Erfahrungsbericht von SusanneRehbein
Eine Pille mit für und wider
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
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Es war Januar 2000, ich war gerade 20 geworden, als ich mich das erste mal in meinem Leben in einer gynäkologischen Praxis einfand. Ohne Termin und mit dem Gefühl schwanger zu sein ordnete ich mich in die schier unendliche Reihe wartender Frauen und harrte meinem Schicksal. Im Wartezimmer lief eine Klassik-CD, die ich insgesamt wohl 3 mal hörte. Nach 3 Stunden wurde ich aufgerufen und von einer äußerst unfreundlichen Ärztin zunächst ausgefragt, dann untersucht und nach auszuschließender Schwangerschaft gefragt, ob ich mir derartige Besuche denn nicht durch die Einnahme der Pille ersparen wolle?! Natürlich stimmte ich zu und so kam ich zu Minisiston.
~*~*~*~* DAS PRODUKT ~*~*~*~*
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Mit dem Rezept in der Hand ging ich sofort in die Apotheke, löste es ohne Probleme und gegen die Zahlung von 26,39 DM für eine 3-Monatspackung (3 x 21 Dragees) ein und wartete auf den ersten Tag meiner Periode, damit ich endlich mit der Einnahme beginnen konnte.
Bei Minisiston handelt es sich um eine Mikropille und es gibt sie in den Packungsgrößen N1 mit 21 Dragees (Zykluspackung) und N3 mit 3 x 21 Dragees.
Beide haben eine recht schlichte, dennoch schöne Verpackung. Dabei handelt es sich um eine 10,5 x 5,5 x 2,3 cm große Schachtel, auf der sich lediglich ein violetter geschwungener Strich von links unten bis in die Mitte der ansonsten weißen Schachtel zieht. An den Seiten befinden sich zum einen der Strichcode, das Haltbarkeitsdatum, eine knappe Angabe über die Zusammensetzung und die Adresse des Herstellers Jenapharm.
Inliegend findet man einen Beipackzettel, der alles mir bekannte in seinem Ausmaß sprengt. Aufgeklappt erreicht er nämlich die Größe von 2 beidseitig beschriebenen DIN A 4 – Blättern! Außerdem sind natürlich 3 Plättchen à 21 gelbe Dragees und der typische „Denk-an-mich-Aufkleber“ enthalten. Diesen kann man sich beispielsweise an den Badezimmerspiegel als Erinnerungshilfe kleben.
Da es schon Routine war, dass pünktlich um 20 Uhr die Uhr meiner Freundin zur Pillen-Einnahme läutete, stellte ich mich auch auf die Zeit ein. Pünktlich im 24-Stunden-Rhythmus sollte die Pilleneinnahme erfolgen, allerdings bleibt die empfängnisverhütende Wirkung auch weitestgehend erhalten, wenn man den Rhythmus mal um 12 Stunden verlängert, sollte man die Einnahme einmal vergessen haben.
Es ist mit dieser Pille auch leicht möglich die Periode zu verschieben, sollte man zum Beispiel genau während des Badeurlaubs seine Menstruation erwarten. Dazu lässt man z.B. nach der 21-tägigien Einnahme einfach die einwöchige Pause aus und hängt das 2. Plättchen gleich dran. Dadurch wird die Blutung verhindert, allerdings sollte man dies nicht unbegrenzt tun. Man kann die Periode auch „vorziehen“, indem man nicht alle 21 Pillen einnimmt, sondern beispielsweise nach 14 Pillen die 7-tägige Einnahmepause einlegt. Allerdings sollten nicht mehr als 7 Pillen weggelassen werden! Allerdings kann dies auch gravierende Nebenwirkungen haben, wie z.B. die Bildung von Zysten etc.
Laut Packungsbeilage wird das Präparat nicht nur zur Kontrazeption (hormonale Empfängnisverhütung), sondern auch bei Zyklusstörungen und schmerzhaften Regelblutungen angewendet.
Wie oben bereits erwähnt handelt es sich bei Minisiston um eine Mikropille, was bedeutet, dass sie zu einem schwach dosiertem Anteil aus Östrogen und einem geringen Anteil an Gestagen besteht. Östrogen ist ein körpereigenes Hormon welches in der ersten Hälfte des Zyklus vom Körper vermehrt gebildet wird und dessen Produktion in der 2. Hälfte eingeschränkt wird. Gestagen ist hauptsächlich in der Schwangerschaft von Bedeutung und beeinflusst die Körpertemperatur. Darauf beruft sich auch die Messung der Basaltemperatur, welche ja auch als Verhütungsmethode eingesetzt wird.
~*~*~*~* ZUSAMMENSETZUNG ~*~*~*~*
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Ein Dragee enthält an ärztlichen Bestandteilen
· 0,030 mg Ethinylestradiol, 0,125 mg Levonorgestrel
und an sonstigen Bestandteilen
· Lactose-Monohydrat, Kartoffelstärke, Gelatine, Saccharose, Glucosesirup, Natriumedetat, Magnesiumstearat, Magnesiumcarbonat, Calciumcarbonat, Macrogol 35000, Povidon, Talkum, Carnaubawachs, Titandioxid und Eisenoxid
~*~*~*~* HERSTELLER ~*~*~*~*
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Hersteller das Präparates ist Jenapharm, mit denen ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe, denn bei mir sind einige der nachfolgenden Nebenwirkungen aufgetreten und der Kontakt zu Jenapharm war sehr freundlich. Erreichbar ist Jenapharm entweder schriftlich unter
JENAPHARM GmbH & Co. KG
Otto-Schott-Straße 15
07745 Jena,
telefonisch unter
03641/645,
per Fax unter
03641/646085
oder im Internet unter
www.jenapharm.de.
