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Erfahrungsbericht von grandmastr

Weltjugendtag - Das Vorspiel - Tage der Begegnung

Pro:

Ne Menge Spaß, International, Gute Musik

Kontra:

ein riesenhaufen Arbeit

Empfehlung:

Ja

\"Weltjugendtag\" so lautet der Begriff für die Veranstaltung für die seit einiger Zeit schon massig Werbung gemacht wird. Das \"Vorspiel\" des Weltjugendtages sind die Tage der Begegnung. Diese Tage sollen einerseits die ersten Kontakte zwischen den vor allem Jugendlichen erstellen. Andererseits soll auch die nationale und internationale Jugendarbeit vorgestellt werden. Vor allem aber soll Zeit in den Gemeinden und bei den Familien verbracht werden.

Ich will hier über den Tag des sozialen Engagements berichten. Der Tag an dem die nationale (örtliche) Jugendarbeit vorgestellt werden.

Nun ja, wie ging es denn los?

Wor mehr als einem halben Jahr wurde ich angesprochen. Ein Treffen des BDKJ (Bund deutscher katholischer Jugend) Kreisverband Kleve sollte stattfinden. Es ging um den Weltjugendtag, genauer um die Tage der Begegnung, soviel war schon vorher klar, da auch einige Treffen schon stattgefunden hatten.

An dem Tag ging es dann genauer um den Tag auf Schloß Moyland. Ich will nicht allzu lange darüber berichten da es ein \"normales\" Treffen war. Wir hatten uns nachher in Gruppen eingeteilt, ich selbst war mit einigen Freunden zu dem Bühnenprogramm gegangen.

Und so begann eine Monatelange teilweise harte Arbeit. Das Programm war schließlich der Anfang und auch das Ende einer Veranstaltung und gilt als der zentrale Ort. Die Aufgabe hörte sich zunächst einfach an. Von 15 bis 23 Uhr mussten wir ein Programm auf die Beine stellen, wobei der Hauptact mit der Band Patchwork aus Brandenburg ab 21 Uhr schon stand, eine Bühne und die Technik bereits vorhanden war.

Tja das war der Stand und nun gab es diverse zentrale Fragen für die 10 Leute (wobei eine kaum da war, daher 9 Leute).

Die erste Frage war natürlich das eigentliche Programm und was wir machen können. Denn wir mussten das Programm so machen das der Niederrhein präsentiert wird. die zweite Frage war wie wir das Publikum trocken halten.

Da die meisten schon ein wenig Bühnenaufbauerfahrung hatten, war das zweite Problem recht fix gelöst. Ein Fallschirm sollte einen überdimensionalen Regenschirm bilden. Festgemacht und hochgezogen an einem Kran und abgespannt dann am Boden.

Bei dem ersten und ungleich größeren Problem fragten wir erstmal bei allen Gruppen aus der Umgebung nach und bekamen auch guten Zuspruch. Nach und nach kamen wir so zu genug Gruppen, darunter ein Gospelchor, Fahnenschwenker, diverse Tanzgruppen. So waren wir nahezu perfekt im Zeitplan.

Vor knapp einem Monat stand dann nun das Programm komplett fertig, mit Zeiten und allem drum und dran. Kurz vorher hat uns dann ein Gruppenmitglied verlassen, da er sich beruflich neu orientiert hat. Da wir von einem zweiten Teammitglied nichts gehört hatten haben wir zu dem Zeitpunkt auch offiziell das Teammitglied nicht mehr aufgeführt. Bitte nicht falsch verstehen, wir hatten versucht die Dame anzusprechen aber es half nix.

Zu dem Zeitpunkt waren dann auch die T-Shirts fertig und neben dem Programm wussten wir auch was wir brauchen und woher wir alles bekommen. Ein sehr großer Haufen an Spenden half uns sehr gut weiter.

Eine Woche später dann der erste Gau auf den alle schon gewartet hatten. Binnen weniger Tage hatten drei Gruppen abgesagt und brachten damit natürlich erstmal leichte Panik in die Gruppe. Doch auch diese Probleme waren recht fix gelöst und wir hatten neue Gruppen gefunden und somit war alles beisammen.

