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Erfahrungsbericht von DERWUNDERBARE

Die Wüste - Das große Maulwurf-Tagebuch, Part 2

Pro:

2 sehr interessante Aufgaben

Kontra:

Ich hab mich eher etwas zurückgehalten.

Empfehlung:

Nein

Oder: Das Chaos beginnt!

*** Ahoi, liebe Leser!
Hier ist er also nun, der lang erwartete (?) zweite Zeil meines Maulwurftagebuches. Für all jene, die nicht wissen, worum es geht:
Ich hatte letztes jahr das Glück, als Kandidat einer Abenteuershow auf PRO7 teilnehmen zu dürfen. Meine Erlebnisse habe ich damals in einem Tagebuch verfasst und veröffentliche sie jetzt hier bei Yopi.
Bitte beachten: Die Sendungen sind schon gelaufen, Angaben wie \"Schaltet auch nächste Woche wieder ein...\" sind ungültig! ;o) ***


Halli hallo und herzlich Willkommen zum zweiten Bericht über meine Teilnahme an der Pro7 - Abenteuershow „Der Maulwurf\".

So, die erste „echte\" Sendung ist ja nun gelaufen, und ich hoffe, ihr habt alle geguckt ;o)

Kommen wir nun also ohne weitere Umschweife zu meinem Erlebnisbericht. Er umfaßt den ersten von 2 Drehtage, aus diesen beiden Tagen wurde dann die erste Sendung gemacht.
Ja, ihr habt richtig gelesen, für ca. 60 Minuten Sendung (inclusive Werbung) mussten wir ganze 2 Tage lang drehen!

Und noch ein Hinweis: Wenn ich in meinen Berichten von der Person schreibe, die ich als Maulwurf verdächtige, schreibe ich grundsätzlich ER, das sollte aber keinen Rückschluss auf das Geschlecht der verdächtigen Person sein, denn schliesslich heisst es DER Maulwurf - diese Person kann aber auch weiblich sein, wie es in der ersten Staffel der Fall war! ;o)

Also, nachdem jetzt alle Unklarheiten beseitigt sind, kann der Trip losgehen...
Aber lest selbst...


*°*°*°*° Montag, 23. April 2001 *°*°*°*°

7.30 Uhr - normalerweise eine Zeit, zu der ich noch etliche Stunden am Kissen horchen kann. Aber nicht heute, denn heute ist der Tag X, der Tag, auf den ich wochen- und monatelang gewartet habe: heute geht es los, daß große Abenteuer Maulwurf!
Was wird mich erwarten, wie werde ich mich schlagen, bin ich der erste, der rausfliegt, komme ich ins Finale? All diese Fragen sind jetzt nur noch Makulatur, denn jetzt geht es los, definitiv und endgültig!

Nach einem „Frühstück\", was eigentlich keines war, weil ich vor Aufregung kaum was runterkriegen konnte, erklärten uns unsere beiden Betreuer, Michael und Marie-Christine, wie es heute weitergehen wird.
Welche Klamotten wir einpacken sollen, wurde uns ja bereits gestern gesagt. Nachdem gecheckt wurde, daß auch alle das passende dabei hatten, kam unser Bus und wir stiegen ein - aufgeregt wie kleine Kinder an Heiligabend!

Der Bus setzte sich in Bewegung, in Richtung Abenteuer Nummer eins... das heisst, so sollte es sein, nur leider hatte unser Busfahrer keine Ahnung, wo es eigentlich hingehen soll, und keiner der 12 Kandidaten sprach spanisch, und etwas anderes verstand der Busfahrer leider nicht. Naja, nach einer Weile ging es dann aber doch los, Richtung Berge.
Nach etwa einer Stunde fahrt erreichten wir unser erstes Ziel, ein kleines spanisches Bergdorf, in dem wir unseren ersten Aussendreh haben sollten.

