VW New Beetle Testbericht


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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Summe aller Bewertungen
- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von wolfmichaelblank
Licht und Schatten beim Kugel VW
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Update Dez. 2001:
Eine dringende Bitte an alle Leser: werfen sie nach Möglichkeit noch einen Blick in meinen zweiten Bericht, "So mißbraucht Volkswagen das Vertrauen der Kunden".
Update: Der dröhnige 2.0-Liter-Motor nervt auch nach einer Reperatur weiterhin mit schütteligem Leerlauf, dazu stört auch der hohe Ölverbrauch von bis zu 1,5 Liter auf 2000km.
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Der bisherige O-Ton der Beetle-Kritiker: „Für soviel Geld hat man bei VW noch nie so wenig Gegenwert bekommen“. Oder auch: „Der New Beetle ist eigentlich nur ein unpraktischerGolf!“
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Damit wollten die Kritiker wohl sagen, dass dieses Kugelmobil keine Berechtigung auf dem Automobilmarkt hat. Solche voreingenommen Sprüche tragen natürlich auch zum spärlichen Verkaufserfolg des Beetle bei.
Das Hauptproblem des Kugel-VW war seit jeher das fragwürdige Preis-Leistungs-Verhältnis, dass er sich mit dem Golf-4 teilt.
Ich denke, dass derartige Fun-Autos wie der Beetle trotz allem ihre Berechtigung auf dem Markt haben, denn er ist nichts anderes als eine Art Coupé, wie ein Opel Calibra oder auch ein VW Corrado, nur mit einer etwas anderen Fangemeinde. Trotzdem: wer so etwas kauft, denkt nicht als erstes an ein erstklassiges Raumangebot, hier stehen andere Dinge im Vordergrund.
Welche Dinge im Alltagsleben mit dem Fun-Auto wirklich von Bedeutung sind, und ob der Beetle diese Ansprüche erfüllen kann, möchte ich in diesem Artikel beleuchten.
Vor genau einem Jahr krabbelte uns nämlich ein dunkelblauer Vorführwagen über den Weg, in unwiderstehlichem Dunkelblau, schön ausgestattet und relativ günstig zu haben. Insgesamt sind meine Schwester und ich schon mehr als 26.000km mit ihm durch die Gegend gekrabbelt.
Und hier mein Erfahrungsbericht:
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Innenraum:
Schon oft wurde vom ungewöhnlichen Innenraumkonzept des Beetle geschrieben. Das Armaturenbrett ist riesig groß, und das Raumgefühl auf den Vorderplätzen gewaltig, dank der kugeligen Dachform und der extrem weit entfernten Vorderscheibe. Der Platz auf den hinteren Plätzen ist spärlich, der Kofferraum auch. Insgesamt kein Grund für Kritik, denn der Beetle ist ein Funmobil und kein Kombi. Basta.
Bei den Vordersitzen stand mehr das pseudo-ulkige Design im Vordergrund. Sie lassen sich prima verstellen, und die Easy-Entry-Funktion ist sehr praktisch. Die Qualität der weich gepolsterten Sitze lässt jedoch zu wünschen übrig, die Langstreckentauglichkeit unterschreitet selbst das im VW Lupo gebotene Niveau. Wenig vertrauenerweckend und unkomfortabel: die Rahmenkopfstützen.
Die ungewöhnliche Platzierung der Passagiere ist von Anfang an gewöhnungsbedürftig.
Sehr ärgerlich: Als Fahrer findet man auf Dauer kein bequeme Fahrerposition.
Wenig versöhnlich wirken die hässlichen Plastikoberflächen auf dem Armaturenträger. Insgesamt zeugt der Plastikmix im Innenraum von geringer Produktreife und dem spät vor der Veröffentlichung angelegten Rotstift. In der Bedienung gibt sich das recht klobige Armaturenbrett jedoch keine Blöße.
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Sicherheit:
Sehr gut: Doppelairbags plus Sidebags, ABS, ESP, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorne. Hervorragende Crashtestwerte auf Golf-4-Niveau. Sehr hohe aktive Sicherheit durch unproblematisches Fahrverhalten.
Nicht so gut: primitiv verschaltes Armaturenbrett, enttäuschende Rahmenkopfstützen. Üble Schlechtwettertauglichkeit mit wabbeligen Scheibenwischern, ständig verschmutzenden Außenspiegeln und dicken Wassersträhnen, die bei Regen an den Seitenscheiben durchs Blickfeld laufen. Tribut an die kugelige Form ist die schlechte Übersichtlichkeit der Karosserie (extreme Vorsicht beim Parken!), die sehr dicke und ungünstig gelegene A-Säule und die hinderlichen Außenspiegel.
