Verhütungsmittel Testbericht

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Erfahrungsbericht von Qualmi

Sterilisation na und

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ist Verhütung etwa nur Frauensache ?


Ich meine nein und deshalb habe ich mich auch vor ein paar Wochen sterilisieren lassen. Wie eine Sterilisation vor sich geht werde ich hier etwas später berichten, doch zuvor noch ein paar Zeilen die mich zu diesem Schritt bewegten.

Die Pille die meine Frau schon immer nahm wurde vom Hersteller wegen zu geringer Absatzzahlen vom Markt genommen und somit mußte eine neue Pille her.
Wir also direkt zum Frauenarzt und dort bekam meine Frau nach einer Routineuntersuchung ein Rezept für eine andere Pille. Wir haben die Pille in einer Apotheke geholt und haben erst mal den Beipackzettel gelesen.

Oh weh, bei den Nebenwirkungen kann sich meine Frau ja gleich einen Strick nehmen !
Zu den Risikogruppen zählt meine Frau mit 35 Jahren ja ohnehin schon und bei all den angegebenen Nebenwirkungen ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann Sie einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt bekommt.
Das muß ja nicht sein und so war ich der Meinung das ich nun mal mit der Verhütung dran wäre.

Ich ging also zum Urologen und habe ein Beratungsgespräch mit ihm geführt. Das muß übrigens so sein, weil man für eine Sterilisation einen guten Grund angeben muß. Der Urologe folgte meinen Argumenten und überwies mich in ein Krankenhaus.

Im Krankenhaus wurde ich dann nochmals beraten, von wegen was bei dieser Operation gemacht wird und so.
Ich erklär es Euch mal so: es wird bei dieser Operation verhindert, daß Sperma mit Prostata-Sekret ( das macht das Sperma scharf ) in Verbindung kommt. Das ist dann wie Kaffee ohne Pulver, hihi !

Die Operation
^^^^^^^^^^^^^^

Zuerst gibt es mal ne Spritze in den linken Samenleiter und danach wird der Hodensack linksseitig ca. 1 cm aufgeschnitten.
Der linke Samenleiter wird herausgezogen, durchtrennt, umgeklappt und zugenäht. Danach haben die Ärzte das genähte noch etwas verschweißt und den Hodensack wieder zugenäht. ^

Die gleiche Prozedur noch an der rechten Seite, Pflaster drauf und dann nichts wie ab nach Hause. Natürlich ist meine Frau gefahren und ich hatte „Gott sei Dank“ ne Jogginghose an, mehr brauche ich dazu glaube ich nicht zu schreiben. Datt Ding war vom anfassen und dran rumreißen grün und blau bis schwarz und natürlich auch dick geschwollen. Mein kleiner Freund hatte so ne Angst das ich Ihn ohne Schwellung, wahrscheinlich gar nicht mehr gefunden hätte *g* !!!

Die Fäden die beim Nähen der Wunden verwendet werden sehen aus wie Angelschnur und sie lösen sich nach 5 - 6 Wochen von alleine wieder auf.
Nun folgen noch zwei peinliche Auftritte bei meinem Urologen und zwar nach 6 und nach 10 Wochen, gezählt ab Operationstag.
Jetzt fragt ihr Euch bestimmt von welchen peinlichen Auftritten ich rede, na ja ich will mal so freizügig sein und es Euch verraten.

Die ersten 10 - 15 Abschüsse meines Freundes sind noch absolut gefährlich und deshalb wird nach 6 und 10 Wochen je eine Spermaprobe entnommen, um zu untersuchen ab wann ich mit Platzpatronen schieße. Wie die Spermaprobe entnommen wird fragt ihr Euch jetzt? Mann, euch muß man aber auch alles erzählen, per Handbetrieb natürlich !

Zum Schluß noch ein kleiner Tip: Bevor ihr Euch für eine Sterilisation entscheidet, solltet ihr wissen das diese OP eigentlich ein endgültiger Schritt ist um keine Kinder mehr zu zeugen, denn weil die getrennten Samenleiter verkleben, ist die Erfolgsdaussicht diese wieder frei zu bekommen sehr gering.

Trotz dieser Operation fühle ich mich immer noch als vollwertiger Mann.

„Und hier noch meine Meinung für mumm!“
Auf keinen Fall würde ich mir diese Operation noch einmal antun, denn ich stehe nicht auf Schmerzen. Dennoch bereue ich diesen Schritt nicht.
Eine Sterilisation ist eine absolut sichere Verhütungsmethode !

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