Naja, zum Einstieg war nichts Aufregendes vorgesehen, ursprünglich sollten wir in dem Dorf eine deutsche Aussteiger-Metzgerei besuchen, die an dem Tag aber leider geschlossen hatte.
Aber bereits vor der Türe der Metzgerei zeigte sich, wer sich etwas traut und wer nicht, denn als es hiess „geht da jetzt mal rein!\" traute sich irgendwie keiner der Damen, die Türe zu öffnen. Naja, ich habs dann gemacht - bzw versucht, denn wie ich feststellte, war abgeschlossen! ;o)

Nachdem wir uns in einem Supermarkt dann mit Wasser und Orangen eingedeckt hatten, begaben wir uns zu einem kleinem Platz, wo wir laut Regieanweisung diskutieren sollten, was wir uns über das Reiseziel vorgestellt hatten. Keiner von uns wusste ja, wo es hinging.
Das war dann im Prinzip eigentlich schon alles, die „Reisegruppe Maulwurf\" begab sich wieder in den Bus, und weiter ging es, über eine kleine Serpentinenstrasse immer weiter rein in die Berge.
Plötzlich ruft einer: „Boah, guckt mal, der Staudamm da!\"
Grundsätzlich, wenn einer „Boah\" ruft, bedeutet das nix gutes! Und so war es auch diesesmal, denn es stellte sich schnell heraus, daß der Staudamm in den Bergen Gran Canarias unser erstes Ziel war. Das war nicht gut, denn ich erwähnte bereits meine Höhenangst, und Staudämme in Bergen haben nunmal die unglückliche Eigenschaft, hoch zu sein!

***Anmerkung***
Im Fernsehen sah dieses Spiel übrigens so aus, als wären wir direkt vom Flughafen zum Staudamm gefahren - dem war aber nicht so, achtet mal drauf, am Flughafen hatten alle noch lange Hoden an (wir kamen ja aus dem kaltem Deutschland), beim Spiel hatten wir aber kurze Hosen an!

Naja, wir stiegen also aus dem Bus und begaben uns in ein kleines Touristencafe, welches sich vor dem Staudamm befand.
Und hier begann dann das, was uns in den nächsten Tagen zur Routine werden sollte: WARTEN! Der Profi nennt das „Stand By\", wir nannten das ÖDE!
Wir Kandidaten durften ja erst zur Aufgabe geführt werden, wenn dort alles perfekt aufgebaut ist, Kamera, Technik, Licht etc.
Und so mussten wir tatsächlich fast 2 Stunden warten, ehe das Zeichen kam: Es geht los!
Natürlich hatten wir in den 2 Stunden reichlich zeit, über unsere erste Aufgabe zu diskutieren, von Bungee-springen über abseilen bis hin zum Sprung von der Mauer ins Wasser war alles dabei.

Die Wahrheit sah aber anders aus, denn zuerst mussten wir wieder - warten, aber zum Glück nicht allzu lange, denn schon nach wenigen Minuten hörten wir, daß sich ein Hubschrauber näherte. Er landete auf dem Staudamm, und es entstieg unser Moderator - Steven Gätjen.
Er begrüßte uns, erklärte nochmals kurz die Regeln und kam dann direkt zur Sache.

AUFGABE NUMMER EINS

Steven erklärte uns unsere erste Aufgabe: Über dem Staudamm war ein Seil gespannt, und wir sollten da mal eben drüber laufen (natürlich mit reichlich Absicherungen).
Er würde uns 15.000 DM für unsere Gruppenkasse geben - aber für jeden Kandidaten, der es nicht über das Seil zur anderen Seite des Staudammes schafft, würde er uns 2.500,- DM abziehen!

Ach ja, da wäre noch etwas - jeder Kandidat hat maximal 10 Minuten Zeit, und jeder Kandidat bekommt einen Pulsmesser umgeschnallt, wir dürfen uns auf dem Seil erst vorwärts bewegen, wenn unser Puls unter 125 liegt!

Wammm - das sass!
Leichte Betroffenheit machte sich breit, und wir begannen zu diskutieren, wer zuerst gehen soll, wer sich das überhaupt zutraut etc.

