Wartburg 353 Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von niehls0815
Ossis Traumwagen - Wartburg 353 deluxe
Pro:
Gutes Platzangebot
Kontra:
Kraftstoffverbrauch
Empfehlung:
Ja
Hallo Community!
Neulich habe ich mal meine KFZ-Unterlagen sortiert und bin dabei mit meiner Frau darauf zu sprechen gekommen, welche Autos ich so schon hatte. Dabei kam mir der Gedanke, euch an diesen Erinnerungen teilhaben zu lassen.
Hier kommt also Teil 1 von Holgers Autoserie
Allgemeines
Außen
Innen
Unter der Haube
Sonstiges
Fazit
Allgemeines
___________
Im Winter 1993/1994 habe ich meinen Auto-Führerschein gemacht. Und wie das so ist bei den Führerschein-Neulingen, die erste Frage war: „Was kauf ich mir für ein Auto?“ Da ich zu der Zeit Lehrling war und mein Auto selbst finanzieren mußte, war die Auswahl natürlich begrenzt (Bericht © niehls0815). Beim Autohändler im Nachbarort sah ich dann einen gebrauchten Wartburg 353 deluxe – ca. 10 Jahre alt (ist für ein DDR-Auto kein Alter – die hielten meist 15 – 20 Jahre). Nach kurzem Überlegen entschied ich mich zum Kauf des Fahrzeuges und nachdem ich mich von 500 meiner schwer verdienten Demärker getrennt hatte, gehörte das Teil mir und ich konnte stolz damit nach Hause fahren.
Außen
______
Für alle, die nicht wissen, wie ein Wartburg aussieht: Er ist ziemlich eckig (wie eben die Autos so in den 50er und 60er Jahren waren). Von einem Windkanal hatten die Entwickler wahrscheinlich noch nichts gehört. Die Seiten des Autos sind ziemlich rechtwinklig zueinander. Auch die Front- und Heckscheibe fällt fast senkrecht ab. Den Wartburg gab es in zwei Ausführungen: 4-türige Limousine und 5-türiger Kombi. Ich hatte einen hellbeige farbigen 4-Türer.
Innen
_____
Wie gesagt, hatte ich die „deluxe“-Ausstattung. Das bedeutete, dass ein Autoradio serienmäßig eingebaut war sowie Knüppelschaltung anstatt der sonst serienmäßigen Lenkradschaltung und ein Schiebedach.
Ansonsten war die Innenausstattung sehr spartanisch. Das Armaturenbrett war eigentlich nichts weiter als ein abgewinkeltes Blech.
Dort, wo bei heutigen Modellen der Beifahrerairbag befindet, war das Radio eingebaut – ziemlich unpraktisch für kleine Leute, da es vom Fahrersitz schlecht erreichbar war.
Der Tacho oder wie viele es nannten: das Mäusekino“ befand sich direkt über dem Lenkrad. Es gab wohl bei älteren Modellen noch den Bandtacho, aber ich hatte schon einen „modernen“ mit beweglichem Zeiger.
Ansonsten fand man noch den Scheibenwischerschalter (Drehknopf mit drei Stufen), den Lichtschalter (Drehknopf mit zwei Stufen), den Warnblinkschalter, den Temperaturregler für die Heizung (Schieberegler von kalt nach warm) sowie einen Schalter für das Gebläse der Lüftung/Innenraumheizung (Umschalter „Ein/Aus“) im Armaturenbrett.
Als sehr gut empfanden alle das Platzangebot im Innenraum. Da der Platz durch keine Verkleidungen und ähnliches verbraucht wurde, stand der Innenraum vollständig zur Benutzung bereit. (Bericht © niehls0815) So konnten 4 Erwachsene bequem im Wartburg reisen und auch bei 5 Erwachsenen (davon 3 auf der Rückbank) war es noch möglich, zu verreisen.
Auch ich mit meinen 185 cm Körperlänge und nicht unerheblichen Körperfülle konnte ganz bequem hinter dem Lenkrad Platz nehmen.
Unter der Haube
______________
Unter der Motorhaube (vorn) arbeitete ein Dreizylinder-Zweitakt-Motor mit ca. 900 ccm und 40 PS. Zweitakt heißt, es musste Öl-Benzin-Gemisch 1:50 getankt werden. Das wiederum heißt, es wurde auch das Öl mit verbrannt, was zu der typischen Rauchfahne aus dem Auspuff führte.
