Wella Viva Pure Red Testbericht

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ab 11,78
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Summe aller Bewertungen
  • Handhabung & Komfort:  sehr gut
  • Einwirkzeit:  kurz
  • Farbintensität:  sehr gut
  • Verträglichkeit:  sehr gut
  • Haltbarkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Zacky

Hilfe, ich sehe rot !

Pro:

eine Erfahrung mehr ...

Kontra:

fast alles

Empfehlung:

Nein

Es war mal wieder soweit. Ich war beim Friseur, habe mir dort einen neuen Schnitt zulegen lassen, habe mir eine neue Hose und Oberteil gekauft, war zufrieden mit mir selber, aber eine Kleinigkeit fehlte dann doch noch. Nach langem Überlegen fiel es mir wie Schuppen von den Augen... Aber natürlich. Eine neue Haarfarbe...

Meine Haare hatten schon eine ganze Weile keine Farbe mehr gesehen, also zog ich frohen Mute los, ging in unser dm und schaute mich dort ein wenig um. Ich hatte die letzten Male immer ein braun/rot genommen, mit dem ich auch sehr zufrieden war, allerdings wollte ich endlich mal was neues ausprobieren. Rot sollte es bleiben, soviel war klar, aber ich wollte mehr rot, als baun. Also gesucht, geguckt, verglichen und da war sie. Viva Pured red von Wella, Farbrichtung Tequila Sunrise. Nochmal auf die Farbe geguckt, wie sie bei meinem Naturton werden soll, wenn es fertig ist, in den Korb gepackt und ab zur Kasse.

>>Preis<<

Ich habe für diese Haarfarbe stolze 7,49 Euro bezahlt, aber welche Haarfarbe ist schon billig bzw. es gibt keine billigen Colorationen. Ich habe mich natürlich gefragt, ob es nötig ist, eine so teure Färbung zu kaufen oder ob es überhaupt nötig sei, dass ich mir die Haare färbe, aber wer schön sein will muss ja bekanntlich leiden und der Gelbbeutel meistens auch.

>>Verpackung<<

Zu der Verpackung gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Die Pappschachtel ist ca 25 cm hoch, ca. 10 cm breit und ca 7 cm. tief. Auf der Vorderseite ist ein Frauenkopf dargestellt, die eine feuerrote Haarpracht trägt. Die Verpackung ist in Blau/Rot gehalten.

Zu Hause angekommen wurde meine neue Errungenschaft dann natürlich sofort ausgepackt und der Beipackzettel durchgelesen.

>>Aussehen der Flasche<<

Die Flasche erinnert mich an eine kleine, nachgebaute Rakete. Insgesamt ist die Flasche ca 20 cm groß. Oben ist ein kleiner, spitzzulaufender Drehverschluss. Darunter kommt ein druchsichtiger Teil, in dem die Entwickler-Emulsion enthalten ist. Zu guter letzt doggt ein kleiner Glasbehälter an die Flasche an, in der das Colorations-Gel ist. Die Entwickler-Emulsion und das Colorations-Gel ist durch einen Versiegelungsring voneinander getrennt.

>>Vorbereitung<<

Laut Beipackzettel soll man den Versiegelungsring entfernen und dann mit ein wenig Kraftaufwand den Glasbehälter in Pfeilrichtung an die Flasche drehen, bis die Lücke komplett geschlossen ist.
Gesagt, getan. Das war ja einfach...

Nun befolge ich den nächsten Schritt und drehe die Flasche auf den Kopf und schüttel sie kräftig, um die beiden Flüssigkeiten ordentlich miteinander zu vermischen.
Das ging auch noch relativ fix, allerdings überkam mich da schon das erste mulmige Gefühl, denn anstelle eines leichten braun/rot Gemisches entdeckte ich ein ekeliges Baby-Orange, was nicht den leisesten Hauch von braun hatte.

