Über Themen mit Q Testbericht

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Erfahrungsbericht von MonsterPaps

Großbritannien nimmt Abschied von "Queen Mum" und mit ihr von einer ganzen Epoche

Pro:

Meine Gesamtbewertung bezieht sich auf die Beerdigung an sich.

Kontra:

Queen Mum ist tot!

Empfehlung:

Nein

Die Krone der Königinmutter mit den Kohindoor-Diamanten schwankt kaum merklich, als der mit Standarte und Blumen geschmückte Sarg auf den Schultern von acht Soldaten in die Kirche getragen wird. Gemessenen Schrittes folgen die Windsor-Prinzen in Gardeuniform oder schwarzem Cut. Der Chor der Westminster-Abtei singt. Rechts und links im Hauptschiff der Kathedrale haben sich Europas Könige und Königinnen erhoben. Draußen ist es still. Kein Auto fährt. Soldaten in roten Uniformen säumen die Straßen. Noch einmal hat Großbritannien die Zeit zurückgedreht.
Die einstige Kaiserin von Indien war eine Sonnenkönigin alten Stils – mit 83 Dienern, sechs fürstlichen Residenzen und mit einem ewig überzogenen Bankkonto.
Musik von Bach, Gebete, Hymnen und Psalmen – all das hat "Queen Mum" selbst ausgesucht.
Die ganz in schwarz gekleidete Queen ist die Einzige, die nicht mitsingt, als die Orgel er Westminster-Abtei die Nationalhymne "God Save The Queen" erklingen lässt. Dann wird der Sarg der "ultimativen Oma" zur Musik von fast 200 Dudelsackspielern nach draußen getragen und in den Leichenwagen geschoben. William (19) hält den Kopf gesenkt, sein Bruder Harry (17) scheint mit den Tränen zu kämpfen. Um Punk 12:35 Uhr Ortszeit setzt sich der Wagen in Bewegung, genau nach Plan.
Die Glocken läuten, Trompeter blasen Salut, Applaus brandet auf, Blumen werden geworfen, als sich die kleine Wagenkolonne durch die abgesperrten Straßen der britischen Hauptstadt windet. Auf ihrer letzten Fahrt passiert "Queen Mum" noch einmal ihren geliebten Wohnsitz, das Clarence House, jene Zeitkapsel, wo die Butler noch immer so aussahen, wie in "Dinner for One". Als die sechs Limousinen den Buckingham-Palast passieren, überfliegen zwei Spitfires und der einzige noch flugfähige Lancaster-Bomber die Innenstadt – eine letzte Erinnerung an Queen Mums größte Stunde, als sie lächelnd die Bombenkrater durchschritt. Augenblicke später ist sie den Blicken entschwunden. Großbritannien hat Abschied genommen – von "Queen Mum" und von einer ganzen Epoche.

10 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Lionheart

    17.04.2002, 15:41 Uhr von Lionheart
    Bewertung: nicht hilfreich

    auch hier nur ein kopierter Pressetext.

  • Dialya

    17.04.2002, 15:25 Uhr von Dialya
    Bewertung: sehr hilfreich

    Deine eigene Meinung fehlt leider. Was hältst Du denn von der Beerdigung?