VW Golf II Testbericht

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- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von Hunley
Nicht kaputtzukriegen...
Pro:
Ersatzteile und Unterhalt billig, Hochofenheizung
Kontra:
manchmal etwas zickig, Roststellen kommen schon langsam
Empfehlung:
Ja
Also ich bin seit über einem Jahr Fahrer und Besitzer eines weißen Golf GL 1.8, 90 PS, 3türig, Bj. 89, gekauft im Oktober 2006 mit 200tkm. Servo, ZV, elektrische Spiegel, ABS, schwarze Rückleuchten und Blinker, originale Kunststoffverbreiterungen, zwar auf Winterreifen aber die wenigstens auf Alu. Heute, im November 2007, hab ich 215tkm drauf.
Ich hatte vorher einen 2004er BMW 320d, die Finanzierung ist jedoch ausgelaufen und ich hatte momentan kein Geld für ein richtiges Auto. Maximal 1000,- Euro wollte ich ausgeben mit neuem TÜV. Warum also nicht mal Golf fahren. War nicht unbedingt der Golf-Fan (hatte schon 1er und 2er Scirocco aber sonst eher auf BMW), aber so schlecht war er ja gar nicht. Probieren wir es einmal. Es mußte aber ein GL sein, weil ich die großen Stoßstangen wollte (ohne schaut er ja auch nach nichts aus). Dazu noch Servo und ZV. Und eben relativ neuen TÜV.
Ich hab dann den richtigen Kandidaten gefunden, für 950,- Euro wechselt er den Besitzer, incl. nagelneuen TÜV und schon mit Umrüstung auf D3. In unseren Breiten sind Winterautos üblich, daher war es auch nicht erstaunlich daß schon eine 2stellige Anzahl an Vorbesitzern eingetragen waren. Ich glaube ich bin der erste, der sich wieder um die Pflege so richtig gekümmert hat. Gut, bringt der Gesellenbrief zum Mechaniker ja doch noch etwas.
Erst mal eine Grundreinigung gemacht. Der Lack sieht noch gut aus, hat bis zu den Fensterkanten mal eine neue Schicht bekommen. Zwar nicht unbedingt in "Erstausrüsterqualität", aber glänzen tut er. Die Kunststoffteile mit Sonax "Kunststoffneu" auch wieder auf Vordermann gebracht und innen war er relativ sauber.
Der Vorvorbesitzer wollte aus dem Auto anscheinend was machen und ist auf halber Strecke stehen geblieben. Ich muß mich heute mit so ach so tollen pupertären Gimmicks rumschlagen wie einem Startknopf und einem abgesägten Schaltknauf. Ersteres sollte wohl cool sein und letzteres sportlich. Tatsächlich war ersteres umständlich und letzteres ließ hauptsächlich nur die Gänge hakeln.
Er war schon laut, das mußte ich zugeben. In meinen Ohren schon dröhnend, vor 10 Jahren hätt ich das noch als sportlich empfunden.
Da war ein neuer Auspufftopf angesagt. Hab es noch eine Weile rausgeschoben. Genau solang, bis mir auf der Autobahn das letzte Stückchen Endrohr am Topf abgerissen ist und sich, bedingt durch die Aufhängung und der Hebelwirkung, nach oben gerichtet hat und mir ein halbrundes Loch in den Stoßfänger geschmort hat.
Hab dann bei Ebay einen Komplettsatz bestellt ab Kat, also Rohr, Mittel- und Endtopf. Zusammen für 120 Euro. Gut, kannst nichts falsch machen, wenn es 2 Jahre dicht bleibt hat es seine Schuldigkeit getan. Leider hat das Endrohr eine falsche Krümmung gehabt und hätte meinen Stoßfänger weiter verschmort, das mußten wir also auch richten. Bei einem CL mit kleiner Stoßstange wäre es wahrscheinlich nicht aufgefallen.
Aber jetzt hatte ich wenigstens einigermaßen Ruhe im Karton.
Irgendwann nach ein paar Tagen fängt er an zu ruckeln beim Fahren, vor allem beim Gasgeben. Ich hab dann erstmal Luftfilter und Zündkerzen gewechselt, das Kabel von der Lambdasonde geflickt (war schon angeschmort) und dann noch den Benzinfilter gewechselt. Welche dieser Maßnahmen letztendlich geholfen hat weiß ich nicht, es war jedenfalls Ruhe danach.
