Über Themen mit W Testbericht

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Erfahrungsbericht von Hexe1962

WORLD VISION - Ein Thema, was mir am Herzen liegt

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Vorwort:


Im Leben jeder Frau kommt einmal der Punkt, wo es gilt sich zu entscheiden. Und zwar dafür oder dagegen, ein Kind zu bekommen. Das ist nicht immer die Frage, ob man Kinder mag oder nicht. Es spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Eine Frau, die verheiratet, bzw. in einer Beziehung lebt wird sich vermutlich eher für ein Kind entscheiden, als eine Single-Frau. Deshalb muss es nicht heissen, dass Single-Frauen keine Kinder mögen. Aber Kinder kosten Geld und haben ein Recht auf Zeit und Zuneigung. Und um diese geben zu können, müssen schon gewisse Voraussetzungen gegeben sein.

Ich bin Single, freiberuflich tätig und hätte niemals die Zeit mich so um ein eigenes Kind zu kümmern, wie ich es möchte und auch für nötig halte. Hinzu kommt, dass ich dieses Jahr 40 werde und ich zwar unheimlich gerne mit Kinder rumschäkere, aber auch froh bin wenn ich nach ein paar Stunden wieder alleine bin. Ich denke, ich hätte einfach nicht mehr die Nerven dazu. Mal abgesehen davon, dass ich mein Kind ja auch nicht unbedingt auf einer Samenbank bestellen möchte. Der einzige Mann, welcher für mich ein Wunschvater gewesen wäre, ist seit 2,5 Jahren aus meinem Leben verschwunden und seitdem habe ich mich nicht mehr getraut, mich gefühlsmässig auf jemanden einzulassen, tief genug um auch ein Kind zu bekommen.


Nichtsdestotrotz mag ich Kinder sehr gerne und habe mich deshalb vor einigen Jahren entschieden eine Patenschaft für einen kleinen Jungen aus Ecuador über World Vision zu übernehmen. Er heisst Cesar Mauricio und ist mittlerweile 12 Jahre alt.


Ich möchte Euch heute mal den Gedanken, die Idee von World Vision, und ganz besonders die Patenschaft für ein Kind etwas näher bringen.


Was ist World Vision und wie kann man helfen

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World Vision Deutschland e. V. ist ein christliches, überkonfessionelles Hilfswerk. Schwerpunkte von World Vision ist die langfristige Entwicklungshilfe und humanitäre Nothilfe, d. h. den Menschen in der dritten Welt eine lebenswerte Zukunft zu geben.

World Vision Deutschland e.V. ist derzeit in 35 Ländern an unterschiedlichsten Hilfsprojekten beteiligt. World Vision gehört mit 17 weiteren unabhängigen projektunterstützenden Büros zur weltweiten World Vision Partnerschaft, die 1950 gegründet wurde.


Die Möglichkeiten zu helfen sind verschiedenartig:

Eine Patenschaft für ein oder mehrere Kinder übernehmen

Spenden für Schwerpunkthilfe

Spenden für Katastrophenhilfe

Testamentarische Verfügen

Bücher bei Amazon kaufen, indem man über die Website von World Vision hingeht

Ehrenamtliche Mitarbeit


Die Patenschaft

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Die meisten Menschen die helfen möchten, entscheiden sich für eine Patenschaft. Der monatliche Beitrag beträgt 30 Euro, kann aber auch freiwillig beliebig nach oben gesetzt werden. Mit diesen 30 Euro hilft man nicht nur demjenigen Kind, sondern auch seiner Familie und seinem ganzen Dorf. Die Patenschaft kann zwar jederzeit ohne Angabe eines Grundes gekündigt werden, aber ich denke man geht ja nicht aus Spass an der Freud so eine Verpflichtung ein.


Was heisst jetzt Hilfe für das Kind, die Familie und das Dorf?


Da geht es um vernünftige Ernährung, gesundheitliche Betreuung (z. b. Impfen), allg. Betreuung, Schulbildung und Berufsvorbereitung, Schulsachen und Kleidung, aber auch vielleicht mal eine Kuh für das Dorf. Je nachdem, was wirklich wichtig und notwendig ist. D. h., das Geld wird wirklich sinnbringend angelegt.


Wie kann ich eine Patenschaft übernehmen?


Zu erst einmal ist wichtig, man sollte sich nur dazu entscheiden wenn man auch in der Lage ist, monatlich 30 Euro zu bezahlen. Es wäre für das jeweilige Kind und seine Familie wirklich schlimm, wenn der Pate plötzlich nicht mehr zahlen könnte.


