Erfahrungsbericht von bienemaja1972
Wie das Leben so spielt
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich mal nicht über Duschgels, Süßigkeiten etc. schreiben, . Heute soll es mal etwas anderes sein, ich möchte Euch ein wenig aus meinem Leben erzählen.
Geboren bin ich am 05.02.1971 in Templin steht in meiner Geburtsurkunde, was aber nicht so ganz stimmt, man musste damals Templin als Geburtsort eintragen, weil bei meiner Geburt zu Hause in der Küche auf dem Fussboden keine Hebamme dabei war, die hätte meine Geburt bezeugen hätte können.
Nun sollte ich auch einen Namen bekommen, aber meine Eltern hatten sich auf einen Jungen versteift und somit hatten sie keinen. Ich war laut meiner Oma 3 Tage namenslos. Als mein Papa aber dann am 3. Tag ins Krankenhaus fuhr, meinte meine Oma " Dann nenn sie doch einfach Katja". Oft musste ich mir von meiner Mutter anhören, was für ein hässliches Kind ich doch war sie sagte immer ich hätte einen Kopf wie eine Zitrone gehabt, oben spitz und untern spitz und Streichholzfinger. So etwas baut einem nicht gerade auf, ein selbstbewusster Mensch zu werden.
Ich war erst einige Tage alt, da wollte meine Mutter wieder arbeiten gehen, so ladete sie uns regelmässig bei meiner Oma ab. Mein Papa war mit dem Bau unseres neuen Hauses beschäftigt und nebenbei musste er auch arbeiten, hatte also auch keine Zeit für mich und meine 1 ½ Jahre ältere Schwester. So wuchsen wir mehr oder weniger bei meiner Oma auf. Wir bezogen das Haus, welches mein Papa für uns gebaut hatte, als ich 5 Jahre alt war, es hatte große Zimmer, meine Schwester und ich hatten unser eigenes Zimmer und es gab eine Terasse.Als ich 6 Jahre alt war, ließ sich meine Mutter angeblich von meinem Vater scheiden. Wie ich später erfahren musste, war es umgekehrt, meine Mutter war meinem Vater nicht treu, war daraus schwanger geworden, hatte abgetrieben etc. Als ich älter war, konnte ich meinen Vater auch verstehen. Wir durften noch bis wir eine neue Wohnung hatten in dem Haus wohnen, welches unser Papa für uns gebaut hatte, aus Hass zu meiner Mutter stellte er mitten im Winter die Heizungen aus, es war kalt, wir haben sehr gefroren, das weiss ich noch als wenn es erst gestern war. Dann mietete meine Mutter eine kleine 2 ½ Zimmer Wohnung, die im selben Ort war.
Ab der Scheidung kümmerte sich unsere Oma um uns Mädchen. Meine Oma hatte uns gern bei sich, aber was ist eine Kindheit ohne Mutter?
Unsere Kindheit sah so aus. Mama fuhr morgens auf Arbeit, wir gingen in die Schule, gingen von dort aus zur Oma, bekamen da essen, machten unsere Hausaufgaben, packten dort unsere Mappen für den nächsten Tag und wurden dann um 20 Uhr nach Hause ins Bett gebracht, dann laß uns Oma immer noch eine Geschichte vor, danach ging sie dann, da es ja schon Schlafenszeit war, meine Schwester und ich waren dann alleine. Um 24 Uhr kam meine Mutter von der Arbeit, sah noch einmal nach uns und ging auch ins Bett. Morgens wieder das gleiche und immer der gleiche Tagesablauf.
Irgendwann war ich dann mit Angina so schlimm krank, das ich unten bei meiner Mutter im Bett schlafen durfte, sie war ausnahmsweise zu Hause und kümmerte sich um mich, da war ich glaube ich gerade 9 oder 10 Jahre alt. Sie kochte gerade Rotkohl ein, das weiss ich noch wie heute. Es war dunkel draussen. Wenn man hinten aus dem Haus in der unsere Wohnung lag raus wollte musste man durch einie Veranda, und die war verschlossen, mit einer Schiebetür, die man nicht abschliessen konnte. Jedenfalls war es schon 22 oder 23 Uhr, da klopfte es am Schlafzimmer meiner Mutter und ein Mann, er hörte sich an, als wäre er betrunken schrie immer " Gisela lass mich rein, Gisela mach auf....." das machte mir Angst, meine Mutter tat zwar so, als wisse sie nicht wer dies sei, aber sie wusste genau wer vor der Tür stand.
