Erfahrungsbericht von Anachronistin
Weihnachten 2000
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Die Welt ist nicht eingehüllt in ihr winterliches Schneekleid, obwohl der Dezember sich seinem Ende zuneigt, wohl aber herrscht eine entsprechende Kälte. Die Menschen laufen mit roten Nasen und Wangen durch die Straßen, ihre Blicke verraten Sehnsucht, manch einer irrt gehetzt umher, auf der Suche nach den letzten, noch fehlenden Geschenken, auf der Suche nach sich selbst, schließlich auch nach der Besinnlichkeit inmitten dieser hektischen Welt. Augenpaare begegnen sich, halten für Momente aneinander fest, verlieren sich wieder, vergessen.
Ich sitze an meinem Schreibtisch, staune über die strahlende Bläue des Himmels, betrachte die weißen Streifen, von Flugzeugen hinterlassen, und denke darüber nach, wer wohl in den riesigen Flugmaschinen sitzen mag. Ob unter den Reisenden wohl viele Menschen sein mögen, die dem Weihnachtstrubel entfliehen wollen? Menschen auf der Flucht vor dem, was manch einer im Kreise der Menschen, die er liebt, findet? Menschen, die sich vor falscher Gemeinschaftlichkeit fürchten, und neidvoll auf jene schauen, welche wirkliche Gemeinsamkeit erleben?
Heute bin ich extra zeitig aufgestanden, um noch in Ruhe einkaufen gehen zu können. Ich wollte verzichten auf die Hetzenden, Eilenden, Gefräßigen, Drängelnden. So lief ich lahm durch den Supermarkt, füllte gedankenverloren meinen Einkaufswagen, zahlte, fror und fuhr mit dem Bus wieder nach Hause.
Nun bemerke ich langsam, wie die Coolheit von mir abfällt, wie nach und nach eine gewisse Traurigkeit über mich kommt, und ich meinen kleinen Selbstbetrug von mir abstreifen muss, der mir wie eine Schutzhülle anhaftete. Hatte ich wirklich geglaubt, dass mich die Weihnachtszeit völlig unbeeindruckt lassen würde? Ich erinnere mich, wie ich auf all den „kitschigen Weihnachtskram“ geschimpft, und selbigem entsagt hatte, und mich nun danach sehne...
23.Dezember 2000
Ich sitze an meinem Schreibtisch, staune über die strahlende Bläue des Himmels, betrachte die weißen Streifen, von Flugzeugen hinterlassen, und denke darüber nach, wer wohl in den riesigen Flugmaschinen sitzen mag. Ob unter den Reisenden wohl viele Menschen sein mögen, die dem Weihnachtstrubel entfliehen wollen? Menschen auf der Flucht vor dem, was manch einer im Kreise der Menschen, die er liebt, findet? Menschen, die sich vor falscher Gemeinschaftlichkeit fürchten, und neidvoll auf jene schauen, welche wirkliche Gemeinsamkeit erleben?
Heute bin ich extra zeitig aufgestanden, um noch in Ruhe einkaufen gehen zu können. Ich wollte verzichten auf die Hetzenden, Eilenden, Gefräßigen, Drängelnden. So lief ich lahm durch den Supermarkt, füllte gedankenverloren meinen Einkaufswagen, zahlte, fror und fuhr mit dem Bus wieder nach Hause.
Nun bemerke ich langsam, wie die Coolheit von mir abfällt, wie nach und nach eine gewisse Traurigkeit über mich kommt, und ich meinen kleinen Selbstbetrug von mir abstreifen muss, der mir wie eine Schutzhülle anhaftete. Hatte ich wirklich geglaubt, dass mich die Weihnachtszeit völlig unbeeindruckt lassen würde? Ich erinnere mich, wie ich auf all den „kitschigen Weihnachtskram“ geschimpft, und selbigem entsagt hatte, und mich nun danach sehne...
23.Dezember 2000
17 Bewertungen, 3 Kommentare
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01.05.2002, 21:39 Uhr von Andreas68
Bewertung: sehr hilfreichIhr hättet das vielleicht besser in der Vorweihnachtszeit veröffentlichen o. ein Vorwort einfügen sollen, aber ich kann Menschen nicht als solche verstehen, die Eure Eindrücke nicht verstehen, sich nicht wiedererkennen in den beschriebe
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01.05.2002, 19:08 Uhr von bowling2001
Bewertung: weniger hilfreichIrgendwo ist der aktuelle Bezug aufgrund der zeitlichen Spanne zwischen dem Original und deiner Fassung hier verloren gegangen...
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01.05.2002, 19:07 Uhr von Maxilenium
Bewertung: weniger hilfreichNIchts hast du hier drinne.




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