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Erfahrungsbericht von Schneepüppi

Die Hass - Liebe , meines Lebens.

Pro:

romantische Schneelandschaften, Weihnachten,ein kuschliges zu Hause

Kontra:

kalt, Auto fahren,dauert zu lange

Empfehlung:

Nein

Winter

Der Winter ist für mich eine Haß – Liebe. Kalt, meist regnerisch, dunkel nach außen und warm, liebevoll und magisch nach innen. Ich sehe den Winter gern von zwei Seiten, die meiner Kindheit und so wie es heute ist.

In meiner Kindheit...
War der Winter immer Spannend, schön und ein echtes Abenteuer. Wenn ich Schneeflocken „fangen“ wollte, rodelte auf „Conrads Höhen“(kleiner Berg in meiner Heimatstadt), Schneemänner baute oder mich auf meinem Schlitten von meinem Papa durch die verschneite Landschaft ziehen ließ. Schneebälle auf meine empörte Mutter werfen zu dürfen gab es nur im Winter. Handschuhe brauchte ich nicht, das kribbeln der Hände war ein absolutes Wintergefühl.
Spannung gab es von dem Moment an als ich meinen Wunschzettel geschrieben hatte und für mich war es einfach schön das alles nach Tanne, Lebkuchen und dem Duft , der Zigarre meines Opas roch.
Die Kälte des Winters habe ich als Kind nie bemerkt, ich kann mich nicht daran erinnern jemals gefroren zu haben.

Heute ist es,
als ob der Winter nur noch aus Eigenschaften besteht, weniger aus einem Gefühl. Er fängt viel zu zeitig an, es wird immer schneller abends dunkel und morgens sehr spät hell. Die Tage sind kürzer, als im Sommer. Man möchte schnell nach Hause in die warme Stube. Endlich diese dicken Wintersachen abstreifen und die viel zu kalten Füße in ein heißes Bad stecken.
Der Winter stimmt mich mal traurig, mal depressiv, mal hektisch und auch ab und zu etwas sentimental. Verschneite Landschaften gibt es nur, auf weit weg aufgenommenen, Postkarten zu betrachten. Hier in Berlin findet man nur schwer schöne Plätze und auch schwer den Schnee.

Weihnachten & Silvester
Ja die Beiden Top Feste des Winters. Weihnachten ist meiner Ansicht nach ein Fest der Familie und es ist schön das es gefeiert wird. Schöner als das Fest selbst sind die Vorbereitungen. Kochen und Backen bekommen eine ganz andere Bedeutung, als sonst. Mit schöner Weihnachtsmusik im Hintergrund macht es mir dann sogar richtig Spaß. Tannenduft, Kerzenschein und die herrliche Beleuchtung im Fenster erhellen mein Herz dann doch noch und mit Freude verpacke ich, die meist rechtzeitig, besorgten Geschenke.
Ist Heilig Abend dann vorbei keimt bei mir das schlechte Gewissen hoch, wieder viel zu viel genascht und gefuttert zu haben. Den Versuchungen , aus den Supermarktregalen (die übrigens schon seit September vorhanden sind), zu widerstehen fällt mir dann doch ganz schön schwer.
Aber man hat ja Silvester und Neujahr , da kann man sich ja so viel gute Vorsätze stecken. Zum Beispiel die überflüssigen Pfunde wieder abzuspecken. Als Kid war Silvester immer Party, mit einer reichlichen Bewaffnung an Knallern und Raketen. Heute ist alles etwas ruhiger. Auf Knaller wird verzichtet zu Gunsten des Geldbeutels und auf Party verzichte ich zu Gunsten meines Sohnes (7Monate). Der Abend wird gemütlich daheim verbracht, angestoßen um 0.00 Uhr und dann kann ich mich vor Müdigkeit kaum noch senkrecht halten. Prost Neujahr !

Wettervorhersagen
verfolge ich im Winter ganz genau. Als Autofahrer bedeutet Schnee und Eisglätte für mich : Rutschgefahr, Eiskratzen, hoffen das die Autobatterie mit macht, ewiges warten auf das Anspringen der Heizung. Die Glatteisjunkies auf den Straßen drängeln beim fahren. Eine Stunde früher los fahren, weil man ja pünktlich sein will. Matsch und Tauwetter : versprechen Dir eine dreckige Hose wenn Du nach Hause kommst, Granulat unter den Schuhen und eine trübe , graue Landschaft wenn man aus dem Fenster schaut. Wird dann angekündigt „Frühling in Sicht“ überkommt mich sogar etwas Schadenfreude – „Ätsch ,wir haben’s geschafft !“

Eines steht mal Fest :
Gegen den Winter können wir uns nicht wehren (es sei den man wandert aus). Er kommt alle Jahre wieder und beschert uns kalte Füße & einen neuen Wintermantel , aber auch Liebe und Wärme im Herzen.

Wintertips
Ein warmes Bad mit Tannenduft in dem man mindestens eine Stunde liegt (nicht vergessen heißes Wasser zuzulassen).
Sich gemütliche Ecken schaffen, mit Kuscheldecken und Kissen .
Weihnachtliche Musik, wenn man sie denn mag.
Spazieren im Schnee oder Schlittschuh fahren ( bei entsprechender Witterung natürlich)
Schönes Essen & Naschereien genießen.
Um Einkaufsstress zu vermeiden ruhig mal im Netz stöbern und sich die schweren Päckchen ins Haus bringen lassen.

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