient- inklusive aller Privilegien.
Aber Leute, deren Deutsch 3. Klasse Baumschule entspricht, mit Berichten vom Umfang eines Überaschungsei-Begleitzettels- mit tausenden von Lesungen- und zwar "Sehr hilfreich"- was soll das?
Ab heute sage ich mir (guter Vorsatz, obwohl Sylverster noch so lange hin ist): Ist ein Bericht schlecht, ist er "weniger hilfreich" oder "nicht hilfreich". Bei den Pfennigbeträgen, die es für Lesungen gibt, dürfte der finanzielle Verlust, den man durch eventuelle Rachebewertungen erleidet, vertetbar sein.
Und hier nochmal -quasi als Zusammenfassung- in aller Kürze 11 Regeln, wie man ein erfolgreicher Autor wird und ganz ganz viele Lesungen kriegen tut:
1.) Fasse Dich kurz. Nichts in unserer schnellebigen Gesellschaft so kostbar wie Zeit. Zeit ist das allerwichtigste- wichtiger noch, als Erfahrungen und Fakten. Faustregel: 200 Wörter markieren schon das obere Ende eines Berichts. Wurde etwas nicht gesagt, war es nicht wert, gesagt zu werden.
Um schon mal einen kleinen Überblick zu schaffen, sollte auch eine Gliederung nicht fehlen, hilfreich sind vor allem Elemente wie
1. Inhalt
2. Vorwort
3. Meinung
Gerade bei knapp und kurz zu haltenden Berichten gehören natürlich Inhaltsangaben von Produkten auf jeden Fall mit in den Bericht, ja sind sogar integraler Bestandteil, schließlich kann man dem Verbraucher nicht zumuten, diesen oftmals nur mikroskopisch klein gedruckten Text auf der Packung zu entziffern.
Auch der Verpackung und ihrem Aussehen sollte ein Großteil des Berichtes gewidmet werden; wie sonst sollte man das Produkt in der riesigen Auswahl am Markt wiederfinden?
Gerade bei Artikeln unter 200 Wörtern ist auch eine Gliederung durch Absätze nicht notwendig; dies würden bei dem kurzen Artikel einfach nur verloren aussehen.
2.) Bemühe Dich nicht um Grammatik und Rechtschreibung; in einer schnellebigen Gesellschaft sind auch sie durch diverse Reformen ebenso kurzlebig wie der Erfolg einer im Fernsehen gecasteten Band.
3.) Um einen Bericht über ein bestimmtes Produkt zu schreiben, ist keinerlei Produktkenntnis oder Erfahrung damit notwendig. Es genügt im allgemeinen, zwei oder drei Berichte zum selben Thema zu lesen- nicht angemeldet, natürlich; denn das kostet Zeit (siehe 1.) und kann kurzfirstig beim Hochladen nachgeholt werden.
Eine weitere Quelle des von Dir großzügig feilgebotenen Wissens können natürlich auch gängige Vorurteile sein. Diese sollten bevorzugt verwendet werden, da sie prinzipbedingt beim Leser einen höheren Wiedererkennungseffekt erreichen.
Bringe nicht zu viele Fakten im Bericht unter- "Zehn-Sekunden-Leser" können sie eh nicht wahrnehmen, und alle anderen verstehen sowieso nur die Hälfte ("Perlen-vor-dieSäue-Effekt").
4.) Vergiß nicht das Salz in der Suppe: Viele Berichte werden erst durch eine angemessene Anzahl von Ausrufungszeichen lesbar. Eine gute Faustregel: Anzahl der Worte geteilt durch 7, und schön über den ganzen Text verteilen. Mehrere Ausrufungszeichen hintereinander (Idealerweise 3) sind ausdrücklich erwünscht und sprechen von gutem Stil, da sie dem Leser auf einen Blick zeigen, was in diesem Bericht wichtig ist- nämlich alles. Aufgrund der vielen "!!!" kann bzw. sollte man natürlich die restliche Interpunktion einschränken; schließlich ist der Artikel bereits durch die "!!!" mehr als ausreichend strukturiert.
