Erfahrungsbericht von rudiratlos
Der Riesenbärenklau (Herkulesstaude) ist ….....
Pro:
eine sehr schöne Pflanze
Kontra:
aber auch eine sehr gefährliche Pflanze
Empfehlung:
Nein
....... wahrhaft eine gefährliche Schönheit, die eine Gefahr für Pflanzen, Tiere und Menschen darstellt.
Vor allem Menschen haben mit dieser beeindruckenden Pflanze zunehmend Schwierigkeiten.
An wichtigen Standorten wie Straßen, Gewässern, Biotopen und Naturschutzgebieten, kann es schon heute erforderlich sein, diese ungemein vitale Pflanze zurückzudrängen.
Weshalb aber die ganze Aufregung?
Herkunft
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Der Riesenbärenklau wurde im 19. Jahrhundert als dekorative Zierpflanze in Mitteleuropa eingeführt. Seine ursprüngliche Heimat ist der Kaukasus.
Beschreibung
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Die Pflanze erreicht eine Höhe bis zu 4 Metern.
Die weißen Blütendolden haben einen Durchmesser von 50 - 100 cm. Die saftigen tief eingeschnittenen Blätter sind bis 1 Meter lang, mit Blattstängel bis 2 Meter hoch. Der knotige hohle Blütenstängel hat einen Durchmesser bis 10 cm. Die Pflanze bildet eine große unregelmäßig geformte Wurzelknolle ähnlich der Sellerie. Jede Blütendolde kann bis zu 4.000 Samen bilden, die nach etwa 2 Wochen keimfähig sind.
Die einzelne Pflanze ist eine 2 bis 5-jährige Staude, die nach der Samenbildung an Erschöpfung der Wurzelknolle von selbst wieder eingeht. Eine vegetative Vermehrung durch unterirdische Sproßbildung gibt es nicht.
Die jungen Keimlinge bilden zunächst 1 bis 2 runde Blättchen, dazu ein langes Pfahlwürzelchen, nur dem Fachmann als Herkulesstaude erkennbar. Die Samen keimen nicht gleichzeitig, sondern bilden jahrelang keimfähige Samenbanken.
Die Samen fallen unmittelbar neben der Pflanze zu Boden. Sie werden aber auch verbreitet durch Windflug, über Fließgewässer, durch Straßen- oder Schienenverkehr, verschmutzte Erde oder Mähmaschinen, aber auch durch gezielte Aussaamung (Imker).
Warum ist diese Pflanze so gefährlich?
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Der Riesenbärenklau ist unter drei Aspekten problematisch:
Zunächst .geht von der Pflanze eine Gesundheitsgefährdung aus. Alle Pflanzenteile enthalten das Gift Furocumarin. In Verbindung mit dem Sonnenlicht (UV-Licht) führt dieses Gift zu schweren Verbrennungen und langwierigen allergischen Hautreaktionen (Phototoxizität). Die betroffenen Hautstellen verfärben sich bräunlich und reagieren unter Lichteinwirkung mit Verbrennungen 1. Grades (Rötungen) und 2. Grades (Brandblasen), die in schweren Fällen erst nach Wochen abheilen, wobei Narben zurückbleiben.
Besonders Kinder sind durch die Pflanze gefährdet, wenn sie aus den hohlen Stängeln Blas- oder Fernrohre bauen oder beim Spielen sonst mit der Pflanze in Berührung kommen.
Wäscht man den Pflanzensaft unmittelbar nach dem Kontakt mit Wasser ab, besteht meist keine größere Verletzungsgefahr.
An großflächigen Standorten verdrängt die Pflanze die heimische Vegetation. Da die Pflanze keine natürlichen Feinde hat, stößt ihre Ausbreitung an keine natürlichen Grenzen. Besonders problematisch ist dies an Fließgewässern: Neben der Verdrängung der Ufervegetation und Minderung des Erosionsschutzes verbreiten sich die Samen über das Gewässer. Die Samen sind mehrere Tage schwimmfähig und können sich so fast unendlich weit verteilen und neue Standorte bilden.
Wie kann man dem Riesenbärenklau nachhaltig zu Leibe rücken?
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Ausgraben oder Abstechen im April oder im Oktober. Man muss aber dabei darauf achten, dass die tiefreichende Wurzel komplett entsorgt wird. Dies eignet sich aber nur für kleine Bestände.
Kappen der Frucht- und Blütendolden nach der Vollblüte im Juni bzw. Juli.
Kappen und Entsorgen der Fruchtstände im Juli bzw. August, wobei aber die trockenen Samen bei geringster Erschütterung zu Boden fallen können und gleichzeitig die Gefahr der ungewollten Verbreitung durch an der Kleidung bzw. dem Werkzeug haftende Samen besteht.