Ich hatte schon mehrere Nahezu-Zusammenstöße mit anderen Autos oder Fahrradfahrern.
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Fahrdynamik:
Der Beetle kann sich nicht ganz entscheiden, was er sein will: Hausfrauen-Cruiser oder Heizmobil?
Grundsätzlich stammt seine Fahrwerkstechnik aus dem Golf GTI, denn der Beetle sollte trotz seiner Höhe ein Funmobil bleiben und nicht eigenwillig durch die Gegend wackeln. Resultat: der Beetle fährt sich überraschend knackig und neigt sich auch bei wilder Kurvenfahrt kaum. Allerdings ist er ganz schön hart gefedert. Das Abrollverhalten ist jedoch sehr angenehm, typisch VW!
Letztens hatte ich das Vergnügen, die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Fahrwerks auf dem Hockenheimring auszutesten. Auch bei wilder Kurvenhatz bleibt das Auto sehr gut kontrollierbar und erreicht hohe Kurvengeschwindigkeiten. Im höchstem Extrembereich zeigt sich allerdings, dass die Feder-/Dämpferabstimmung nicht genügend auf die unterschiedliche Gewichtsverteilung beim Beetle angepasst wurde (das Auto beginnt dann über die Vorderräder zu \"stolpern\"). Dank des serienmäßigen ESP ist das für den Otto-Normalfahrer aber überhaupt nicht von Belang.
Die in vielerlei Hinsicht ungünstige Fahrerposition trübt den Fahrspaß im Alltagsbetrieb enorm, da man als Fahrer einfach nicht in das Cockpit integriert ist: auf die Dauer nerven die ungewöhnlichen Abstände zwischen Lenkrad, Schalthebel und Pedalen.
Für Leute, die meist Kurzstrecken fahren, spielt das aber keine übergeordnete Rolle.
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Komfort:
Der Beetle wurde nicht entwickelt, um ein Komfort-orientiertes Auto zu sein. Das geringe Platzangebot, die lauten Windgeräusche und die harte Federung gehen bei solch einem Fun-Mobil in Ordnung. Es sei dem hübschen Beetle verziehen.
Allerdings gibt es eine ganze Reihe von unnötigen Komfortnachteilen bei diesem Auto, die entweder durch Fehlkonstruktion oder durch extensive Sparmaßnahmen so schwerwiegend ausgefallen sind. Darunter fallen zum Beispiel der technische veraltete, dröhnige Motor, obendrein noch die nachlässige Motorraumdämmung, die nicht unbedingt komfortablen Sitze und die willkürlich greifende Kupplung.
Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Auto der Neuzeit gefahren zu sein, dass einen insgesamt so schlechten Komforteindruck hinterließ. Und dass, wo sich selbst der Fahrspaß auf die Dauer in Grenzen hält.
Nach einer Vergleichsfahrt mit dem neuen Mini One bestätigte sich mein Eindruck, daß die unharmonische Kupplung im Beetle ganz wesentlich zu dessen schwachen Komforteindruck beiträgt.
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Antrieb:
“NIE WIEDER die unsägliche 2-Liter-Maschine!!“ lautet mein Urteil.
Unser 2.0-Liter Benziner enttäuscht auf der ganzen Linie. VW hat im Beetle versucht, das spärliche Drehmoment dieses Technik-Dinosauriers mit einem extrem kurzen Getriebe „aufzupeppen“.
Das klappt auch irgendwie, denn bis 100km/h beschleunigt der Beetle wirklich ordentlich.
Die Abstimmung der Kupplung halte ich wegen eines fehlplatzierten Federzugs für missraten: beim Herauslassen der Kupplung wechselt der Gegendruck ständig zwischen weich und hart, zusätzlich lässt ein aggressiver Greifpunkt den Beetle beim Anfahren entsetzt nach vorne stürmen.
Auf diese Weise erreicht der Motor blitzschnell Drehzahlen um die 3000 Touren. Ständig muß der Schalthebel betätigt werden, um den Motor ruhig zu halten. Die nervige Kupplung und das kurze Getriebe schwören den Bonanza-Effekt gerade zu herauf.
Und schon sind wir beim nächsten Problem des kurzen Getriebes: Verbrauchswerte um die 11 Liter bei insgesamt spärlicher Leistungsentfaltung.
Auf Landstrasse und Autobahn entfacht der interessante Mix aus kurzem Getriebe, dröhnigen Motor UND unzeitgemäßer Geräuschdämmung einen Getöse aus dem Vorderwagen, dass an Penetranz wohl kaum zu übertreffen ist.