5.) Persönliche Beleidigungen sind hilfreich; sie stellen sofort die Fronten klar und helfen jedem Leser, den Text einer Richtung zuzuordnen (in die richtige: Deine).
6.) Vermeide sämtliche Wortspiele, lockeren Sprüche, und vor allen Dinge gute Witze. Die kosten lebensnotwendige Worte im sowieso knapp umrissenen Umfang der Meinung (200 W.- siehe 1.)- und natürlich unser aller Zeit.
7.) Versuche, die Leser durch unbekannte Bezeichungen oder Fachbegriffe, die nicht unbedingt im Zusammenhang mit dem Produkt stehen müssen, zu beeindrucken. Leser lieben gute Rätsel, und außerdem: Nichts verschafft einem Autor mehr Respekt als Fremdworte, die von maximal 3 Prozent der Leser mit akademischen Prädikatsabschluß verstanden werden.
8.) Mache allen Lesern klar, daß Du der alleinige Ahnungsbär/Experte/Opinion-Leader bist. Dies spart dem Leser die kostbare Zeit (siehe 1.), sich darüber klar zu werden, auf welcher Wissensstufe in Bezug auf das Produkt er sich gerade befindet- nämlich ganz unten.
Hüte Dich davor, Dich für das Lesen Deiner Meinungen zu bedanken. Experten wie Du müssen Ihr Wissen nicht devot wie sauer Bier feilbieten, sondern gewähren es allen, die es benötigen.
9.) Versuche Onlinekosten zu sparen: Schreibe Deine Berichte offline. Wenn Du zehn oder mehr zusammen hast, poste sie in einem Rutsch, um schon auf der Startseite, die Du dann exklusiv für Dich hast, auf Dich aufmerksam zu machen. Viele Leser, die Dich noch nicht kannten, haben nur auf Deine Berichte gewartet.
Benutze nach Möglichkeit ein Schreibprogramm, das Sonderzeichen benutzt, die vom Browser nicht richtig dargestellt werden. Dies regt die Phantasie aller Leser an.
10.) Halte den Artikel aktuell: Nicht ist schlimmer als Berichte, die schön älter als zwei Wochen sind. Markiere jede Änderung, und sei sie noch so marginal, mit einem dicken, fetten "U P D A T E V O M X X. Y Y. 2 0 0 X", eingerahmt von zwei oder mehr Zeilen mit "***********" (Alternativ: "++", "~~" oder "##"), und sei es nur der letzte Rechtschreibfehler, den Du gefunden und ausgemerzt hast.
11.) Wähle eine Überschrift, in der keine Wortspiele oder andere Zweideutigkeiten vorkommen (siehe auch 6.), sondern benutze idealerweise den Namen des Produktes als Titel Deiner Meinung.
Sollte ein Leser nicht wissen, in welcher Rubrik er sich gerade befindet, kann er sich an Deiner Überschrift orientieren und wird Dir sicherlich gerne und voller Dankbarkeit eine -zugegebenermaßen- verdiente Bewertung zugute kommen lassen- wie es sich gehört.
So, und wenn Du Dich strikt an diese Regeln hältst, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Deine Artikel öfter angesurft werden als Portale wie "Yahoo" oder "web.de".
**************************
U P D A T E V O M 2 3. 0 4. 2 0 0 2
**************************
- noch ein Hinweis
- Musterbericht
Musterbericht zum Thema "Haare in der Suppe"- so in ertwa sollte er in der Praxis aussehen:
HAARE IN DER SUPPE!!!
Hallo, Leser. Heute mal ein Bericht von eurem guten alter (User-ID) Letzens hatte ich ein Haar in der Suppe!!! Und um Euch alle zu warnen dachte ich mir ich da drüber schreib ich einen sehr hilfreichen Bericht darüber!!!
Inhalt:
1.) Inhaltsangabe
1.) Inhaltsangabe
2.) Zusammensetzung
3.) Verpackung
4.) Vorkommen
5.) Meine Meinung
2.) Zusammensetzung
Also zuerst woraus ist so ein Haar??? Ihr wisst das sicher nicht aber ich also in aller erster Linie aus organischen Kohlenstoffverwindungen (=Lokken). Ist nicht viel Kohlenstoff drin sind die Haare blond sonst wenn viel Kohlenstoff drin ist schwarz!!!
