Wellensittich Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Futterkosten:  sehr gering
  • Pflegeaufwand:  gering
  • Spielbereitschaft:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Navel16

Wellensittiche sind super

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nun besitze ich seit ca. 3 Jahren meinen kleinen Wellensittich. Vorher hatte ich 2 kleine süße Kaninchen, die ich sehr geliebt hatte, doch ich muss zugeben dass ich zu ihnen nicht so eine tiefe Zuneigung hatte, wie zu meinem kleinen Welli. Nun, es sind auch 2 ganz verschiedene Tierarten, die man kaum miteinander vergleichen kann.
Mein Wellensittich ist total zutraulich, verspielt und selbst mit diesem kleinen Tierchen kann man richtig schön kuscheln und knuddeln.
Nun zu meinem Bericht.


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Herkunft:

Wellensittiche wurden vor 150 Jahren erstmals in Australien entdeckt. Dort leben sie in Steppen und ernähren sich hauptsächlich von den Samen, der Steppenpflanzen. Da es in der Steppe sehr trocken ist, kommen Wellensittiche mehrere Tage ohne Wasser aus. Wellensittiche sind Gruppentiere. In der freien Natur bilden sie richtige Schwärme und leben friedlich miteinander. Nachts stellen sie sogar so genannte ‚Wachposten’ auf, die sofort Alarm schlagen, falls Gefahr droht. Seit 130 Jahren werden sie in unserem Land gezüchtet.


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Kauf:

Ich würde jedem empfehlen, die Vögel bei einem Züchter zu kaufen. Dort kann man sich sicher sein, dass man auch einen Jungvogel bekommt und das diese gesund und munter sind. Ich sehe sehr oft in Zoogeschäften, dass die armen Tierchen dort sehr krank sind. Und solche werden einem nicht sehr lange Freude bereiten. Falls man aber doch in einem Geschäft kaufen muss, so sollte man darauf achten, dass der Vogel den man möchte gesund aussieht. Das heißt, dass er nicht aufgeplustert ist, fröhlich umherfliegt und noch nicht so alt ist. Dies erkennt man meistens an der Bildung der schwarzen Federn/Flecken auf dem Kopf. Sind diese noch nicht ganz ausgebildet oder gar nicht vorhanden, so handelt es sich bestimmt um ein Jungtier.


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Allgemeines:

Wellensittiche werden zwischen 12 und 14 Jahren alt, je nach dem wie man sie behandelt und wie gesund und glücklich sie leben. Es gibt große und auch kleine Wellensittiche, wobei die großen eine spezielle Züchtung sind. Meiner Meinung nach ist diese unnatürlich, denn ich bin gegen ‚Verzüchtungen’ und finde Tiere, so wie sie in der Natur vorkommen am schönsten. Hauptsächlich gibt es grün, gelbe und blau, weiße Tiere. Es gibt noch andere Farben, aber diese sind dann meistens nicht so, wie die Tiere auch in der Natur vorkommen. Wellensittiche sind ausgesprochen zutraulich und erlernen sehr schnell Töne und auch unsere Sprache. Dabei sagt man, dass männliche Tiere eher anfangen zu sprechen und die weiblichen eher Vogelmelodien nachahmen o.ä. Mein Wellensittich ist zwar männlich, aber zum sprechen hat er leider keine Lust, nur ab und zu kommt mal ein Tönchen, was sich wie die menschliche Sprache anhört. Dafür macht er sehr viele Töne nach, die viel schöner sind. Denn je nach dem mit wem er sich unterhält, macht er Töne nach, die dieser auch macht. Das finde ich sehr süß.


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Haltung:

Wellensittiche sind Gruppentiere, daher sollte man sie auch eigentlich zu mehreren halten, doch wenn man genügend Zeit aufbringen kann und sich sicher ist das dem Wellensittich nicht langweilig werden kann, so kann man sie natürlich auch einzeln halten. Dazu habe ich mich auch entschieden, da ich einen sehr zutraulichen Welli haben wollte, was zu mehreren nicht so gut gelingen kann. Wichtig ist auch, dass der/die Wellensittich/e genügend Platz haben. Also bitte nicht die winzigen Käfige kaufen, wo sogar drauf steht, dass diese für mehrere Vögel sind. Darin gehen die Vögel ein. Der Käfig sollte mindestens so groß sein, dass der Vogel ein wenig fliegen kann, falls er mal nicht heraus darf. Bei mehreren Vögeln würde ich sogar Volieren vorschlagen, denn dort können sie sich so richtig austoben. Wichtig ist auch der tägliche Freiflug, denn auch ein Vogel brauch Bewegung damit er nicht zu fett wird ;-) Bei meinem Vogel ist es mittlerweile soweit, dass er nur noch nachts in den Käfig geht, da er mir einfach zu viel rummeckert, wenn er im Käfig ist. So kann man sich halt gemeinsam vorn Fernseher oder sonst was setzen *g*