Meine Schwester und ich wollten nie einen anderen Vater haben, wir hatten ja unseren und der liebte uns abgöttisch, auch wenn er uns nicht sehen durfte, oder konnte.
Eines Tages kam unsere Mutter zu uns und meinte, sie hätte einen neuen Mann kennen gelernt, der nun an Stelle unseres Vaters treten sollte, wir wehrten uns und ich kann Euch sagen, der Mann ist bei uns durch die Hölle gegangen, er bekam sehr viel Abneigung, gerade von mir zu spüren und ich konnte mich nicht wirklich an diesen Menschen gewöhnen, wieso, das weiss ich bis heute nicht.
Als ich dann 11 Jahre alt war kam eine große Überraschung für uns Mädchen. Meine Mutter eröffnete uns, das sie ein Baby bekäme, und sie sich schrecklich freuen würde, wir aber wollten kein Baby und waren sauer.
Gut unsere Mutter war dann mehr zu Hause und kümmerte sich nun auch um uns, aber eigendlich war sie für uns, wie eine fremde Person, die wir nicht wirklich kannten.
Dann kam der Tag, andem bei ihr die Wehen einsetzten, auch solch ein Tag, den ich nicht aus meine Erinnerung streichen kann, es war der 12 . September 1983, ich war gerade 12 Jahre alt. Meine Mutter hatte mächtige Schmerzen und wir waren alleine zu Hause, mit unserer Mutter, da ihr Lebensgefährte auf Montage arbeitete, also lief meine Schwester zum Nachbarn unseren guten alten Onkel Arthur und er rief einen Krankenwagen. Wir wurden nicht wie wir gehofft haben, die Zeit wo Mutti im Krankenhaus war zu Oma Anni gebracht, nein man brachte uns zu Tante Doris und Onkel Herbert, die Eltern vom Lebensgefährte meiner Mutti.
Dann kam der Tag, andem meine Mutti wieder nach Hause kam, meine Schwester durfte den Bruder den wir am 13.09.1083 bekamen schon vorher im Krankenhaus sehen, ich wollte ihn nicht sehen, ich wollte ja keinen haben.
Als das kleine Wurm dann zu Hause war und ich ihn sag, verliebte ich mich in dieses so unschuldige Geschöpf und schloss es in mein Herz, ich ging mit ihm spazieren, wickelte ihn, gab ihm die Flasche, er war für mich ein Halt, denn wo bekam ich den sonst. Man bekam zu spüren, das wir nicht die Kinder des Lebensgefährten meiner Mutter war, der kleine wurde verwöhnt, wir standen immer mehr oder minder hinten an. Als wir dann ein wenig älter waren, ich glaub ich war gerade 14, meine Jugendweihe war vorbei, zogen wir in ein eigenes Haus. Ich bekam endlich mein eigenes Zimmer und musste nicht mehr mit meiner Schwester in einer 2,5 m x 4 m Kammer hausen. Ich freute mich riesig und ich fing an mich mit Zimmerpflanzen zu beschäftigen. Das wurde damals zu meinem größten Hobbie.
Ab da an, wo wir in dem Haus lebten, mein kleiner Bruder 2 Jahre alt war und bald 3 wurde, wollte meine Mutter wieder arbeiten gehen und der kleine sollte in den Kindergarten. Da sie aber um 6 anfangen wollte zu arbeiten, musste einer von uns Mädchen den kleinen Knirps in den Kindergarten bringen, das hieß also morgens früh aus dem Bett um ca. 5 Uhr, da Mutti sich dann ja für die Arbeit fertig machte und man selbst erst einmal wach werden musste, um dann dem kleinen das Frühstück zu machen, ihn an zu ziehen und ihn dann in den Kindergarten zu bringen. Meine Schwester ließ sich dazu nicht überreden, also war ich diejenige, die den kleinen in den Kindergarten brachte.
Ich ging also jeden morgen, nachdem ich den kleinen Mann fertig gemacht hatte zum Kindergarten, gab ihn dort ab und bin dann von dort aus gleich in die Schule. Nachmittags, wenn ich Schulschluss hatte, bin ich von der Schule aus in den Kindergarten und hab den kleinen wieder abgeholt, nebenbei musste dann noch zu Hause sauber gemacht werden, gespült werden und im Winter mussten wir Holz und Kohlen rein holen, meistens wenn ich alles erledigt hatte, lief ich mit dem Kleinen meiner Mutter entgegen, sie nahm uns dann immer mit ihrer Schwalbe mit zurück, so brauchten wir nicht laufen.