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Qualität / Zuverlässigkeit / Service:
Wenn man den Beetle genau auf seine Fähigkeiten untersucht und das hohe Preisniveau bedenkt, dann muß es doch einen Part geben, den der Beetle wirklich gut meistert.
Wir sind soweit zufrieden mit dem Beetle. Die Karosserie scheint recht steif, Klappergeräusche gibt es kaum. Im Alltagsbetrieb nerven typische VW-Mängel aber doch. Dazu gehören primitive Fensterheberschalter, die sich ständig in der Führung verhaken und nicht mehr funktionstätig sind. Dann kommen die in Kurven klackernden Türen und ein unrunder Motorlauf.
Der VW-Händler war nicht im Stande die Mängel zu beseitigen. Garantiefälle scheinen ihn ohnehin nur zu nerven: irgendwie kein Wunder, bei den Autos, die VW derzeit produziert. (Siehe auch meine Erfahrungsberichte, über meinen mängelübersähten Golf TDI und meinen heutigen Passat).
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Preis/Leistung:
Was ist nach 26TKM Fahrerfahrung nun wirklich zum Thema Preis/Leistung zu sagen?
Der Beetle verbraucht annähernd so viel wie ein 220PS-Mercedes , bietet in manchen Punkten nur Lada-Qualität und den Komforteindruck eines aufgemotzten Manta.
Eine Empfehlung kann ich dafür schlecht aussprechen.
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Mein Fazit:
Der Beetle ist ein ungewöhnliches und witziges Auto, mit dem man gerne auf der Straße gesehen wird. Ob Manta-Proll oder Mercedes-Fahrer, ob Kleinkind oder Großmutter, jeder lächelt zurück, wenn man mit dem Knubbelgesicht um die Ecke gekrabbelt kommt.
Als Fun-Car konzipiert, scheitert der New Beetle jedoch am dürftigen Fahrspaß und dem ungewöhnlich geringen Komfort-Niveau.
Schade, dass der New Beetle nicht im Stande ist, in den wichtigen Kapiteln „Sicherheit“ und „Qualität“ zu punkten, obwohl er doch geradezu symbolhaft für den VW-Konzern steht.
Ein tragisches Urteil für ein gut gemeintes Projekt, das extrem unter dem Rotstift leidet. Man hätte so viel draus machen können.
Eine dringende Bitte an alle Leser: werfen sie nach Möglichkeit noch einen Blick in meinen zweiten Bericht, "So mißbraucht Volkswagen das Vertrauen der Kunden".
Update: Der dröhnige 2.0-Liter-Motor nervt auch nach einer Reperatur weiterhin mit schütteligem Leerlauf, dazu stört auch der hohe Ölverbrauch von bis zu 1,5 Liter auf 2000km.
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Der bisherige O-Ton der Beetle-Kritiker: „Für soviel Geld hat man bei VW noch nie so wenig Gegenwert bekommen“. Oder auch: „Der New Beetle ist eigentlich nur ein unpraktischerGolf!“
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Damit wollten die Kritiker wohl sagen, dass dieses Kugelmobil keine Berechtigung auf dem Automobilmarkt hat. Solche voreingenommen Sprüche tragen natürlich auch zum spärlichen Verkaufserfolg des Beetle bei.
Das Hauptproblem des Kugel-VW war seit jeher das fragwürdige Preis-Leistungs-Verhältnis, dass er sich mit dem Golf-4 teilt.
Ich denke, dass derartige Fun-Autos wie der Beetle trotz allem ihre Berechtigung auf dem Markt haben, denn er ist nichts anderes als eine Art Coupé, wie ein Opel Calibra oder auch ein VW Corrado, nur mit einer etwas anderen Fangemeinde. Trotzdem: wer so etwas kauft, denkt nicht als erstes an ein erstklassiges Raumangebot, hier stehen andere Dinge im Vordergrund.
Welche Dinge im Alltagsleben mit dem Fun-Auto wirklich von Bedeutung sind, und ob der Beetle diese Ansprüche erfüllen kann, möchte ich in diesem Artikel beleuchten.
Vor genau einem Jahr krabbelte uns nämlich ein dunkelblauer Vorführwagen über den Weg, in unwiderstehlichem Dunkelblau, schön ausgestattet und relativ günstig zu haben. Insgesamt sind meine Schwester und ich schon mehr als 26.000km mit ihm durch die Gegend gekrabbelt.
