Erfahrungsbericht von adischreiber
~*~ Auf Reisen mit den Waldies ~*~
Pro:
schönes Wetter, lehrreiche Reise, Naturverbundenheit, klasse Unterbrungung
Kontra:
die Zeit war zu kurz
Empfehlung:
Ja
~*~ Liebe Lesergemeinschaft ~*~
Wie einige von Euch sicher mitbekommen haben, bin ich am Wochenanfang nicht zu Hause gewesen, der Grund dafür, eine Reise, nein keine übliche Klassenfahrt, denn in der 7. macht man so etwas nicht, sondern eine Reise von meiner Arbeitsgemeinschaft der Schule aus.
Seit einigen Wochen wusste ich schon Bescheid, dass wir eine Reise machen wollen und wohin diese gehen sollte. Eine Woche allerdings, bevor es losgehen sollte wurde ich mit einer Halsentzündung krank und hatte nun Angst nicht mitfahren zu können, aber alle Aufregung war umsonst, natürlich konnte ich mitfahren.
Nun möchte ich aber meinen Bericht beginnen, möchte Euch ja an meinen Erlebnissen Teil haben lassen, aber erst einmal möchte ich Euch ein wenig über unsere Arbeitsgemeinschaft erzählen, damit ihr auch wisst, was wir so machen.
~*~ Was sind die Waldies? ~*~
Ich gehe seit ca. 9 Monaten in die Herdergesamtschule in Königs Wusterhausen, ich hatte mich in der Grundschule nicht am Riemen gerissen und hatte nicht so gute Noten um auf eine andere Schule zu gehen, aber ich bin mit auf eine der besten Schulen gekommen, die man hier zu bieten hat, auch in der Gesamtschule kann ich alle Abschlüsse machen, selbst Abi.
Mutti bekam also am Anfang des 7. Schuljahres einen Zettel, auf dem ich entscheiden sollte, ob ich in eine Arbeitsgemeinschaft gehen möchte, oder nicht, ich hatte mich aber entschlossen, bei den Waldies einzutreten, schon alleine weil es etwas mit Naturwissenschaften zu tun hat, und mein Wahlpflichtfach auch Naturwissenschaften ist, ich erhoffte mir so einen kleinen Vorteil, um meine Leistungen zu steigern ( es hat geholfen).
Bei den Waldies beschäftigen wir uns mit naturwissenschaftlichen Dingen.
Im Winter z.B. haben wir kleine und kranke Igel vor dem Hunger bewahrt und haben sie gepflegt, bis zum Frühling, dann mussten sie ausgewildert werden, und das hieß für uns Waldiesmitglieder Abschied von unseren kleinen Freunden nehmen, da ich da sehr sensibel bin, hab ich natürlich geweint. Weiterhin stellen wir im Sommer Honig selbst her, wo auch jeder ein Glas mit nach Hause nehmen darf und letztes Jahr haben wir auch noch Kräuteressig selbst gemacht. Wir haben ein Aboretum, wo wir meistens sind, das ist eine Art Gartenanlage, wo wir auch Kräuter, Salate u.s.w. züchten und ein kleines Häuschen gehört zu unserer Gruppe, damit wir uns auch im Regen unterstellen können.
Es gibt auch Tage, an denen wir in den Wald fahren und den hingeworfenen Müll von Menschen aufsammeln um unsere Umwelt ein wenig zu entlasten.
Auch Kinder von anderen Schulen können bei uns Mitglied werden, denn ich denke dies ist eine Sache, die jeden angeht, denn wir wollen auch für unsere Kinder noch die Umwelt erhalten.
Die Waldies werden unterstützt von der \" Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V.\"
Nun habt ihr schon einmal ein wenig über die Waldies erfahren, aber ich möchte nun zu unserer Reise kommen, denn die ist ja eigentlich der Grund meines Berichtes.
~*~ Anreise ~*~
Los ging es am 02.05. 2005. Treffpunkt war der Bahnhof in Königs Wusterhausen um 8.15 Uhr. Meine Eltern hatten mich mit Sack und Pack bevor sie meinen jüngeren Bruder in den Kindergarten gebracht haben dort hingefahren. Alleine hätte ich auch die schweren Taschen von uns zu Hause bis zum Bahnhof nicht geschafft, ohne dass ich den Zug verpasst hätte.
Einige der Schüler die an der Reise teilnahmen, waren bereits dort auch meine Lehrerin, die die Leitung der Waldies hat.
Was ich toll fand, war, das die Mitglieder der Waldies zu dieser Reise nichts dazuzahlen mussten und alles umsonst bekamen, Schüler, wie dies der 9. Klasse, welche keine Mitglieder sind, mussten eine 40 € Pauschale zahlen, in der die Zugfahrt, sowie die Unterkunft drinnen waren.
So nun aber weiter, wo war ich stehen geblieben? Genau am Bahnhof.
Nachdem meine Eltern sich von mir verabschiedet hatten, ist unsere Lehrerin die Fahrkarten kaufen gegangen, denn schon um 8.30 Uhr sollte unser Zug los fahren. Nun hieß es alles Gepäck verstauen und erst einmal die Fahrt bis nach Müllrose genießen.
Müllrose, für diejenigen, die es nicht wissen, liegt in der Nähr von Frankfurt/ Oder.
