Die Bildhauerin (Taschenbuch) / Minette Walters Testbericht

ab 6,56
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Erfahrungsbericht von Myhnegon

Sie wars! Oder nicht? Oder vielleicht doch?

Pro:

interessante Figuren, spannende Story, leicht lesbar

Kontra:

???

Empfehlung:

Ja

Dieses Buch hat mir meine beste Freundin ausgeliehen und nachdem ich es nun endlich gelesen habe, möchte ich es Euch natürlich nicht vorenthalten...

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Die Story
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Rosalind Leigh, kurz: Roz, soll ein Buch über die geständige und verurteilte Mörderin Olive schreiben. Oliver soll ihre Mutter und ihre Schwester umgebracht haben, woran Roz schon sehr bald nicht mehr glaubt. Da sind nicht nur die offensichtlichen Widersprüche in dem Geständnis sondern auch die Fakten, die Roz nach und nach bei ihren Recherchen aufdeckt.

Während dieser Recherchen lernt sie den attraktiven und geheimnisvollen Ex-Polizisten Hal kennen und verliebt sich prompt in ihn, genauso wie er sich in sie. Allerdings haben sie neben den Geheimnissen um das Geständnis von Olive auch jeder für sich noch einige private Probleme zu knacken...

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Die Aufmachung
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Auf der Vorderseite ist eine männliche Steinstatue zu sehen, die den Kopf auf einen Arm gestützt an einem Felsvorsprung steht. Davor steht der Name der Autorin sowie der Titel des Buches. Das Bild ist überwiegend in grau und grün gehalten.

Die Rückseite zeigt links noch einen Ausschnitt des gleichen Bildes, während der Rest der Rückseite in orange gehalten ist. Darauf steht der Waschzettel, ein Kommentar der Zeitung „Die Welt“ sowie Preis und Strichcode.

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Die Autorin
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Minette Walters hat als Redakteurin in London gearbeitet bevor sie 1994 ihr erstes Buch „Im Eishaus“ veröffentlichte. Bisher haben fast alle ihre Romane wichtige internationale Preise bekommen. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Hampshire, England.

Weitere Bücher (auszugsweise):
- Schlangenlinien
- Das Echo
- Wellenbrecher
- Dunkle Kammern
- Die Schandmaske

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Weitere Infos
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Bei meiner Ausgabe handelt es sich um ein Taschenbuch, welches als Sonderausgabe im „Club“ erschienen ist. Es fast etwa 410 Seiten und der Preis betrug 14,90 DM. Bei Amazon kostet es neu 7,00 € und die ISBN-Nr. lautet 3-4424-4940-5.

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Meine Meinung
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Das Buch beginnt schon sehr interessant mit dem Bericht aus der Zeitung. Dann lernt man die depressive Roz und ihre etwas durchgeknallte Freundin Iris kennen, worauf nach kurzer Zeit die offenbar angsteinflößende Olive folgt. Durch die später ebenso gut geschilderten weiteren Personen schafft sie ein ganzes Repertoire an einzigartigen und durch und durch faszinierenden Charakteren.

Hinzu kommt der Reiz des Verbotenen, denn genau wie Roz ist man dazu angetan Olive seine Sympathie zu schenken, obwohl man sie ja eigentlich für eine Mörderin der übelsten Sorte halten müsste. Bis zum Ende – und auch darüber hinaus – habe ich geschwankt, ob ich nun an ihre Unschuld glauben soll oder nicht und dieser Zweifel wurde im Prinzip von der Autorin nur durch eingestreute Kleinigkeiten entfacht und am Leben erhalten.

Dem gegenüber steht aber auch der Zweifel an ihrer Schuld, der durch die vielen widersprüchlichen Fakten und die offenbar übersehenen Beweise entfacht wird. Roz kommt mit ihren Ermittlungen nämlich so schnell und einfach voran, dass sie Sachen aufdeckt, die vorher niemals jemand auch nur in Betracht gezogen hat und man ernsthaft anfängt am Rechtssystem zu zweifeln (wenn man das nicht sowieso schon tut).

Besonders betroffen macht in diesem Zusammenhang, wie viele Leute sagten „ich hätte es ja der Polizei gesagt, aber da sie nun mal gestanden hat...“. In diesem Buch ist offenbar jeder den Weg des geringsten Widerstandes gegangen, weil er zuviel Angst vor den andernfalls möglichen Folgen hatte. Dies gilt auch für die Hauptpersonen, da sie aus ihren Problemen die reinsten Staatsgeheimnisse machen.

Besonders überraschend waren jedoch die ganzen Wendungen, die immer genau dann eingetroffen sind, wenn man selber geglaubt hat, jetzt wüsste man, wie es wirklich war. Auf die tatsächliche Lösung bin ich allerdings erst sehr spät gekommen, so dass das Buch die ganze Zeit seine Spannung halten konnte, zumal selbst die Lösung noch nicht perfekt zu sein scheint.... Diese abschließende Frage, die die Autorin ganz bewusst eingebaut hat, wird mich wohl auch noch eine Weile beschäftigen.

Ebenso interessant wie die Hauptgeschichte sind auch die Nebengeschichten von Hal und Roz, da ihre Geheimnisse hervorragend eingeflochten sind und der Haupthandlung noch den nötigen „privaten“ Hintergrund verleihen. So sorgen neben den Morden auch Olives Ton- und Wachsfiguren, denen Olive ihren Spitznamen und das Buch seinen Titel verdankt, für unheimliche Stimmung.

Der Stil hat mir sehr gut gefallen, da er alle Komponenten, wie im vorigen Text beschrieben, sehr schön einflechtet. Weiter wird alles sehr anschaulich beschrieben, so dass man sich sowohl in die Hauptperson wie auch an die verschiedenen Orte versetzt fühlt. Außerdem ist er so leicht lesbar und die Geschichte so faszinierend, dass ich das Buch praktisch kaum aus der Hand gelegt habe.

Der Preis und die Aufmachung sind zwar nicht überragend, aber durchaus okay und zu meiner Freude musste ich feststellen, dass es in diesem Buch wenig bis gar keine Tippfehler gibt.

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Fazit
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Da von den interessanten Personen über die spannende Handlung bis hin zum leicht lesbaren Stil einfach alles stimmt, bekommt das Buch sowohl ein ganz klares Empfehlenswert wie auch alle fünf Sterne von mir.

26 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Clarinetta2

    21.10.2007, 17:04 Uhr von Clarinetta2
    Bewertung: sehr hilfreich

    gut beschrieben

  • hjid55

    09.03.2007, 20:00 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah