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Erfahrungsbericht von Rioja

Westfälisches Freilichtmuseum Detmold - Museum mal anders!!!!!!!!

Pro:

sh. Bericht

Kontra:

gar nichts

Empfehlung:

Nein

Jemand hatte mal die Idee, alte Häuser - egal woher sie kamen - an einem Ort konzentriert auszustellen. Nicht nur die Fronten, sondern auch das, was sich drinnen befand. Gute Idee!
Zudem sollte das nicht nur als Publikumsmagnet ziehen, sondern auch der Denkmalpflege nützlich sein. So kam es, dass in dem Freilichtmuseum in Detmold Objekte der ländlichen Kultur wieder aufgebaut wurden. Zum Verständnis für alle: Originalhäuser aus verschiedenen Epochen wurden in ganz Deutschland demontiert, um dann später im Museum wieder montiert zu werden.

Völkerkundliche Baudenkmale, die es sonst in der Formation in ganz Deutschland (ich nehme es einfach mal an, ohne zu wissen, ob es vergleichbares noch irgendwo sonst gibt, nicht mehr gibt).

Bei den vielen Gängen durch das Museumsdorf (ein Besuch reicht gar nicht aus, um alles zu sehen) stellten sich für mich immer wieder Überraschungen dar. Das Dorf wächst, wächst und wächst. Der besondere Punkt der Geschichte ist, das man überall in beinah allen Häusern sogenannte \"Einwohner\" vorfindet. Befindet man sich in einer Schmiede, ist der Schmied gerade dabei, irgendwelche Dinge zu behauen. Befindet man sich bei einem Bäcker, backt eine Frau gerade Brote.

Das ist nicht nur ein Erlebnis für die Augen, sondern in jedem Fall auch für die Augen und ganz besonders für die Ohren und die Nase. Gerüche, die man sonst nirgends mehr wahrnimmt, werden wieder real und eben auch ganz neu.

Wunderschön finde ich persönlich, dass man nicht einfach durch ein \"totes\" Museum läuft, sondern wirklich unsere eigene Geschichte präsentiert bekommt. Ansehlich, anschaulich und spannend. Gerade für Kinder, und ich will die Erwachsenen gar nicht ausschließen, ist das ein Erlebnis, das sicherlich lange Zeit unvergesslich bleibt.

Die Fragen, die einem manchmal selbst auf der Zunge brennen wie etwa \"wie wurde gewaschen, bevor es eine Waschmaschine gab\" oder \"wie lebten die Menschen, die drei Generationen älter sind als wir\" oder auch \"wie bauten die Leute damals ohne Bagger und Beton\" bleiben einfach nicht unbeantwortet.

Ich meine, dieses Erlebnis ist einfach genial und es lohnt sich auch - meine wirkliche Meinung - dafür einen etwa weiteren Anfahrtsweg in Kauf zu nehmen. Zum einen ist es möglich, wirklich den ganzen Tag dort zu verbringen und zum anderen ersetzt dank der Angebote, einen Eiscafebesuch locker! Für Kinder lehrreich, für Erwachsene manchmal auch eine Spur Nostalgie.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-19 00:51:54 mit dem Titel Obstzeit - Wein selbstgemacht

Als wir neulich die Plaumen vom Baum gepflückt haben und uns Gedanken darüber machten, wie wir die am besten verwerten, kam ich darauf, einmal Wein selbst zu machen. Dazu fiel mir ein, dass ich noch ein kleines Bücklein im Bücherschrank stehen habe, das dabei sehr hilfreich sein konnte:

Kitzinger Weinbuch - kleine Weinfibel

Und das möchte ich allen Interessierten gern einmal vorstellen. Es liegt mir besonders am Herzen, weil es kein professionell gestaltetes Buch ist, sondern eines in der Machart der 60er Jahre und im Selbstverlag erschienen. Auch ich glaubte zunächst wieder, ich hätte ein asbach uraltes Heft in der Hand und besonders bestechend ist der Werbeaufdruck auf der Titelseite: Ein Winzer (auch wieder der Stil der 60er) reitet auf einem Weinballon und hält fröhlich lachend ein Glas in die Höhe.