Da die Temperatur im Stand und Stadtverkehr gerne mal bis kurz vor den roten Bereich ging ist mal ein neues Thermostat reingekommen. Jetzt steht der Zeiger zwar auf 3/4, aber das ist anscheinend normal was ich so von anderen Gölfen gehört habe.
Die Servolenkung ruckte bei voll eingeschlagenem Lenkrad. Ursache war ein Keilriemen, der schon an den Seiten eingelaufen war und dadurch zu tief in die Riemenscheibe reinrutschte. Dadurch war er natürlich locker. Den neuen Riemen wollte ich dann bei ATU kaufen. Laut denen gab es die Größe nicht mehr, er wollte mir einen breiteren Aufschwatzen, der dafür 5mm länger war. Über kurz oder lang wären da die Seiten wieder eingelaufen und das gleiche Problem wäre wieder da. Hab den Riemen dann für 8 Euro beim VW-Händler gekauft und er paßt. Soviel zur Beratung von ATU.
Hab im Laufe des Jahres auch mal den Zahnriemen gewechselt (13,- Euro), die hinteren Stoßdämpfer (35,- Euro die Dämpfer und ca. 25,- Euro Kleinteile dazu) und eine Antriebswellenmanschette (10,- Euro). Ein Getriebeölwechsel hat eine kleine Erleichterung beim Schalten gebracht, der Ölstand war eh schon viel zu niedrig.
Leider war er immer noch laut. Eine genauere Untersuchung des Kats ergab im Juni 07, daß ein "Katalysator-Tuning" verbaut war. Dabei wird nichts eingebaut sondern rausgeschmissen. Dat Ding war leer wie meine Brieftasche. Deshalb auch die unangenehme Lautstärke und das Dröhnen bei Vollgas. Da ich meine Ohren schonen wollte und außerdem mich mit dem Ding nicht erwischen lassen wollte (ist Steuerhinterziehung und die ABE erlischt!) hab ich gebraucht einen anderen Kat gekauft (60,- Euro). Beim Einschweißen gab es gewisse Kontaktprobleme, also das vordere Rohr vom Krümmer zum Kat auch gleich noch neu mit reingemacht. Hätte normal 70 Euro gekostet beim Teilehändler, hab es im Versandhandel für 18 gekriegt.
Jetzt war er doch schon merklich ruhiger. Leider hielt das nicht lange an. Seit 4 Wochen ungefähr dröhnt er schon wieder unangenehm. Das kommt vom Endtopf. Die billigen Ebay-Püffe sind zwar blechmäßig nicht so schlecht, aber die Schalldämmwirkung läßt sehr zu wünschen übrig. Also kommt in nicht allzu ferner Zukunft ein Marken-Topf rein.
Habe noch die hinteren Scheiben getönt (8 Euro), fürs erste Mal hab ich es gar nicht schlecht hingekriegt.
Ansonsten ist der Golf ein zuverlässiger Kamerad, hat mich nur 2x stehen lassen. Einmal war der Stecker vom Hall-Geber ein bißchen korrodiert und Halter von einer Schaltstange war gebrochen (nur noch 3. und 4. Gang schaltbar).
Bin jetzt auch schon gut durch den Winter gekommen, obwohl alte no-name-Winterreifen drauf sind. Und ich muß hier im Bayerischen Wald wirklich durch viel Schnee.
AUßENMERKMALE
BELEUCHTUNG
Ich habe die normalen, originalen Scheinwerfer drin mit helleren H4 Birnen. Damit erleuchtet man die Straße absolut ausreichend. Das Fernlicht ist auch ok, mit den Doppelscheinwerfern wäre es natürlich noch besser. Billige Klarglasscheinwerfer sind meist sogar noch schlechter in der Ausleuchtung und blenden den Gegenverkehr.