Wenn dann meine Mutter gegen 15.30 Uhr zu Hause war, konnte ich endlich meine Hausaufgaben machen, und noch eine Stunde zu meiner Freundin.
In den Ferien, war meistens der Lebensgefährte meiner Mutti zu Hause, und ich, ich hatte dann einen Ferienjob, den ich jedes Jahr machte, ich trug die Post aus, in der Zeit, als die Postfrau Urlaub hatte, ich verdiente nicht schlecht, nur dieses Geld, was ich mir schwer erarbeitet hatte, musste ich für neue Sachen ausgeben, da ich diese selbst zahlen musste, wo das Geld, welches meine Mutter von unserem Vater bekam geblieben ist, weiss ich bis heute nicht.
Ich hatte dann die 10. Klasse geschafft, bereits als ich in der 9. war hatte ich meine Lehrstelle fest. Meine Mutter wollte immer das ich Kosmetikerin oder Friseuse werde, so wäre ich ja weiterhin in der Nähr von zu Hause gewesen, aber ich entschied mich damals für eine Lehre zum Brillenoptiker in Rathenow, meine Schwester lernte dort auch, allerdings in der Molkerei.
Der Start war dort nicht sehr leicht, da ich nie weit von zu Hause alleine weg war, hatte ich oft Heimweh, aber das gab sich schnell. Die Lehre, besonders aber das praktische Arbeiten machte mir sehr viel Freude und ich hatte gute Kollegen und im Lehrlingswohnheim viele Freundinnen. Doch das Lehrlingswohnheim war auch nicht so das wahr, jedenfalls was das Essen anging. Es gab immer hartes Brot und gebogene Wurst * bähhh * wenn ich daran zurück denke, aber wir hatten liebe Erzieher, die in der Woche sozusagen unser Mutterersatz waren.
Da ich in dem Alter war, wo man auch einen Freund hat *grins hatte ich auch mit 17 meinen ersten Freund, er wohnte einige Dörfer weiter als von unserem entfernt, war Sohn eines Bauern und sehr nett * grins. An einem Wochenende verbrachte ich die Zeit bei ihm, hatte aber meine Eltern nicht Bescheid gegeben, wo ich war. Samstags dann standen sie mit dem Auto vor seiner Tür, meine Mutter holte mich raus und wetterte rum und als ich im Auto saß, kam eine Hand geflogen, das war das erste Mal, das mein Stiefvater mich gehauen hatte. Und auch das letzte. Da ich ein sehr aufmüpfiges junges Mädchen war, packte ich zu Hause meine Sachen, als meine Mutter nicht da war und ihr Lebensgefährte beim Karten spielen war und ging, ich ging zu meinem Vater, welcher zum Glück im gleichen Ort wohnte und ich wollte nie mehr nach Hause zurück. Ich erzählte ihm was passiert war und er versprach mir, sich darum zu kümmern, das er das Sorgerecht für mich bekäme.
Den gleichen Abend stand meine Mutter noch vor seiner Tür und schrie immer " gib mir mein Kind wieder". Aber ich wollte nicht.
Dann schwor sie, übers Gericht zu gehen und genau das tat sie auch. Einge Tage später standen mein Vater und ich beim Jugendgericht, ich erzählte dem Richter was passiert war, auch das ich mein Lehrlingsgeld nie bekam, das ich nur 50 Mark für die Woche bekam und das ich meinen Vater nicht sehen durfte. Mir wurde es überlassen, eine Entscheidung zu treffen. Entweder würde ich zu meiner Mutter zurück gehen, die dannein Formular unterschreiben müsste, das sie mir mein Lehrlingsgeld auf ein seperates Konto bringen würde, das ich meinen Vater und meinen Freund sehen durfte, wann ich wolle, oder aber ich würde in den Jugendwerkhof gehen, da ich ja unter schwer erziehbar zählte. Zu meinem Vater durfte ich nicht da hiess es " Bei 17 jährigen Jugendlichen würde man das Sorgerecht nicht mehr ändern da ich ja eh bald 18 werden würde".