Ich weiß ja, durch langjährige Erfahrung mit Colorationen, dass die Mischfarbe in der Flasche keinerlei Ähnlichkeiten mit dem späteren Haarergebnis hat, aber jedesmal, wenn ich braun/rot haben wollte, konnte ich wenigstens einen leichten Braunschimmer in der Flasche erkennen. „Naja,“ dachte ich mir, „das wird schon gut gehen.“

Auf dem Beipackzettel steht, dass es nicht notwendig sei, die Haare vorher zu waschen oder nass zu machen.
Meine persönlichen Erfahrungen sind aber, dass man es doch tun sollte. Mit nassen Haaren lässt sich die Coloration leichter in den Haaren verteilen.
Also ab unter die Dusche bzw. in unsere Badewanne und schnell waschen, danach leicht trocken rubbeln.

Ich streifte mir die beiliegenden Handschuhe über, die mal wieder viel zu klein für meine Risenpranken waren, und schraubte den Verschluss der Flasche vorsichtig ab.

>>Geruch<<

Jede Harrfarbe riecht sehr gewöhnungsbedürftig. Die eine mehr, die andere weniger. Diese Haarfarbe allerdings übertraf sämtliche Erfahrungen, Erwartungen und auch Geruchsnerven. Mir strömte ein entsätzlich stechender Duft entgegen, so dass mir ersteinmal der Atem wegblieb. Mittlerweile denke ich, dass es ein Schutzreflex meines Körpers war für einige Sekunden den Atem anzuhalten. Es war ein absolut wiederlicher Ammoniakgeruch, den sogar meine Katzen, die mir mal wieder ins Badezimmer gefolgt waren, vertrieben. Dieser Geruch stach nicht nur in der Nase, sondern es stach sogar in den Augen, die sofort anfingen zu brennen und zu tränen. Normalerweise bin ich kein Geruchsempfindlicher Mensch, aber das ging zu weit.

>>Anwendung<<

Laut Packungsangabe soll man die Haarfarbe Scheitelweise auftragen. Allerdings habe ich damit negative Erfahrungen gemacht. Zum einen reicht dann meist eine Packung nicht aus und zum anderen wird die Farbe ungleichmäßig aufgetragen, da an den Haarspitzen nicht mehr all zu viel übrig bleibt.
Ich fahre bis jetzt am besten mit der Methode einfach alles reinzuklatschen, kräftig durchzukneten und anschließend die restliche Farbe an Ansätzen, im Nacken und oberhalb der Ohren zu verteilen.
Allerdings hat da bestimmt jeder so seine eigenen Techniken.

>>Einwirkungszeit<<

Die Farbe sollte möglichst 30 Minuten einwirken, damit es einen optimalen Farbton ergibt.
Bei dauergewelltem Haar sollte man die Einwirkungszeit jedoch um 5-10 Minuten verringern.

>>Ausspülen<<

Nach genau 30 Minuten stand ich also wieder vor dem Spiegel und begutachtete mich. Ich hätte wahrscheinlich laut aufgeschrien, wenn ich nicht so geschockt gewesen wäre. Auf meinem Kopf tummelte sich ein großer Fleck, der aussah wie ein geschmolzener Feuermelder. Ich konnte es nicht fassen. Ich hatte Angst vor dem baldigen Ergebniss. Ich wollte mir die Haare nicht mehr ausspülen, hatte aber keine andere Wahl. Ich machte also den Wasserhahn unserer Badewanne an und spülte die Farbmasse über Kopf aus meinen Haaren heraus.
Ich weiß nicht, wie lange ich so an der Badewanne kniete, es kam mir auf jeden Fall vor, wie eine halbe Ewigkeit. Die Färbung des Wassers wurde und wurde nicht weniger. Es war immernoch blutrot. Ich wusch mir meine Harre gründlich mit Shampoo und massierte das beiliegende „Wella Vivality Farbglanz und Plegespülung“ in mein Haar ein, ließ es einige Zeit einwirken und wusch es danach wieder raus. Immernoch war das Wasser rötlich, aber es hielt sich mittlerweile in Grenzen.

