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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von maurenbrecher
Freund = Freund?!? - Teil 3
Pro:
mal sehn
Kontra:
mal sehn
Empfehlung:
Nein
---<// 3. Teil \\\>>---
~~~~~~~~~~~~~~~~~
Am nächsten Morgen wurde sie von Silvia geweckt.
„Hier, das habe ich dir als Abschied gekauft.“ Und hielt eine rechteckige Box in der Hand, die in buntem Geschenkpapier eingepackt war.
„Oh, das muss nun wirklich nicht sein, Silvia?“
„Doch, doch. Ich dachte, da du so tapfer durchgehalten hast, hast du das verdient.“
„Na OK. Vielen, vielen Dank, Silvia. Aber eigentlich muss ich dir etwas schenken. Du warst immer so nett, und du bist immer sofort gekommen, wenn ich gerufen habe. Du wolltest mir immer bei allen Sachen helfen. Wenn mir langweilig war hast du dich immer bemüht, mich zu beschäftigen. Es tut mir sehr leid, dass ich nichts hier habe, was ein angemessenes Geschenk darstellen würde. Ich habe daran überhaupt noch nicht gedacht, kannst du mir verzeihen? Bitte.“
„Wieso verzeihen? Es ist mein Beruf, anderen zu helfen und sich um sie zu kümmern. Das Geschenk steht nicht für ’Danke schön’ sondern für ’Bitte schön’. Deshalb stehst du nicht in der Pflicht, mich auch zu beschenken.“
„Trotzdem werde ich dir ein Geschenk besorgen.“
„Ja, wenn du unbedingt willst, ist es OK. So jetzt wollen wir aber erst einmal deine Sachen zusammen packen. Deine Eltern kommen um elf Uhr und holen dich ab; bis, dahin müssen wir deine Sachen gepackt haben. Fangen wir mit dem Kleiderschrank an...
Pünktlich um elf Uhr kamen ihre Mutter und ihr Vater, Max war noch im Kindergarten. „Da seid ihr ja endlich, ich bin schon längst fertig! Papa musst du denn nicht arbeiten?“
„Ich habe mir heute frei genommen. Bei so einem tollen Ereignis ist das doch wohl auch angemessen, oder?“
„Man oh man, seid ihr nett. Das finde ich super! Also, Papa die Koffer ins Auto und ab nach Hause!“
„Nun mal ganz langsam...“
„Nein! Nicht langsam, schnell!“
„Wir müssen erst noch ein paar Formulare ausfüllen“, sagte die Mutter
„Wieso habt ihr das nicht schon längst gemacht?“
„Ach hör doch auf uns so zu nerven. Wir sind nun auch nicht mehr die Jüngsten.“
Dann, endlich zu Hause angekommen, will Caroline erst einmal ihr Zimmer sehen. „Oh, habt ihr das schön eingerichtet. Hat Max alle Bilder gemalt? Die sehen so schön aus!“
„Ja, traust du mir das etwa nicht zu? Ich kann auch so schön malen wie du“, antwortete Max.
„Doch, doch. Nur habe ich lange nicht mehr so schöne Bilder von dir gesehen.“
„Na, dann lasst uns jetzt erst einmal Mittag essen. Es gibt heute dein Lieblingsessen, Caroline. Fischstäbchen mit Pommes und einem saftigem Salat“, sagte die Mutter.
„Was habe ich bloß gemacht, dass ihr alle so nett zu mir seid?“
„Wir wollen dich nur von deinen bleibenden Verletzungen ablenken“, erklärte der Vater und fuhr Caroline an den Essenstisch.
„Wieso ablenken? Ich komme ganz gut damit zurecht.“
„Dann ist es ja gut. Aber trotzdem, ich finde, da du behindert bist, hast du eine besondere Zuneigung verdient“, sagte ihre Mutter.
„Danke, dass du mich behindert nennst. Dann müsste ich doch wohl auf eine andere Schule gehen, oder? Ich bin höchstens in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Aber sonst bin ich total gesund!“
„Du weißt was ich mit ’behindert’ meine, aber es gibt halt kein anderes, genauer definierendes Wort.“
„Dann benutz halt immer meine Form, selbst wenn du es allen anderen erst erklären musst, aber irgendwann werden dann alle diese Form benutzen. Oder bist du sprechfaul?“
„Ja ist in Ordnung. Nun lass aber dein Essen nicht kalt werden.“
Fortsätzung folgt...
thx fürs Lesen
© 2003 by maurenrbecher
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Am nächsten Morgen wurde sie von Silvia geweckt.