Je nach Fahrzeugalter kann es sein, daß die Scheinwerfer etwas schwach sind. Meist sind da die Kabel schon ein bißchen korrodiert. Um dem auf den Grund zu gehen sollte man bei laufendem Motor einmal die Spannung an der Batterie und am Stecker der H4-Birnen messen. Der Strom geht nämlich komplett über den Lichtschalter und ist aufgrund der Leitungslänge natürlich anfällig für Gammel. Ist da ein deutliches Gefälle messbar, kann man über 4 Relais (2x Abblend- und 2x Fernlicht) einen Bypass legen vom Batterieplus zum Scheinwerfer. Sicherung dazwischen nicht vergessen.
Die Blinker sind in der Stoßstange verbaut und von den Seiten nicht zu erkennen. Deshalb sollte man vielleicht noch Seitenblinker nachrüsten. Die sind nicht so teuer und die Löcher sind schon vorhanden und mit schwarzen Plastikschildern abgedeckt. Wenn man den Innenkotflügel rausbaut kommt man da gut hin.
Die Rückleuchten sind von innen leicht erreichbar und bieten auch schon eine Nebelschlußleuchte. Es gibt diverse Rückleuchten, teilweise auch schon ab Werk. Es gab Standard, weiße Blinker, schwarze Blinker, Klarglas und auch noch die ganz schwarzen. Bei letzteren muß dann eine extra Nebelschlußleuchte installiert werden und zusätzliche Rückstrahler. Die hab ich bei mir übrigens da hingeklebt, wo normal die NSL im Gehäuse wäre.
MOTOR
Der Motorraum ist zumeist sehr aufgeräumt und gut zugänglich (für heutige Verhältnisse). Die Ventildeckeldichtung ist manchmal etwas undicht, ist aber eine Sache von 10,- Euro und von jedem Schrauber zu bewältigen. Meist sieht man dem Motor das Alter an, es ist auch überall Rost. Dieser ist aber eigentlich nur optischer Natur und kein eigentlicher Mangel. Ich habe ordentlich saubergemacht drin und dann mit Motorplast versiegelt. Hab es gerne sauber.
Die Einfüllstutzen für die Flüssigkeiten sind allesamt gut zugänglich und auch gut ablesbar.
Der Ölfilter kann leicht von oben gelöst werden, ein Ölwechsel ist also ohne Grube oder Bühne leicht möglich.
GETRIEBE
Ich habe bei mir das 5-Gang-Schaltgetriebe drin. Meines hakelt schon ein wenig, was zum Teil auf den gekürzten Schalthebel zurückzuführen ist, was die Schaltung auch unpräzise macht. Der 1. Gang geht nur im Stand rein. Der Rest wird wohl Verschleiß der Synchronringe sein.
Eigentlich ist eine Lebensdauerfüllung Getriebeöl drin. Da aber das Öl auf keinen Fall mehr wird sollte man doch mal einen Wechsel anstreben. Es sind 2 17er Inbusschrauben, die von der linken Seite erreicht werden können. Eine unten zum Ablassen und eine an der Seite zum Auffüllen.
Die Übersetzungen sind angemessen, bei Tempo 100 liegt man bei den Benziner-typischen 3000 U/min. Der Rückwärtsgang liegt links oben, die Arretierung (Drücken und rüber) macht bei meinem keine Probleme. Wenn das Getriebe schon recht ausgenudelt ist kann es bei manchem Auto vorkommen, daß man den 1. mit dem R-Gang verwechselt.
Die Übertragung vom Schaltknüppel zum Getriebe wird vorne über 2 kurze Schaltstangen geregelt. Diese sind ca. 20 cm lang und haben auf einer bzw. beiden Seiten Kunststoffpfannen zur Verbindung. Im Alter können diese leicht brechen. Man kann dann entweder nur noch horizontal oder vertikal schalten. Eine neue Stange kostet unter 10 Euro.
Ich weiß nicht ob meine Kupplung schon mal gewechselt worden ist, ich denke aber nicht. Bisher hatte ich noch keine Probleme damit.
Es gab den Golf auch mit 4-Gang-Automatikgetriebe, da gehen die Meinungen aber auseinander. Der Komfort ist schon größer, aber oft auch der Benzinverbrauch. Kommt wohl auch viel auf die Fahrweise an.