3. Verpackung
Wie ist so ein Haar verpackt??? Eigentlich gar nicht außer, man trägt eine Basecäp. Und die können sehr ja bunt sein!!!
4. Vorkommen
Haare in der Suppe können oft vorkommen aber meißtens wenn man die nicht braucht zum Beispiel in Tomatencremesuppe welche ich besonders gerne mag!!! Leider nie in Spinatsuppe welche ich gar nicht mag da ist nie ein Haar drin!!!
Haare in der Suppe können, entstehen wenn der Koch beim Kopfwaschen die Schüsseln vertauscht und den Kopf in die falsche reintaucht!!! Erwischt er die Friteuse, brauch er aber gar keine Haare mehr waschen. Dies ist wahrscheinlich dem berümten Hobbykoch Niki Lauda passiert.
Am wenigsten Haare in der Suppe kommen bei MCDonelds vor weil da gibts keine Suppen bloss Mitarbeiter mit Haaren!!! Und nicht bei Markus Maria Profitlich der doofen Fettbacke weil der hat keine!!!
****************
U P D A T E V O M X X. Y Y. 2 0 0 X
****************
Ich war noch mal bei MCDonelds und da gibts wirklich keine Suppe!!!
5. Meine Meinung: Ich find Haare in der Suppe doof weil auf dem Kopf sehen sie bei manchen Menschen besser aus!!!
Und jetzt bewertet mal schön!!! Euer (UserID)
In diesem Sinne, frohes ehrliches Bewerten, frohes Schreiben, danke fürs Lesen,
Mit spochtlichen Grüßen
Anstatt wie sonst über das eine oder andere Produkt aus meinem Leben einen mehr oder weniger unterhaltenden und informativen Bericht zu schreiben, möchte ich heute mal zur Communitiy an sich ein paar Gedanken fallenlassen. Und zur Belohnung für alle, die nicht ihr "Zehn-Sekunden-Sehr-Hilfreich" vergeben, am Schluß ein paar Tips zum erfolgreichen Schreiben.
**************************
U P D A T E V O M 2 3. 0 4. 2 0 0 2
**************************
Neu: Einige Rechtschreib-/ Tippfehler verbessert.
**************************
Tja, wie soll denn CIAO/YOPI/DOOYOO (um ein paar zu nennen) eigentlich funktionieren? Verbraucher A hat bzw. informiert sich über Produkt B und schreibt einen Bericht C darüber bei Portal D. Verbraucher E benötigt Informationen und sucht bei Portal D einen Bericht zu B- und findet C von A.
E liest C von A über B bei D, E bewertet B mit SH, da C gut ist, A ist froh, weil er Lesungen bekommt, und C rückt dadurch in der internen Wertung der Beiträge nach oben.
Soviel zur Theorie, ich habe es extra mit den Buchstaben abstrahiert, um die Trockenheit des Themas zu illustrieren.
Vorteil des Systems:
- Besonders gute Beiträge werden so sehr schnell sichtbar.
- Autoren von besonders guten Beiträgen werden durch Farbmarkierungen ebenfalls sehr schnell erkennbar; hilfreich vor allem, wenn man unter dem z.T. riesigen Wust von Meinungen zu ein und demselben Thema eben eine der etwas gehobeneren Kategorie sucht.
- Und natürlich: Gute Autoren bekommen mehr Kohle als schlechte Autoren, was sie wiederum zum Schreiben von guten Berichten motiviert, die allen helfen.
Aha- Spocht hat das System von ciao/yopi/dooyoo/(insert favourite opinion-portal here) geschnallt. Glückwunsch. Wo ist sein Problem?
