Erfahrungsbericht von FrauNeedle
Rechtschreibung mangelhaft
Pro:
Es gibt schlimmeres
Kontra:
viel Übung und harte Arbeit, um mitzuhalten
Empfehlung:
Nein
Seit Donnerstag, dem 28. Februar 2002 ist es amtlich - meine Tochter hat Legasthenie. Schon etliche Monaten vorher habe ich mich gefragt, ob sie einfach nur zu faul ist, oder sie wirkliche und ernsthafte Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung hat. Nach einem ausführlichen Gespräch mit ihrer neuen Klassenlehrerin habe ich beschlossen, einen Schulpsychologen aufzusuchen, um dieser Schwäche auf den Grund zu gehen. Lange mußten wir auf diesen Termin warten und viele Gedanken gingen mir durch den Kopf. Hat sie nun oder hat sie nicht?
Wenn ja, woran könnte es liegen?
Wenn nein, was habe ich falsch gemacht?
Wenn ja, wie geht es danach weiter?
Wenn nein, muß ich dann jetzt hart durchgreifen?
Wenn ja, muß sie auf eine Sonderschule?
Fragen über Fragen......
Doch zunächst eine kleine Beschreibung - Was ist Legasthenie?
Mir wurde erzählt, daß Legasthenie ein veraltetes Wort sei. Heutzutage werden alle möglichen \"Krankheiten\" abgekürzt. Die Abkürzung hierfür lautet LRS! Lese-Rechtschreib-Schwäche.
Das Wort besagt ja alleine schon eine ganze Menge.
Meine Tochter hat also Probleme mit dem Lesen und mit dem Schreiben. Doch wie macht sich das bemerkbar? Ich fange mal mit dem Lesen an. LRS-Kinder möchten einfach nicht lesen. Es geht einfacher, wenn Mama das vorliest. Ich habe bei meiner Tochter einiges versucht, um sie ans Lesen zu bekommen, doch bisher alles Erfolglos. Ich habe ihr, je nach Aktualität, Bücher von den Pokémons gekauft, Bücher von Sailormoon, einfache Kinderbücher mit großer Schrift und sogar Harry Potter. Keine Chance - ich konnte ihr das Lesen nicht schmackhaft machen.
Kein Wunder, so dachte ich, daß sie immer so schlechte Diktate und Aufsätze in der Schule schreibt. Ihr fehlt einfach das Schriftbild. Wenn ich ein Wort oder einen Brief schreibe, dann sehe ich oft sofort, wenn etwas falsch geschrieben ist. Ich habe als Kind ja auch viel gelesen. So ganz unrecht hatte ich mit meinen Gedanken sicherlich nicht, doch es steckt noch mehr dahinter.
LRS-Kinder brauchen viel Zeit, um das Gelesene zu begreifen. Sie haben ja schon Schwierigkeiten, manche Wörter richtig zu lesen, wie schwer ist es dann erst, wenn sie auch noch den Sinn verstehen müssen.
Diese Schwierigkeiten machen sich im Laufe der Schuljahre immer mehr bemerkbar. Fangen die Kinder in den kleinen Klassen genauso an zu lesen, wie alle anderen Kinder, so wird es in den größeren Klassen immer deutlicher. Schließlich kommen bei Mathe die Textaufgaben dazu sowie die Fächer Erdkunde, Biologie usw. Es muß also immer mehr gelesen werden und nicht selten kommt es vor, daß die Schulnoten dadurch immer mehr in den Keller sinken.
Bei meiner Tochter ist das ganz offensichtlich - In Kopfrechnen ist sie so verdammt schnell, daß ich kaum mithalten kann, doch muß sie die Aufgabe aus einem Text heraus berechnen, dauert es ewig, bis sie auf die richtige Lösung kommt.