FAHRWERK
Die Manschetten der Antriebswellen sind eigentlich fast bei jedem Auto marode und sollten umgehend gewechselt werden. Bei tiefergelegten Autos ist der Lebenszyklus der äußeren Gummis kürzer. Hört man beim Einschlagen oder Kurvenfahren ein Klappern so ist ein Gelenk schon fettfrei und oft auch schon kaputt. Wer es zu lange hinauszögert dem kann das Gelenk schon mal um die Ohren fliegen bei voller Fahrt. Ein Wechsel ist mit entsprechendem Werkzeug machbar. (außen eine große Mutter die fest angezogen ist und innen sind es Vielzahn-Schrauben. Die sollten evtl. gleich mit ersetzt werden). Die Achsträger sind meist mit Rost überzogen, das ist aber normal und meist nur optischer Natur.
RÄDER UND REIFEN
Die gängigsten Reifengrößen sind 155/80 R13, 175/70 R13, 185/60 R14 und 195/50 R15. Ich habe die goldene Mitte drauf, nämlich die 185er. Die sind der beste Kompromiss zwischen Komfort und Seitenführung. Die Reifengrößen sind allesamt gängig und deshalb auch nicht sonderlich teuer. Gebrauchte Felgen sind in Stahl und Alu auf dem Markt reichlich vorhanden und verhältnismäßig günstig zu erwerben. Die Felgen haben einen Lochkreis von 4x100, die hatte der Golf III auch. Per Eintragung passen auch manche Felgen vom alten 3er BMW E30.
Im Kofferraum befindet sich nur ein Notrad.
KAROSSERIE
Die Karosserie ist unverkennbar im Stil der 80er gezeichnet, das ist Geschmacksfrage und läßt kaum Raum für feste Beurteilungen ob schön oder nicht. Ich habe den 3türer, es gab ihn natürlich auch mit 5 Türen, optisch schaut aber der 3türer meiner Meinung nach besser aus. Die Türen sind ausreichend groß. Leider hängen sie im Alter etwas durch, man muß sie dann neu ausrichten, was mit etwas Geduld und einer 15er Nuß zu machen ist. Man muß dann den besten Kompromiss finden, entweder die Tür geht nur mit Schwung zu oder sie steht etwas heraus und verursacht Windgeräusche.
Der Tankdeckel sitzt rechts hinten und wird entweder über die ZV verriegelt oder per Schlüssel aufgeschlossen.
Die Zentralverriegelung läßt sich nur von der Fahrertür aus betätigen. Die Beifahrertür läßt sich aber normal auf- und zusperren. Der Kofferraum wird mit verriegelt. Wenn man den manuell hinten zusperrt geht er auch mit der ZV nicht auf.
Alle Gummidichtungen außen färben extrem ab. Wenn man mit einem Lappen drüberfährt könnte man meinen, die wären mit Schuhcreme eingeschmiert. Mehrfaches Reinigen half bei mir nicht wirklich. Das ablaufende Regenwasser zieht auch immer schwarze Spuren nach unten, was bei einem weißen Auto natürlich extrem auffällt. Erst seit ich auch diese Gummis mit "Sonax Kunststoffneu" behandelt habe ist einigermaßen Ruhe.
Der GL hatte grüne Wärmeschutzverglasung serienmäßig.
Die Türfenster neigen mit zunehmender Betätigung zum Klappern, hierbei ist das Gestänge ausgeschlagen. Ein neues kostet pro Tür ca. 40 Euro (VW) oder auch im freien Handel für 20. (Manueller Heber). Sie schließen dann auch meist nicht mehr ganz dicht und verursachen Windgeräusche. Die äußere Schachtabdeckungsleiste der Tür (schwarze Gummileiste an der Unterseite der Scheibe) wird im Alter leider auch nicht besser. Oft wird die immer kürzer, was man vorne im Bereich des Außenspiegels gut sehen kann. Bei mir fehlen bestimmt schon 2 cm. Auch das verursacht Windgeräusche. Bei Wassereinbruch sollte man einen Austausch in Erwägung ziehen. (ca. 30 Euro je Stück, nur bei VW)
Die Scheiben sind alle nur eingezogen und nicht geklebt. Das ist zwar vorteilhaft beim Austausch einer Scheibe, die Frontscheibe neigt allerdings zu Undichtigkeiten in den unteren Ecken. Sollte man ständig Feuchtigkeit im Fahrzeug haben (Scheiben beschlagen trotz Heizung) und der Fußraum feucht sein ist da die Ursache zu suchen. Abhilfe schafft meist nur einen neue Scheibendichtung. Dabei sollte man auch gleich auftretenden Rost an den Fensterkanten entfernen und gut versiegeln.