Nun ein kleiner Zeitsprung da nur noch wenig geschah. Alles wurde noch einmal durchgesprochen aber es geschah recht wenig. Spannend wurde es als es dann endlich losgehen sollte. Das letzte Treffen fand zwei Tage vor dem Tag des sozialen Engagements statt. Die T-Shirts waren fertig (leider durften wir das Copyrightgeschützte Weltjugendtagssymbol nicht für die Shirts verwenden) und wurden verteilt. Das Programm und die Zeiten verschoben sich noch einmal, die Spielshow wurde noch einmal durchbesprochen, die Aufgaben noch einmal spezifiziert. Auch über die Dolmetscher wurden benannt und wann sie da sind. Denn ohne Dolmetscher wäre diese Veranstaltung kaum sinnvoll möglich gewesen, schließlich hatten sich Mitglieder von knapp 20 Nationen angemeldet.

Am Vortag, also dem Donnerstag, war dann das Treffen am frühen Abend und der Aufbau ging los. Treu dem Motto \"Die Bühne sind die Ersten die kommen und die Letzten die gehen\". Somit war am Vortag des Festes nahezu alles da was wir brauchten und das Meiste war auch aufgebaut. Auf der Rückfahrt ist mir auf der Autobahn zum krönenden Abschluß dieses Vortags noch der Reifen explodiert und musste gewechselt werden im dunkeln. Satte 45 Minuten dauerte das Ein- und Ausladen des Autos und das Wechseln des Vorderreifens...

Der nächste Tag. Es sollte sich entscheiden ob unser Programm gut ankam. Wieder mal war die Bühne die erste Gruppe die da war. Genauer waren es jetzt die Techniker der Bühne die schon munter am aufbauen waren. Ein starker Regen verhinderte jedoch fast eine halbe Stunde aufbauen.

Nach und nach kamen mehr Mitglieder der Gruppe und der Aufbau schritt weiter. Natürlich kam es zu allerlei kleinen und großen Katastrophen. Als erste (und wohl auch niedlichste) Minikatastrophe hatten wir das VIP Zelt hinter der Bühne auf einem Kaninchenbau aufgebaut und nun hoppelten kleine Kaninchen durch das Zelt und wir mussten die noch blinden Tiere erstmal einfangen in einem Karton damit diese nicht ausersehen zertreten werden. Danach taten wir sie schlicht in das Loch zurück und machten danach das Loch zu.

Eine deutlich größere Katastrophe war das Fehlen des Fallschirms. Genauer war der Fallschirm da aber die Firma, bei der wir den Kranwagen bestellt hatte, konnte diesen erst um 18 Uhr bringen was wiederrum viel zu spät war. Und das an einem Tag wo der Regen vorbestimmt war. Musste dann halt ohne gehen, wenn es nicht geht.

Tja der Aufbau ging weiter, die beiden Zelte wurden fertig gemacht die wir genommen hatten. Das direkt hinter der Bühne war als Sammelort für direkt vor dem Auftritt vorbereitet. Die Gruppen waren auch nahezu vollständig da, die Bands waren bei den Soundchecks. Kleinere Probleme brachte vor allem das Verlegen der Kabel durch den Schloßgraben, das wir mittels eines Bootes machen mussten. Dennoch war alles fertig und bis auf den Soundcheck war alles pünktlich bereit. Der Soundcheck dauerte jedoch einige Minuten länger, so dass die Moderation erst ein paar Minuten später losgehen konnte.

Dies war dann der Auftakt des richtigen Stresses für die gesamte Gruppe. Es ist schon erstaunlich was alles gemacht werden muss und welche Sachen noch schief gehen können ohne das man dies verhindern kann oder planen kann. Nach der Anmoderation mit einem ersten Interview mit dem Schirmherren der Veranstaltung kam die erste Tanzgruppe. Während des Interviews waren nur wenige Leute da doch glücklicherweise kam pünktlich zur ersten Tanzgruppe eine recht große Gruppe aus Frankreich hinzu. Die Stimmung war direkt von Anfang an sehr gut. Auch die zweite Gruppe war kein Problem. Ein deutlich größeres Problem war dann schon eher die dritte Gruppe, denn diese brauchten als Karnevaltanzgruppe mehr Platz und mussten auf der Bühne tanzen. Dies führte zu einem Dauerlauf während die zweite Gruppe gerade vor der Bühne ihr Programm vollführte. Glücklicherweise passte dennoch alles und auch die dritte Gruppe hatte genug Platz.