Das Beispiel dieser wirklich attraktiven Pflanze zeigt uns aber wieder ganz deutlich, dass Schönheit auch verdammt gefährlich sein kann.
Vor allem Menschen haben mit dieser beeindruckenden Pflanze zunehmend Schwierigkeiten.
An wichtigen Standorten wie Straßen, Gewässern, Biotopen und Naturschutzgebieten, kann es schon heute erforderlich sein, diese ungemein vitale Pflanze zurückzudrängen.
Weshalb aber die ganze Aufregung?
Herkunft
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Der Riesenbärenklau wurde im 19. Jahrhundert als dekorative Zierpflanze in Mitteleuropa eingeführt. Seine ursprüngliche Heimat ist der Kaukasus.
Beschreibung
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Die Pflanze erreicht eine Höhe bis zu 4 Metern.
Die weißen Blütendolden haben einen Durchmesser von 50 - 100 cm. Die saftigen tief eingeschnittenen Blätter sind bis 1 Meter lang, mit Blattstängel bis 2 Meter hoch. Der knotige hohle Blütenstängel hat einen Durchmesser bis 10 cm. Die Pflanze bildet eine große unregelmäßig geformte Wurzelknolle ähnlich der Sellerie. Jede Blütendolde kann bis zu 4.000 Samen bilden, die nach etwa 2 Wochen keimfähig sind.
Die einzelne Pflanze ist eine 2 bis 5-jährige Staude, die nach der Samenbildung an Erschöpfung der Wurzelknolle von selbst wieder eingeht. Eine vegetative Vermehrung durch unterirdische Sproßbildung gibt es nicht.
Die jungen Keimlinge bilden zunächst 1 bis 2 runde Blättchen, dazu ein langes Pfahlwürzelchen, nur dem Fachmann als Herkulesstaude erkennbar. Die Samen keimen nicht gleichzeitig, sondern bilden jahrelang keimfähige Samenbanken.
Die Samen fallen unmittelbar neben der Pflanze zu Boden. Sie werden aber auch verbreitet durch Windflug, über Fließgewässer, durch Straßen- oder Schienenverkehr, verschmutzte Erde oder Mähmaschinen, aber auch durch gezielte Aussaamung (Imker).
Warum ist diese Pflanze so gefährlich?
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Der Riesenbärenklau ist unter drei Aspekten problematisch:
Zunächst .geht von der Pflanze eine Gesundheitsgefährdung aus. Alle Pflanzenteile enthalten das Gift Furocumarin. In Verbindung mit dem Sonnenlicht (UV-Licht) führt dieses Gift zu schweren Verbrennungen und langwierigen allergischen Hautreaktionen (Phototoxizität). Die betroffenen Hautstellen verfärben sich bräunlich und reagieren unter Lichteinwirkung mit Verbrennungen 1. Grades (Rötungen) und 2. Grades (Brandblasen), die in schweren Fällen erst nach Wochen abheilen, wobei Narben zurückbleiben.
Besonders Kinder sind durch die Pflanze gefährdet, wenn sie aus den hohlen Stängeln Blas- oder Fernrohre bauen oder beim Spielen sonst mit der Pflanze in Berührung kommen.
Wäscht man den Pflanzensaft unmittelbar nach dem Kontakt mit Wasser ab, besteht meist keine größere Verletzungsgefahr.
An großflächigen Standorten verdrängt die Pflanze die heimische Vegetation. Da die Pflanze keine natürlichen Feinde hat, stößt ihre Ausbreitung an keine natürlichen Grenzen. Besonders problematisch ist dies an Fließgewässern: Neben der Verdrängung der Ufervegetation und Minderung des Erosionsschutzes verbreiten sich die Samen über das Gewässer. Die Samen sind mehrere Tage schwimmfähig und können sich so fast unendlich weit verteilen und neue Standorte bilden.
Wie kann man dem Riesenbärenklau nachhaltig zu Leibe rücken?
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Ausgraben oder Abstechen im April oder im Oktober. Man muss aber dabei darauf achten, dass die tiefreichende Wurzel komplett entsorgt wird. Dies eignet sich aber nur für kleine Bestände.
Kappen der Frucht- und Blütendolden nach der Vollblüte im Juni bzw. Juli.
Kappen und Entsorgen der Fruchtstände im Juli bzw. August, wobei aber die trockenen Samen bei geringster Erschütterung zu Boden fallen können und gleichzeitig die Gefahr der ungewollten Verbreitung durch an der Kleidung bzw. dem Werkzeug haftende Samen besteht.
Das Beispiel dieser wirklich attraktiven Pflanze zeigt uns aber wieder ganz deutlich, dass Schönheit auch verdammt gefährlich sein kann.



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