Apropos Rost. Meiner hat eigentlich fast keinen, nur an den üblichen Stellen wie die Fensterrahmen und an den Löchern der Scheibenwischerarme. Ab ca. 1988 wurde die Rostvorsorge drastisch verbessert. Alle Baujahre danach haben eigentlich kaum ein Rostproblem. Teilweise läuft auch heute noch das Hohlraumwachs aus der Heckklappe. Zu sehen in den 2 senkrechten dunklen Streifen.
Die schwarze Kunststoffschürze der vorderen Stoßstange ist robust und beweglich. Sie verzeiht auch Bordsteinkontakte. Für den Winter kann man die Schürze auch ganz leicht abnehmen, ist nur geklickt.
Die Türgriffe sind etwas empfindlich. Technisch bedingt neigt der Betätigungshebel zum Abbrechen. Hinauszögern kann man das am besten mit regelmäßiger Schmierung. Dazu einfach die silberne Blende abhebeln. Diese Schraube und die 2. in der offenen Tür lösen und den Griff einfach rausnehmen und einsprühen. Im Notfall gibt es auch diese Teile gebraucht, ob diese dann allerdings noch in besserem Zustand sind ist zweifelhaft.
Der Heckwischer ist serienmäßig und wird über den Scheibenwischerhebel (drücken für ein- und ausschalten) betätigt. Auch eine Scheibenwaschanlage ist dabei.
INNERE WERTE
Das Armaturenbrett ist übersichtlich und in der GL-Ausführung auch gepolstert und mit einer Chromleiste versehen. Alle Schalter sind neben dem Tacho untergebracht und immer im Sichtfeld. Der Warnblinkschalter ist seit der neuen Zentralelektrik auf der Lenksäule und damit nicht ideal erreichbar. Aber das ist eben Stand der 80er.
Die Blinker- und Scheibenwischhebel sind normal erreichbar und versagen bei manchen Fahrzeugen den Dienst. Ersatz ist gebraucht in Massen vorhanden für weniger als 20 Euro. Bei Fahrzeugen ab 89 mit neuer ZE passen auch die runderen Schalter vom Golf III.
Die Beleuchtung ist in grün gehalten. Ich habe sie auf rot umgebaut, das geht zumindest für die Instrumente und den Heizungsregler ohne großen finanziellen Aufwand, nur ein wenig Glühlampenlack. Es ist aber eine ziemliche Fummelei.
Als Lenkrad war im GL war serienmäßig das 4-Speichen-Sportlenkrad verbaut. Ich hatte noch ein richtiges Sportlenkrad da (nur ein billiges mit Kunststoffkranz) von meinem 2er Scirocco. Dazu mußte ich nur die Adapterhülse von der Lenksäule machen dann hat das auch gepaßt. Ich kann es jedem mit Servo empfehlen, der Fahrspaß verdoppelt sich damit wirklich, er fährt sich richtig knackig um die Kurven.
Der Radio (siehe meinen Bericht Clarion DXZ 468 RMP) ist auf Lenkradhöhe ein wenig gewöhnungsbedürftig. Man kann 6 Lautsprecher an original Einbauorten unterbringen. 2 kleine auf dem Armaturenbrett, 2 in den Türtaschen (Bei Klappfächern gibt es Adapter günstig im Zubehör) und 2 ovale hinten in den starren Auflagen der Hutablage. Evtl. bau ich den Radio auch an die Stelle des Aschenbechers in der unteren Konsole. Die ist übrigens überhaupt nicht beleuchtet, d. h. wer den Aschenbecher nicht aufmacht hat unterhalb der Instrumente keinerlei Lichtpunkte. Da ich es so dunkel nicht mag hab ich gleich noch eine rote Lampe in das mittlere Ablagefach vor dem Schaltknüppel gebaut. Die Konsole ist leicht entfernbar.