Informationsmaterial bekommt man direkt von World Vision oder übers Internet. Man hat auch die Möglichkeit der Wahl, ob man ein Mädchen oder einen Jungen möchte und ob das Kind aus Asien, Afrika oder Lateinamerika sein soll. Im Grunde genommen ist es jedoch egal, wichtig ist doch dass man einem Kind helfen kann, oder? Okay, wenn ich es mir leisten könnte hätte ich sechs Patenschaften, drei Jungs und drei Mädels jeweils aus Asien, Afrika und Lateinamerika. Dann wäre es halt gerecht verteilt. Aber das ist zur Zeit bei mir nicht möglich. Hätte ich das Geld übrig, ich würde es sofort machen.


Wenn man das Informationsmaterial angefordert hat, bekommt man recht schnell Antwort. World Vision informiert genau über seine Projekte und schickt dann auch gleich einen Vorschlag mit einem Foto des möglichen Patenkindes und über dessen Verhältnisse mit. Akzeptiert man diesen Vorschlag, schickt man die Anmeldung mit seiner Bankverbindung zurück und das Geld wird abgebucht. Ich lasse den Beitrag bei mir halbjährlich abbuchen.


Man kann jederzeit mit seinem Patenkind Kontakt aufnehmen, Briefe schreiben oder auch Kleinigkeiten schicken. Kann man die Landessprache des Kindes nicht, schreibt man am besten in Englisch und der Übersetzungsdienst von World Vision kümmert sich darum. Wenn man etwas verschickt sollten es Kleinigkeiten sein, die in einen DIN-A-4 Umschlag gehen. Es sollte nichts mit Batterien sein (denn woher soll das Kind Nachschub bekommen) und nichts Aussergewöhnliches. Ich habe meinem Kind mal Malstifte und einen Block geschickt, weil er gerne zeichnet. Ob man nun selbst schreibt oder nicht, man bekommt auf jeden Fall Post von seinem Patenkind. Das sind kleine Briefe und selbst gemalte Bilder. Einmal im Jahr bekommt man einen Bericht mit einem aktuellen Foto über „sein“ Kind. Wenn man möchte, kann man das Kind auch besuchen. World Vision hilft da gerne bei der Organisation.


Die Laufzeit einer Patenschaft ist abhängig von der Projektlaufzeit, vom Alter des Kindes. Ist die Patenschaft beendet, bekommt man automatisch einen neuen Vorschlag. Das weiss ich von einem ehemaligen Chef von mir, der nun schon die dritte Patenschaft hat.


Schwerpunkthilfe

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Das sind Projekte, die konkrete Problemstellungen betreffen. Dazu zählen Wasserversorgung, Gesundheit, Kinder- und Jugendprogramme sowie Gewerbeförderung. Hier kann man ab 10 Euro monatlich einen Schwerpunktbereich seiner Wahl unterstützen.


Katastropenhilfe

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Hier geht es um Erste Hilfe vor Ort. Ob es nun um eine akute Hungerkatastrophe wie 1984/85 in Äthiopien geht, oder um Flüchtlingshilfe oder um die Krise in Kosovo (1999). World Vision hilft hier so schnell wie möglich.

Besteht so eine akute Situation wird man angeschrieben und man kann selbst entscheiden ob und wie viel man spenden möchte. Bei mir hängt das dann von meiner jeweiligen Finanzlage ab.

Wenn auf einen Spendenaufruf mehr Spenden als benötigt eingehen, wird der überschüssige Betrag von World Vision für andere, ähnliche Hilfsmassnahmen eingesetzt.


Testamentarische Verfügungen

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Natürlich kann man auch mit einem Testament helfen. Das muss jeder selbst wissen. Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich denke mal, wenn jemand alleinstehend ist und keine näheren Verwandten hat ist der Gedanke nicht einmal so verkehrt. Oder wenn jemand wirklich viel Geld hat, kann man ja auch einen gewissen Betrag vererben.


Der Bookshop

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World Vision ist Partner des Buchhandels Amazon. Bestellt man über den Direkt-Link wird bei Amazon automatisch registriert dass man von World-Vision kommt. Bei der Bestellung kommen dann automatisch 5% des Buchpreises den Hilfsprojekten zugute. Wählt man ein Buch aus dem Buchreport sind es sogar 15%.


Ehrenamtliche Hilfe

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Man kann auch ehrenamtlicher Helfer werden. Hierzu weiß ich jetzt jedoch nichts näheres. Nur dass man sich bei [email protected] (Tel.: 06172 / 763-126) erkundigen kann.