Dort angekommen, wurden wir mit einem Bus, der zum Jugendwaldheim Müllrose gehört abgeholt.
Nach einigen Minuten waren wir dann schon am Jugendwaldheim Müllrose angekommen, gut dass wir unsere Taschen nicht bis dort hin tragen mussten.
Die Anreise dorthin dauerte ca. 2 ½ Stunden, aber war auch nicht langweilig, da zwei meiner Freunde mitfuhren, die auch Mitglieder der Waldies waren.
Insgesamt waren wir 8 Jugendliche und eine Lehrerin, aber eine besonders nette, die an dieser Reise teilnahmen.
Ich hab Euch unten mal eine Karte rausgesucht, so dass Ihr Euch den ungefähren Anfahrtsweg anschauen könnt, und auch die schriftliche Wegbeschreibung hab ich Euch mal rausgesucht, die da lautet:
Wenn man von Berlin aus anreisen möchte, kann man die Bahnstrecke RE1 nach Frankfurt/ Oder nutzen und vom Bahnhof aus mit dem Bus direkt nach Müllrose fahren, man kann aber auch direkt durchfahren, indem man von Berlin- Schöneweide die Regionalbahn 36 über Königs Wusterhausen nimmt. Wenn man am Bahnhof Müllrose angekommen ist, kann man zu Fuss laufen, was ungefähr 30 Minuten dauert, oder aber man kann sich auf Wunsch, wie wir es getan haben vom Bus des Jugendwaldheimes abholen lassen.
~*~ Ein wenig zum Jugendwaldheim Müllrose ~*~
Ich denke wenn ich schon einen Bericht schreibe, sollte ich Euch auch ein wenig zum Jugendwaldheim Müllrose erzählen, Bilder könnt ihr Euch im Anhang meines Berichtes anschauen, die ich extra für Euch rausgesucht habe.
Das Jugendwaldheim Müllrose gibt es seit 1990 also jetzt knapp 15 Jahre lang. Es ist das einzigste im ganzen Land Brandenburg in dieser Art. Das Jugendwaldheim ist eine waldpädagogische Einrichtung der Landfortverwaltung Brandenburg, hier sollen die Kinder und Jugendlichen die sich hier aufhalten auf moderne Art beigebracht bekommen, was es heißt umweltbewusst zu sein und sich auch umweltbewusst zu benehmen.. Die Kinder und Jugendlichen lernen hier verschiedene Betriebarten in einem Forstrevier kennen und können so einen besseren Kontakt zur Umwelt finden. Besseres Verständnis der Zusammenhänge der Natur und auch die Berufs - und Arbeitswelt der im Forstrevier Beschäftigten, soll den Kindern und Jugendlichen hier vermittelt werden.
~*~ Unsere Unterbringung ~*~
Empfangen wurden wir von dem Leiter des Jugendwaldheimes Müllrose, dieser hieß uns erst einmal herzlich Willkommen und belehrte uns dann, wie wir uns auf dem Gelände zu benehmen hatten.
Dann wies er uns unsere Zimmer zu. Die Zimmer waren wunderschön eingerichtet, dies könnt Ihr Euch auch sehr schön auf den unteren Bildern anschauen. Ausstattung der Zimmer waren 4-5 Betten, Tisch und 4 Stühle, einen Schrank und jeder hatte auch einen Nachtschrank.
Die sanitären Einrichtungen, also Wc´s und Waschraum, sowie Duschen waren sehr sauber und gepflegt, hier musste man keine Angst haben, sich etwas weg zu holen, sondern dafür war es hygienisch sehr sauber.
Nachdem wir alle unsere Klamotten ausgepackt hatten, konnten wir uns erst einmal das Gelände unter die Lupe nehmen, ehe es ans Mittagessen ging.
Das Gelände war schön grün, man hatte direkt vor dem Haus, in dem wir untergebracht waren, einen kleinen Garten, mit einem Ausguck, und Nadelbäume standen vereinzelt auf dem Gelände. . Ein großer Teich bildete einen Blickfang für das Gelände und machte es gleich noch viel schöner, Eine Tischtennisplatte, die einem auch Gelegenheit zur sportlichen Betätigung bietet, war ebenfalls vorhanden und ein Häuschen in Form eines Pavillon, in dem ein Grill stand, vor dem aber auch im Sommer Lagerfeuer gemacht werden, auch als wir da waren. Zahlreiche Tiere gehören zu diesem Jugendwaldheim, unter anderem zahlreiche Frösche, die den ganzen Tag am Teich saßen und quakten, 3 Enten, die schnatternd über das Gelände liefen, ein zahmes Eichhörnchen, 3 Tauben und Hund Gero, der durch einen Unfall seine Schädelplatte verloren hatte und nun seinen Lebensabend dort verbringen kann. Gero sollte man nicht gleich am ersten Tag füttern, sondern erst einmal kennen lernen, da er so wenig Gesellschaft hatte, sollten wir 3- 4 Mal am Tag zu ihm gehen und mit ihm reden, damit er Vertrauen bekam.
Das Eichhörnchen, welches wie ich schon sagte, zahm war, konnte man auch frei füttern, es war überhaupt nicht scheu.
Das Essen war nicht jedem seine Sache, denn wir zu Hause schmeckte es noch lange nicht, aber zum essen komme ich nachher noch einmal.
