Umweltschutz Zuhause Testbericht

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Erfahrungsbericht von ursand

Energie- und Kosten sparen - dauerhaft

Pro:

Energie- und Kostensparen

Kontra:

Zum Teil nur für Hausbesitzer

Empfehlung:

Ja

In Deutschland entfällt rund ein Drittel des gesamten Energiekonsums auf die Raumheizung. Im durchschnittlichen Privathaushalt fallen rund 75 Prozent des Energiebedarfs auf die Heizung, der Rest verteilt sich auf Haushaltsstrom und Warmwasserbereitung.

Demnach wird der größte Teil der Endenergie im Haushalt für die Raumwärme verwendet, deshalb sind zunächst einmal Maßnahmen zur Wärmedämmung, vor allem bei einem altem Haus wie z.B. unserem Baujahr 1953, angebracht.

Um die Transmissionsverluste (= „Die aus verschiedenen Emissionsquellen = [Wenn etwas an die Umwelt abgegeben wird, bezeichnet man das als Emission] freigesetzten Schadstoffe breiten sich in der Luft aus. Diese Ausbreitung, Transmission genannt, ist ein komplizierter Vorgang. Er setzt sich zusammen aus der Verdünnung des Schadstoffes durch die Atmosphäre und aus dem Transport des Schadstoffes durch den Wind. Daraus ergibt sich ein ganz bestimmtes Ausbreitungsverhalten, das mit Hilfe mathematischer Modelle, so genannter Ausbreitungsrechnungen, beschrieben werden kann.“) zu senken, beginnen wir mit der nachträglichen Dämmung im Dachbereich, der Kellerdecke und der Außenwände.

Die Einfachverglasung ist mindestens durch 2-Scheiben-Isolierglasfenster zu ersetzen, um den K-Wert der Fenster von 5 auf 2,6 W/m²K herabzusenken. (Jedes Baumaterial hat eine bestimmte Wärmeleitfähigkeit lambda. Beton hat eine besonders hohe Wärmeleitfähigkeit (2 W/m*K) und Dämmstoffe eine niedrige (0,02 bis 0,04 W/m*K). Je niedriger die Wärmeleitfähigkeit eines Baumaterials, um so besser ist seine Dämmwirkung. Wärmedämmstoffe werden entsprechend ihrer Wärmeleitfähigkeit in verschiedene Wärmeleitfähigkeitsgruppen eingeteilt (020 entspricht lambda= 0,02 W/m*K, 030 entspricht 0,03 W/m*k usw.) Ein Dämmstoff der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 020 erreicht etwa die doppelte Dämmwirkung wie ein Dämmstoff der Gruppe 040. Optimaler ist Wärmeschutzglas, denn dieses verringert den K-Wert auf 1,5 W/m²K. Das Anbringen von Rolläden oder Fensterklappen senkt zusätzlich den nächtlichen Wärmeverlust.

Heizkörpernischen erhalten eine nachträgliche Innenwanddämmung, die Heizkörper werden mit Thermostatventilen versehen, weil diese die eingestellten Temperaturen halten.

Sind diese Dämmmaßnahmen erfolgreich durchgeführt, wird die Konzentration auf den Heizkessel und die Brauchwarmwasserbereitung gelenkt. Der veraltete Heizkessel wird einem modernen Niedertemperaturkessel mit separatem Boiler weichen. Beides ist mit einer Steuerung ausgerüstet, um nicht nur Bereitschaftsverluste, sondern auch Strom zu sparen. Durch einen Außentemperaturfühler wird die Vorlauftemperatur der Heizanlage witterungs bedingt geregelt. Die Rohrleitungen der Heizung und des Warmwassers werden isoliert.

Das Anbringen von Solarflachkollektoren auf dem Dach zur Warmwasserbereitung ist eine weitere Energiesparmaßnahme.

Bei der Anschaffung von Haushaltsgroßgeräten sollte das Hauptaugenmerk dem Stromverbrauch gelten. Für die Hersteller besteht über den Energieverbrauch eine Kennzeichnungspflicht. Veraltete Geräte verbrauchen erheblich mehr Energie als heute nach dem Stand der Technik notwendig wäre.


Kühlschrank
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Bei neuen Kühlschränken konnte der Energieverbrauch um 25 Prozent gesenkt werden. Bevor die Kaufentscheidung fällt, ist jedoch ein Vergleich der Geräte von Bedeutung, denn es gibt im Energieverbrauch erhebliche Unterschiede. So kostet z.B. der „Foron“ etwa doppelt so viel Strom wie der sparsame Kühlschrank von „Liebherr“.