Hilfe Direkt

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Das ist das Magazin von World Vision, welches zweimal im Jahr kostenlos erscheint. In der Ausgabe die ich vor mir liegen habe, wird über folgende Themen geschrieben:

Editorial: Entwicklung, die Bestand hat

Nicaragua: Der Traum des Insel-Jungen vom Studium

Ladengeschäfte für neues „Spendenbrett“ gesucht

Benefiz-Golftunier für Bildung in Bangladesch

Nicht nur über Frieden reden ....

Von Afghanistan nach Afrika – ein Gespräch mit Ursula Meissner

Bücher: „Wer sich im Sessel des Reichtums räkelt ...“

Afghanistan; Spender gesucht


Wie erreiche ich World-Vision

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WORLD VISION Deutschland e. V.

Am Houiller Platz 4, 61381 Friedrichsdorf

Tel: 06172/7630 Fax: 06172/763270

Email: [email protected] URL:


Spendenkonten:

EKK Frankfurt/Main

Kto-Nr: 4000 781 BLZ 500 605 00

Postbank Frankfurt/Main

Kto-Nr: 66-601 BLZ 500 100 60


Fazit:

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Eine seriöse, transparente Institution bei der man denen helfen kann, die es am nötigsten brauchen, nämlich den Kindern.


Meine Meinung

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Einiges habe ich ja schon in meinem Vorwort geschrieben. Ich habe lange gesucht und überlegt. Denn ich will zwar helfen, aber das Geld soll ja auch ankommen. Dadurch dass man regelmässig informiert wird, mit seinem Kind Kontakt halten kann und es auch besuchen darf bin ich überzeugt, dass dies bei World Vision gegeben ist.

Kinder sind für mich, auch wenn ich mich gegen eigene entschieden habe, wichtig. Kinder sind unsere Zukunft. Und Kinder können sich nicht wehren. Darum habe ich mich für eine Patenschaft bei World Vision entschieden und es nie bereut.


Es mag mir derzeit finanziell etwas schwer fallen, aber ich weiß genau:

Sobald es mir wieder auf Dauer finanziell besser geht, nehme ich noch eine zweite Patenschaft an.


Für alle Restzweifler: Man kann die Spenden selbstverständlich steuerlich absetzen.


Ich hoffe, mit diesem Beitrag Euch den Gedanken etwas näher gebracht zu haben und würde mich freuen, den ein oder anderen wenigstens neugierig gemacht zu haben. Lasst es mich wissen, wenn Ihr Euch auch entschieden habt zu helfen, oder es bereits tut.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-08 22:40:43 mit dem Titel Weinen finde ich wichtig!

Mit Tränen in den Augen ist man blind. Ein uralter Song von Julius Iglesias, den ich als Schnulzenliebhaberin natürlich kenne. Da ich fast nur Bayern 1 höre, komme ich schon hin und wieder in den Genuß, diesen alten Song zu hören.
Wenn ich mir die Welt derzeit anschaue, dann wünschte ich mir öfters mal Tränen in den Augen, um das ganze Elend, die Gewalt, den Terror nicht mehr sehen zu müssen.

Ist das eine Flucht?

Irgendwie wohl schon. Manchmal tut es aber einfach auch gut zu flüchten, um sich auf den Augenblick vorbereiten zu können, besonders krasse Situationen verarbeiten zu können. Da wir Menschen und keine Maschinen sind, ist es doch auch ganz normal nicht immer in der Lage zu sein, eine unvorbereitete Situation zu akzeptieren und zu durchleben.

Allerdings darf meines Erachtens die Flucht nicht zu lange anhalten. Sonst haben wir uns zu sehr in die heile Scheinwelt hinein gelebt. Und dann da wieder heraus zu kommen ist furchtbar schwer. Ich stelle mir das fast wie einen Drogenentzug vor.

Noch wichtiger, als sich zurück zu ziehen, finde ich ist das Weinen!

Ich habe tiefstes Mitleid mit Menschen, die nicht mehr weinen können!

Weinen kann so unendlich befreien. Weinen reinigt die Seele und schwemmt zumindest einen Teil unseres Schmerzes fort.

Ich habe da ein schönes Bild vor den Augen:


Stellt Euch vor, jeder hat einen kleinen See aus geweinten Tränen. Dieser See hat einen Abfluss und dieser fliesst in das Meer. Dort treffen sich die geweinten Tränen, befreit von aller Last, in unendlicher Freiheit.

Und in diesem unendlichen Meer der Freiheit können wir dann unbeschwert mit den Delfinen schwimmen.

Nur eine Vorstellung und nur ein Traum. Aber ein Traum, der davon abhält traurig zu sein.