Nun kommen wir zu den einzelnen Tagesabläufen, schaut, was wir alles gemacht haben.
~*~ 1. Tag Montag 02.05.2005 ~*~
Nach unserer Ankunft hieß es erst einmal Mittag essen. Es gab Kartoffelpuffer mit Apfelmus und verschiedene Geschmacksrichtungen Limonade.
Dann hatte sich unsere Lehrerin nach dem Mittag essen etwas Besonderes für uns ausgedacht, sie wollte mit uns nach Fürstenwalde in den Tierpark, damit hat sie uns natürlich eine ganz große Freude gemacht.
Der Bus brachte uns dort hin, ca. 1 Stunde waren wir dorthin unterwegs, aber es war, dank des herrlich, sonnigen Wetters eine wunderschöne Fahrt, der Busfahrer war total locker drauf und machte jeden Spaß mit.
Im Tierpark gab es viele Arten an Tieren zu sehen, wie z.B. Ziegen, Wildkatzen, Pfauen, Affen, Vielfraße, Adler, Falken, Eulen und Füchse mit Nachwuchs, auch einen Souvenierladen und eine Eisdiele gab es dort.
Gegen 17.30 Uhr genau zum Abendessen waren wir wieder im Jugendwaldheim Müllrose angekommen.
Diesmal gab es Brot mit frischem Aufschnitt, Gemüse, wie Paprika, Gurke, gekochte Eier u.s.w. alles was das Herz begehrt, also Hungern musste niemand. Das essen wurde jedes Mal in einem großen Speiseraum eingenommen.
Nach dem Abendessen konnten wir unseren Ideen der Freizeitgestaltung freien Lauf lassen, einige sind auf ihre Zimmer gegangen, andere haben noch die milde Abendluft genossen und ich hab den Abend mit meinen beiden Freunden Billiard gespielt und in der Korbmacherei, die auch zum Jugendwaldheim gehört einen Korb für Mamas Blumen zum Muttertag geflochten. Gegen 23.30 Uhr haben wir dann die Lichter in den Zimmern gelöscht und sind eingeschlafen, denn der erste Tag war schon ziemlich anstrengend, nur der 2. sollte es noch mehr in sich haben.
~*~ 2. Tag Dienstag 03.05.2005 ~*~
Schon um 7.00 Uhr war für uns morgens die Nacht vorbei, ja ich weiß, das war sehr früh, und für diejenigen die Nachts noch lange wach waren, machte es sich an den dicken Augen bemerkbar.
Als erstes hieß es sich zu waschen und die Betten machen und dann ab zum Frühstück, denn das gab es schon ab 7.30 Uhr.
Frisches Brot, Brötchen, Marmelade, Wurst, Kornflakes, Obst und Joghurt, sowie verschiedene Getränke standen hier zur Auswahl um den Hunger zu stillen, denn dies sollte ein anstrengender Tag werden.
Nach dem Frühstück ca. 9.00 Uhr ging es dann los, wir sollten uns ja nicht nur erholen, sondern auch arbeiten und etwas für die Natur tun.
So haben wir dem Förster geholfen Baumstämme abmessen, die er gefällt hatte, diese mussten dann in den Anhänger den er dabei hatte, getragen werden, denn aus diesen Baumstämmen sollten einmal Bänke gebaut werden.
Gegen Mittag, nach getaner Arbeit ging es zurück ins Jugendwaldheim zum Mittag essen, diesmal gab es Fischstäbchen mit Kartoffelpüree. Es hat mir sehr gut geschmeckt, ob es den anderen geschmeckt hat weiß ich nicht, hab sie ja nicht gefragt.
Nach dem Mittagessen war ein Ausflug nach Polen geplant, auf einen Markt sollte es gehen, dazu mussten wir nach Frankfurt / Oder, da dort der Grenzübergang ist. Mit dem Bus wurden wir wieder dort hingebracht. Über eine große Brücke mussten wir über die Oder gehen, die echt groß ist, ich hatte sie ja vorher noch nicht gesehen, aber es war sehr spannend, über eine solch große Brücke gehen zu können. Um nach Polen gehen zu können brauchen Kinder einen Kinderausweis, den man bei jeder Meldestelle beantragen kann und für 6 € gegen Vorlage der Geburtsurkunde und 2 Passbilder bekommt, aber nur im jeweiligen Wohnort beantragen.
Wir haben uns dann mit der Erlaubnis unserer Lehrerin trennen dürfen und hatten einen Treffpunkt ausgemacht.
Dann ging ich mit meinen beiden Freunden über den Markt, wo es sehr viele Stände gab, die Spielzeug, Tierbedarf, Klamotten und Kunstgewerbe anboten. Das teuerste was ich auf dem Markt gesehen habe, war ein Mointainbike für 70 € alles andere war sehr billig, billiger als in Deutschland.
Als wir uns dann wieder trafen, gegen 17 Uhr, erzählte uns unsere Lehrerin, das ihr einer der Polen einen Tanga angeboten habe, er wollte ihr den regelrecht auszwängen und ist immer hinter ihr her gerannt und hat immer gerufen\" Sie kaufen String\". Als sie das erzählte, haben wir alle herzlich gelacht.