Genau hier: Da man selbst ja sowieso die besten Berichte schreibt (ich schätze, das geht Euch genauso wie mir), ist man natürlich auch felsenfest davon überzeugt, daß der eigene Bericht sofort zig-fach gelesen wird, als besonders lesenswert hervorgestuft wird (Krönchen/Diamant, etc.) sowie eine Menge Geld einbringt; eine "Beförderung" in der Communitiy, seien es Titel, Erwähnungen auf der Startseite oder Farbkringel, ist eigentlich nur noch eine reine Formalität, und Dankschreiben der vielen Leser, verbunden mit der (besonders von weiblichen Fans oftmals durch Beilage von persönlichen Wäschestücken aufgewerteten) Bitte, doch noch mehr Beiträge zu schreiben, sind eher die Regel denn die Ausnahme.
Aufwachen! Die Realität sieht etwas anders aus. (Spätestens ab hier bitte beachten: Motivation dieser Meinung ist- wie oben angegeben- der blanke Neid, Beleidigungen sind nicht auf bestimmte User gemünzt, und nein, von Ironie habe ich noch nie was gehört.)
Also- die pralle Realität: Spocht setzt sich hin, Spocht denkt nach, Spocht schreibt. Spocht liest sich alles noch mal durch, ergänzt hier ein Wort, mildert dort eine Flame etwas ab, ersinnt einen tollen Witz und integriert diesen geschickt, versucht, alle Rechtschreibfehler zu korrigieren ("Fehler? Bei mir?"), kurzum, Spocht hat einen tollen Artikel geschrieben.
Eben so, wie Ihr das auch alle macht.
Weiter gehts: Da dieser Artikel am Schwarzen Brett bei rewe/LIDL/tengelmann/toom/Globus/(insert favourite shop here) keine Punkte bringt, muß er ja ins Internet.
Also dann: Eingewählt, rumgesurft, einen Artikel bei allen Meinungsportalen reingestellt, bei dem er irgendwie in einer Kategorie mehr oder weniger gut untergebracht werden kann. Ja, ich bekenne: Ich stelle ein und denselben Artikel nahezu unverändfert in mehreren Portalen ein. Aber nur so nebenbei.
Und dann: Abwarten. Worauf? 22:00 Uhr, MASH bei 9live? Nein, verdammt, die Lesungen! Warum wird der Artikel nicht in dem Maße honoriert, wie sich das gehört (Habe ich erwähnt, daß ich immer die besten Artikel schr..- habe ich? Ja? Na gut.)? Naja, wenigstene eine Lesung... Von wem? (..) Aha. Was hat er denn so geschrieben? M-hm. (Bericht angeklickt und gelesen). Was ist denn das? Keine 300 Wörter, und trotzdem zig-fach mit "Sehr hilfreich/nützlich" bewertet? Wie kommt denn das?
Und spätestens hier muß mich meine Freundin regelmäßig gewaltsam vom PC entfernen, da ich in meiner Rage selbst auf fundamentalste Kommunikationsformen (weglocken mit Weizenbier o.ä) nicht mehr reagiere.
Warum?
(Meinung 1) Naja, hier werden Leute belohnt, die eigentlich nicht besonders viel geleistet haben- will sagen, Leute, die zwar nicht besonders gut schreiben können (Bitte beachten: die elf wichtigsten Regeln zum Schreiben von Kassenschlager-Meinungen am Ende des Berichts), dafür aber sehr sozial eingestellt sind und viele Meinungen Anderer lesen, dabei auch auch schon mal trotz groben inhaltlichen Fehlern, einer saumäßigen Rechtschreibung und einer offensichtlichen Ahnungslosigkeit sowie Unkenntnis des Produkts unter meterlangen Entschuldigungen nur ein "Hilfreich/Nützlich" vergeben.
*LangsamwiederinRagebeimSchreibenverfalle* Und eben auf diese Lesungen muß man ja mit Gegenlesungen reagieren- Höflichkeit, klar.
(Meinung 2) Naja, zurecht, oder? Irgendwer muß ja auch Meinungen lesen, die zwar gut sind, aber aufgrund mangelnden Interesses nach einem bestimmten Produkt nicht besonders oft gelesen werden (z.B. "Knirps light" mit 50% weniger Wasserschutz als herkömmliche Schirme). Denn auch diese Meinungen sind sicherlich die besten ihres Themas, und auch Ihnen bzw. deren Autoren gebührt der rechte Lohn für die Arbeit.