Gefriergeräte
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Gefriergeräte gehören zu den Haushaltsgroßgeräten, deren Anschaffung sehr genau überlegt werden muß, ob es für die Größe des Haushalts überhaupt sinnvoll ist. Bei Neukauf gilt wie bei Kühlschränken auch, nur Geräte zu erstehen, die kein FCKW und/oder FKW enthalten und energiesparend sind. Beim Vergleich der Geräte lassen sich ebenfalls bis zu 50% der Stromkosten sparen. Gefriertruhen verbrauchen bei gleichem Volumen wie Gefrierschränke im allgemeinen weniger Energie. Ob Gefrierschrank oder -truhe, der Aufstellungsort soll sich ebenso wie bei Kühlschränken an einem kühlen Ort befinden und nicht der Sonnenbestrahlung oder der Wärmeabgabe von Heizkörpern, Herden und ähnlichem ausgesetzt sein.


Geschirrspülmaschine
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Die Hersteller von Geschirrspülmaschinen konnten ihre Verbrauchswerte stark senken, und die Geräte sind mittlerweile gegenüber dem Spülen von Hand sogar energiesparender. Voraussetzung ist jedoch, daß sie nur voll beladen angestellt werden. Bei Neukauf sollten die Verbrauchswerte der Hersteller verglichen werden.


Waschmaschine
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Bei Waschmaschinen ist im Hinblick auf die Optimierung besonderer Wert auf den Energie- und Wasserverbrauch – wie auch bei Geschirrspülmaschinen – auf die Beladung zu legen. Wie Geschirrspülmaschinen benötigen auch Waschmaschinen den meisten Strom zum Aufheizen des Wassers. Bei beiden sollte die Anschlußmöglichkeit an das Warmwasser gegeben sein. Dies ist besonders sinnvoll bei Warmwasserbereitung durch Solaranlagen.


Wäschetrockner
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Wäschetrockner gehören nach wie vor zu den Stromfressern, denn sie verbrauchen fast doppelt so viel Energie wie Waschmaschinen und zählen meines Erachtens nicht zu einer ökologisch sinnvollen Ausstattung mit Haushaltsgroßgeräten!


Des weiteren gilt es generell zu beachten:
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Kühl- und Gefriergeräte werden nicht an warmen Standorten aufgestellt und regelmäßig abgetaut, denn Reifansatz erhöht den Energiebedarf. Es werden keine warmen Speisen oder Getränke in diese Geräte gestellt.

Beim Herd oder Backofen verzichten wir auf das Vorheizen, garen mit wenig Wasser, legen den Deckel auf den Topf und stellen diese auf seinen Durchmesser entsprechende Herdplatte. Zehn Minuten vor Ende der Kochzeit schalten wir den Herd/Backofen ab und nutzen die Restwärme.

Das Backen mit Umluft ermöglicht das Einsetzen mehrerer Bleche und eine geringere Temperatur.

Bei längeren Garzeiten setzen wir den Schnellkochtopf ein.

Bei kleineren Kochmengen greifen wir auf die Mikrowelle zurück.

Kaffee/Tee wird nicht auf der Warmhalteplatte gelassen, sondern in die Thermoskanne gefüllt.

Kleine Mengen Wasser werden im Wasserkocher erhitzt.

Die Heizungsanlage wird regelmäßig gewartet und die Räume heizen wir je nach Bedarf. Da Dauerlüften nur die Straße heizt, lüften wir kurz und gründlich.

Fensterläden, Rolläden und Vorhänge werden nachts geschlossen und die Raumtemperaturen gesenkt.

Geräte mit „Stand-by-Betrieb“ werden nach Gebrauch ausgeschaltet
.
Normale Glühbirnen werden durch Energiesparlampen ersetzt.

Statt Vollbäder zu nehmen wird geduscht. Armaturen und Duschkopf sind mit Durchflußbegrenzern versehen.

Der Warmwasserspeicher steht auf 60º statt auf z.B. 80º.

Wie bereits o.a. wird die Wasch- und Geschirrspülmaschine an das Warmwasser angeschlossen und beides nur voll beladen in Gang gesetzt.

Die Wäsche wird nicht gekocht, da dieses ebenso überflüssig ist wie die Vorwäsche.

Bei der Geschirrspülmaschine wird der Spargang mit 50º- 55º benutzt, da dieser im allgemeinen ausreicht.

Wenn auf den Trockner nicht verzichtet werden kann, wird dieser nur voll beladen und mit gut geschleuderter Wäsche gestartet.

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Ich schreibe auch für ciao
Ursand©10.11.2003

p.s. Die Bewertung bezieht sich auf das Energiesparen.

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