Gut, ich ging also wieder mit nach Hause, und mein Stiefvater traute sich nicht mehr mich anzufassen.
Meine Schwester suchte mich dann im Lehrlingswohnheim auf, sie sagte mir, sie sei schwanger, unsere Mutter würde sie rauswerfen. Ich versprach ihr zu schweigen und unserer Mutter nichts zu sagen. Irgendwann liess meine Schwester aber zu Hause ihren SV- Ausweis liegen, wo ein Schein vom Gynäkologen drin lag und meine Mutter versuchte darüber mit meiner Schwester zu reden, die sich allerdings auf dem Klo eingeschlossen hatte, aus Angst vor meiner Mutter, die allerdings mir Vorwürfe machte, das ich ihr nicht gesagt hatte, das meine Schwester schwanger sei.
Aber sie stand zu meiner Schwester und half ihr in der Schwangerschaft und auch dann, als es um Beendigung ihrer Lehre ging.
Ich versprach meiner Oma damals, ich werde erst meine Lehre beenden, mir dann eine Wohnung suchen, dann heiraten und dann Kinder bekommen, ich wollte kein Kind, ehe ich meine Ausbildung abgeschlossen hatte, denn was hatte ich denn sonst meinem Kind zu bieten.
Ich schloss 1989 meine Lehre mit 3 ab, bekam dann ein Zimmer in einem Arbeiterwohnheim, wo ich mit noch 3 anderen Mädchen wohnte, wir hatten eine Küche, ein Bad und unser Zimmer war recht groß, es kostete damals pro Monat 65 DDR- Mark also ganz schön viel. Unten hatten wir einen schönen Wäscheplatz und einen Clubraum, den man Pittenheim nannte, dort war jeden Mittwoch Disco. Wo ich im Februar 1990 meinen ersten Mann kennen lernte, ich war 10 Naiv und wirklich ein Dummchen, das ich auf solch einen Menschen reingefallen bin, er tat lieb und nett und ich verliebte mich in ihn, er war allerdings 10 Jahre älter als ich, sein wares " ICH" zeigte er erst sehr viel später. Wir zogen zusammen und am 22.09.1990 heirateten wir heimlich, still und leise, ohne meine und seine Familie.
Dann entpuppte er sich, er trank, er schlug, er vergewaltigte mich, das nicht nur einmal und irgendwann wurde ich 1991 unfreiwillig schwanger. Ich wusste nicht, wie sollte ich das Kind groß ziehen, er verdiente nur 500 DDR-Mark, wo 220 schon weg gingen für seine ersten beiden Kinder aus erster Ehe, und mein Geld versoff er auf deutsch gesagt mit. Jeden Schritt und Tritt von mir verfolgte er, er verbot mir meine Freunde zu sehen, und mit irgend jemanden über mein Leben mit ihm zu reden. Von einem Vorfall träume ich heute noch ziemlich oft, das schlimmste ist jedoch, das unser Sohn diesen auch mitbekommen hatte, er suchte wieder Streit und ich flüchtete mich in das Zimmer unseres Sohnes, weil ich dachte dort fände ich Schutz, das Fenster war offen und er packte mich und hielt meinen Kopf aus dem Fenster und brüllte immer wieder " Ich schmeiss dich raus" und das aus dem 5. Stock unseres Wohnhauses in dem wir noch wohnten. Die Leute unten starrten nach oben und niemand tat was.
Dann 1997 als sein Vater 60 Jahre alt wurde, war er eingeladen, ich und unser Sohn nicht. Sein bester Freund meinte dann er geht mit mir essen und auch den Kleinen würde er mitnehmen, mein damaliger Mann willigte gutgläubig ein, was er aber nicht wusste, sein Freund wusste über alles Bescheid und so brachte er uns nicht mehr nach Hause, er behielt uns erst einmal bei sich und holte legendlich ein paar Sachen, damit wir den kleinen sauber anziehen konnten und auch ich frische Sachen und meine Papiere da hatte.