Ganz deutlich macht sich LRS natürlich in dem Deutsch-Fach bemerkbar. Manche Kinder brauchen nicht zu üben und schreiben trotzdem eine Eins im Diktat. Andere Kinder müssen üben, damit sie gute Noten haben. Doch wenn meine Tochter hart übt und trotzdem eine Fünf schreibt, dann ist da was \"faul\". Seit der dritten Klasse schreibt sie verkürzte Diktate und trotz weniger Wörter und Üben bringt sie es nicht fertig, eine Drei im Diktat zu schreiben. An Zweien und Einsen denke ich schon gar nicht mehr. Sie schreibt Vieren und Fünfen und ist dann immer ganz traurig, denn sie hatte doch so viel geübt.
Wie sehen die Wörter bei LRS-Kindern aus?
* Sie verwechseln Buchstaben, die sich optisch ähneln. So wird aus einem \"p\" auch schnell mal ein \"q\".
* Sie vertauschen die Reihenfolge der Buchstaben, so daß statt \"drei\" \"drie\" geschrieben wird.
* Sie verwechseln ähnlich klingende Buchstaben wie \"ä\" und \"e\" oder \"F\" und \"V\".
* Sie machen Fehler im Bereich der Dehnung. So wird aus \"Höhle\" ganz schnell eine \"Hölle\" oder aus \"ihm\" ein \"im\".
* Sie machen Fehler im Bereich der Schärfung. Aus \"Tasse\" wird \"Tase\" und aus \"nimm\" wird \"niem\".
* Sie lassen Buchstaben weg. Aus \"laufen\" wird \"laufn\".
* Sie haben Schwierigkeiten bei Sonderschreibweisen. \"Spielen\" wird \"schpielen\" und \"Sport\" wird \"Schport\".
* Sie beachten auch nicht die Groß- und Kleinschreibung.
Schon immer hatte ich Schwierigkeiten mit der Übersetzung, wenn meine Tochter mir einen netten Brief geschrieben hat :-) Manchmal hatte sie sogar selbst Schwierigkeiten damit.
Nun habe ich auch im Bereich Rechtschreibung einiges versucht, um sie bei ihr zu verbessern. Für den PC gibt es ja einige nette Programme. Ich habe zum Beispiel das Lernprogramm von den Power Rangers gekauft. Dort werden einige Rechtschreibaufgaben gestellt. Sie fangen leicht an und werden dann immer schwieriger. Wenn sie eine Aufgabe richtig gelöst hatte, gab es zur Belohnung einen kleinen Film der Power Rangers.
Auch LÜK habe ich gekauft. Eine Legetafel mit vielen nummerierten Plastikteilen. Aus einem Buch entnimmt man die Aufgaben und wenn sie sie richtig gelöst hat, ergibt die Rückseite der Teile ein nettes Muster.
Doch ich muß gestehen, daß all diese Sachen nicht gefruchtet haben. Sie fing kurz und mit Begeisterung an, aber ebenso kurz war die Dauer und schnell wurde es beiseite gelegt.
Nun ist sie in der 5. Klasse. Nachdem das letzte verkürzte Diktat von ihr wieder die Note Fünf erhielt, bat ich die Klassenlehrerin um ein Gespräch. Irgendetwas mußte geschehen, denn so ging das ja nicht weiter. Doch ihre Lehrerin konnte mir nichts erzählen, was ich nicht schon längst wußte und so beschloss ich, einen Schulpsychologen aufzusuchen.
Der Termin ließ lange auf sich warten, doch im Februar war es dann endlich soweit. Meine Tochter wurde getestet und ich bekam das Ergebnis - LRS!
Meine Frage war nun - wie geht es denn jetzt weiter? In meinem Kopf hämmerte es und ich machte mir unnütze Sorgen. Dabei ist es doch ganz einfach: Wir üben jetzt jeden Tag zu Hause. Entweder sie schreibt jeden Tag ein paar Wörter, die ich mir ausdenke, oder sie liest mir etwas vor. Nicht mehr als 10 Minuten pro Tag, damit sie die Lust am Lernen nicht ganz verliert. Sollte sie bis zu den Sommerferien nicht eindeutig besser werden in der Rechtschreibung, dann gibt es professionelle Hilfe, was heißt, sie geht dann zwei Mal in der Woche zum Nachhilfeunterricht. Somit hat sie dann noch ein Jahr Zeit, um ihre Leistung für die Oberschule zu verbessern und wenn der Schulwechsel soweit ist, bekomme ich von Schulpsychologischer Stelle auch Ratschläge, welche Schule für meine Tochter am geeignetsten ist.