Das Buch bezeichnet sich selber als \"Ein Ratgeber für die Selbstbereitung von Fruchtgetränken\" und wurde geschrieben von dem Apotheker Paul Arauner, später überarbeitet von Kellerei-Ing. Martin Voit.

Sehr detalliert gestaltet sich das Inhaltsverzeichnis:
von A wie z.B. Agar-Agar Schönung, über D Dampfentsaftung bis hin zu Z wie Zwetschgen. Womit ich ja schon das richtige Thema für mich getroffen hatte.

Das Buch gebinnt mit dem praktischen Teil der Weinbereitung. Darin werden Rezepte vorgestellt und die einzelnen Obstsorten beschrieben. Dann die Verarbeitung, also wie man den Gäransatz im Glasballon oder Holzfaß behandelt.

Etwas theoretischer wird das Büchlein im Kapitel \"Einzelthemen zur Vertiefung der praktischen Kenntnisse\". Dort werden z.B. Säuren behandelt oder organische Stoffe beschrieben.

Als drittes folgt das \"kleine Weinlabor\". Hier werden die Gerätschaften vorgestellt und der Umgang mit ihnen. Abbildungen komplettieren die Texte und sind sehr hilfreich beim Einkauf.

Das Buch widmet sich nicht nur den Alkoholfreunden, sonder bietet in einem Extrakapitel die Zubereitung von alkoholfreien Fruchtsäften an.

Lecker hören sich auch die Likörrezepte an, die zunächst etwas exotisch klingen, wie etwa: Pfefferminz- und Orangenlikör. Auch der gute alte Eierlikör ist beschrieben. Selbst Schaumweine bleiben nicht unbeschrieben.

Am Ende des Buches findet sich eine kleine Bestellabteilung, in der man nach den Gebrauchsartikeln fahnden kann. Kitzinger bietet hier eine Grundausstattung für den Anfang an. Somit könnte es ja rein theoretisch schon einmal losgehen.

Wo ist nun dieses Büchlein zu erhalten?

Am Ende schreibt der Verleger: Der Verkauf erfolgt über Drogerien und Apotheken, also nicht durch Direktversand. Da nicht alle Drogerien und Apotheken diese Artikel führen, erhalten Sie Bezugsnachweise durch uns. Das lässt mich annehmen, dass dieses Buch kostenfrei ist. Ich meine, es würde sich in jedem Fall lohnen, einmal nachzufragen. Erschienen ist es also im Selbstverlag der Firma Paul Arauner mit Sitz in Kitzingen/Main. Tel.: 09321-8001-8002.

Nun denn, da ich ja jetzt wieder weiss, wie es geht, können die Äpfel ja ruhig reif werden.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-13 16:50:42 mit dem Titel WOK - Des Deutschen liebstes Chinesenkind

Was man wissen sollte:

Das passende Gerät
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In einem Wok kann man alles kochen, egal ob man vorher einen normalen Topf oder eine Bratpfanne benutzt hat. Sogar frittieren ist kein Problem. Das Besondere an diesem asiatischen Kochgerät ist die runde Form, der leicht nach oben verlaufende Rand. Bei der Anschaffung sollte man darauf achten oder nachfragen, ob der Wok für Gas- und Elektroherd gleichermaßen geeignet ist. Empfehlenswert ist es, bei der Anschaffung nicht so genau auf den Preis zu achten. Gute Qualität verspricht immer ein Gusseisenmodell. Diese Modelle sind nicht so massiv gearbeitet, wie die uns bekannte Gusseisenpfanne. Außerdem sollte der Wok mit Holzgriffen ausgestattet sein und über einiges Zubehör verfügen. Meist bekommt man eine Art Sieb zum Einhängen dazu oder einen aus Bambus gefertigten Korb zur Dampfgarung.

