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Erfahrungsbericht von Sor2cerer

Angewandte Physik

Pro:

Ergebniss, Eigenversuch, ideal zum overclocken

Kontra:

Preis

Empfehlung:

Nein

Arctic Silver II (Wärmeleitpaste)
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INDEX
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1)Vorwort
2)Wofür eine Wärmeleitpaste
3)Technische Daten / Konsistenz
4)Aufbringung und Anwendung der Paste
5)Eigenversuch
6)Fazit

(1) Vorwort
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Mit dem technischen Fortschritt, der gerade im Computerbereich Einzug hält, werden alle Komponenten eines Rechners verbessert und leistungsstärker. Vor Allem die CPU der Rechner wird immer schneller und beansprucht somit alle dazugehörigen Komponenten bis auf das Letzte.

Viele kennen die zertifizierten Kühler, die speziell für bestimmte CPUs entwickelt wurden und diesen auch vor einem Überhitzungsschaden bewahren sollen, aber was von vielen leider nicht bedacht wird ist die Wärmeleitpaste. Es werden mittlerweile Wasserkühlung und Kühler mit 15000 u/min angeboten, aber was hilft all dies, wenn der Kontakt zwischen diesen Komponenten nicht stimmt.

Die Verlustleistung liegt bei den neuen Generationen der CPUs nicht selten bei 70 Watt, was enorm ist. Diesem Problem hat sich der Hersteller mit dieser Wärmeleitpaste gestellt und in den nun folgenden Abschnitten werde ich Euch die Konsistenz, Anwendung und alle dazu wissenswerte Fragen beantworten.

(2) Wofür brauch ich eine Wärmeleitpaste?
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Es gibt viele Anwender, die einfach nur einen hochtourigen Kühler kaufen, der nicht selten vom Geräuschpegel einem Düsenflugzeug bei Start nahe kommt, aber die bei dem Kühler meist mitgelieferte Wärmeleitfolie benutzen, die meiner Meinung nach kaum einen Effekt hat. Das führt dazu, dass zwar der Kühler seine Arbeit verrichtet, aber erst gar nicht sein Stärken ausspielen kann. Denn in fast allen Fällen liegt der Kühlerkörper nicht plan auf dem CPU, d.h. der Kontakt zwischen CPU und Kühlkörper besteht zwar, aber es ist nicht luftdicht zwischen diesen zwei Komponenten.

Dazu gibt es die zähflüssige Paste, die diese Luftpolster schließen soll. Bei nicht Anwendung dieser Paste entsteht ein Luftpolster und da Luft ein hervorragender Isolator ist, bleibt die Hitze bzw. Wärmentwicklung am Herzstück des Rechners, was in vielen Fällen zu abstürzen und im extremen Fall auch zur Beschädigung der CPU führen kann. Dies sollte man unter allen Umständen vermeiden, denn wer weiß was so eine CPU kostet sollte behutsam damit umgehen. Gerde bei Overclocking (Übertakten) dieser Komponente sind solche Anwendungsfehler tödlich für die CPU.

Technische Daten (Konsistenz)
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Arctic Silver II besteht aus, wie der Name schon andeutet, aus 78% Silber und 22% Silikon. Jetzt werden wohl viele Fragen, und das werden wohl diejenigen sein die im Physikunterricht nicht aufmerksam waren, wieso verwenden die denn Silber für so was.

Da Silber die geniale Eigenschaft ein hervorragender Wärmeleiter zu sein, vertrauen die Hersteller wohl auf dieses Medium, um die Lüftbrücke zu schließen und die Wäre optimal an den Kühlkörper weiterzuleiten. Die thermische Leitfähigkeit liegt bei 4.65 bis 5.15 W/m*K, was bis zu 2-7 °C weniger Hitzeentwicklung entspricht und das ist schon enorm. Der Nachfolger dieser Paste nämlich Arctic Silver III hat noch mehr Silberanteile und somit einen noch höheren Wärmeleitkoeffizient. Der Leistung der Paste wird erst nach ca. 72 Stunden erreicht und die volle Leistungsfähigkeit wird erst nach einer Betriebsdauer von 50-200 Stunden erreicht und wo die Paste ihr Optimum bringt.

Eine lange Zeit, aber danach kann man bei sachgemäßer Aufbringung auf einen stabilen Wärmeleiter vertrauen.

(4) Aufbringung und Anwendung der Paste
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Die Paste besteht zwar einen hohen Silberanteil und besitzt die perfekten Eigenschaften für die Wärmeleitung, aber benutzt man die Paste falsch und macht Fehler in der Anwendung, sollte man der Freundin lieber einen Silberring schenken, als der CPU ein ungewürdigtes Geschenk zu machen.

Denn wird sie nicht sachgemäß benutzt wird es zum einen ein teurer Spaß und zum anderen erzielt man nicht die gewünschte Kühlung. Man sollte ein Messer und einen anderen Gegenstand benutzen um die Paste auf die CPU aufzutragen und sowohl die CPU als auch der Gegenstand sollten schmutzfrei sein. Ist dies nicht der Fall verringert sich die Eigenschaft der Silberpaste und erreicht nicht ihr Optimum. Um die CPU zu reinigen, die in diesem Zeitpunkt schon durch die Wärmeleitfolie verschmutzt ist, kann mit Hilfe von Nagellackentferner oder Alkohol durchgeführt werden.

Nachdem dies geschehen ist trägt man die Paste mit einem Gegenstand auf, dabei sollte man jedoch nicht zuviel von dem teuren Leiter verschwenden und danach gleichmäßig verteilen. Nun kann das Übertakten bzw. der stabile Gebrauch des Rechners weitergehen.

(5) Eigenversuch
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Da ich selber die Paste im Gebrauch hatte will ich Euch meine positiven Erfahrungen schildern und Euch die einzelnen Komponenten auflisten, die ich bei dem Selbstversuch benutzt habe. Ich besitze einen AMD Thunderbird 900, einen Kühler mit 6000 u/min.

Ich habe aber den Multiplikator nicht erhöht d.h. meine CPU läuft nicht übertaktet. Die Zimmertemperatur betrug bei normalen Betrieb ohne Silver Arctic II 22° C und die CPU Temperatur lag bei ca. 50° C. Nachdem ich die Silberpaste aufgetragen hatte lag bei denselben äußerlichen Umständen die CPU Temperatur bei 42° C. Diese werte habe ich mit Hilfe von CPU Cool gemessen und sind im Leerlaufbetrieb aufgetreten. Dieses Ergebnis spricht eigentlich für sich.

(6) Mein Fazit
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Durch den Eigenversuch bin ich überzeugt, dass die Wärmleitpaste hält was sie verspricht und somit ideal für alle Overclocker ist. Einziger Wermutstropfe ist der hohe Preis von ca. 10€ für 3g. Diese Menge reicht jedoch für 20 Anwendungen.

Sollte man Probleme mit der Kühlung haben, sollte man also nicht erst den Kühler bzw. Lüfter wechseln, sondern sollte sicher vergewissern welche Paste aufgetragen ist und sie gegebenenfalls austauschen. Ich kann die Paste nur empfehlen. Die Paste erhält man eigentlich in jedem gut sortierten Computerladen.


So viel Spaß beim Kühlen

Ciao Sor2cerer

45 Bewertungen, 1 Kommentar

  • w.gruentjens

    20.11.2002, 11:16 Uhr von w.gruentjens
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das nenne ich mal einen guten Tipp.