Und hier mein Erfahrungsbericht:
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Innenraum:
Schon oft wurde vom ungewöhnlichen Innenraumkonzept des Beetle geschrieben. Das Armaturenbrett ist riesig groß, und das Raumgefühl auf den Vorderplätzen gewaltig, dank der kugeligen Dachform und der extrem weit entfernten Vorderscheibe. Der Platz auf den hinteren Plätzen ist spärlich, der Kofferraum auch. Insgesamt kein Grund für Kritik, denn der Beetle ist ein Funmobil und kein Kombi. Basta.
Bei den Vordersitzen stand mehr das pseudo-ulkige Design im Vordergrund. Sie lassen sich prima verstellen, und die Easy-Entry-Funktion ist sehr praktisch. Die Qualität der weich gepolsterten Sitze lässt jedoch zu wünschen übrig, die Langstreckentauglichkeit unterschreitet selbst das im VW Lupo gebotene Niveau. Wenig vertrauenerweckend und unkomfortabel: die Rahmenkopfstützen.
Die ungewöhnliche Platzierung der Passagiere ist von Anfang an gewöhnungsbedürftig.
Sehr ärgerlich: Als Fahrer findet man auf Dauer kein bequeme Fahrerposition.
Wenig versöhnlich wirken die hässlichen Plastikoberflächen auf dem Armaturenträger. Insgesamt zeugt der Plastikmix im Innenraum von geringer Produktreife und dem spät vor der Veröffentlichung angelegten Rotstift. In der Bedienung gibt sich das recht klobige Armaturenbrett jedoch keine Blöße.
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Sicherheit:
Sehr gut: Doppelairbags plus Sidebags, ABS, ESP, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorne. Hervorragende Crashtestwerte auf Golf-4-Niveau. Sehr hohe aktive Sicherheit durch unproblematisches Fahrverhalten.
Nicht so gut: primitiv verschaltes Armaturenbrett, enttäuschende Rahmenkopfstützen. Üble Schlechtwettertauglichkeit mit wabbeligen Scheibenwischern, ständig verschmutzenden Außenspiegeln und dicken Wassersträhnen, die bei Regen an den Seitenscheiben durchs Blickfeld laufen. Tribut an die kugelige Form ist die schlechte Übersichtlichkeit der Karosserie (extreme Vorsicht beim Parken!), die sehr dicke und ungünstig gelegene A-Säule und die hinderlichen Außenspiegel.
Ich hatte schon mehrere Nahezu-Zusammenstöße mit anderen Autos oder Fahrradfahrern.
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Fahrdynamik:
Der Beetle kann sich nicht ganz entscheiden, was er sein will: Hausfrauen-Cruiser oder Heizmobil?
Grundsätzlich stammt seine Fahrwerkstechnik aus dem Golf GTI, denn der Beetle sollte trotz seiner Höhe ein Funmobil bleiben und nicht eigenwillig durch die Gegend wackeln. Resultat: der Beetle fährt sich überraschend knackig und neigt sich auch bei wilder Kurvenfahrt kaum. Allerdings ist er ganz schön hart gefedert. Das Abrollverhalten ist jedoch sehr angenehm, typisch VW!
Letztens hatte ich das Vergnügen, die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Fahrwerks auf dem Hockenheimring auszutesten. Auch bei wilder Kurvenhatz bleibt das Auto sehr gut kontrollierbar und erreicht hohe Kurvengeschwindigkeiten. Im höchstem Extrembereich zeigt sich allerdings, dass die Feder-/Dämpferabstimmung nicht genügend auf die unterschiedliche Gewichtsverteilung beim Beetle angepasst wurde (das Auto beginnt dann über die Vorderräder zu \"stolpern\"). Dank des serienmäßigen ESP ist das für den Otto-Normalfahrer aber überhaupt nicht von Belang.
Die in vielerlei Hinsicht ungünstige Fahrerposition trübt den Fahrspaß im Alltagsbetrieb enorm, da man als Fahrer einfach nicht in das Cockpit integriert ist: auf die Dauer nerven die ungewöhnlichen Abstände zwischen Lenkrad, Schalthebel und Pedalen.
Für Leute, die meist Kurzstrecken fahren, spielt das aber keine übergeordnete Rolle.
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Komfort:
Der Beetle wurde nicht entwickelt, um ein Komfort-orientiertes Auto zu sein. Das geringe Platzangebot, die lauten Windgeräusche und die harte Federung gehen bei solch einem Fun-Mobil in Ordnung. Es sei dem hübschen Beetle verziehen.