Rein mit der Technik hatte ich keine größeren Probleme. Natürlich war ich auch von den typischen Wartburg-Krankheiten betroffen, welche da wären: Batterie tot, ein Zylinder setzte mal zwischendurch aus, schlechte Heizleistung.
Wie für einen Zweitakter typisch, musste man natürlich immer etwas hochtourig fahren, um angenehme Fahrleistungen zu erreichen. Damit wären wir auch schon beim größten Kritikpunkt an dem Auto angelangt. Im Durchschnitt benötigte ich so um die 14 (in Worten: Vierzehn) Liter auf 100 Kilometer.
Sonstiges
________
Positiv zu erwähnen wäre auch der Kofferraum, der sehr großzügig war und wo ohne Probleme das gesamt Urlaubsgepäck verstaut werden konnte.
Tja, mit der Zeit war mir der hohe Benzinverbrauch dann doch zu teuer (bei 20.000 km im Jahr © niehls0815) und da sich langsam auch einige Roststellen einstellten, habe ich ihn dann im März 1996 verschrottet. Über die Höhe der Versicherung und Steuer kann ich daher leider keine Auskunft geben, da ich dieses Auto schon lange nicht mehr fahre.
Fazit
____
Alles in allem war die Zeit mit dem Wartburg eine schöne Zeit, an die ich gern zurückdenke.
Natürlich hatte das Auto bei weitem nicht den Komfort, wie heutige Fahrzeuge.
Aber dafür war der Wartburg etwas besonderes, man erkannte ihn schon von weitem. Bei den heutigen Autos muss man da schon oft sehr nahe herangehen, um zu erkennen, um was für eines es sich handelt – sehen doch alle irgendwie gleich aus.
Ich vergebe hier mal 3 Sterne – jeweils 1 Stern Abzug wegen geringer Ausstattung und hohem Benzinverbrauch
(Bericht © niehls0815)
Ciao: 05.11.2003
Yopi: 06.01.2004
So, das war mein Bericht zu meinem ersten Auto. Der Bericht über mein zweites Fahrzeug – ein Ford Escort – folgt in naher Zukunft.
Neulich habe ich mal meine KFZ-Unterlagen sortiert und bin dabei mit meiner Frau darauf zu sprechen gekommen, welche Autos ich so schon hatte. Dabei kam mir der Gedanke, euch an diesen Erinnerungen teilhaben zu lassen.
Hier kommt also Teil 1 von Holgers Autoserie
Allgemeines
Außen
Innen
Unter der Haube
Sonstiges
Fazit
Allgemeines
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Im Winter 1993/1994 habe ich meinen Auto-Führerschein gemacht. Und wie das so ist bei den Führerschein-Neulingen, die erste Frage war: „Was kauf ich mir für ein Auto?“ Da ich zu der Zeit Lehrling war und mein Auto selbst finanzieren mußte, war die Auswahl natürlich begrenzt (Bericht © niehls0815). Beim Autohändler im Nachbarort sah ich dann einen gebrauchten Wartburg 353 deluxe – ca. 10 Jahre alt (ist für ein DDR-Auto kein Alter – die hielten meist 15 – 20 Jahre). Nach kurzem Überlegen entschied ich mich zum Kauf des Fahrzeuges und nachdem ich mich von 500 meiner schwer verdienten Demärker getrennt hatte, gehörte das Teil mir und ich konnte stolz damit nach Hause fahren.
Außen
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Für alle, die nicht wissen, wie ein Wartburg aussieht: Er ist ziemlich eckig (wie eben die Autos so in den 50er und 60er Jahren waren). Von einem Windkanal hatten die Entwickler wahrscheinlich noch nichts gehört. Die Seiten des Autos sind ziemlich rechtwinklig zueinander. Auch die Front- und Heckscheibe fällt fast senkrecht ab. Den Wartburg gab es in zwei Ausführungen: 4-türige Limousine und 5-türiger Kombi. Ich hatte einen hellbeige farbigen 4-Türer.