Also, irgendwo dazwischen leigt wohl auch das erstrebenswerte Mittel, um die meisten glücklich zu machen. Die Schreiber von verdientermaßen guten Beiträgen, die einfach nur aufgrund ihrer Qualität gelesen werden, sowie die Lesungen von Leuten, die in einer Community genau das machen, was man von Leuten in einer Community erwartet, nämlich eine eingene Meinung zum Ausdruck zu bringen- und zwar in Form von vielen Beiträgen einerseits und sehr viel mehr Lesungen und Kommentaren andererseits- die natürlich wieder Rücklesungen verursachen.
Das ganze nimmt natürlich bisweilen schon bizarre Formen an: Regelrechter Schrott wird mit "Sehr Hilfreich" bewertet, der Autor ist mindestens lila (bei CIAO, ich vor Wut), und zu allem Überfluß stehen dann noch Kommentare wie "Toller Bericht. SH verdient. Weiter so! Man liest sich. XY". Und hier liegt die Krux begraben: diese Leute meinen es nicht böse, sind aber viel fleißigere Bewerter als Euer Spocht und so wesentlich bekannter. Wer wie ich davon ausgeht (wahrscheinlich falsch), daß die Qualität der abgelieferten Berichte alleine reicht, um gelesen zu werden, wird hier schnell eines Besseren belehrt: Qualität kann helfen, ausschlaggebend ist in noch größerem Maße allerdings der Bekanntheitsgrad- der durch viele Lesungen bei anderen zustandekommt.
Versteht mich nicht falsch, viele Autoren schreiben gut und lesen viel- die haben natürlich auch ein entsprechendes Standing verdient- inklusive aller Privilegien.
Aber Leute, deren Deutsch 3. Klasse Baumschule entspricht, mit Berichten vom Umfang eines Überaschungsei-Begleitzettels- mit tausenden von Lesungen- und zwar "Sehr hilfreich"- was soll das?
Ab heute sage ich mir (guter Vorsatz, obwohl Sylverster noch so lange hin ist): Ist ein Bericht schlecht, ist er "weniger hilfreich" oder "nicht hilfreich". Bei den Pfennigbeträgen, die es für Lesungen gibt, dürfte der finanzielle Verlust, den man durch eventuelle Rachebewertungen erleidet, vertetbar sein.
Und hier nochmal -quasi als Zusammenfassung- in aller Kürze 11 Regeln, wie man ein erfolgreicher Autor wird und ganz ganz viele Lesungen kriegen tut:
1.) Fasse Dich kurz. Nichts in unserer schnellebigen Gesellschaft so kostbar wie Zeit. Zeit ist das allerwichtigste- wichtiger noch, als Erfahrungen und Fakten. Faustregel: 200 Wörter markieren schon das obere Ende eines Berichts. Wurde etwas nicht gesagt, war es nicht wert, gesagt zu werden.
Um schon mal einen kleinen Überblick zu schaffen, sollte auch eine Gliederung nicht fehlen, hilfreich sind vor allem Elemente wie
1. Inhalt
2. Vorwort
3. Meinung
Gerade bei knapp und kurz zu haltenden Berichten gehören natürlich Inhaltsangaben von Produkten auf jeden Fall mit in den Bericht, ja sind sogar integraler Bestandteil, schließlich kann man dem Verbraucher nicht zumuten, diesen oftmals nur mikroskopisch klein gedruckten Text auf der Packung zu entziffern.
Auch der Verpackung und ihrem Aussehen sollte ein Großteil des Berichtes gewidmet werden; wie sonst sollte man das Produkt in der riesigen Auswahl am Markt wiederfinden?
Gerade bei Artikeln unter 200 Wörtern ist auch eine Gliederung durch Absätze nicht notwendig; dies würden bei dem kurzen Artikel einfach nur verloren aussehen.
2.) Bemühe Dich nicht um Grammatik und Rechtschreibung; in einer schnellebigen Gesellschaft sind auch sie durch diverse Reformen ebenso kurzlebig wie der Erfolg einer im Fernsehen gecasteten Band.