Dann suchte ich für mich und meinen Kleinen eine geeignete Wohnung und fand auch eine, eine schöne 3 Raum Wohnung, der gegenüber ein Spielplatz lag, unser eigens kleines Reich. Der Umzugswagen fuhr vor dem Haus indem unsere alte Wohnung war vor, wir holten meine Sachen raus, mein noch Mann stand da und hatte sich auch Verstärkung geholt, zu feige alleine mir gegenüber zu treten. Alle Sachen brachten wir in meine Neue Wohnung und Steffen so hiess der der mir half, stellte meine Möbel auf und half mir alles schon einzurichten. Wir verliebten uns ineinander. Aber diese Liebe sollte nicht von all zu langer Dauer sein. Im Juni 1997 erfuhr ich, das ich im 3. Monat schwanger war, dies sagte ich auch meinem Freund Steffen, der meinte dann nur " treib es ab" er konnte sich nicht noch ein Kind ans Bein binden, was ich bis dahin nicht wusste, er hatte bereits einige Kinder zu laufen. Er ging und kam nie wieder, ich war auf mich allein gestellt, aber ich war nicht alleine, meine Freunde kümmerten sich um mich und sie kümmerte sich auch um meinen Großen, als ich Blutungen bekam und ins Krankenhaus musste, für ganze 8 Wochen. Da war ich gerade im 5. Monat schwanger und es drohte, das ich mein Kind verlieren könnte. Die Ärzte schafften es jedoch, mein Kind im Mutterleib zu halten und so wurde ich kurz vor Weihnachten 1997 aus dem Krankenhaus wieder entlassen. Am 27.01. 1998 wollte ich nur einkaufen gehen und auf einmal merkte ich Fruchtwasser was auslief, ich also wieder meine Freundin angerufen und sie brachte mich ins Krankenhaus und meinen Sohn gab sie bei meinem Exmann ab, er hatte ja Umgangsrecht. Da man im Krankenhaus allerdings der Meinung war, es würde kein Fruchtwasser abgehen, legte man mich zur Beobachtung an den Wehenhämmertropf, da es viel zu früh war für eine Entbindung. Doch am Donnerstag Morgen um 5 Uhr platschte es nur so, als ich auf die Toilette ging, man musste schnell handeln, denn ich musste ins Krankenhaus Brandenburg, nur dort war eine geeignete Frühchenstation. Also kam meine Hebamme mit, ohne sie wäre ich nirgends hingegangen, mein Exmann kam damals hinterher mit meiner Freundin, die dann aber mit meinem Großen nach Hause fuhr. Mein Exmann blieb bei mir und stand mir bei, das musste man ihm ja lassen, wir hatten nach der Trennung ein Freundschaftliches Verhälnis aufgebaut, was für unseren großen sehr wichtig war.
Um 17.10 Uhr war dann mein 2. Sohn auf der Welt. 1500 Gramm hatte der kleine Mann und war nur 41 cm klein. Die nächsten Wochen waren sehr schwer. Einen Tag nach der Geburt hatte er Atemstillstand, welcher durch eine Infektion durch den vorzeitigen Blasensprung hervorgerufen wurde, die Ärzte konnten ihn aber retten. Er bekam Medikamente die er nicht vertrug und lagerte Wasser ein, er hatte einen Kopf, so groß wie ein Ball, es sah schlimm aus. Er leidete unter Eiweißmangel und musste auch ein Atemunterstützendes Medikament nehmen. Dann nach 8 Wochen genau zu seinem eigendlichen Geburtstermin am 27.03.1998 wurde der kleine Zwerg entlassen. Unser Leben zu dritt war schön, ruhig und harmonisch.
Als ich am 29.01.2000 aus dem Erziehungsurlaub kam, begann ich eine Schulung, die sich " Kurssystem für Langzeitarbeitslose nannte, diese vermittelten mich dann im Juni 2000 an eine SAM Stelle als Bürofachangestellte für Verkauf, Büro und Kundenbetreuung, dort verkauften wir gebrauchte Möbel an Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger zum Schnäppchenpreis. Da ich Epileptiker war, war das für mich eine Reha- Maßnahme in der ich mit vielen Epileptikern zu tun hatte. Ich liebte diese Arbeit, doch ich wollte weg aus Rathenow, zu viele Erinnerungen verband dieser Ort. So suchte ich mir eine Wohnung in Bötzow bei Henningsdorf, wo ich dann als meine Maßnahme zu Ende ging auch hinzog. Ich lernte dann übers Internet einen Menschen kennen, und lieben, er war Fernfahrer und stammte aus Königs Wusterhausen. Einige Wochen später lernten wir uns auch persönlich kennen. und wussten, wir gehören zusammen oder glaubten es zumindestens. Doch dann zog auf einmal mein Exmann direkt in den anderen Aufgang des Hauses in dem ich wohnte und wieder kamen schlechte Erinnerungen hinter mir her, so beschloss mein Freund, er sucht sich Arbeit in Königs Wusterhausen beim ADAC und würde dann mit uns dort hinziehen, gesagt, getan.