Aber auch ich hatte an meine Familie gedacht, meine Mama hatte ich eine Packung Haselnusswaffeln gekauft, als Entschädigung, das ich ihre polnische Haselnussschokolade aufgefuttert hatte, die sie von ihrer Freundin Ania zu Weihnachten bekommen hatte, meinen Papa hab ich eine quakende Ente mitgebracht, als Schlüsselanhänger, er steht ja auf Kitsch und da Vatertag war, wollte ich ihm eine Freude machen, meine beiden kleinen Brüder hab ich einen Schlüsselanhänger in Form von zwei kleinen Plüschkatzen mitgebracht, aber auch an mich hab ich gedacht und hab mir von dem Geld was ich noch übrig hatte eine coole Sonnenbrille gekauft.
Zurück im Jugendwaldheim, wir wurden ja auch mit dem Bus wieder von der Grenze abgeholt, haben wir wieder Abendbrot gegessen, dieses Mal aber kein normales Abendbrot, es war herrliches Wetter und so wurde gegrillt, es gab Steakes, Bratwurst, und Toastbrot, das hat richtig Spaß gemacht und das Lagerfeuer wurde angemacht, so kam eine richtig romantische Stimmung auf, denn es war ja unser letzter Abend dort.
Nach dem Grillen haben wir uns wieder die Freizeit selbst gestaltet, einige sind in ihr Zimmer gegangen, andere wieder Billiard spielen und manche haben es sich auch am Lagerfeuer gemütlich gemacht und haben sich mit der Lehrerin unterhalten und Geschichten erzählt.
Als wir dann schon in unseren Zimmern waren, haben die Mädchen, welche in einem extra Zimmer untergebracht waren, angefangen Briefchen an uns drei Jungs zu schreiben, aber keine normalen Briefchen, sondern eher Liebesbriefe* rot werde* und ich, was mach ich , verknalle mich, in eine aus der 9. Klasse.
Gegen 0.00 Uhr, war dann Zapfenstreich und wir mussten schlafen.
~*~ 3. und letzter Tag Mittwoch 04.05.2005 ~*~
Dies war der Tag unserer Abreise, so mussten wir schon wieder um 7.00 Uhr aufstehen, was mir aber nichts ausmachte, wenn ich zu Hause sein würde, würde ich eh früh ins Bett gehen.
Also hieß es nun alles zusammen packen, waschen gehen, die Eltern anrufen, damit sie wussten, wann wir in Königs Wusterhausen ankommen würden, damit sie uns abholen konnten und ab zum Frühstück, wieder gab es Brötchen, Brot, Kornflakes, verschiedenen Sorten Wurst u.s.w. Wir genossen noch das Frühstück, denn um 10 Uhr mussten wir ja schon am Bahnhof sein, von wo aus wir mit dem Zug nach Hause fahren würden.
Wir verabschiedeten uns von dem Leiter des Jugendwaldheimes und von unserem Busfahrer, der wirklich sehr nett war, und dann brachte er uns zum Bahnhof.
Wir sind dann in den Zug und ab ging es in Richtung Heimat, was wir aber nicht wissen konnten, das wir in Zernsdorf den Zug noch einmal verlassen mussten, denn es bestand Schienenersatzverkehr bis nach Königs Wusterhausen. Meine Eltern standen natürlich auf dem Bahnsteig und warteten und ich stand auf einmal neben unserem Auto denn wir waren gegen 12.30 Uhr mit dem Bus dort angekommen.
Als erstes sah ich meine Mama, die ich erst einmal umarmte, denn vermisst hatte ich sie trotz der schönen Tage schon, dann sagte sie \" Schau mal da ist Papa\" und ich rannte los und sprang Papa auf den Arm, ja ich klammerte mich richtig an ihn fest, denn ich hab in den 3 Tagen mitbekommen, was mir meine Familie wert ist und auch wenn es manchmal Streit gibt, Familie ist das schönste was es auf der Welt gibt.
~*~ Meine Endeinschätzung zur Fahrt ~*~
Wir hatten wunderschöne 3 Tage, die leider ein wenig kurz waren, wie auch der Leiter des Jugendwaldheims und auch der Busfahrer feststellen mussten und leider findet solch eine Fahrt nur alle 2 Jahre statt.
Wir haben uns sehr gut erholt, aber haben auch ein wenig mehr über unsere Natur gelernt und vor allem gesehen, wie die Arbeit in der Forst so aussieht.
Die Ausflüge waren auch sehr lustig und so kam irgendwie kein Heimweh auf, wir hatten sehr viel Spaß und so sind die Mitglieder der Waldies wieder ein Stückchen mehr zusammen gewachsen und jeder hat für sich ein wenig von dort an Wissen mitgenommen.
Sicher gab es auch zu Hause sehr viel zu erzählen, so hatte ich schon als ich zu Hause war Liebeskummer, aber in meinem Alter kommen diese Probleme eben öfter vor.
Ansonsten eine tolle Fahrt, die einfach nur herrlich war und selbst das Wetter hat mitgespielt, was kann man sich mehr wünschen, ich gebe unserer Waldies Reise ins Jugendwaldheim Müllrose alle 5 Sterne denn besser hätte unsere Lehrerin, die diese organisiert hatte es nicht machen können.
Ich hoffe, ich konnte Euch von meiner Reise einige Eindrücke vermitteln und bedanke mich für´s Lesen, Bewerten und Kommentieren.