3.) Um einen Bericht über ein bestimmtes Produkt zu schreiben, ist keinerlei Produktkenntnis oder Erfahrung damit notwendig. Es genügt im allgemeinen, zwei oder drei Berichte zum selben Thema zu lesen- nicht angemeldet, natürlich; denn das kostet Zeit (siehe 1.) und kann kurzfirstig beim Hochladen nachgeholt werden.
Eine weitere Quelle des von Dir großzügig feilgebotenen Wissens können natürlich auch gängige Vorurteile sein. Diese sollten bevorzugt verwendet werden, da sie prinzipbedingt beim Leser einen höheren Wiedererkennungseffekt erreichen.
Bringe nicht zu viele Fakten im Bericht unter- "Zehn-Sekunden-Leser" können sie eh nicht wahrnehmen, und alle anderen verstehen sowieso nur die Hälfte ("Perlen-vor-dieSäue-Effekt").
4.) Vergiß nicht das Salz in der Suppe: Viele Berichte werden erst durch eine angemessene Anzahl von Ausrufungszeichen lesbar. Eine gute Faustregel: Anzahl der Worte geteilt durch 7, und schön über den ganzen Text verteilen. Mehrere Ausrufungszeichen hintereinander (Idealerweise 3) sind ausdrücklich erwünscht und sprechen von gutem Stil, da sie dem Leser auf einen Blick zeigen, was in diesem Bericht wichtig ist- nämlich alles. Aufgrund der vielen "!!!" kann bzw. sollte man natürlich die restliche Interpunktion einschränken; schließlich ist der Artikel bereits durch die "!!!" mehr als ausreichend strukturiert.
5.) Persönliche Beleidigungen sind hilfreich; sie stellen sofort die Fronten klar und helfen jedem Leser, den Text einer Richtung zuzuordnen (in die richtige: Deine).
6.) Vermeide sämtliche Wortspiele, lockeren Sprüche, und vor allen Dinge gute Witze. Die kosten lebensnotwendige Worte im sowieso knapp umrissenen Umfang der Meinung (200 W.- siehe 1.)- und natürlich unser aller Zeit.
7.) Versuche, die Leser durch unbekannte Bezeichungen oder Fachbegriffe, die nicht unbedingt im Zusammenhang mit dem Produkt stehen müssen, zu beeindrucken. Leser lieben gute Rätsel, und außerdem: Nichts verschafft einem Autor mehr Respekt als Fremdworte, die von maximal 3 Prozent der Leser mit akademischen Prädikatsabschluß verstanden werden.
8.) Mache allen Lesern klar, daß Du der alleinige Ahnungsbär/Experte/Opinion-Leader bist. Dies spart dem Leser die kostbare Zeit (siehe 1.), sich darüber klar zu werden, auf welcher Wissensstufe in Bezug auf das Produkt er sich gerade befindet- nämlich ganz unten.
Hüte Dich davor, Dich für das Lesen Deiner Meinungen zu bedanken. Experten wie Du müssen Ihr Wissen nicht devot wie sauer Bier feilbieten, sondern gewähren es allen, die es benötigen.
9.) Versuche Onlinekosten zu sparen: Schreibe Deine Berichte offline. Wenn Du zehn oder mehr zusammen hast, poste sie in einem Rutsch, um schon auf der Startseite, die Du dann exklusiv für Dich hast, auf Dich aufmerksam zu machen. Viele Leser, die Dich noch nicht kannten, haben nur auf Deine Berichte gewartet.
Benutze nach Möglichkeit ein Schreibprogramm, das Sonderzeichen benutzt, die vom Browser nicht richtig dargestellt werden. Dies regt die Phantasie aller Leser an.
10.) Halte den Artikel aktuell: Nicht ist schlimmer als Berichte, die schön älter als zwei Wochen sind. Markiere jede Änderung, und sei sie noch so marginal, mit einem dicken, fetten "U P D A T E V O M X X. Y Y. 2 0 0 X", eingerahmt von zwei oder mehr Zeilen mit "***********" (Alternativ: "++", "~~" oder "##"), und sei es nur der letzte Rechtschreibfehler, den Du gefunden und ausgemerzt hast.
