Volks- und Brauchtum Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von bettybo

Adventszeit - ein schöner alter Brauch

Pro:

immer wieder schön

Kontra:

kein Kontra

Empfehlung:

Nein

»

Nun ist es bald wieder soweit.
Die Adventszeit beginnt damit, daß am 01. Dezember das allererste Türchen des Adventskalenders geöffnet werden darf. Es ist immer erstaunlich, wie schnell die Zeit dann bis zum Heiligen Abend verinnt und alle Türchen geöffnet sind. Die Adventszeit ist für mich immer die schönste Zeit im Jahr. Ausschmücken der Fenster, weihnachtliches Backen und Basteln gehören genauso dazu, wie besinnliche und schöne Abende im Kreise der Familie mit Glühwein und Gebäck.

Das Wort \"Advent\" kommt übrigens aus der lateinischen Sprache (advenire) und bedeutet dort Ankunft und Erwartung. Es handelt sich also um eine Zeit der Vorbereitung auf die Geburt des Christus. Betrug diese Vorbereitungszeit anfänglich fünf oder sogar sechs Wochen, so wurde im Jahre 524 auf dem Konzil von Lerida eine vierwöchige Fastenzeit angeordnet. Ebenso wie die Zeit vor Ostern sollte dies eine Zeit des Nachdenkens und Besinnens sein. So ist auch die traditionelle Kirchenfarbe für den Advent das Violett, die Farbe der Buße und der Trauer.

Der Fastengedanke findet sich heute noch in einem unserer gebräuchlichsten Weihnachtsessen, dem Karpfen, wieder, da Fischgerichte für die Fastenzeit bestimmend waren. Die Beschränkung der Adventszeit auf vier Wochen ist jedoch nicht willkürlich bestimmt. Im Mittelalter glaubte man nämlich, daß die Erde 4000 Jahre vor Christi Geburt geschaffen worden sei und so sind diese vier Wochen das Symbol für die vier Jahrtausende, in denen die Menschheit auf das Kommen des Heilands warten mußte.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich aber das Gesicht der Adventszeit stark verändert. Der Adventskranz galt übrigens ursprünglich als Sinnbild des Sonnenrades, das mit dem endenden Monat wieder seinen aufwärtsgerichteten Lauf beginnt. Die vier Radspeichen sind jedoch mit der Zeit verschwunden.

Den uns heute vertrauten Adventskranz gibt es seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es ist überliefert, daß Johann Hinrich Wiechern, der Begründer der Inneren Mission, im Jahre 1866 in Hamburg den allerersten Adventskranz mit zunächst 24 Kerzen an der Decke augehangen haben soll. Erst später wurde der Kranz dann mit vier Kerzen ausgeschmückt.

Nach altem Brauch soll die Adventszeit auch durch eine langsame Steigerung auf das Weihnachtsfest hin gekennzeichnet sein. So legte man Kindern in den Nächten vor den Adventssonntagen immer bedeutender werdene Kleinigkeiten neben das Kopfkissen. Ebenso verbreitet war ( und das ist es auch noch heute ) daß der erste Adventssonntag unter einem bestimmten Motte steht und zwar werden an diesem Tage die Wunschzettelchen für den Weihnachtsmann geschrieben.

So, jetzt wünsche ich Euch allen eine frohe und besinnliche Adventszeit.
Macht es Euch zu Hause so richtig gemütlich.

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