Der Gusseisenwok ist für Cerankochfelder wenig geeignet, weil er durch den nie glatt geschliffenen Boden leicht Kratzer auf der Glasplatte hinterlassen kann.

Hier empfiehlt sich ein Wok aus Edelstahl. Er kann auf jeder Herdart genutzt werden und hat einen verdickten Boden. Bei günstigeren Ausführungen verbiegt sich der Boden, wenn er nicht dicker als die Wände des Geräts sind. Bei Gasherden macht das nichts, weil dort keine \"Standfestigkeit\" gefordert wird.

Die günstigste Ausführung des Woks ist die aus Eisen. Leider ist er nicht rostfrei und daher nicht von langer Lebensdauer.

Inbetriebnahme
Ein Wok muss vor der ersten Nutzung \"eingebrannt\" werden. Man sollte vor dem ersten Kochgang Wasser mit etwas Natron darin aufkochen, gründlich reinigen und dann abtrocknen. Dann nimmt man einen kleinen Küchenschwamm, taucht ihn in etwas Öl und reibt den noch warmen Wok im Inneren damit ab. Dann wieder mit Spüli abwaschen und gründlich trocknen. Schon fertig.

Und nun geht es los
Das Geheimnis des Woks liegt in der Art der Zubereitung. Durch die Form entsteht innerhalb kürzester Zeit eine sehr große Hitze, die dafür sorgt, dass das Kochgut schonend behandelt wird (da keine lange Garungszeit erforderlich ist). Fleisch, Gemüse und alles andere wird in wenigen Minuten unter ständigem Rühren angebraten und behält so Saft und Vitamine. Beim Frittieren sollte man darauf achten, das der Wok niemals bis über die Hälfte mit Öl gefüllt ist. Immer sollte der bei allen Geräten mitgelieferte Deckel zum Frittieren benutzt werden. Das Frittiergut nach dem Waschen (bei Gemüse) gründlich trocknen, da es spritzt, wenn es ins Öl gegeben wird! Ist das Gut gar, kann es auf dem mitgelieferten Drahtsieb zum Abtropfen abgelegt werden.
Die Lebensmittel sollten \"der Reihe nach\" in den Wok gegeben werden. Was als längstes braucht, um gar zu werden, kommt als erstes in den Topf. So ist immer das gleichmäßige Garwerden gewährleistet.
Nach meiner Erfahrung eignet sich für jedes Kochen im Wok am besten das Erdnüssöl. Leider ist es nicht ganz so günstig, wie andere Öle, verbrennt aber auch bei hohen Temperaturen nicht. Wichtig ist es auch, immer nur soviel Öl zu verwenden, wie unbedingt notwendig ist. Das Kochen mit dem Wok eignet sich hervorragend, um sich kalorienbewusst zu ernähren.

Damit es auch gleich losgehen kann, hier ein besonders leckeres und kalorienarmes Rezept:

Zutaten:
3 Möhren
1/8 l Geflügelbrühe
0,1 l Sahne
½ TL Speisestärke
Salz
Weißer Pfeffer
4 Hähnchenbrustfilets
Erdnussöl

Für die Soße die Möhren zunächst waschen, abschälen und raspeln. Zusammen mit der Brühe aufkochen und um die Hälfte reduzieren. Danach durch ein feinmaschiges Sieb drücken und dem Sud die Sahne beigeben und kräftig aufkochen. Mit der Speisestärke den Sud binden und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Das Hähnchenfilet waschen und gut abtrocknen. In der Zwischenzeit ca. 2 Eßlöffel Öl im Wok erhitzen. Das Filet in den Wok geben und erst dort mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Goldbraun anbraten.

Besonders lecker dazu ist loser Basmatireis (Duftreis). Die Kochanleitung für meinen Lieblingsreis findet ihr auf der Verpackung.

Guten Hunger und viel Genuss. Als Getränk empfehle ich einen leichten Lycheewein dazu. Genuss pur!!!!!!!!

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