Nach und nach gingen so Interviews und Shows über die Bühne, trotz Regens war die Stimmung sehr gut. Kleine Veränderungen am Programm waren natürlich notwendig. Genauer gesagt haben die Zeiten von vornherein überhaupt nicht gestimmt. Aber das war ja schon vorher ziemlich klar, die Zeiten waren nur als Richtzeiten geplant.

Die Stimmung war sehr gut, stets waren weit mehr als 100 Leute vor der Bühne. Umbauphasen wurden von den Gästen ohne Probleme hingenommen. Auch die Spielshow kam sehr gut an. Wir hatten uns alle in einen großen Kreis gestellt und dann gleichzeitig auf den Schoß des Hintermanns oder der Hinterfrau gesetzt. Dies dann nicht mit 10 oder 20 Leuten sondern es waren weit mehr als 50 Leute. Natürlich klappte es kaum, zumindest nicht die zweite Stufe, das Loslaufen im Sitzen. Dennoch hatten alle Spaß und das war die Hauptsache. Zwischenzeitlich haben wir die 100 gespendeten Torten dann noch kostenlos verteilt und sind bis zum Ende auch fast alle losgeworden.

Den Abschluß bildeten die drei Bands Real, Massive Beat und Patchwork. Bei der Abschlußband Patchwork war es dann endgültig vorbei mit dem Organisieren, Umplanen, Besprechen, Rennen und Hetzen, zumindest das meiste. Es konnte jetzt kaum noch etwas schief gehen, was dazu führte das wir dann auch endlich die Band genießen konnten und das in der ersten Reihe. Alles in allem ein sehr schöner Abschluss, auch wenn zeitweise die Technik versagte, was aber nur die wenigsten mitbekamen. Leider war am Freitag schon um 23:20 Schluß am Schloß Moyland, wobei die meisten Gäste schon vorher gegangen waren. Die meisten waren vermutlich schlicht auch zu müde um noch länger dazubleiben, da das Programm des WJT Vorspiels Tage des Begegnung doch sehr eng ist und kaum Pausen hinterlässt. Die meisten sind am Vortag oder am gleichen Tag aus der ganzen Welt angereist.

Aufräumarbeiten wurden an dem Abend einstimmig auf den nächsten Tag verlegt, bis auf einige Kleinigkeiten die vorher schon gemacht werden mussten. Dazu gehörte auch das Kabel aus dem Graben holen, was wieder zu einer Bootstour führte, jedoch in einem deutlich schlechteren Körperlichen Zustand (ich frage mich immer noch wie ich es geschafft habe da noch rumzupaddeln obwohl die Arme nur noch wehgetan haben). Auch musste ein Banner der Vorband Real noch von der Bühne abgemacht werden, was wiederrum zu einer kleinen Kletteraktion führte.

Nachts um zwei Uhr konnte ich dann endlich schlafen, jedoch nur wenige Stunden. Vier Stunden habe ich geschlafen und zwei weitere Stunden gedöst bis es wieder losging zum Abbauen und Wegbringen der Sachen, was knappe 4 Stunden dauerte. Den restlichen Samstag habe ich dann schlicht verschlafen und damit verbracht diesen Bericht fertig zu schreiben.

Im Endeffekt ein sehr schönes aber auch anstrengendes Erlebnis, welches ich aber auf keinen Fall missen möchte. Es mag sich ein bisschen komisch anhören aber gestern nach der ganzen Arbeit und heute mit den schmerzenden Muskeln, den Blasen am Fuß und diversen Wundgescheuerten Stellen am ganzen Körper, da weiß ich was ich gemacht habe und weiß schon jetzt das ich solche Aktionen jedeerzeit wieder machen werde.

Jetzt freue ich mich aber erstmal auf den Weltjugendtag in Köln wo ich in wenigen Stunden hinfahren werde.

Bis zum nächsten Bericht...