Innen
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Wie gesagt, hatte ich die „deluxe“-Ausstattung. Das bedeutete, dass ein Autoradio serienmäßig eingebaut war sowie Knüppelschaltung anstatt der sonst serienmäßigen Lenkradschaltung und ein Schiebedach.
Ansonsten war die Innenausstattung sehr spartanisch. Das Armaturenbrett war eigentlich nichts weiter als ein abgewinkeltes Blech.
Dort, wo bei heutigen Modellen der Beifahrerairbag befindet, war das Radio eingebaut – ziemlich unpraktisch für kleine Leute, da es vom Fahrersitz schlecht erreichbar war.
Der Tacho oder wie viele es nannten: das Mäusekino“ befand sich direkt über dem Lenkrad. Es gab wohl bei älteren Modellen noch den Bandtacho, aber ich hatte schon einen „modernen“ mit beweglichem Zeiger.
Ansonsten fand man noch den Scheibenwischerschalter (Drehknopf mit drei Stufen), den Lichtschalter (Drehknopf mit zwei Stufen), den Warnblinkschalter, den Temperaturregler für die Heizung (Schieberegler von kalt nach warm) sowie einen Schalter für das Gebläse der Lüftung/Innenraumheizung (Umschalter „Ein/Aus“) im Armaturenbrett.
Als sehr gut empfanden alle das Platzangebot im Innenraum. Da der Platz durch keine Verkleidungen und ähnliches verbraucht wurde, stand der Innenraum vollständig zur Benutzung bereit. (Bericht © niehls0815) So konnten 4 Erwachsene bequem im Wartburg reisen und auch bei 5 Erwachsenen (davon 3 auf der Rückbank) war es noch möglich, zu verreisen.
Auch ich mit meinen 185 cm Körperlänge und nicht unerheblichen Körperfülle konnte ganz bequem hinter dem Lenkrad Platz nehmen.
Unter der Haube
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Unter der Motorhaube (vorn) arbeitete ein Dreizylinder-Zweitakt-Motor mit ca. 900 ccm und 40 PS. Zweitakt heißt, es musste Öl-Benzin-Gemisch 1:50 getankt werden. Das wiederum heißt, es wurde auch das Öl mit verbrannt, was zu der typischen Rauchfahne aus dem Auspuff führte.
Rein mit der Technik hatte ich keine größeren Probleme. Natürlich war ich auch von den typischen Wartburg-Krankheiten betroffen, welche da wären: Batterie tot, ein Zylinder setzte mal zwischendurch aus, schlechte Heizleistung.
Wie für einen Zweitakter typisch, musste man natürlich immer etwas hochtourig fahren, um angenehme Fahrleistungen zu erreichen. Damit wären wir auch schon beim größten Kritikpunkt an dem Auto angelangt. Im Durchschnitt benötigte ich so um die 14 (in Worten: Vierzehn) Liter auf 100 Kilometer.
Sonstiges
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Positiv zu erwähnen wäre auch der Kofferraum, der sehr großzügig war und wo ohne Probleme das gesamt Urlaubsgepäck verstaut werden konnte.
Tja, mit der Zeit war mir der hohe Benzinverbrauch dann doch zu teuer (bei 20.000 km im Jahr © niehls0815) und da sich langsam auch einige Roststellen einstellten, habe ich ihn dann im März 1996 verschrottet. Über die Höhe der Versicherung und Steuer kann ich daher leider keine Auskunft geben, da ich dieses Auto schon lange nicht mehr fahre.
Fazit
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Alles in allem war die Zeit mit dem Wartburg eine schöne Zeit, an die ich gern zurückdenke.
Natürlich hatte das Auto bei weitem nicht den Komfort, wie heutige Fahrzeuge.
Aber dafür war der Wartburg etwas besonderes, man erkannte ihn schon von weitem. Bei den heutigen Autos muss man da schon oft sehr nahe herangehen, um zu erkennen, um was für eines es sich handelt – sehen doch alle irgendwie gleich aus.
Ich vergebe hier mal 3 Sterne – jeweils 1 Stern Abzug wegen geringer Ausstattung und hohem Benzinverbrauch
(Bericht © niehls0815)
Ciao: 05.11.2003
Yopi: 06.01.2004
So, das war mein Bericht zu meinem ersten Auto. Der Bericht über mein zweites Fahrzeug – ein Ford Escort – folgt in naher Zukunft.
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