~*~*~*~* GEGENANZEIGEN, WARNHINWEISE & NEBENWIRKUNGEN ~*~*~*~*
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Ich werde jetzt hier nicht alle Gegenanzeigen aufzählen, denn ich glaube niemandem wäre geholfen, wenn ich die Packungsbeilage abschreibe. Ich will nur kurz auf die Dinge eingehen, die mich betreffen. Sollte jemand darüber hinaus Fragen zu speziellen Gegenanzeigen oder Nebenwirkungen haben, so reiche ich diese gern per Mail nach.
Akute und chronische Lebererkrankungen:
Ich leide an Morbus Meulengracht, eine Lebererkrankung, die die Umsetzung des Bilirubins in Hämoglobin verlangsamt. Normalerweise dürfte ich keine hormonale Empfängnisverhütungsmittel nehmen, doch da sich mein Zustand mit der Einnahme der Pille nicht verschlechterte, stand der Einnahme nichts im Wege.
Rauchen:
Rauchen und Pilleneinnahme kann zu Thrombosen, Embolien, Herzinfarkten und Schlaganfällen führen
Venenverschluss:
Ca. 2 Monate nach Beginn der Pilleneinnahme wurde bei mir ein Lymphödem im linken Bein festgestellt, dabei sammelt sich darin Lymphflüssigkeit. Die Herkunft des Ödems ist bisher weitgehend ungeklärt, allerdings scheidet ein Unfall, Umknicken, eine OP oder derartiges aus. Scheinbar ist bei mir aus irgendeinem Grund eine Klappe in den Lymphbahnen beschädigt worden, wobei mittlerweile fast feststeht, dass diese Erkrankung im Zusammenhang mit der Pilleneinnahme steht. Ob dies mit jeder Pille passiert wäre ist nicht geklärt, auf jeden Fall ist der Schaden irreparabel und ich werde deshalb Zeit meines Lebens einen Kompressionsstrumpf tragen müssen.
Krampfadern:
Ebenfalls an meinem linken Bein haben sich Krampfadern gebildet, wobei hier nicht klar ist, ob sie in Zusammenhang mit der Pille oder mit dem Lymphödem zu bringen sind.
Antibiotika, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Schmerzmittel, Magen-Darm-Präparate:
All diese Mittel setzen den Hormonspiegel herab und können dadurch den Schutz vor ungewollten Schwangerschaften mindern!
Außerdem: Spannungsgefühl in den Brüsten, Gewichtszunahme, Magenbeschwerden, Übelkeit.
~*~*~*~* FAZIT ~*~*~*~*
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Auch wenn ich einige der erwähnten Nebenwirkungen bei mir bemerke, kann niemand genau sagen, ob diese wirklich von der Pilleneinnahme herrühren. Des weiteren wurde bei mir vor kurzem ein Fibroadenom festgestellt und auch dessen Herkunft könnte aus der Pilleneinnahme resultieren. Doch da es für mich keine andere Verhütungsmethode gibt, werde ich gezwungener Maßen weiterhin diese Pille einnehmen. Es ist ja auch nicht so, dass all diese Nebenwirkungen gleichzeitig auftreten oder alle Schmerzen verursachen.
Was ich als etwas störend empfinde ist der stetig steigende Preis. Für meine letzte Packung musste ich mittlerweile schon 15,67 € bezahlen.
Ich weiß, dass jetzt viele aufschreien werden, wie man unter den Umständen weiterhin die Pille einnehmen kann, doch wie gesagt, durch verschiedene Erkrankungen und ungünstige Vorraussetzungen ist mir eine andere Verhütungsmethode nicht möglich.
Positive Aspekte, abgesehen von dem Schutz vor Schwangerschaft, gibt es durch die Pilleneinnahme auch, denn so hat sich zum Beispiel mein Hautbild wesentlich gebessert, die Regelschmerzen ließen fast vollständig nach, die Periode kommt äußerst pünktlich und ist auch nicht mehr so stark wie früher.
Ich bin soweit ganz zufrieden mit der Pille und immerhin bin ich seit Beginn der Einnahme nie schwanger geworden!
30 Bewertungen, 6 Kommentare
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27.08.2003, 02:45 Uhr von curly_the_elf
Bewertung: sehr hilfreichoookay, die werde ich sicherlich nicht nehmen. mann mann, das mit den nebenwirkungen bei dir ist echt übel. wie kommst du damit klar? lg cora
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21.10.2002, 11:23 Uhr von Macchiaveli
Bewertung: sehr hilfreichHi Susanne ! Dein Bericht hat mir gefallen,mit den Nebenwirkungen hast Du ja echt Pech gehabt!Was den Preis Deiner Pille angeht,hast Du schon mal versucht sie als Re-Import zu bekommen?Dabei spar ich ca. 3 € im viertel Jahr. Bye
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08.07.2002, 00:35 Uhr von dani___
Bewertung: sehr hilfreichIch hatte als erstes Leios, die 'funktionierte' aber bei mir nicht so wie sie sollte... jetzt hab ich Monostep... ;)
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29.05.2002, 19:09 Uhr von M.Quincy
Bewertung: sehr hilfreichYep stimme den anderen zu, da fehlt irgendwas
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29.05.2002, 18:56 Uhr von Magickatrin
Bewertung: sehr hilfreichleider steht im Bericht nicht um welche Pille es sich handelt, denn es gibt ja auch von Jenapharm einige Sorten, auch verstehe ich nicht deine Empfehlung, da du persönlich ja schlechte Erfahrungen gemacht hast
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29.05.2002, 18:52 Uhr von IvoryB
Bewertung: sehr hilfreichWo ist denn der Rest?? Übertragungsfehler?
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