~*~ Adi für yopi am 08.05.2005 ~*~
auch für ciao unter ciaoschreiberadi
Wie einige von Euch sicher mitbekommen haben, bin ich am Wochenanfang nicht zu Hause gewesen, der Grund dafür, eine Reise, nein keine übliche Klassenfahrt, denn in der 7. macht man so etwas nicht, sondern eine Reise von meiner Arbeitsgemeinschaft der Schule aus.
Seit einigen Wochen wusste ich schon Bescheid, dass wir eine Reise machen wollen und wohin diese gehen sollte. Eine Woche allerdings, bevor es losgehen sollte wurde ich mit einer Halsentzündung krank und hatte nun Angst nicht mitfahren zu können, aber alle Aufregung war umsonst, natürlich konnte ich mitfahren.
Nun möchte ich aber meinen Bericht beginnen, möchte Euch ja an meinen Erlebnissen Teil haben lassen, aber erst einmal möchte ich Euch ein wenig über unsere Arbeitsgemeinschaft erzählen, damit ihr auch wisst, was wir so machen.
~*~ Was sind die Waldies? ~*~
Ich gehe seit ca. 9 Monaten in die Herdergesamtschule in Königs Wusterhausen, ich hatte mich in der Grundschule nicht am Riemen gerissen und hatte nicht so gute Noten um auf eine andere Schule zu gehen, aber ich bin mit auf eine der besten Schulen gekommen, die man hier zu bieten hat, auch in der Gesamtschule kann ich alle Abschlüsse machen, selbst Abi.
Mutti bekam also am Anfang des 7. Schuljahres einen Zettel, auf dem ich entscheiden sollte, ob ich in eine Arbeitsgemeinschaft gehen möchte, oder nicht, ich hatte mich aber entschlossen, bei den Waldies einzutreten, schon alleine weil es etwas mit Naturwissenschaften zu tun hat, und mein Wahlpflichtfach auch Naturwissenschaften ist, ich erhoffte mir so einen kleinen Vorteil, um meine Leistungen zu steigern ( es hat geholfen).
Bei den Waldies beschäftigen wir uns mit naturwissenschaftlichen Dingen.
Im Winter z.B. haben wir kleine und kranke Igel vor dem Hunger bewahrt und haben sie gepflegt, bis zum Frühling, dann mussten sie ausgewildert werden, und das hieß für uns Waldiesmitglieder Abschied von unseren kleinen Freunden nehmen, da ich da sehr sensibel bin, hab ich natürlich geweint. Weiterhin stellen wir im Sommer Honig selbst her, wo auch jeder ein Glas mit nach Hause nehmen darf und letztes Jahr haben wir auch noch Kräuteressig selbst gemacht. Wir haben ein Aboretum, wo wir meistens sind, das ist eine Art Gartenanlage, wo wir auch Kräuter, Salate u.s.w. züchten und ein kleines Häuschen gehört zu unserer Gruppe, damit wir uns auch im Regen unterstellen können.
Es gibt auch Tage, an denen wir in den Wald fahren und den hingeworfenen Müll von Menschen aufsammeln um unsere Umwelt ein wenig zu entlasten.
Auch Kinder von anderen Schulen können bei uns Mitglied werden, denn ich denke dies ist eine Sache, die jeden angeht, denn wir wollen auch für unsere Kinder noch die Umwelt erhalten.
Die Waldies werden unterstützt von der \" Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V.\"
Nun habt ihr schon einmal ein wenig über die Waldies erfahren, aber ich möchte nun zu unserer Reise kommen, denn die ist ja eigentlich der Grund meines Berichtes.
~*~ Anreise ~*~
Los ging es am 02.05. 2005. Treffpunkt war der Bahnhof in Königs Wusterhausen um 8.15 Uhr. Meine Eltern hatten mich mit Sack und Pack bevor sie meinen jüngeren Bruder in den Kindergarten gebracht haben dort hingefahren. Alleine hätte ich auch die schweren Taschen von uns zu Hause bis zum Bahnhof nicht geschafft, ohne dass ich den Zug verpasst hätte.
Einige der Schüler die an der Reise teilnahmen, waren bereits dort auch meine Lehrerin, die die Leitung der Waldies hat.
Was ich toll fand, war, das die Mitglieder der Waldies zu dieser Reise nichts dazuzahlen mussten und alles umsonst bekamen, Schüler, wie dies der 9. Klasse, welche keine Mitglieder sind, mussten eine 40 € Pauschale zahlen, in der die Zugfahrt, sowie die Unterkunft drinnen waren.
So nun aber weiter, wo war ich stehen geblieben? Genau am Bahnhof.
Nachdem meine Eltern sich von mir verabschiedet hatten, ist unsere Lehrerin die Fahrkarten kaufen gegangen, denn schon um 8.30 Uhr sollte unser Zug los fahren. Nun hieß es alles Gepäck verstauen und erst einmal die Fahrt bis nach Müllrose genießen.
Müllrose, für diejenigen, die es nicht wissen, liegt in der Nähr von Frankfurt/ Oder.
Dort angekommen, wurden wir mit einem Bus, der zum Jugendwaldheim Müllrose gehört abgeholt.