Die Denkweise von LRS-Kindern ist recht kompliziert. Wenn wir z. B. das Wort \"Schaf\" schreiben sollen, dann denken wir an die Buchstabenfolge, mehr nicht. LRS-Kinder denken in Bildern. Wenn sie \"Schaf\" schreiben sollen, dann sehen sie innerlich eine ganze Schafherde vor sich, mitsamt dem Hirten, Bauernhof oder sogar den Pulli, den man aus der Wolle des Schafes machen kann. Dadurch wirken sie oft abgelenkt und unkonzentriert, doch dem ist nicht so. Diese Denkweise muß man umprogrammieren, das ist die einzige Schwierigkeit, die man vor sich hat.
Wie hat meine Tochter reagiert?
Zuerst war sie sichtlich erleichtert. Es liegt also nicht nur an ihrer Faulheit, sondern es ist \"krankhaft\". Damit kann sie gut leben. In den nächsten Tagen fing sie öfter mal an zu weinen - sie scheint so langsam begriffen zu haben, daß die LRS auch Auswirkungen auf ihre Zukunft haben kann, daß sie mehr als andere tun muß, um mithalten zu können. Nochmals ein paar Tage später fing dann die Phase an, in der sie ihre \"Krankheit\" so richtig auszunutzen versuchte - schließlich kann sie das nicht anders oder besser, denn sie hat ja diese Krankheit :-) Doch hat sie bei mir leider die falschen Karten - darauf lasse ich mich natürlich nicht ein.
Zur Zeit ließt sie mir jeden Abend aus ihrem Harry Potter-Buch vor. So hat sie ihre Übung und ich komme endlich dazu, diese Kultfigur kennenzulernen - Zwei Fliegen mit einer Klappe nennt man das.
So, das war es meinerseit zu dem Thema Legasthenie. Es klingt oft schlimmer als es ist. Selbst Einstein soll Legastheniker gewesen sein, was der Intelligenz keinen Zacken aus der Krone bricht. Auch meine Tochter wurde als sehr intelligent eingestuft, was sie sehr stolz macht und mich natürlich auch. Ich nenne LRS einfach nur eine kleine \"Macke\" der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Wer von uns ist schon Fehlerlos?
Ich danke für´s Lesen - FrauNeedle
Wenn ja, woran könnte es liegen?
Wenn nein, was habe ich falsch gemacht?
Wenn ja, wie geht es danach weiter?
Wenn nein, muß ich dann jetzt hart durchgreifen?
Wenn ja, muß sie auf eine Sonderschule?
Fragen über Fragen......
Doch zunächst eine kleine Beschreibung - Was ist Legasthenie?
Mir wurde erzählt, daß Legasthenie ein veraltetes Wort sei. Heutzutage werden alle möglichen \"Krankheiten\" abgekürzt. Die Abkürzung hierfür lautet LRS! Lese-Rechtschreib-Schwäche.
Das Wort besagt ja alleine schon eine ganze Menge.
Meine Tochter hat also Probleme mit dem Lesen und mit dem Schreiben. Doch wie macht sich das bemerkbar? Ich fange mal mit dem Lesen an. LRS-Kinder möchten einfach nicht lesen. Es geht einfacher, wenn Mama das vorliest. Ich habe bei meiner Tochter einiges versucht, um sie ans Lesen zu bekommen, doch bisher alles Erfolglos. Ich habe ihr, je nach Aktualität, Bücher von den Pokémons gekauft, Bücher von Sailormoon, einfache Kinderbücher mit großer Schrift und sogar Harry Potter. Keine Chance - ich konnte ihr das Lesen nicht schmackhaft machen.
Kein Wunder, so dachte ich, daß sie immer so schlechte Diktate und Aufsätze in der Schule schreibt. Ihr fehlt einfach das Schriftbild. Wenn ich ein Wort oder einen Brief schreibe, dann sehe ich oft sofort, wenn etwas falsch geschrieben ist. Ich habe als Kind ja auch viel gelesen. So ganz unrecht hatte ich mit meinen Gedanken sicherlich nicht, doch es steckt noch mehr dahinter.