PS: Fragen und Veränderungen am Bericht mache ich gerne, aber erst nächste Woche wenn ich wieder von Köln zurück bin :)\"Weltjugendtag\" so lautet der Begriff für die Veranstaltung für die seit einiger Zeit schon massig Werbung gemacht wird. Das \"Vorspiel\" des Weltjugendtages sind die Tage der Begegnung. Diese Tage sollen einerseits die ersten Kontakte zwischen den vor allem Jugendlichen erstellen. Andererseits soll auch die nationale und internationale Jugendarbeit vorgestellt werden. Vor allem aber soll Zeit in den Gemeinden und bei den Familien verbracht werden.

Ich will hier über den Tag des sozialen Engagements berichten. Der Tag an dem die nationale (örtliche) Jugendarbeit vorgestellt werden.

Nun ja, wie ging es denn los?

Wor mehr als einem halben Jahr wurde ich angesprochen. Ein Treffen des BDKJ (Bund deutscher katholischer Jugend) Kreisverband Kleve sollte stattfinden. Es ging um den Weltjugendtag, genauer um die Tage der Begegnung, soviel war schon vorher klar, da auch einige Treffen schon stattgefunden hatten.

An dem Tag ging es dann genauer um den Tag auf Schloß Moyland. Ich will nicht allzu lange darüber berichten da es ein \"normales\" Treffen war. Wir hatten uns nachher in Gruppen eingeteilt, ich selbst war mit einigen Freunden zu dem Bühnenprogramm gegangen.

Und so begann eine Monatelange teilweise harte Arbeit. Das Programm war schließlich der Anfang und auch das Ende einer Veranstaltung und gilt als der zentrale Ort. Die Aufgabe hörte sich zunächst einfach an. Von 15 bis 23 Uhr mussten wir ein Programm auf die Beine stellen, wobei der Hauptact mit der Band Patchwork aus Brandenburg ab 21 Uhr schon stand, eine Bühne und die Technik bereits vorhanden war.

Tja das war der Stand und nun gab es diverse zentrale Fragen für die 10 Leute (wobei eine kaum da war, daher 9 Leute).

Die erste Frage war natürlich das eigentliche Programm und was wir machen können. Denn wir mussten das Programm so machen das der Niederrhein präsentiert wird. die zweite Frage war wie wir das Publikum trocken halten.

Da die meisten schon ein wenig Bühnenaufbauerfahrung hatten, war das zweite Problem recht fix gelöst. Ein Fallschirm sollte einen überdimensionalen Regenschirm bilden. Festgemacht und hochgezogen an einem Kran und abgespannt dann am Boden.

Bei dem ersten und ungleich größeren Problem fragten wir erstmal bei allen Gruppen aus der Umgebung nach und bekamen auch guten Zuspruch. Nach und nach kamen wir so zu genug Gruppen, darunter ein Gospelchor, Fahnenschwenker, diverse Tanzgruppen. So waren wir nahezu perfekt im Zeitplan.

Vor knapp einem Monat stand dann nun das Programm komplett fertig, mit Zeiten und allem drum und dran. Kurz vorher hat uns dann ein Gruppenmitglied verlassen, da er sich beruflich neu orientiert hat. Da wir von einem zweiten Teammitglied nichts gehört hatten haben wir zu dem Zeitpunkt auch offiziell das Teammitglied nicht mehr aufgeführt. Bitte nicht falsch verstehen, wir hatten versucht die Dame anzusprechen aber es half nix.

Zu dem Zeitpunkt waren dann auch die T-Shirts fertig und neben dem Programm wussten wir auch was wir brauchen und woher wir alles bekommen. Ein sehr großer Haufen an Spenden half uns sehr gut weiter.

Eine Woche später dann der erste Gau auf den alle schon gewartet hatten. Binnen weniger Tage hatten drei Gruppen abgesagt und brachten damit natürlich erstmal leichte Panik in die Gruppe. Doch auch diese Probleme waren recht fix gelöst und wir hatten neue Gruppen gefunden und somit war alles beisammen.

