Verhütungsmittel Testbericht

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Erfahrungsbericht von perde

Implanon gefälligst?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Implanon gefälligst?

Verhütung, eigentlich ein Thema, über das alles schon bekannt sein sollte! Wirklich?






In der heutigen hektischen Zeit kommt es immer wieder vor, dass Frauen die Pille verspätet einnehmen oder deren Einnahme über einen Tag hinaus ganz vergessen. Dann ist eine sichere Verhütung nicht mehr gewährleistet. Verhütung wird uns zwar schon früh in der Schule gelehrt, jedoch so abstrakt und theoretisch, fern von jeder Lebenspraxis, daß die meisten doch nur Pille und Kondome aus eigener Erfahrung kennen. Selbst GynäkologInnen beschränken sich oft auf diese Verhütungsmittel, wobei ihnen die Verschreibung der Pille sichere Einahmen garantiert. Noch in den 70er und 80er Jahren schien die Pille, die Lösung für alle Verhütungsprobleme zu sein. Die sogenannte sexuelle Revolution war vollzogen, die Einführung der Pille sorgte für eine deutlich Reduktion der Geburtenrate in den industrialisierten Ländern. In letzten Jahren steigt die Nachfrage nach weiteren Verhütungsmethoden, sei es wegen persönlicher Unverträglichkeiten, wegen Bedenken, den Körper über Jahrzehnte mit hoch potenten Hormonen zu behandeln, oder wegen dem Bedürfnis nach einer greifbareren, \"sanfteren\" Verhütung.
Wirkung, Einsetzen, Entfernen von Implanon
In einem dünnen und mehrere Zentimeter langen Kunststoffstäbchen ist der Wirkstoff in besondere Weise eingebracht. Der Wirkstoff ist Etonorgestrel, ein Gelbkörperhormon(Gestagen). Dieses Hormon kommt seit langem in einer Reihe von Pillen zur Anwendung. Nach der Implantation des Kunststoffstäbchens unter die Haut an der Innenseite des Oberarms wird der Wirkstoff in sehr geringen Dosen in den Organismus freigesetzt. Die Wirkung des Präparats besteht in: einer Verhinderung des Eisprungs sowie einer Veränderung des Gebärmutterhalsschleims, wodurch die Wanderung der Spermien erschwert wird. Das Einsetzen des Kunststoffstäbchens erfolgt in einem kleinen kurzen Eingriff unter örtlicher Betäubung. Um die Bildung eines Ödems zu verhindern, wird über das Wundpflaster ein Druckverband angelegt, der nach etwa einem Tag entfernt werden kann. Das Implantat kann jederzeit mit Hilfe eines genau so kleinen Eingriffs wie beim Einsetzen entfernt werden.

Damit die hohe Sicherheit der Empfängnisverhütung mit Implanon von Anfang an gegeben ist, ist der korrekte Einlagezeitpunkt sehr wichtig. Wenn zuvor keine hormonelle Verhütung angewendet wurde, wird das Implantat zwischen dem ersten und dem fünften Tag der Monatsblutung (bei Spontanzyklus) eingelegt. Dies gilt auch, wenn zuvor eine Kupferspirale getragen wurde. Wenn zuvor die Pille verwendet wurde, erfolgt die Einlage am besten unmittelbar am Tag nach Einnahme der letzten Pille einer Packung.

Wird das Stäbchen zum korrekten Zeitpunkt eingesetzt bietet es bereits vom ersten Tag an eine sehr hohe Sicherheit bei der Empfängnisverhütung, die bis zu drei Jahre lang bestehen bleibt. Bei Übergewichtigen ist die Wirkdauer in der Regel kürzer als bei Normalgewichtigen. Nach den drei Jahren hört das Implantat nicht plötzlich auf zu wirken, die Sicherheit nimmt jedoch allmählich ab. Deshalb sollte das Stäbchen spätestens nach drei Jahren entfernt und durch ein neues ersetzt oder eine andere Verhütungsmethode gewählt werden.

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