Die Bildhauerin (Taschenbuch) / Minette Walters Testbericht

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Erfahrungsbericht von XxEuphemiaXx
°°° Schlachtfest °°°
Pro:
sehr spannend, wird nie langweilig, im Sammelband sehr günstig, ausgezeichnet mit dem Edgar Allan-Poe-Preis
Kontra:
zu persönliche, irreale Bindung zwischen den Protagonistinnen; der Schluss erfordert hohe Aufmerksamkeit des Lesers
Empfehlung:
Ja
Bislang habe ich (bei ciao) ja erst ein Buch von Minette Walters (\"In Flammen\") vorgestellt, obwohl sie zu meinen bevorzugten Autoren gehört, und diesen Roman dann da auch noch gleich zerrissen. :/ *g*
Es ist also an der Zeit, Euch auch einmal von einem Walters-Werk zu erzählen, das dazu beigetragen hat, dass Mrs. Walters trotz des flammenden Infernos ;) zu meinen Lieblingsschriftstellern zählt, und da fange ich doch einfach mal mit der \"Bildhauerin\" an!
° Die Autorin °
Minette Walters, geb. 26. September 1949, lebt mit ihrem Mann und den zwei Söhnen in Südengland.
Sie arbeitete sehr lange als Redakteurin in London, wo sie Liebesgeschichten für ein Frauenmagazin verfasste, bevor sie mit über 40 Jahren ihren ersten, 1992 veröffentlichten, Roman \"Das Eishaus\" schrieb, der gleich zum Bestseller avancierte.
Inzwischen gehört Walters zu den international erfolgreichsten Schriftstellerinnen und ist bereits vielfach ausgezeichnet worden.
° \"Die Bildhauerin\" °
Der zweite Roman aus der Feder von Minette Walters wurde mit dem amerikanischen Edgar Allan-Poe-Preis ausgezeichnet.
Den einzelnen Roman besitze ich nicht, ich nenne einen Sammelband, der aus Walters Debüt \"Das Eishaus\" und eben dem Nachfolger \"Die Bildhauerin\" besteht, mein eigen.
Das 412 Seiten lange \"Einzelwerk\" ist unter der ISBN 3-442-05272-6 im Goldmann-Verlag erschienen und kostet bei Amazon nun 8,50€.
In dieser Hinsicht kann ich Euch nur empfehlen, Euch auch den Sammelband zuzulegen, da auch \"Das Eishaus\", welches ich Euch mit Sicherheit auch noch vorstellen werde, sehr lesenswert ist; er beide Bücher auch komplett wiedergibt und dabei nur 9€ kostet.
Der Sammelband ist ebenfalls bei Goldmann erschienen, allerdings unter der ISBN 3-442-13339-4.
° Die Story °
Die Journalistin Rosalind Leigh wird dazu verpflichtet, ein Buch über die fresssüchtige Olive Martin zu schreiben.
Olive Martin sitzt seit geraumer Zeit im Gefängnis - seit sie gestanden hat, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester auf bestialische Weise umgebracht zu haben.
Während ihrer Interviews mit der Mörderin, die nur \"Bildhauerin\" genannt wird, da sie aus Wachs kleine Voodoo-Puppen knetet, die sie dann traktiert, bekommt Rosalind immer mehr den Eindruck, dass Olive die Tat gar nicht begangen hat, sondern nur jemanden zu schützen versucht.
Und als Rosalind dann in Olives früherem Umfeld recherchiert, stößt sie auf immer mehr Ungereimtheiten und Belege für Olives mögliche Unschuld.
Und während ihre \"Untersuchungen\" ihr zunächst bei der Fertigstellung ihres Buches helfen sollen, sollen sie schon bald dazu dienen, Olives Unschuld zu beweisen, und Rosalind wird immer mehr in Olives Milieu, in dem jeder zu lügen scheint bzw. etwas zu verbergen versucht, verstrickt...
Aber hierauf möchte ich nun auch nicht weiter eingehen, da ich so doch so Einiges dem Leser vorwegnehmen würde!