Nun ein kleiner Zeitsprung da nur noch wenig geschah. Alles wurde noch einmal durchgesprochen aber es geschah recht wenig. Spannend wurde es als es dann endlich losgehen sollte. Das letzte Treffen fand zwei Tage vor dem Tag des sozialen Engagements statt. Die T-Shirts waren fertig (leider durften wir das Copyrightgeschützte Weltjugendtagssymbol nicht für die Shirts verwenden) und wurden verteilt. Das Programm und die Zeiten verschoben sich noch einmal, die Spielshow wurde noch einmal durchbesprochen, die Aufgaben noch einmal spezifiziert. Auch über die Dolmetscher wurden benannt und wann sie da sind. Denn ohne Dolmetscher wäre diese Veranstaltung kaum sinnvoll möglich gewesen, schließlich hatten sich Mitglieder von knapp 20 Nationen angemeldet.

Am Vortag, also dem Donnerstag, war dann das Treffen am frühen Abend und der Aufbau ging los. Treu dem Motto \"Die Bühne sind die Ersten die kommen und die Letzten die gehen\". Somit war am Vortag des Festes nahezu alles da was wir brauchten und das Meiste war auch aufgebaut. Auf der Rückfahrt ist mir auf der Autobahn zum krönenden Abschluß dieses Vortags noch der Reifen explodiert und musste gewechselt werden im dunkeln. Satte 45 Minuten dauerte das Ein- und Ausladen des Autos und das Wechseln des Vorderreifens...

Der nächste Tag. Es sollte sich entscheiden ob unser Programm gut ankam. Wieder mal war die Bühne die erste Gruppe die da war. Genauer waren es jetzt die Techniker der Bühne die schon munter am aufbauen waren. Ein starker Regen verhinderte jedoch fast eine halbe Stunde aufbauen.

Nach und nach kamen mehr Mitglieder der Gruppe und der Aufbau schritt weiter. Natürlich kam es zu allerlei kleinen und großen Katastrophen. Als erste (und wohl auch niedlichste) Minikatastrophe hatten wir das VIP Zelt hinter der Bühne auf einem Kaninchenbau aufgebaut und nun hoppelten kleine Kaninchen durch das Zelt und wir mussten die noch blinden Tiere erstmal einfangen in einem Karton damit diese nicht ausersehen zertreten werden. Danach taten wir sie schlicht in das Loch zurück und machten danach das Loch zu.

Eine deutlich größere Katastrophe war das Fehlen des Fallschirms. Genauer war der Fallschirm da aber die Firma, bei der wir den Kranwagen bestellt hatte, konnte diesen erst um 18 Uhr bringen was wiederrum viel zu spät war. Und das an einem Tag wo der Regen vorbestimmt war. Musste dann halt ohne gehen, wenn es nicht geht.

Tja der Aufbau ging weiter, die beiden Zelte wurden fertig gemacht die wir genommen hatten. Das direkt hinter der Bühne war als Sammelort für direkt vor dem Auftritt vorbereitet. Die Gruppen waren auch nahezu vollständig da, die Bands waren bei den Soundchecks. Kleinere Probleme brachte vor allem das Verlegen der Kabel durch den Schloßgraben, das wir mittels eines Bootes machen mussten. Dennoch war alles fertig und bis auf den Soundcheck war alles pünktlich bereit. Der Soundcheck dauerte jedoch einige Minuten länger, so dass die Moderation erst ein paar Minuten später losgehen konnte.

Dies war dann der Auftakt des richtigen Stresses für die gesamte Gruppe. Es ist schon erstaunlich was alles gemacht werden muss und welche Sachen noch schief gehen können ohne das man dies verhindern kann oder planen kann. Nach der Anmoderation mit einem ersten Interview mit dem Schirmherren der Veranstaltung kam die erste Tanzgruppe. Während des Interviews waren nur wenige Leute da doch glücklicherweise kam pünktlich zur ersten Tanzgruppe eine recht große Gruppe aus Frankreich hinzu. Die Stimmung war direkt von Anfang an sehr gut. Auch die zweite Gruppe war kein Problem. Ein deutlich größeres Problem war dann schon eher die dritte Gruppe, denn diese brauchten als Karnevaltanzgruppe mehr Platz und mussten auf der Bühne tanzen. Dies führte zu einem Dauerlauf während die zweite Gruppe gerade vor der Bühne ihr Programm vollführte. Glücklicherweise passte dennoch alles und auch die dritte Gruppe hatte genug Platz.

