Zoch Villa Paletti Testbericht

Zoch-villa-paletti
ab 12,97
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5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  gering
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von Tethra

Ruhige Hand benötigt!!

5
  • Spielanleitung:  gut
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Spielerzahl:  ab 2

Pro:

macht einfach Spaß

Kontra:

vielleicht der etwas hohe Preis

Empfehlung:

Ja

Heute schreibe ich über das Brettspiel „Villa Paletti“, das den Kritikerpreis „Spiel des Jahres 2002“ erhalten hat. Und das, obwohl man beim ersten Öffnen der Schachtel schon sehr überrascht ist, wenn man in der Schachtel nur hölzerne, bauklotzähnliche Gebilde vorfindet. Doch dieser Eindruck verfliegt nach einer ersten Partie schnell, da bei diesem Spiel viel Geschicklichkeit und eine ruhige Hand zum Sieg führt. Und das macht auch noch richtig Spaß!! Das Spiel ist für 2-4 Spieler ab 8 Jahren geeignet und dauert je nach Spielverlauf zwischen 20 und 30 Minuten und kostet 20-30€.

Verpackung:
Auf dem großen, bunt bedruckten Pappkarton, in dem sich das Spiel befindet, sieht man, eine sich noch im Bau befindende Villa und davor die Baumeister des guten Stückes, die gerade den weiteren Bauverlauf planen. Die Szene spielt wohl in Italien da sich um die Villa herum Zypressen (diese dünnen hohen oben spitzen Bäume, die die meisten von uns kennen werden) befinden und im Hintergrund der schiefe Turm von Pisa hinter einem Hügel hervorragt. Über dieser Abbildung steht in geschwungenen Schrift Zügen „Villa Paletti“ und natürlich ist auch das Logo des Spiel des Jahres auf dem Karton vorzufinden.
An den Seiten sind der Box stehen die Angaben über Mindestalter, Spieleranzahl und Dauer des Spiels.
Auf der Rückseite befinden sich eine Kurzbeschreibung des Spiels, eine Aufzählung des enthaltenen Spielmaterials, die Namen der Verantwortlichen für das Spiel, die Adresse des Verlags und der übliche Strichcode.

Inhalt:
Neben der Spielanleitung (auf Französisch, Italienisch und natürlich Deutsch) befinden sich in dem Karton folgende Utensilien:
Ein Fundament (auf dem Villa später stehen wird) aus stabiler Pappe, 5 Plateaus aus Holz in verschiedenen Größen und Farben, von jeder Farbe (gelb, grün, rot und blau) jeweils eine dicke runde eine eckige und drei dünne runde hölzerne Säulen, sowie ein Baumeistersiegel und ein Häkchen.

Autor und Verlag:
Der Autor des Spiels heißt Bill Payne und wird von der Zoch Verlags Gmbh, Brienner Straße 54a in 80333 München vertrieben.

Spielablauf:
1.Vorbereitungen:
Zu Beginn des Spiels werden die verschiedenen Säulen beliebig auf dem Fundament verteilt und anschließend wird die größte (blaue) Platte darauf gesetzt.
2.Farbenverteilung:
Der jüngste Spieler (und die anderen dann reihum) würfelt mit dem Meistersiegel seine Farbe aus. Derjenige dem als letztes eine Farbe zugewiesen wurde beginnt.
3.Bauen:
Der erste Spieler setzt eine beliebige Säule seiner Farbe (entweder mit der Hand oder dem beigelegten Häkchen) auf die darüber liegende Platte. Denn falls eine der Säulen, die mehr Punkte gibt, erst am Ende versucht wird hoch zu befördern, ist diese dann oft ein Stützpfeiler des Plateaus und wird beim Herausziehen oft mit dem Einstürzen des Gebäudes bestraft. Man darf dabei weder die Säulen, noch die eines der Plateaus festhalten. Falls ein Bauversuch abgebrochen wird, muss die betroffene Säule an ihren Platz zurück postiert werden und darf im weiteren Spielverlauf nicht mehr eingesetzt werden.
4.Ein neues Plateau:
Für ein neues Plateau muss man einen Antrag stellen, dem alle anderen zustimmen müssen. Falls dem nicht so ist, muss der Spieler der Einspruch eingelegt hat eine weitere des Auftragsstellers Säule nach oben verbauen um seinen Einspruch gültig zu machen. Auf jedem, der nach der Größe folgenden Plateaus müssen immer mindestens drei Säulen stehen.
5.Ziel:
Ziel des Spiel ist es, seine eigenen Säulen so weit wie möglich nach oben zu bringen, natürlich ohne das Gebäude zum Einsturz zu bringen.
6.Baumeistersiegel:
Nachdem die zweite Platte aufgesetzt wird, geht es richtig zur Sache, denn jede Säule gibt verschieden viele Punkte (die dicke runde Säule 3 Punkte, die eckige Säule 2 Punkte und die dünnen runden Säulen jeweils einen Punkt). Wer im Moment die meisten Punkte hat, erhält das Baumeistersiegel, das am Ende des Spiels eine wichtige Rolle spielt. Bei Punktegleichstand, erhält derjenige Spieler das Siegel, der es als erster besessen hat. Nach dem Verbau eines neuen Plateaus verfallen die Punkte vom darunter liegenden Plateau wieder.
7.Ende des Spiels:
Das Spiel endet meist mit dem Einsturz der Villa oder wenn das Gebäude nicht weitergebaut werden kann. Falls das Gebäude einstürzt ist derjenige Sieger der gerade das Baumeistersiegel besitzt. Bring der Besitzer des Siegel die Villa zum Einsturz, ist derjenige Gewinner, der die zweit meisten Punkte hat. Falls das Gebäude nicht mehr weitergebaut werden kann, gewinnt natürlich derjenige, der gerade das Baumeistersiegel besitzt.

Mein Erfahrungen:
Das Spiel ist nicht für Leute mit zittrigen Händen oder Konzentrationsschwächen zu empfehlen, da diese die Villa sehr leicht zum Einsturz bringen können. Wenn man etwas Fingerfertigkeit und Geschick mitbringt, steht dem Spielspaß eigentlich nichts mehr im Wege (außer ein wackelnder Tisch…).

Fazit:
Villa Paletti hat sich seine 5 Sterne redlich verdient. Denn die Villa baut sich immer anders auf und macht damit auch nach vielen Partien immer noch Spaß. Außerdem ist eine reichlich Portion Geschick und Präzision gefragt. Das Spiel macht Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Spaß und es ist immer wieder witzig, den anderen schadenfroh auszulachen, wenn er die Villa zum Einsturz bringt.
Das Spiel ist zwar nicht gerade billig, aber die vielen Holzteile rechtfertigen den Preis.

Falls euch etwas an diesem Bericht nicht gefallen hat, benachrichtigt mich bitte.

2 Bewertungen