° Bewertung °
Dieses Buch spielt sehr mit der Spannung des Lesers, denn im einen Moment ist man noch überzeugt: \"Natürlich hat sie es getan!\" und im nächsten Moment tauchen dann wieder zig Indizien dafür auf, dass sie es vielleicht doch nicht getan hat.
Diese Erwartungshaltung, endlich zu erfahren, was da nun damals geschehen ist, lässt einen auch jedes Manko des Romans links liegen lassen.
Denn eigentlich ist es meiner Meinung nach eher unwahrscheinlich, dass eine Journalistin, die gezwungen wird, ein Buch zu einem bestimmten Thema zu schreiben, sich dann derart wie Rosalind dort hineinsteigert und hier nimmt es schon fast fanatische Züge an.
Ich kann mir in diesem Zusammenhang dann auch nicht vorstellen, dass die betreffende Autorin ihrer Interviewpartnerin irgendwann mitteilt, sie recherchiere um die Wahrheit zu erfahren und um herauszufinden, warum die mutmaßliche Mörderin lügt und schon gar nicht, dass sie irgendwann wortwörtlich zu ihr sagt, dass doch nicht alle Menschen sie ablehnen würden und ihre frühere Schuldirektorin sie lieben würde, sie selbst sie auch lieben würde...
Das spricht in meinen Augen nicht sehr für die fachliche Kompetenz einer etablierten Journalistin!
Aber nun gut, lassen wir Rosalind und Olive eben die besten Freundinnen sein...! :/
Doch diese extreme persönliche Bindung, die von Anfang an zwischen den beiden besteht, ist auch das Einzige, was mich an diesem Roman stört; nein, stopp: am Ende des Romans stehen plötzlich soviele verschiedene Charaktere, die alle irgendwie miteinander verbunden sind, und durch ihre Kontakte zueinander das Ganze ein wenig verworren erscheinen lassen. Da muss man dann schon auch sehr genau aufpassen!
Aber es war eben ein sehr spannendes Buch und somit auch sehr kurzweilig zu lesen.
Man sollte dies nur sehr aufmerksam tun, besonders in der zweiten Hälfte des Buches, um dann auch das Romanende komplett nachvollziehen zu können! ;)
Und besonders in Verbindung mit dem \"Eishaus\" als Sammelband lohnt sich die Anschaffung der \"Bildhauerin\" dann doch auch sehr!
Es ist also an der Zeit, Euch auch einmal von einem Walters-Werk zu erzählen, das dazu beigetragen hat, dass Mrs. Walters trotz des flammenden Infernos ;) zu meinen Lieblingsschriftstellern zählt, und da fange ich doch einfach mal mit der \"Bildhauerin\" an!
° Die Autorin °
Minette Walters, geb. 26. September 1949, lebt mit ihrem Mann und den zwei Söhnen in Südengland.
Sie arbeitete sehr lange als Redakteurin in London, wo sie Liebesgeschichten für ein Frauenmagazin verfasste, bevor sie mit über 40 Jahren ihren ersten, 1992 veröffentlichten, Roman \"Das Eishaus\" schrieb, der gleich zum Bestseller avancierte.
Inzwischen gehört Walters zu den international erfolgreichsten Schriftstellerinnen und ist bereits vielfach ausgezeichnet worden.
° \"Die Bildhauerin\" °
Der zweite Roman aus der Feder von Minette Walters wurde mit dem amerikanischen Edgar Allan-Poe-Preis ausgezeichnet.
Den einzelnen Roman besitze ich nicht, ich nenne einen Sammelband, der aus Walters Debüt \"Das Eishaus\" und eben dem Nachfolger \"Die Bildhauerin\" besteht, mein eigen.
Das 412 Seiten lange \"Einzelwerk\" ist unter der ISBN 3-442-05272-6 im Goldmann-Verlag erschienen und kostet bei Amazon nun 8,50€.
In dieser Hinsicht kann ich Euch nur empfehlen, Euch auch den Sammelband zuzulegen, da auch \"Das Eishaus\", welches ich Euch mit Sicherheit auch noch vorstellen werde, sehr lesenswert ist; er beide Bücher auch komplett wiedergibt und dabei nur 9€ kostet.