Nach und nach gingen so Interviews und Shows über die Bühne, trotz Regens war die Stimmung sehr gut. Kleine Veränderungen am Programm waren natürlich notwendig. Genauer gesagt haben die Zeiten von vornherein überhaupt nicht gestimmt. Aber das war ja schon vorher ziemlich klar, die Zeiten waren nur als Richtzeiten geplant.

Die Stimmung war sehr gut, stets waren weit mehr als 100 Leute vor der Bühne. Umbauphasen wurden von den Gästen ohne Probleme hingenommen. Auch die Spielshow kam sehr gut an. Wir hatten uns alle in einen großen Kreis gestellt und dann gleichzeitig auf den Schoß des Hintermanns oder der Hinterfrau gesetzt. Dies dann nicht mit 10 oder 20 Leuten sondern es waren weit mehr als 50 Leute. Natürlich klappte es kaum, zumindest nicht die zweite Stufe, das Loslaufen im Sitzen. Dennoch hatten alle Spaß und das war die Hauptsache. Zwischenzeitlich haben wir die 100 gespendeten Torten dann noch kostenlos verteilt und sind bis zum Ende auch fast alle losgeworden.

Den Abschluß bildeten die drei Bands Real, Massive Beat und Patchwork. Bei der Abschlußband Patchwork war es dann endgültig vorbei mit dem Organisieren, Umplanen, Besprechen, Rennen und Hetzen, zumindest das meiste. Es konnte jetzt kaum noch etwas schief gehen, was dazu führte das wir dann auch endlich die Band genießen konnten und das in der ersten Reihe. Alles in allem ein sehr schöner Abschluss, auch wenn zeitweise die Technik versagte, was aber nur die wenigsten mitbekamen. Leider war am Freitag schon um 23:20 Schluß am Schloß Moyland, wobei die meisten Gäste schon vorher gegangen waren. Die meisten waren vermutlich schlicht auch zu müde um noch länger dazubleiben, da das Programm des WJT Vorspiels Tage des Begegnung doch sehr eng ist und kaum Pausen hinterlässt. Die meisten sind am Vortag oder am gleichen Tag aus der ganzen Welt angereist.

Aufräumarbeiten wurden an dem Abend einstimmig auf den nächsten Tag verlegt, bis auf einige Kleinigkeiten die vorher schon gemacht werden mussten. Dazu gehörte auch das Kabel aus dem Graben holen, was wieder zu einer Bootstour führte, jedoch in einem deutlich schlechteren Körperlichen Zustand (ich frage mich immer noch wie ich es geschafft habe da noch rumzupaddeln obwohl die Arme nur noch wehgetan haben). Auch musste ein Banner der Vorband Real noch von der Bühne abgemacht werden, was wiederrum zu einer kleinen Kletteraktion führte.

Nachts um zwei Uhr konnte ich dann endlich schlafen, jedoch nur wenige Stunden. Vier Stunden habe ich geschlafen und zwei weitere Stunden gedöst bis es wieder losging zum Abbauen und Wegbringen der Sachen, was knappe 4 Stunden dauerte. Den restlichen Samstag habe ich dann schlicht verschlafen und damit verbracht diesen Bericht fertig zu schreiben.

Im Endeffekt ein sehr schönes aber auch anstrengendes Erlebnis, welches ich aber auf keinen Fall missen möchte. Es mag sich ein bisschen komisch anhören aber gestern nach der ganzen Arbeit und heute mit den schmerzenden Muskeln, den Blasen am Fuß und diversen Wundgescheuerten Stellen am ganzen Körper, da weiß ich was ich gemacht habe und weiß schon jetzt das ich solche Aktionen jedeerzeit wieder machen werde.

Jetzt freue ich mich aber erstmal auf den Weltjugendtag in Köln wo ich in wenigen Stunden hinfahren werde.

Bis zum nächsten Bericht...

PS: Fragen und Veränderungen am Bericht mache ich gerne, aber erst nächste Woche wenn ich wieder von Köln zurück bin :)

9 Bewertungen, 1 Kommentar

  • campino

    14.08.2005, 20:41 Uhr von campino
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...wünsche ich Dir eine gute Fahrt nach Köln und viel Vergnügen beim Weltjugendtag.