Nach einigen Minuten waren wir dann schon am Jugendwaldheim Müllrose angekommen, gut dass wir unsere Taschen nicht bis dort hin tragen mussten.
Die Anreise dorthin dauerte ca. 2 ½ Stunden, aber war auch nicht langweilig, da zwei meiner Freunde mitfuhren, die auch Mitglieder der Waldies waren.
Insgesamt waren wir 8 Jugendliche und eine Lehrerin, aber eine besonders nette, die an dieser Reise teilnahmen.
Ich hab Euch unten mal eine Karte rausgesucht, so dass Ihr Euch den ungefähren Anfahrtsweg anschauen könnt, und auch die schriftliche Wegbeschreibung hab ich Euch mal rausgesucht, die da lautet:
Wenn man von Berlin aus anreisen möchte, kann man die Bahnstrecke RE1 nach Frankfurt/ Oder nutzen und vom Bahnhof aus mit dem Bus direkt nach Müllrose fahren, man kann aber auch direkt durchfahren, indem man von Berlin- Schöneweide die Regionalbahn 36 über Königs Wusterhausen nimmt. Wenn man am Bahnhof Müllrose angekommen ist, kann man zu Fuss laufen, was ungefähr 30 Minuten dauert, oder aber man kann sich auf Wunsch, wie wir es getan haben vom Bus des Jugendwaldheimes abholen lassen.
~*~ Ein wenig zum Jugendwaldheim Müllrose ~*~
Ich denke wenn ich schon einen Bericht schreibe, sollte ich Euch auch ein wenig zum Jugendwaldheim Müllrose erzählen, Bilder könnt ihr Euch im Anhang meines Berichtes anschauen, die ich extra für Euch rausgesucht habe.
Das Jugendwaldheim Müllrose gibt es seit 1990 also jetzt knapp 15 Jahre lang. Es ist das einzigste im ganzen Land Brandenburg in dieser Art. Das Jugendwaldheim ist eine waldpädagogische Einrichtung der Landfortverwaltung Brandenburg, hier sollen die Kinder und Jugendlichen die sich hier aufhalten auf moderne Art beigebracht bekommen, was es heißt umweltbewusst zu sein und sich auch umweltbewusst zu benehmen.. Die Kinder und Jugendlichen lernen hier verschiedene Betriebarten in einem Forstrevier kennen und können so einen besseren Kontakt zur Umwelt finden. Besseres Verständnis der Zusammenhänge der Natur und auch die Berufs - und Arbeitswelt der im Forstrevier Beschäftigten, soll den Kindern und Jugendlichen hier vermittelt werden.
~*~ Unsere Unterbringung ~*~
Empfangen wurden wir von dem Leiter des Jugendwaldheimes Müllrose, dieser hieß uns erst einmal herzlich Willkommen und belehrte uns dann, wie wir uns auf dem Gelände zu benehmen hatten.
Dann wies er uns unsere Zimmer zu. Die Zimmer waren wunderschön eingerichtet, dies könnt Ihr Euch auch sehr schön auf den unteren Bildern anschauen. Ausstattung der Zimmer waren 4-5 Betten, Tisch und 4 Stühle, einen Schrank und jeder hatte auch einen Nachtschrank.
Die sanitären Einrichtungen, also Wc´s und Waschraum, sowie Duschen waren sehr sauber und gepflegt, hier musste man keine Angst haben, sich etwas weg zu holen, sondern dafür war es hygienisch sehr sauber.
Nachdem wir alle unsere Klamotten ausgepackt hatten, konnten wir uns erst einmal das Gelände unter die Lupe nehmen, ehe es ans Mittagessen ging.
Das Gelände war schön grün, man hatte direkt vor dem Haus, in dem wir untergebracht waren, einen kleinen Garten, mit einem Ausguck, und Nadelbäume standen vereinzelt auf dem Gelände. . Ein großer Teich bildete einen Blickfang für das Gelände und machte es gleich noch viel schöner, Eine Tischtennisplatte, die einem auch Gelegenheit zur sportlichen Betätigung bietet, war ebenfalls vorhanden und ein Häuschen in Form eines Pavillon, in dem ein Grill stand, vor dem aber auch im Sommer Lagerfeuer gemacht werden, auch als wir da waren. Zahlreiche Tiere gehören zu diesem Jugendwaldheim, unter anderem zahlreiche Frösche, die den ganzen Tag am Teich saßen und quakten, 3 Enten, die schnatternd über das Gelände liefen, ein zahmes Eichhörnchen, 3 Tauben und Hund Gero, der durch einen Unfall seine Schädelplatte verloren hatte und nun seinen Lebensabend dort verbringen kann. Gero sollte man nicht gleich am ersten Tag füttern, sondern erst einmal kennen lernen, da er so wenig Gesellschaft hatte, sollten wir 3- 4 Mal am Tag zu ihm gehen und mit ihm reden, damit er Vertrauen bekam.
Das Eichhörnchen, welches wie ich schon sagte, zahm war, konnte man auch frei füttern, es war überhaupt nicht scheu.
Das Essen war nicht jedem seine Sache, denn wir zu Hause schmeckte es noch lange nicht, aber zum essen komme ich nachher noch einmal.
Nun kommen wir zu den einzelnen Tagesabläufen, schaut, was wir alles gemacht haben.