LRS-Kinder brauchen viel Zeit, um das Gelesene zu begreifen. Sie haben ja schon Schwierigkeiten, manche Wörter richtig zu lesen, wie schwer ist es dann erst, wenn sie auch noch den Sinn verstehen müssen.
Diese Schwierigkeiten machen sich im Laufe der Schuljahre immer mehr bemerkbar. Fangen die Kinder in den kleinen Klassen genauso an zu lesen, wie alle anderen Kinder, so wird es in den größeren Klassen immer deutlicher. Schließlich kommen bei Mathe die Textaufgaben dazu sowie die Fächer Erdkunde, Biologie usw. Es muß also immer mehr gelesen werden und nicht selten kommt es vor, daß die Schulnoten dadurch immer mehr in den Keller sinken.
Bei meiner Tochter ist das ganz offensichtlich - In Kopfrechnen ist sie so verdammt schnell, daß ich kaum mithalten kann, doch muß sie die Aufgabe aus einem Text heraus berechnen, dauert es ewig, bis sie auf die richtige Lösung kommt.
Ganz deutlich macht sich LRS natürlich in dem Deutsch-Fach bemerkbar. Manche Kinder brauchen nicht zu üben und schreiben trotzdem eine Eins im Diktat. Andere Kinder müssen üben, damit sie gute Noten haben. Doch wenn meine Tochter hart übt und trotzdem eine Fünf schreibt, dann ist da was \"faul\". Seit der dritten Klasse schreibt sie verkürzte Diktate und trotz weniger Wörter und Üben bringt sie es nicht fertig, eine Drei im Diktat zu schreiben. An Zweien und Einsen denke ich schon gar nicht mehr. Sie schreibt Vieren und Fünfen und ist dann immer ganz traurig, denn sie hatte doch so viel geübt.
Wie sehen die Wörter bei LRS-Kindern aus?
* Sie verwechseln Buchstaben, die sich optisch ähneln. So wird aus einem \"p\" auch schnell mal ein \"q\".
* Sie vertauschen die Reihenfolge der Buchstaben, so daß statt \"drei\" \"drie\" geschrieben wird.
* Sie verwechseln ähnlich klingende Buchstaben wie \"ä\" und \"e\" oder \"F\" und \"V\".
* Sie machen Fehler im Bereich der Dehnung. So wird aus \"Höhle\" ganz schnell eine \"Hölle\" oder aus \"ihm\" ein \"im\".
* Sie machen Fehler im Bereich der Schärfung. Aus \"Tasse\" wird \"Tase\" und aus \"nimm\" wird \"niem\".
* Sie lassen Buchstaben weg. Aus \"laufen\" wird \"laufn\".
* Sie haben Schwierigkeiten bei Sonderschreibweisen. \"Spielen\" wird \"schpielen\" und \"Sport\" wird \"Schport\".
* Sie beachten auch nicht die Groß- und Kleinschreibung.
Schon immer hatte ich Schwierigkeiten mit der Übersetzung, wenn meine Tochter mir einen netten Brief geschrieben hat :-) Manchmal hatte sie sogar selbst Schwierigkeiten damit.
Nun habe ich auch im Bereich Rechtschreibung einiges versucht, um sie bei ihr zu verbessern. Für den PC gibt es ja einige nette Programme. Ich habe zum Beispiel das Lernprogramm von den Power Rangers gekauft. Dort werden einige Rechtschreibaufgaben gestellt. Sie fangen leicht an und werden dann immer schwieriger. Wenn sie eine Aufgabe richtig gelöst hatte, gab es zur Belohnung einen kleinen Film der Power Rangers.
Auch LÜK habe ich gekauft. Eine Legetafel mit vielen nummerierten Plastikteilen. Aus einem Buch entnimmt man die Aufgaben und wenn sie sie richtig gelöst hat, ergibt die Rückseite der Teile ein nettes Muster.