Ich nahm ein bereitliegendes altes Handtuch und rubbelte mir meine Haare sorgfältig und vorsichtig trocken.

>>Ergebnis<<

Ich fönte meine Haare trocken und riskierte dann endlich einen Blick in den Spiegel. Was ich sah, brachte mich ersteinmal zum lachen. Ich sah einen roten Feuerschopf, der mich, je länger ich in den Spiegel sah, immer mehr an Pumuckl erinnerte.
Aus meinem eigentlichen rot/braun-Wunsch wurde ein kräftiges Feuermelderrot. Ich verglich nocheinmal die Farbe auf der Packung mit meinen Haaren und stellte fest, dass das eine überhaupt nichts mit dem anderen zu tun hatte. Auf der Packung war auf jeden Fall noch ein wenig braun zu erkennen. Bei mir war von Braun keine Spur. Es war rot. Einfach nur rot.

Ich holte Christian (barracuda79) kurze Zeit später von der Arbeit ab. Er stieg ins Auto, guckte mich etwas entsezt an und fragte mich: „Warum leuchtest du so?“ und „Was hast du getan?“
Er fing an zu grinsen und starrte mich die ganze Autofahrt über an.

>>Eigene Meinung<<

Mittlerweile habe ich mich an die neue Farbe gewöhnt. Anfangs habe ich ernsthaft überlegt, mir eine neue Coloration zu kaufen und überzufärben. Nachdem ich allerdings feststellte, dass sich die Farbe recht gut auswaschen ließ (was eigentlich nicht Sinn und Zweck einer dauerhaften Coloration ist), entschied ich mich einfach abzuwarten.
Es gibt viele Dinge, die mir während des Vorgangs negativ aufgefallen sind und auch im Nachhinein finde ich kaum postive Punkte an meiner neuen Haarpracht.
Das Schlimmste bleibt aber definitiv der Geruch, der sich in der ganzen Wohnung verteilte und nicht mehr weggehen wollte. Tagelang roch unser Badezimmer nach dieser Haarfarbe. Die Flecken, die durch runtertropfen auf dem Waschbecken entstanden sind, wollten auch nicht so richtig weichen. Mit sämtlichen Mitteln bin ich an die Kleckse gegangen, angefangen bei normalen Wasser bis hin zu den schärfsten Mitteln, die unser Haushalt hergeben wollte. Nach mehrmaligen Einweichen und ständigem Schrubben mit der grünen Seite eines Schwamms ließen sich die Flecken endlich lösen.
Wie bereits oben erwähnt, ließ sich die Haarfarbe ohne großen Widerstand auswaschen. Ich hatte die Packung für alle Fälle noch behalten. Ich laß mir nochmal die gesamte Packung durch. Es war auf jeden Fall eine dauerhafte Coloration beschrieben. Auch auf der Verpackung war „Dauerhaft“ deutlich markiert. Ob zwei Monate allerdings dauerhaft sind, liegt im Auge des Betrachters. Nach dieser Zeit war nämlich kaum noch etwas von meinem ehemaligen Haarergebniss übrig. Einerseits war ich deswegen nicht traurig, da sie wirklich alle Vorstellungen übertroffen hatte, anderersiets war ich mächtig sauer auf den Hersteller. So etwas in den Verkauf zu schicken fand ich zeimlich dreist.
Für mich war bereits bei Gebrauch klar, dass dieses Produkt einen Bericht bei ciao wert sei. Allerdings habe ich mich sehr stark über bereits vorhandene Berichte gewundert. Von 87% aller Schreiber (insgesamt 9 an der Zahl) wird diese Coloration weiterempfohlen. Ich frage mich ernsthaft ob ich ein „Montagsprodukt“ erwischt oder etwas falsch gemacht habe. Letzteres kann ich mir allerdings nicht vorstellen. Ich denke, dafür habe ich bereits genug Erfahrung mit diversen Färbungen gesammelt.

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