Schließlich legten wir dann eine Reihenfolge fest, Roland (Bundeswehrsoldat) soll als erster gehen, sozusagen als Vortester.
Ich wurde auserwählt, als Zehnter das Seil zu betreten.

Nun, wie wir uns angestellt haben, habt ihr ja hoffentlich in der Sendung gesehen - nicht wirklich erfolgreich, lediglich Reiner, der älteste von uns, schaffte es in einer unglaublichen Leistung auf die andere Seite.

Leider dauerte die ganze Aktion immer sehr lange, und wir kamen tierisch unter Zeitdruck, daher entschied man, die Regeln etwas zu ändern:
6 Leute mussten aufs Seil, jeder, der es schafft, erzielt 2.500 DM für die Gruppenkasse. Da waren leider die ersten 4 schon fertig, so daß wir nun nur noch 2 weitere Kandidaten nominieren konnten. Wir entschieden uns für Ela und Steffi, die es überraschenderweise auch schaffte.

So waren also die ersten 5000 DM für die Gruppenkasse gesichert!
Das war dann auch schon das erste Spiel, und ich habe ja bereits erwähnt, daß ich eine Person in Verdacht habe, der Maulwurf zu sein.
Ich konzentrierte meine Beobachtungen also auf diese Person und das Verhalten, das er an den Tag legt - würde er die Leute auf dem Seil anfeuern oder eher versuchen, sie zu verunsichern? Würde er das Seil betreten, wie würde er sich dabei anstellen?
Ich gebe zu, die Person benahm sich verdächtig, zumindest erschien mir das so - oder hat sie sich nur verdächtig benommen, weil ich das so sehen wollte, habe ich das alles nur reininterpretiert? Habe ich nur gesehen, was ich sehen wollte?

Nun folgte die unvermeidliche Rückfahrt, wieder durch die Berge. Erstaunlicherweise verhielten sich alle Kandidaten sehr ruhig und schweigsam, in sich gekehrt.
Naja, da hing wohl jeder seinen Gedanken hinterher, denn schließlich geht es in den Spielen nicht nur darum, die Aufgaben zu schaffen, sondern auch den Maulwurf zu enttarnen, und alle haben wohl überlegt, ob er sich schon beim ersten Spiel auffällig verhalten hat...
War der Maulwurf überhaupt auf dem Seil?
Wenn ja, wie weit ist er gekommen? War er unter den beiden, die vom Seil gefallen sind, ist er vielleicht absichtlich runtergefallen? Oder wollte er uns ganz böse täuschen, indem er zuerst unser Vertrauen gewinnt und die Strecke über das Seil schafft?


Diese Fragen rasten durch meinen Kopf, und ehe ich mich versah, waren wir bereits am Ziel unserer Busfahrt angekommen: den Hafen von
Hier bestiegen wir ein herrliches Schiff, vom Aussehen her auf altes Segelschiff getrimmt. Nach dem Mittagessen an Bord fuhren wir dann auch mit diesem Schiff los, und uns war klar: es geht der zweiten Aufgabe entgegen. Gespannt warteten wir, was da jetzt wohl kommen möge.
Das Erste, was kam, war das Mittagessen einer Mitspielerin, die wurde nämlich extrem seekrank, aber nach ca. 1 ½ Stunden fahrt wurde es spannend. Kameras wurden fertiggemacht, Mikros ausgepackt... und schon ging es los:

AUFGABE NUMMER ZWEI:

Steven zeigte uns sein Mitbringsel: Ein komplettes Barbecue, vom Grill über Holzkohle, Fleisch, Salaten bis hin zu den praktischen 5-Liter-Bierfässern war alles dabei!
Unsere Aufgabe war es, dieses komplette Barbecue vom Schiff zuerst auf ein kleineres Boot zu schaffen, von dort aus dann in ein Motorboot, damit muss das Barbecue zum Strand, und von dort aus müssen wir es dann „nur noch\" zum Beduinencamp bringen... Allerdings dürfen sich nur 4 Leute an der Umräumaktion von Boot zu Boot beteiligen!
Würden wir es schaffen, innerhalb von 2 Stunden im Camp anzukommen und den Grill anzuschmeissen, würden wir 5.000,- DM für die Gruppenkasse gewinnen!