Er wollte mich heiraten, wir hatten schon alles bestellt und Einladungen verschickt, bis er eines Tages meinte, es war 3 Monate bevor wir heiraten wollten, er komme mit meinen Kindern nicht klar und so ging er und ließ mich alleine in einer Stadt, die ich nicht kannte, die mir fremd war.
Ich fing an mich zu verkriechen, ich wurde chatsüchtig und irgendwann kümmerte ich mich nicht mehr genügend um meine Kinder, doch dann lernte ich wieder jemanden kennen. Ein Mann, der in Tuttlingen wohnte, der mich und die Kinder aber sehr mochte und er kam uns im Oktober 2002 besuchen. Fuhr dann aber im November wieder und hinterließ mir einen dicken Bauch, was ich aber da noch nicht wusste.ich muss dazu sagen, ich hatte mich nach der Entbindung 1998 sterilisieren lassen, aber auch Ärzte machen Fehler, wie man wieder einmal sehen konnte.
Ich hatte auch einen sehr guten Freund ( heute mein Ehemann ) auch ihn hatte ich im Internet kennen gelernt, er kam uns im dezember 2002 das erste mal besuchen, wir gingen mit den Kindern auf den Weihnachtsmarkt und ich begann wieder zu leben und mich nicht mehr zu verkriechen. Da die Weihnachtstage vor der Tür standen und ich nicht mit den Kindern alleine sein wollte, beschlossen wir auch die Weihnachtstage zusammen zu verbringen, es waren schöne Tage, in denen wir sehr viel gelacht haben.
Am 26.12. musste er dann aber nach Thüringen, weil seine Oma dort wartete. Ab da war ich wieder allein mit den Kindern, im Januar 2003 erfuhr ich dann, das ich bereits in der 11 Woche schwanger war, ich wollte dieses Kind nicht, hatte den Termin zur Abtreibung schon in der Tasche, doch Freunde sagten mir, sie seien für mich da und würden mir helfen, ich würde auch noch ein Kind groß bekommen.
Im Februar kam dann mein jetziger Mann zu mir und meinte, da ich Risikoschwanger sei, würde er sich um die beiden großen und den Haushalt kümmern, leider wurde er auch krank und musste wieder heim fahren.
Ein Freund von mir und sehr guter Bekannter, den ich vertraute kam dann zu mir und meinte, er würde sich um alles kümmern, ja er kümmerte sich und wie, er wusch Wäsche, versorgte meine Kinder, kochte, alles war perfekt. Im Juni 2003 verlor ich dann Nachts Fruchtwasser und musste im 7. Monat ins Krankenhaus, aber nicht in Königs Wusterhausen, ich wurde nach Potsdam gebracht. Dort bekam ich wieder einen wehenhämmenden Tropf und musste noch bis Pfingstsonntag warten, dann wäre ich in der 34. Woche und dann dürfe mein Kind geboren werden. Es kam der Pfingstsonntag nur mein Baby wollte nicht raus. Alle Geburtseinleitenden Maßnahmen schlugen fehl. Dann am Montag früh 2. Versuch und diesmal funktionierte es, die Freundin meines auf Deutsch gesagt Haushälters war mit dabei und um 12.30 und 45 Sekunden wurde ein süßes Geschöpf geboren. 1610 Gramm, 40 cm, kerngesund.
Ich musste noch einige Tage im Krankenhaus bleiben und wurde dann nach Hause entlassen, mein kleiner musste noch einige Zeit im Krankenhaus bleiben. Ich fuhr jeden 2. Tag hin, brachte die Milch hin und besuchte meinen Kleinen, der von Tag zu Tag kräftiger war, ich beantragte aber schon im Voraus die Verlegung nach Königs Wusterhausen ins Krankenhaus. 2 Wochen nach der Geburt des kleinen sagte man mir, ich solle am Dienstag anrufen, da könnte man mir sagen, wann der kleine verlegt werden würde, schon am Montag aber kam ein Anruf mit den Worten " machen sie sich gegen 14 Uhr auf den Weg ins Krankenhaus Königs Wusterhausen, ihr kleiner geht heute auf eine große Reise" ich hab geheult, denn damit hatte ich nicht gerechnet, die Fahrerei hatte ein Ende und ich wusste es würde nicht mehr lang dauern und der Kleine wäre zu Hause. Nach 14 Tagen war es endlich soweit, ich erfuhr morgens vom Kinderarzt im Krankenhaus, das mein kleiner um 14 Uhr entlassen werden würde und ich ihn mit Kinderwagen und hübschen Babysachen abholen sollte. ICH MUSS HIER EIN DANK AN UNSERE ÄRZTE DER KINDERSTATION AUSSPRECHEN!