11.) Wähle eine Überschrift, in der keine Wortspiele oder andere Zweideutigkeiten vorkommen (siehe auch 6.), sondern benutze idealerweise den Namen des Produktes als Titel Deiner Meinung.
Sollte ein Leser nicht wissen, in welcher Rubrik er sich gerade befindet, kann er sich an Deiner Überschrift orientieren und wird Dir sicherlich gerne und voller Dankbarkeit eine -zugegebenermaßen- verdiente Bewertung zugute kommen lassen- wie es sich gehört.
So, und wenn Du Dich strikt an diese Regeln hältst, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Deine Artikel öfter angesurft werden als Portale wie "Yahoo" oder "web.de".
**************************
U P D A T E V O M 2 3. 0 4. 2 0 0 2
**************************
- noch ein Hinweis
- Musterbericht
Musterbericht zum Thema "Haare in der Suppe"- so in ertwa sollte er in der Praxis aussehen:
HAARE IN DER SUPPE!!!
Hallo, Leser. Heute mal ein Bericht von eurem guten alter (User-ID) Letzens hatte ich ein Haar in der Suppe!!! Und um Euch alle zu warnen dachte ich mir ich da drüber schreib ich einen sehr hilfreichen Bericht darüber!!!
Inhalt:
1.) Inhaltsangabe
1.) Inhaltsangabe
2.) Zusammensetzung
3.) Verpackung
4.) Vorkommen
5.) Meine Meinung
2.) Zusammensetzung
Also zuerst woraus ist so ein Haar??? Ihr wisst das sicher nicht aber ich also in aller erster Linie aus organischen Kohlenstoffverwindungen (=Lokken). Ist nicht viel Kohlenstoff drin sind die Haare blond sonst wenn viel Kohlenstoff drin ist schwarz!!!
3. Verpackung
Wie ist so ein Haar verpackt??? Eigentlich gar nicht außer, man trägt eine Basecäp. Und die können sehr ja bunt sein!!!
4. Vorkommen
Haare in der Suppe können oft vorkommen aber meißtens wenn man die nicht braucht zum Beispiel in Tomatencremesuppe welche ich besonders gerne mag!!! Leider nie in Spinatsuppe welche ich gar nicht mag da ist nie ein Haar drin!!!
Haare in der Suppe können, entstehen wenn der Koch beim Kopfwaschen die Schüsseln vertauscht und den Kopf in die falsche reintaucht!!! Erwischt er die Friteuse, brauch er aber gar keine Haare mehr waschen. Dies ist wahrscheinlich dem berümten Hobbykoch Niki Lauda passiert.
Am wenigsten Haare in der Suppe kommen bei MCDonelds vor weil da gibts keine Suppen bloss Mitarbeiter mit Haaren!!! Und nicht bei Markus Maria Profitlich der doofen Fettbacke weil der hat keine!!!
****************
U P D A T E V O M X X. Y Y. 2 0 0 X
****************
Ich war noch mal bei MCDonelds und da gibts wirklich keine Suppe!!!
5. Meine Meinung: Ich find Haare in der Suppe doof weil auf dem Kopf sehen sie bei manchen Menschen besser aus!!!
Und jetzt bewertet mal schön!!! Euer (UserID)
In diesem Sinne, frohes ehrliches Bewerten, frohes Schreiben, danke fürs Lesen,
Mit spochtlichen Grüßen
28 Bewertungen, 3 Kommentare
-
23.04.2002, 11:21 Uhr von khaendel
Bewertung: sehr hilfreichHi Spocht, ich bin hier eigentlich selten online, da dooyoo meine Heimat ist. Schreibst Du dort auch unter diesem Namen? Denn davon will ich gern mehr lesen. Du hast übrigens diese Standard-Berichte in deiner Liste vergessen. Wie sieht die Flasche aus
-
22.04.2002, 16:30 Uhr von Cessy
Bewertung: sehr hilfreichWunderbar ironisch, aber auf den Punkt gebracht und irgendwie richtig *lach
-
22.04.2002, 16:30 Uhr von Tracy-McGrady
Bewertung: sehr hilfreichInteressant! MFG Tracy-McGrady
Bewerten / Kommentar schreiben