Allerdings brauchte Steven erstmal zwei von uns, die denken, daß sie gut schätzen können...

Naja, da konnten wir uns erstmal nix drunter vorstellen. Als Schätzer wählten wir Anna und Carsten.
Die beiden wurden vom Schiff an Land gebracht und bekamen dort ihre Aufgabe: Sie mussten nämlich einschätzen, welche 4 Leute es am ehesten schaffen werden, das komplette Barbecue an Land zu bringen.
Auserkoren wurden Marcel, Jens, Renate und Esther

Das Spiel begann! Wir haben natürlich alle angepackt, um die Sachen erstmal auf das kleinere Boot zu kriegen (das durften wir), von da an waren die 4 Packer auf sich alleine gestellt. Das Umpacken ging eigentlich recht schnell, und Marcel stieg dann in das Schlauchboot, fuhr mit dem Barbecue zum Strand und lud aus...

**Anmerkung**
Überraschenderweise wurde das Spiel mit den beiden Einschätzern komplett rausgeschnitten und es ging im Fernsehen von Anfang an um 10.000 DM.

So weit, so gut, doch jetzt begann das Chaos!!
Fassen wir zusammen:
An Land waren Anna und Carsten als Einschätzer, Marcel mit seinem Boot, sowie Steven, Esther und Renate, die an Land geschwommen sind.
Nun kam folgendes Problem auf: Wie bitteschön soll der Rest der Crew an Land kommen? Außer dem Motorboot hatten wir nämlich kein Boot dabei, welches am Strand anlegen kann.
Das Motorboot aber hatte Platz für maximal 2 Personen, außerdem waren die teuren Kameras nicht wassergeschützt...

Tja, und so kam es, wie es kommen musste: Das Spiel wurde abgebrochen!
Nach einigen Diskussionen wurde entschieden, daß das Spiel am nächsten Tag fortgesetzt wird.
Ausserdem erfuhren wir, daß eine Welle das Motorboot von Marcel erwischt hatte, als es gerade am Strand lag. Das Boot kippte um (mit allen Sachen, die drin waren) und wurde stark beschädigt - also, kein Weiterkommen in diesem Spiel!

Die 7 Kandidaten, die auf dem Schiff geblieben waren, fuhren also nun die 1 ½ Stunden lange fahrt wieder zurück, um dann nach einer weiteren Stunde Busfahrt ziemlich erschöpft im Hotel anzukommen.
Die 5 Kandidaten, die an Land waren, hatten da weniger Glück. Sie mussten mit einem Taxi ins Hotel zurückfahren. Pech war nur, daß der Taxifahrer sich verfuhr, keiner der 5 Kandidaten spanisch sprach und eigentlich auch keiner irgendwie Geld dabei hatte. Das mussten sich die 5 an der Hotelrezeption leihen, nachdem sie dort endlich angekommen waren...


*°*°*°*° Fazit *°*°*°*°

So, nach der Schilderung der Ereignisse werde ich am Ende vom Bericht ein Fazit ziehen:

Der erste Tag war für mich spannend, allerdings auch sehr, sehr chaotisch. Ich hätte nicht gedacht, daß beim Fernsehen so viel schief gehen kann!

Die Aufgaben fand ich sehr gemischt, die erste Aufgabe war bestimmt klasse, ich hab sie leider nur nicht mitgemacht.

Die zweite Aufgabe fand ich irgendwie nicht so toll, irgendwie fand ich sie zu leicht, außerdem hab ich auch bei dieser Aufgabe nicht aktiv mitgemacht.

Der erste Tag war für mich also eher enttäuschend, aber das sollte sich noch ändern, das kann ich versprechen!

FORTSETZUNG FOLGT

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