Neben diesem Fach finden sich Ablagen links vom Lenkrad vor dem Sicherungskasten (Sogar mit Filz ausgeschlagen), das "Geheimfach" unter dem Lenkrad, in dem die Bordbuchmappe steckt, natürlich das Handschuhfach und darunter noch eine offene Ablage, in der man bequem einen Atlas im A4-Format unterbringen kann. Wer keine elektrischen Fensterheber hat findet über dem Aschenbecher noch eine Ablagemöglichkeit für z. B. die Sonnenbrille. In den Türverkleidungen sind auch noch Fächer. Im vorderen Bereich davon ist entweder ein Klappfach oder die Lautsprecher untergebracht, im Rest lassen sich bequem CDs, Eiskratzer usw. unterbringen. Ein bißchen festklemmen schadet nicht (nehm dazu immer den Schwamm), da die Fächer aus Kunststoff sind und der Inhalt natürlich zum Klappern neigt.
Die Stoffbezüge der Sitze sind bei mir trotz der hohen Laufleistung noch nicht abgewetzt. In den Türen findet man den Stoff des Innenausstattung wieder. Die Rücksitzlehne ist 2/3 zu 1/3 umklappbar, man kann sie dann mit der Bank zusammen nochmals vorklappen und legt dadurch einen sehr geräumigen Laderaum frei. Ich habe eben einen Umzug hinter mir und habe dort einige Umzugskartons reingebracht.
Die vorderen Sitze neigen zum Kippeln, das liegt an verschlissenen Gleitstücken in den Sitzschienen. Die sind aber für ein paar Euro leicht ersetzbar. Die Sitze an sich lassen sich sehr leicht herausnehmen. Am Vordersitz muß nur die 10er Schraube an der Längsverriegelung (Mitte) abgeschraubt werden dann kann man den Sitz nach hinten rausschieben (Blenden hinten noch lösen). Die Rücksitze sind nur mit 6 Schrauben festgemacht, die unter schwarzen Plastikkappen im Innenraum zu finden sind.
Die Aufnahmen für die Vordersitze sind sehr verbreitet bei VW und alten Audi, da passen oft auch Sitze eines anderen Modells. Die Sportsitze vom Corrado sollen sehr bequem sein und sind deshalb für den Golf begehrt.
Bei Sportsitzen wetzen sich oft die äußeren Wangen ab vom Aus- und Einsteigen. Manchmal gibt es bei dieser Gelegenheit auch schmerzhafte Zusammenkünfte von Oberschenkel und diesen Wangen, die am Rand sehr hart sind. Ist aber alles eine Frage der persönlichen Gelenkigkeit.
Der Kofferraum ist im allgemeinen recht gut zugänglich. Die Ladekante ist zwar recht hoch aber noch erträglich, da das Nummernschild ja an der Klappe ist und der Raum zwischen den Rückleuchten auch mit hochschwingt. In der GL-Ausstattung sind die Radkästen meist mit Schaumgummi ausgekleidet, der CL war normalerweise nackt und im GTI gibt es die Seitenverkleidungen auch als Teppich. Apropos Teppich. Bei mir ist er schwarz und zeigt noch keinen Verschleiß, was an den langen Fasern liegt. Diese machen ihn zwar auf eine gewisse Art und Weise flauschig, erschweren aber die Reinigung. Wer schon einmal versucht hat, Sandkörner aus so einem Material zu saugen weiß wovon ich rede. Der Teppich geht übrigens bis unter die Rücksitze, d. h. wenn diese vorgeklappt sind ist das Transportgut auch weich gelagert.
Im Kofferraum selbst befindet sich in der linken Ecke die Pumpe für die ZV und an der Rückwand rechts das ABS-Steuergerät (wenn vorhanden). Auf der linken Seite ist ein Halter für einen Verbandkasten angebracht und an der Innenseite der Rückwand 2 Gummibänder für das Warndreieck. Ich habe das restliche sichtbare Blech in schwarz matt lackiert, damit es zur restlichen Innenverkleidung paßt.
Die Heizung verdient ihren Namen wirklich. Ich brauche morgens bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ungefähr 300 Meter bis die erste warme Luft aus den Düsen kommt und 2 Kilometer bis die volle Wärme rausbollert wie aus einem Hochofen. Perfekt für den Winter. Ich bin bisher noch nicht dahintergekommen wie der Golf das macht.