Allerdings gibt es eine ganze Reihe von unnötigen Komfortnachteilen bei diesem Auto, die entweder durch Fehlkonstruktion oder durch extensive Sparmaßnahmen so schwerwiegend ausgefallen sind. Darunter fallen zum Beispiel der technische veraltete, dröhnige Motor, obendrein noch die nachlässige Motorraumdämmung, die nicht unbedingt komfortablen Sitze und die willkürlich greifende Kupplung.
Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Auto der Neuzeit gefahren zu sein, dass einen insgesamt so schlechten Komforteindruck hinterließ. Und dass, wo sich selbst der Fahrspaß auf die Dauer in Grenzen hält.
Nach einer Vergleichsfahrt mit dem neuen Mini One bestätigte sich mein Eindruck, daß die unharmonische Kupplung im Beetle ganz wesentlich zu dessen schwachen Komforteindruck beiträgt.
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Antrieb:
“NIE WIEDER die unsägliche 2-Liter-Maschine!!“ lautet mein Urteil.
Unser 2.0-Liter Benziner enttäuscht auf der ganzen Linie. VW hat im Beetle versucht, das spärliche Drehmoment dieses Technik-Dinosauriers mit einem extrem kurzen Getriebe „aufzupeppen“.
Das klappt auch irgendwie, denn bis 100km/h beschleunigt der Beetle wirklich ordentlich.
Die Abstimmung der Kupplung halte ich wegen eines fehlplatzierten Federzugs für missraten: beim Herauslassen der Kupplung wechselt der Gegendruck ständig zwischen weich und hart, zusätzlich lässt ein aggressiver Greifpunkt den Beetle beim Anfahren entsetzt nach vorne stürmen.
Auf diese Weise erreicht der Motor blitzschnell Drehzahlen um die 3000 Touren. Ständig muß der Schalthebel betätigt werden, um den Motor ruhig zu halten. Die nervige Kupplung und das kurze Getriebe schwören den Bonanza-Effekt gerade zu herauf.
Und schon sind wir beim nächsten Problem des kurzen Getriebes: Verbrauchswerte um die 11 Liter bei insgesamt spärlicher Leistungsentfaltung.
Auf Landstrasse und Autobahn entfacht der interessante Mix aus kurzem Getriebe, dröhnigen Motor UND unzeitgemäßer Geräuschdämmung einen Getöse aus dem Vorderwagen, dass an Penetranz wohl kaum zu übertreffen ist.
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Qualität / Zuverlässigkeit / Service:
Wenn man den Beetle genau auf seine Fähigkeiten untersucht und das hohe Preisniveau bedenkt, dann muß es doch einen Part geben, den der Beetle wirklich gut meistert.
Wir sind soweit zufrieden mit dem Beetle. Die Karosserie scheint recht steif, Klappergeräusche gibt es kaum. Im Alltagsbetrieb nerven typische VW-Mängel aber doch. Dazu gehören primitive Fensterheberschalter, die sich ständig in der Führung verhaken und nicht mehr funktionstätig sind. Dann kommen die in Kurven klackernden Türen und ein unrunder Motorlauf.
Der VW-Händler war nicht im Stande die Mängel zu beseitigen. Garantiefälle scheinen ihn ohnehin nur zu nerven: irgendwie kein Wunder, bei den Autos, die VW derzeit produziert. (Siehe auch meine Erfahrungsberichte, über meinen mängelübersähten Golf TDI und meinen heutigen Passat).
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Preis/Leistung:
Was ist nach 26TKM Fahrerfahrung nun wirklich zum Thema Preis/Leistung zu sagen?
Der Beetle verbraucht annähernd so viel wie ein 220PS-Mercedes , bietet in manchen Punkten nur Lada-Qualität und den Komforteindruck eines aufgemotzten Manta.
Eine Empfehlung kann ich dafür schlecht aussprechen.
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Mein Fazit:
Der Beetle ist ein ungewöhnliches und witziges Auto, mit dem man gerne auf der Straße gesehen wird. Ob Manta-Proll oder Mercedes-Fahrer, ob Kleinkind oder Großmutter, jeder lächelt zurück, wenn man mit dem Knubbelgesicht um die Ecke gekrabbelt kommt.
Als Fun-Car konzipiert, scheitert der New Beetle jedoch am dürftigen Fahrspaß und dem ungewöhnlich geringen Komfort-Niveau.
Schade, dass der New Beetle nicht im Stande ist, in den wichtigen Kapiteln „Sicherheit“ und „Qualität“ zu punkten, obwohl er doch geradezu symbolhaft für den VW-Konzern steht.
Ein tragisches Urteil für ein gut gemeintes Projekt, das extrem unter dem Rotstift leidet. Man hätte so viel draus machen können.
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