Doch ich muß gestehen, daß all diese Sachen nicht gefruchtet haben. Sie fing kurz und mit Begeisterung an, aber ebenso kurz war die Dauer und schnell wurde es beiseite gelegt.
Nun ist sie in der 5. Klasse. Nachdem das letzte verkürzte Diktat von ihr wieder die Note Fünf erhielt, bat ich die Klassenlehrerin um ein Gespräch. Irgendetwas mußte geschehen, denn so ging das ja nicht weiter. Doch ihre Lehrerin konnte mir nichts erzählen, was ich nicht schon längst wußte und so beschloss ich, einen Schulpsychologen aufzusuchen.
Der Termin ließ lange auf sich warten, doch im Februar war es dann endlich soweit. Meine Tochter wurde getestet und ich bekam das Ergebnis - LRS!
Meine Frage war nun - wie geht es denn jetzt weiter? In meinem Kopf hämmerte es und ich machte mir unnütze Sorgen. Dabei ist es doch ganz einfach: Wir üben jetzt jeden Tag zu Hause. Entweder sie schreibt jeden Tag ein paar Wörter, die ich mir ausdenke, oder sie liest mir etwas vor. Nicht mehr als 10 Minuten pro Tag, damit sie die Lust am Lernen nicht ganz verliert. Sollte sie bis zu den Sommerferien nicht eindeutig besser werden in der Rechtschreibung, dann gibt es professionelle Hilfe, was heißt, sie geht dann zwei Mal in der Woche zum Nachhilfeunterricht. Somit hat sie dann noch ein Jahr Zeit, um ihre Leistung für die Oberschule zu verbessern und wenn der Schulwechsel soweit ist, bekomme ich von Schulpsychologischer Stelle auch Ratschläge, welche Schule für meine Tochter am geeignetsten ist.
Die Denkweise von LRS-Kindern ist recht kompliziert. Wenn wir z. B. das Wort \"Schaf\" schreiben sollen, dann denken wir an die Buchstabenfolge, mehr nicht. LRS-Kinder denken in Bildern. Wenn sie \"Schaf\" schreiben sollen, dann sehen sie innerlich eine ganze Schafherde vor sich, mitsamt dem Hirten, Bauernhof oder sogar den Pulli, den man aus der Wolle des Schafes machen kann. Dadurch wirken sie oft abgelenkt und unkonzentriert, doch dem ist nicht so. Diese Denkweise muß man umprogrammieren, das ist die einzige Schwierigkeit, die man vor sich hat.
Wie hat meine Tochter reagiert?
Zuerst war sie sichtlich erleichtert. Es liegt also nicht nur an ihrer Faulheit, sondern es ist \"krankhaft\". Damit kann sie gut leben. In den nächsten Tagen fing sie öfter mal an zu weinen - sie scheint so langsam begriffen zu haben, daß die LRS auch Auswirkungen auf ihre Zukunft haben kann, daß sie mehr als andere tun muß, um mithalten zu können. Nochmals ein paar Tage später fing dann die Phase an, in der sie ihre \"Krankheit\" so richtig auszunutzen versuchte - schließlich kann sie das nicht anders oder besser, denn sie hat ja diese Krankheit :-) Doch hat sie bei mir leider die falschen Karten - darauf lasse ich mich natürlich nicht ein.
Zur Zeit ließt sie mir jeden Abend aus ihrem Harry Potter-Buch vor. So hat sie ihre Übung und ich komme endlich dazu, diese Kultfigur kennenzulernen - Zwei Fliegen mit einer Klappe nennt man das.
So, das war es meinerseit zu dem Thema Legasthenie. Es klingt oft schlimmer als es ist. Selbst Einstein soll Legastheniker gewesen sein, was der Intelligenz keinen Zacken aus der Krone bricht. Auch meine Tochter wurde als sehr intelligent eingestuft, was sie sehr stolz macht und mich natürlich auch. Ich nenne LRS einfach nur eine kleine \"Macke\" der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Wer von uns ist schon Fehlerlos?
Ich danke für´s Lesen - FrauNeedle



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