~*~ 1. Tag Montag 02.05.2005 ~*~
Nach unserer Ankunft hieß es erst einmal Mittag essen. Es gab Kartoffelpuffer mit Apfelmus und verschiedene Geschmacksrichtungen Limonade.
Dann hatte sich unsere Lehrerin nach dem Mittag essen etwas Besonderes für uns ausgedacht, sie wollte mit uns nach Fürstenwalde in den Tierpark, damit hat sie uns natürlich eine ganz große Freude gemacht.
Der Bus brachte uns dort hin, ca. 1 Stunde waren wir dorthin unterwegs, aber es war, dank des herrlich, sonnigen Wetters eine wunderschöne Fahrt, der Busfahrer war total locker drauf und machte jeden Spaß mit.
Im Tierpark gab es viele Arten an Tieren zu sehen, wie z.B. Ziegen, Wildkatzen, Pfauen, Affen, Vielfraße, Adler, Falken, Eulen und Füchse mit Nachwuchs, auch einen Souvenierladen und eine Eisdiele gab es dort.
Gegen 17.30 Uhr genau zum Abendessen waren wir wieder im Jugendwaldheim Müllrose angekommen.
Diesmal gab es Brot mit frischem Aufschnitt, Gemüse, wie Paprika, Gurke, gekochte Eier u.s.w. alles was das Herz begehrt, also Hungern musste niemand. Das essen wurde jedes Mal in einem großen Speiseraum eingenommen.
Nach dem Abendessen konnten wir unseren Ideen der Freizeitgestaltung freien Lauf lassen, einige sind auf ihre Zimmer gegangen, andere haben noch die milde Abendluft genossen und ich hab den Abend mit meinen beiden Freunden Billiard gespielt und in der Korbmacherei, die auch zum Jugendwaldheim gehört einen Korb für Mamas Blumen zum Muttertag geflochten. Gegen 23.30 Uhr haben wir dann die Lichter in den Zimmern gelöscht und sind eingeschlafen, denn der erste Tag war schon ziemlich anstrengend, nur der 2. sollte es noch mehr in sich haben.
~*~ 2. Tag Dienstag 03.05.2005 ~*~
Schon um 7.00 Uhr war für uns morgens die Nacht vorbei, ja ich weiß, das war sehr früh, und für diejenigen die Nachts noch lange wach waren, machte es sich an den dicken Augen bemerkbar.
Als erstes hieß es sich zu waschen und die Betten machen und dann ab zum Frühstück, denn das gab es schon ab 7.30 Uhr.
Frisches Brot, Brötchen, Marmelade, Wurst, Kornflakes, Obst und Joghurt, sowie verschiedene Getränke standen hier zur Auswahl um den Hunger zu stillen, denn dies sollte ein anstrengender Tag werden.
Nach dem Frühstück ca. 9.00 Uhr ging es dann los, wir sollten uns ja nicht nur erholen, sondern auch arbeiten und etwas für die Natur tun.
So haben wir dem Förster geholfen Baumstämme abmessen, die er gefällt hatte, diese mussten dann in den Anhänger den er dabei hatte, getragen werden, denn aus diesen Baumstämmen sollten einmal Bänke gebaut werden.
Gegen Mittag, nach getaner Arbeit ging es zurück ins Jugendwaldheim zum Mittag essen, diesmal gab es Fischstäbchen mit Kartoffelpüree. Es hat mir sehr gut geschmeckt, ob es den anderen geschmeckt hat weiß ich nicht, hab sie ja nicht gefragt.
Nach dem Mittagessen war ein Ausflug nach Polen geplant, auf einen Markt sollte es gehen, dazu mussten wir nach Frankfurt / Oder, da dort der Grenzübergang ist. Mit dem Bus wurden wir wieder dort hingebracht. Über eine große Brücke mussten wir über die Oder gehen, die echt groß ist, ich hatte sie ja vorher noch nicht gesehen, aber es war sehr spannend, über eine solch große Brücke gehen zu können. Um nach Polen gehen zu können brauchen Kinder einen Kinderausweis, den man bei jeder Meldestelle beantragen kann und für 6 € gegen Vorlage der Geburtsurkunde und 2 Passbilder bekommt, aber nur im jeweiligen Wohnort beantragen.
Wir haben uns dann mit der Erlaubnis unserer Lehrerin trennen dürfen und hatten einen Treffpunkt ausgemacht.
Dann ging ich mit meinen beiden Freunden über den Markt, wo es sehr viele Stände gab, die Spielzeug, Tierbedarf, Klamotten und Kunstgewerbe anboten. Das teuerste was ich auf dem Markt gesehen habe, war ein Mointainbike für 70 € alles andere war sehr billig, billiger als in Deutschland.
Als wir uns dann wieder trafen, gegen 17 Uhr, erzählte uns unsere Lehrerin, das ihr einer der Polen einen Tanga angeboten habe, er wollte ihr den regelrecht auszwängen und ist immer hinter ihr her gerannt und hat immer gerufen\" Sie kaufen String\". Als sie das erzählte, haben wir alle herzlich gelacht.