LEISTUNG UND KOSTEN
Es gab den GL u. a. mit folgenden Motoren:
1.8 Liter 90 PS
1.6 Liter 72 PS
1.3 Liter 55 PS
1.6 Liter Diesel 54 und 70 PS
Der 1.8 Liter ist da wohl die beste Wahl beim Golf II. Er läuft relativ sparsam und man ist ausreichend stark motorisiert unterwegs. Endgeschwindigkeit laut Tacho liegt bei abgelesenen 180-190. Der RP-Motor läßt sich auch auf D3-Norm umrüsten.
Ich zahle mit D3-Norm im Jahr knappe 120 Euro an Kfz-Steuern und 78 Euro Haftpflichtversicherung im Vierteljahr (bei 45 %). Die Versicherungsklassen für den 1.8 Liter (Schlüsselnummer 0600/612) sind KH/VK/TK 17/N10/N13 (Stand 01.10.2007). Der Golf ist in der Haftpflicht um 3! Stufen billiger geworden, bisher habe ich bei 50 % noch 108 Euro bezahlt. Ich halte das persönlich für bezahlbar. Ich bin in der DEVK.
Der Benzinverbrauch liegt bei 8 Litern Normalbenzin bei normalen Landstraßenfahrten zu Arbeit. Angeblich soll er mit Superbenzin besser laufen und weniger verbrauchen. Das habe ich persönlich nie feststellen können, ich tanke zwar gelegentlich Super, man merkt es aber nicht.
Ersatzteile gibt es an jeder Ecke, sei es gebraucht oder neu. Bei manchen Sachen lohnt es sich, nicht zum Billigsten zu greifen (z. B. Auspuff). Auch Tuningteile sind sehr verbreitet, hier sind die günstigsten Teile meist aber ihr Geld nicht wert. (undichte Scheinwerfer, schlechte Technik etc.). Hier sollte man doch von einem renommierten Tuner kaufen.
Mein Golf muß jetzt noch bis Oktober 08 halten, dann schau ich mal ob er nochmal durch den TÜV kommt. Da ich ca. 50 km einfach auf die Arbeit habe werde ich wohl noch ein paar Kilometer draufbringen. Ich fahr eigentlich gerne komfortablere Autos, aber es macht mich auch stolz wenn er sich hier durch den Schnee kämpft mit jeder Menge Gepäck im Kofferraum und ich spottbillige Ersatzteile bekomme. Er ist im kalten Zustand etwas zickig, das sehe ich aber nicht als tragisch an, ist ja kein Neuwagen.
Auch wenn er seine Macken hat. Aber: Wer hat die nicht?
Erstellt für Ciao.de, Dooyoo.de, Yopi.de, Preisvergleich.de
17 Bewertungen, 10 Kommentare
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26.04.2010, 23:48 Uhr von tester4all
Bewertung: sehr hilfreichViel zu lang, wir wollen kein Roman lesen, wenn es etwas kürzer wäre, wäre es ein besonders wertvoll. lg nico
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04.01.2008, 13:01 Uhr von GSiebert
Bewertung: sehr hilfreichLG Georg
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03.01.2008, 13:55 Uhr von MasterT86
Bewertung: sehr hilfreichNa das sh gabs schon bei PV, da gibt es dann hier logischerweise dasselbe. Liebe Grüße Tobias
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03.01.2008, 13:15 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichHier müsste ich eigentlich ein BH vergeben - aber uneigentlich geht leider nur ein SH! LG Miraculix1967
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03.01.2008, 10:28 Uhr von kreinsch2
Bewertung: sehr hilfreichich wünsche alles gute für 2008 und vor allem viele Lesungen
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03.01.2008, 00:07 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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02.01.2008, 23:05 Uhr von DOMMEL
Bewertung: sehr hilfreichSUPA DUPA
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02.01.2008, 20:29 Uhr von rosarose
Bewertung: sehr hilfreichSupi :o)
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02.01.2008, 20:18 Uhr von tobbbbi
Bewertung: sehr hilfreichSuper! So muss ein Autobericht aussehen. Sehr viel Inhalt, klar gegliedert und dazu noch gut geschrieben. Perfekt! Klares sh! :) LG Tobias
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02.01.2008, 19:57 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichgesundes neues jahr. l.g. petra

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