Ich hatte nun meinen Kleinen endlich zu Hause.
Was ich dazu sagen muss, ich hatte während dieser Schwangerscgaft zu meiner Mutter und auch Schwester keinen Kontakt mehr, da ich es vermeiden wollte, mir von meiner Mutter Vorwürfe anhören zu müssen, die sie einem gern machte und es wäre darauf hinausgelaufen, das sie mir wie bei meinem 2. Sohn geraten hätte ich solle abtreiben.
Abends dann, als meine Kinder im Bett waren, machte ich meinen PC an und loggte mich in dem msn ein, ich sah, das mein bester Freund Ronny der sich am Anfang um die Kinder kümmern wollte angemeldet hatte und schrieb ihn an " huhu wie gehts dir" , es kam nur eine kurze und knappe Antwort " ich hab keine Zeit, bin auch schon wieder weg". Hm ja toll dachte ich da. Mein Haushälter blieb noch einige Zeit bei mir, denn er wollte, das ich erst einmal einen Rythmus mit meinen Kindern fand und so half er mir auch noch nach der Entbindung.
Einen Tag nachdem ich Ronny im Msn angeschrieben hatte, klingelte es bei mir, ich fragte wer da sei, verstand aber den Namen nicht an der Sprechanlage und so machte ich auf und wartete, wer wohl die Treppen hinauf kommen würde. Als ich sah, wer es war, freute ich mich riesig, denn Ronny stand vor der Tür, drückte mich erst einmal und meinte dann " Mich werdet ihr nun nichts mehr los", damals hatte ich nicht verstanden, was dieser Satz bedeuten sollte, heute weiss ich es * grins.
Einige Tage später, als mein Haushälter nichht da war, er ahnte ja schon, das seine Zeit bei mir gezählt währe, stand die Polizei bei mir vor der Tür, einige Tage vorher hatte ich erfahren, das dieser Mensch mir 400 € von meiner Visakarte ohne mein Wissen abghoben hatte, was schon recht schlimm war, aber dieses Geld bekam ich wieder. Aber als die Polizei bei mir war und meinte sie suchen diesen Mann wegen Scheckbetrug, war mir klar, er musste weg, ich rief ihn also an, er möge nach Hause kommen und seine Sachen nehmen und gehen, denn ich kann es nicht verantworten,. wenn die Polizei immer wieder vor meiner Tür steht und meine Kinder dies mitbekommen.
Er ging und meldete sich nicht wieder, vorher jedoch löschte er alle Daten, die er auf meinem PC hatte.
Das er etwas schlimmes zu verbergen hatte, wusste ich bis dahin nicht.
Ronny vergötterte meine Kinder und nahm den kleinsten überall mit hin, so auch im Juli einen Tag nach Strausberg, da er etwas zu erledigen hatte, ich räumte in der Zeit zu Hause auf und schaute auch die Cd´s nach, die der Haushaälter bei mir vergessen hatte, ich dachte ja, es währe Musik drauf gewesen, doch was sich mir da offenbarte, war wie ein Schock für mich, in fand Kinderpornos. Da stellte sich mir die Frage, was hat er mit meinen Kindern gemacht. Mein Großer, der gerade in Rathenow bei seinem Vater war, rief ich sofort an und musste erfahren, das mein Haushälter sich an ihn vergriffen hatte. Sofort rief ich Ronny an, er kam auch gleich wieder Heim und nahm mich in den Arm, danach begann für uns alle eine schwere Zeit auch in meinem Bericht zu lesen " Mein Kind ist missbraucht worden, was nun" in der Kathegorie " Alles mit K....".