Aber auch ich hatte an meine Familie gedacht, meine Mama hatte ich eine Packung Haselnusswaffeln gekauft, als Entschädigung, das ich ihre polnische Haselnussschokolade aufgefuttert hatte, die sie von ihrer Freundin Ania zu Weihnachten bekommen hatte, meinen Papa hab ich eine quakende Ente mitgebracht, als Schlüsselanhänger, er steht ja auf Kitsch und da Vatertag war, wollte ich ihm eine Freude machen, meine beiden kleinen Brüder hab ich einen Schlüsselanhänger in Form von zwei kleinen Plüschkatzen mitgebracht, aber auch an mich hab ich gedacht und hab mir von dem Geld was ich noch übrig hatte eine coole Sonnenbrille gekauft.
Zurück im Jugendwaldheim, wir wurden ja auch mit dem Bus wieder von der Grenze abgeholt, haben wir wieder Abendbrot gegessen, dieses Mal aber kein normales Abendbrot, es war herrliches Wetter und so wurde gegrillt, es gab Steakes, Bratwurst, und Toastbrot, das hat richtig Spaß gemacht und das Lagerfeuer wurde angemacht, so kam eine richtig romantische Stimmung auf, denn es war ja unser letzter Abend dort.
Nach dem Grillen haben wir uns wieder die Freizeit selbst gestaltet, einige sind in ihr Zimmer gegangen, andere wieder Billiard spielen und manche haben es sich auch am Lagerfeuer gemütlich gemacht und haben sich mit der Lehrerin unterhalten und Geschichten erzählt.
Als wir dann schon in unseren Zimmern waren, haben die Mädchen, welche in einem extra Zimmer untergebracht waren, angefangen Briefchen an uns drei Jungs zu schreiben, aber keine normalen Briefchen, sondern eher Liebesbriefe* rot werde* und ich, was mach ich , verknalle mich, in eine aus der 9. Klasse.
Gegen 0.00 Uhr, war dann Zapfenstreich und wir mussten schlafen.
~*~ 3. und letzter Tag Mittwoch 04.05.2005 ~*~
Dies war der Tag unserer Abreise, so mussten wir schon wieder um 7.00 Uhr aufstehen, was mir aber nichts ausmachte, wenn ich zu Hause sein würde, würde ich eh früh ins Bett gehen.
Also hieß es nun alles zusammen packen, waschen gehen, die Eltern anrufen, damit sie wussten, wann wir in Königs Wusterhausen ankommen würden, damit sie uns abholen konnten und ab zum Frühstück, wieder gab es Brötchen, Brot, Kornflakes, verschiedenen Sorten Wurst u.s.w. Wir genossen noch das Frühstück, denn um 10 Uhr mussten wir ja schon am Bahnhof sein, von wo aus wir mit dem Zug nach Hause fahren würden.
Wir verabschiedeten uns von dem Leiter des Jugendwaldheimes und von unserem Busfahrer, der wirklich sehr nett war, und dann brachte er uns zum Bahnhof.
Wir sind dann in den Zug und ab ging es in Richtung Heimat, was wir aber nicht wissen konnten, das wir in Zernsdorf den Zug noch einmal verlassen mussten, denn es bestand Schienenersatzverkehr bis nach Königs Wusterhausen. Meine Eltern standen natürlich auf dem Bahnsteig und warteten und ich stand auf einmal neben unserem Auto denn wir waren gegen 12.30 Uhr mit dem Bus dort angekommen.
Als erstes sah ich meine Mama, die ich erst einmal umarmte, denn vermisst hatte ich sie trotz der schönen Tage schon, dann sagte sie \" Schau mal da ist Papa\" und ich rannte los und sprang Papa auf den Arm, ja ich klammerte mich richtig an ihn fest, denn ich hab in den 3 Tagen mitbekommen, was mir meine Familie wert ist und auch wenn es manchmal Streit gibt, Familie ist das schönste was es auf der Welt gibt.
~*~ Meine Endeinschätzung zur Fahrt ~*~
Wir hatten wunderschöne 3 Tage, die leider ein wenig kurz waren, wie auch der Leiter des Jugendwaldheims und auch der Busfahrer feststellen mussten und leider findet solch eine Fahrt nur alle 2 Jahre statt.
Wir haben uns sehr gut erholt, aber haben auch ein wenig mehr über unsere Natur gelernt und vor allem gesehen, wie die Arbeit in der Forst so aussieht.
Die Ausflüge waren auch sehr lustig und so kam irgendwie kein Heimweh auf, wir hatten sehr viel Spaß und so sind die Mitglieder der Waldies wieder ein Stückchen mehr zusammen gewachsen und jeder hat für sich ein wenig von dort an Wissen mitgenommen.
Sicher gab es auch zu Hause sehr viel zu erzählen, so hatte ich schon als ich zu Hause war Liebeskummer, aber in meinem Alter kommen diese Probleme eben öfter vor.
Ansonsten eine tolle Fahrt, die einfach nur herrlich war und selbst das Wetter hat mitgespielt, was kann man sich mehr wünschen, ich gebe unserer Waldies Reise ins Jugendwaldheim Müllrose alle 5 Sterne denn besser hätte unsere Lehrerin, die diese organisiert hatte es nicht machen können.
Ich hoffe, ich konnte Euch von meiner Reise einige Eindrücke vermitteln und bedanke mich für´s Lesen, Bewerten und Kommentieren.
~*~ Adi für yopi am 08.05.2005 ~*~
auch für ciao unter ciaoschreiberadi




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