„Hier, das habe ich dir als Abschied gekauft.“ Und hielt eine rechteckige Box in der Hand, die in buntem Geschenkpapier eingepackt war.
„Oh, das muss nun wirklich nicht sein, Silvia?“
„Doch, doch. Ich dachte, da du so tapfer durchgehalten hast, hast du das verdient.“
„Na OK. Vielen, vielen Dank, Silvia. Aber eigentlich muss ich dir etwas schenken. Du warst immer so nett, und du bist immer sofort gekommen, wenn ich gerufen habe. Du wolltest mir immer bei allen Sachen helfen. Wenn mir langweilig war hast du dich immer bemüht, mich zu beschäftigen. Es tut mir sehr leid, dass ich nichts hier habe, was ein angemessenes Geschenk darstellen würde. Ich habe daran überhaupt noch nicht gedacht, kannst du mir verzeihen? Bitte.“
„Wieso verzeihen? Es ist mein Beruf, anderen zu helfen und sich um sie zu kümmern. Das Geschenk steht nicht für ’Danke schön’ sondern für ’Bitte schön’. Deshalb stehst du nicht in der Pflicht, mich auch zu beschenken.“
„Trotzdem werde ich dir ein Geschenk besorgen.“
„Ja, wenn du unbedingt willst, ist es OK. So jetzt wollen wir aber erst einmal deine Sachen zusammen packen. Deine Eltern kommen um elf Uhr und holen dich ab; bis, dahin müssen wir deine Sachen gepackt haben. Fangen wir mit dem Kleiderschrank an...
Pünktlich um elf Uhr kamen ihre Mutter und ihr Vater, Max war noch im Kindergarten. „Da seid ihr ja endlich, ich bin schon längst fertig! Papa musst du denn nicht arbeiten?“
„Ich habe mir heute frei genommen. Bei so einem tollen Ereignis ist das doch wohl auch angemessen, oder?“
„Man oh man, seid ihr nett. Das finde ich super! Also, Papa die Koffer ins Auto und ab nach Hause!“
„Nun mal ganz langsam...“
„Nein! Nicht langsam, schnell!“
„Wir müssen erst noch ein paar Formulare ausfüllen“, sagte die Mutter
„Wieso habt ihr das nicht schon längst gemacht?“
„Ach hör doch auf uns so zu nerven. Wir sind nun auch nicht mehr die Jüngsten.“
Dann, endlich zu Hause angekommen, will Caroline erst einmal ihr Zimmer sehen. „Oh, habt ihr das schön eingerichtet. Hat Max alle Bilder gemalt? Die sehen so schön aus!“
„Ja, traust du mir das etwa nicht zu? Ich kann auch so schön malen wie du“, antwortete Max.
„Doch, doch. Nur habe ich lange nicht mehr so schöne Bilder von dir gesehen.“
„Na, dann lasst uns jetzt erst einmal Mittag essen. Es gibt heute dein Lieblingsessen, Caroline. Fischstäbchen mit Pommes und einem saftigem Salat“, sagte die Mutter.
„Was habe ich bloß gemacht, dass ihr alle so nett zu mir seid?“
„Wir wollen dich nur von deinen bleibenden Verletzungen ablenken“, erklärte der Vater und fuhr Caroline an den Essenstisch.
„Wieso ablenken? Ich komme ganz gut damit zurecht.“
„Dann ist es ja gut. Aber trotzdem, ich finde, da du behindert bist, hast du eine besondere Zuneigung verdient“, sagte ihre Mutter.
„Danke, dass du mich behindert nennst. Dann müsste ich doch wohl auf eine andere Schule gehen, oder? Ich bin höchstens in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Aber sonst bin ich total gesund!“
„Du weißt was ich mit ’behindert’ meine, aber es gibt halt kein anderes, genauer definierendes Wort.“
„Dann benutz halt immer meine Form, selbst wenn du es allen anderen erst erklären musst, aber irgendwann werden dann alle diese Form benutzen. Oder bist du sprechfaul?“
„Ja ist in Ordnung. Nun lass aber dein Essen nicht kalt werden.“
Fortsätzung folgt...
thx fürs Lesen
© 2003 by maurenrbecher
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