Ronny und ich verliebten uns, er traute sich erst nicht so recht zu sagen was er fühlte, und so schrieb er mir im Chat, wo wir beide waren, das er sich ja schon Weihnachten 2002 in mich verliebt hatte, aber da war ich ja noch in einer Beziehung und er wollte da nicht zwischenfunken. Auch zu der Zeit, als er bei mir war, war ich in einer Beziehung, nur diese war zum scheitern verurteilt, da sich dieser Mensch weder für mich noch für meine Kinder wirklich interessierte, er war auch nur an eines interessiert und dies machte mir Ronny klar.
Wir hatten einen sehr schönen Sommer zusammen und im Oktober, genau am 29. Oktober 2003 verlobten wir uns, wir schmiedeten Hochzeitspläne und legten das Datum fest, es sollte der 05.März. 2004 sein. Einen Tag nach seinem Geburtstag, das er den Hochzeitstag nicht vergessen konnte * grins.
Wir bereiteten die Hochzeit vor, schrieben Einladungen, bestellten die Trauung beim Standesamt, dazu mussten wir aber nach Hermsdorf/ Thüringen, denn wir wollten unbedingt dort heiraten. Es sollte ein unvergesslicher Tag für uns werden, und wir heirateten nicht in weiss, sondern in blau. Über diesen Tag könnt ihr ebenfalls einen Bericht lesen und Bilder anschauen unter " Unsere Hochzeit, der wohl schönste Tag" in der Kathegorie " Alles mit H....".
Wir haben seitdem sehr viele Höhen und Tiefen mitgemacht, viele Probleme gemeinsam gemeistert und somit ist unsere Liebe immer fester geworden. Alle drei Kinder auch wenn es nicht seine eigenen sind, sagen Papa zu ihm und sehen ihn auch als Ihren Papa an, die beiden kleinsten will Ronny ( littledolphin21) adoptieren, da sie ihre Väter nicht kennen und ein geordnetes Familienverhältnis haben sollen, der große sieht Ronny mehr als väterlichen Freund, was aber auch in Ordnung ist, heute sind wir sehr glücklich miteinander und an dieser Stelle möchte ich meinem Mann Danken, das er immer für mich da ist, mir Trost gibt, Wärme schenkt und hinter mir steht, egal was ist.
Das ich eines Tages noch einmal so glücklich werden würde, hätte ich damals nie gedacht.
Zum Ende möchte ich sagen, aus meinem Leben habe ich gelernt, sei es, dadurch, das ich nie was von meiner Mutter hatte, das ich weiß, wie wichtig es für meine Kinder ist, mich zu haben. Sei es , das man nie wirklich einen Menschen vertrauen sollte, sondern immer auf der Hut sein muss.
Oder das das Leben auch immer etwas Gutes für einen Bereit hält.
Mein Leben hat das aus mir gemacht was ich heute bin, ein warmherziger, verständnisvoller und liebevoller Mensch.
Und jetzt komme ich zum Ende meines doch recht langen Berichtes über mein Leben. Ich hoffe Ihr seid nicht all zu sehr geschockt.
Ihr könnt mir ruhig Kommentare hinterlassen und ich Danke Euch auch für´s Lesen und Bewerten.
°°*°° Eure bienemaja1972 °°*°°
auch für ciao am 18.04.2005
Wie soll man ein Leben empfehlen oder nicht , ich hab jetzt zwar empfehlenswert angegeben, denn bei allen Dingen die im Leben passieren zieht man meistens seinen Schluss.
47 Bewertungen, 5 Kommentare
-
21.04.2005, 21:36 Uhr von modschegibbchen
Bewertung: sehr hilfreichstarkes, tapferes bienchen. glg heike
-
21.04.2005, 11:31 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichwirklich sehr stark! respekt! LG Silke
-
19.04.2005, 17:58 Uhr von wildbiker
Bewertung: sehr hilfreichDie Tränen standen mir in den Augen
-
19.04.2005, 17:52 Uhr von feldhase
Bewertung: sehr hilfreicheine Gänsehaut und feuchte Augen. Schön, dass du es geschafft hast! So ehrlich - umwerfend und alles Glück der Welt! Gruß vom Feldhasen
-
18.04.2005, 10:42 Uhr von blauschnuffel
Bewertung: sehr hilfreichwie du dein Leben gemeistert hast . Bei den vielen Tiefschlägen hätte manch anderer schon aufgegeben . Deine Kinder können sich glücklich schätzen eine Mami wie dich zu haben . LG Blauschnuffel




Bewerten / Kommentar schreiben