Der Sammelband ist ebenfalls bei Goldmann erschienen, allerdings unter der ISBN 3-442-13339-4.
° Die Story °
Die Journalistin Rosalind Leigh wird dazu verpflichtet, ein Buch über die fresssüchtige Olive Martin zu schreiben.
Olive Martin sitzt seit geraumer Zeit im Gefängnis - seit sie gestanden hat, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester auf bestialische Weise umgebracht zu haben.
Während ihrer Interviews mit der Mörderin, die nur \"Bildhauerin\" genannt wird, da sie aus Wachs kleine Voodoo-Puppen knetet, die sie dann traktiert, bekommt Rosalind immer mehr den Eindruck, dass Olive die Tat gar nicht begangen hat, sondern nur jemanden zu schützen versucht.
Und als Rosalind dann in Olives früherem Umfeld recherchiert, stößt sie auf immer mehr Ungereimtheiten und Belege für Olives mögliche Unschuld.
Und während ihre \"Untersuchungen\" ihr zunächst bei der Fertigstellung ihres Buches helfen sollen, sollen sie schon bald dazu dienen, Olives Unschuld zu beweisen, und Rosalind wird immer mehr in Olives Milieu, in dem jeder zu lügen scheint bzw. etwas zu verbergen versucht, verstrickt...
Aber hierauf möchte ich nun auch nicht weiter eingehen, da ich so doch so Einiges dem Leser vorwegnehmen würde!
° Bewertung °
Dieses Buch spielt sehr mit der Spannung des Lesers, denn im einen Moment ist man noch überzeugt: \"Natürlich hat sie es getan!\" und im nächsten Moment tauchen dann wieder zig Indizien dafür auf, dass sie es vielleicht doch nicht getan hat.
Diese Erwartungshaltung, endlich zu erfahren, was da nun damals geschehen ist, lässt einen auch jedes Manko des Romans links liegen lassen.
Denn eigentlich ist es meiner Meinung nach eher unwahrscheinlich, dass eine Journalistin, die gezwungen wird, ein Buch zu einem bestimmten Thema zu schreiben, sich dann derart wie Rosalind dort hineinsteigert und hier nimmt es schon fast fanatische Züge an.
Ich kann mir in diesem Zusammenhang dann auch nicht vorstellen, dass die betreffende Autorin ihrer Interviewpartnerin irgendwann mitteilt, sie recherchiere um die Wahrheit zu erfahren und um herauszufinden, warum die mutmaßliche Mörderin lügt und schon gar nicht, dass sie irgendwann wortwörtlich zu ihr sagt, dass doch nicht alle Menschen sie ablehnen würden und ihre frühere Schuldirektorin sie lieben würde, sie selbst sie auch lieben würde...
Das spricht in meinen Augen nicht sehr für die fachliche Kompetenz einer etablierten Journalistin!
Aber nun gut, lassen wir Rosalind und Olive eben die besten Freundinnen sein...! :/
Doch diese extreme persönliche Bindung, die von Anfang an zwischen den beiden besteht, ist auch das Einzige, was mich an diesem Roman stört; nein, stopp: am Ende des Romans stehen plötzlich soviele verschiedene Charaktere, die alle irgendwie miteinander verbunden sind, und durch ihre Kontakte zueinander das Ganze ein wenig verworren erscheinen lassen. Da muss man dann schon auch sehr genau aufpassen!
Aber es war eben ein sehr spannendes Buch und somit auch sehr kurzweilig zu lesen.
Man sollte dies nur sehr aufmerksam tun, besonders in der zweiten Hälfte des Buches, um dann auch das Romanende komplett nachvollziehen zu können! ;)
Und besonders in Verbindung mit dem \"Eishaus\" als Sammelband lohnt sich die Anschaffung der \"Bildhauerin\" dann doch auch sehr!
22 Bewertungen, 1 Kommentar
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21.10.2007, 17:03 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichgut beschrieben
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