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Ernährung:

Ich persönlich bin nicht so für dieses Fertigfutter von Trill o.ä. Ich stelle das Futter im selbst zusammen, dafür muss man natürlich das richtige Fachgeschäft finden. Wichtig ist dabei dass man auf die richtigen Körnchen achtet. So sind z.B. Silberhirse, Platahirse, Senegalhirse und Japanhirse, Glanz. Großen Körner mögen die Wellensittiche meistens nicht so gerne, aber das ist wie auch bei den Menschen, Geschmackssache. Dieses Futter sollte man möglichst täglich frisch geben und auch aufpassen, dass die Futternäpfchen obenauf nicht von leeren Hülsen bedeckt sind, da vor allem junge Vögel damit Probleme haben können und dann das Futter nicht finden. Mein Vogel hat das super geregelt, er wirft die Körner gleich nach dem Essen einfach auf den Boden :-/ Zusätzlich sollte man dem Vogel Gras, Kolbenhirse (Achtung! Macht dick und ist in zu vielen Mengen ungesund.),Salat, Möhren, Gurken, süßen Apfel, Birne, Feigen und Baumzweige geben. Dies aber nicht allzu oft, da der Vogel gerade durch das Obst Durchfall oder ähnliches bekommen kann. Meiner mags leider sowieso nicht. Da muss dann halt Kolbenhirse und Petersilie reichen. Der Rest der in den Geschäften angeboten wird, ist eigentlich unnötig. Doch ab und zu mögen auch Vögel mal etwas naschen und da würde ich die Knusperstangen empfehlen, aber wirklich aufpassen, denn mehr als einmal im Monat sollte es das nicht geben. Zusätzlich gehört in jedem Käfig ein Kalkstein, darin findet der Vogel alle nötigen Mineralien, die er zum gesund sein benötigt. Meistens sind diese auch im Vogelsand enthalten.


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Käfigausstattung/Spielzeug:

Der Käfig sollte wie oben schon kurz angesprochen einen Kalkstein haben, Wasser und Futter ebenfalls. Der Boden sollte genügen mit Vogelsand ausgestreut sein. Dazu sollten in verschiedenen Höhen Stangen im Käfig angebracht werden. Diese müssen aus Holz sein, denn das ist am schönsten für den Vogel. Er kann daran knabbern, also seinen Schnabel abwetzen und auch seine Krallen, die sonst einfach zu lang werden. Und ganz wichtig!: Die Gitterstäbe des Käfigs müssen waagerecht sein und die Käfigform eckig. In einem runden Käfig wird der Vogel irre, die Stäbe müssen waagerecht sein, damit der Vogel auch ein wenig klettern kann. Meiner spielt immer Fledermaus, heißt er hängt an der Käfigdecke und baumelt dort vor sich hin. Nun zum Spielzeug. Ist man längere Zeit weg, so ist es ganz hilfreich einen kleinen Plastik-Vogel oder einen Spiegel zu haben, denn dann hat der Vogel etwas zur Beschäftigung. Doch sollte dies nicht zur Gewohnheit werden, denn dem Vogel wird ein Artgenosse vorgegaukelt, den es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Am besten sind deswegen kleine Spielbälle, diese sind lustig und gaukeln nichts vor. Jeder andere Spielkram ist unnötige Zeitverschwendung, denn wenn man den Vogel einzeln hält, beschäftigt man ihn schon genug, bzw. sollte es. Zu mehreren gehalten, haben die Vögel ja immer einen Kamerad zum spielen. Sauber gemacht werden sollte diese wenigstens einmal pro Woche.


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Sonstiges:

Erwartet nicht zu viel von dem kleinem Vogel. Es ist immer von dem Tier abhängig ob es nun zutraulich wird oder anfängt zu sprechen. Dies erfordert viel Zuwendung und Zeit. Und: Keinerlei Druck. Zwingt die Tiere nicht zu irgendetwas, wenn sie keine Lust zum spielen haben, dann lasst es. Und zwingt sie am Anfang auch nicht zutraulich zu werden. Dies kommt von allein. Wartet ruhig ein paar Wochen mit dem Freiflug oder dem Finger in den Käfig stecken. Denn wird der Vogel am Anfang zu sehr erschreckt, dann kann es passieren, dass er gar kein Vertrauen mehr zu einem fasst. Doch eigentlich wird jeder Welli ziemlich schnell zutraulich. Meiner war schon nach 3 Tagen soweit, dass er auf meinen Finger ging und das FREIWILLIG. Mittlerweile kann man ihn richtig in die Hand nehmen, am Rücken streicheln und so weiter. Wer seinem Vogel das sprechen beibringen will, der muss sehr sehr viel Zeit mitbringen und möglichst einen Jungvogel haben. Dann heißt es wiederholen, wiederholen…
Doch aufhören, wenn er keine Lust mehr hat und sich anfängt zu putzen oder ähnliches (vom putzen unbedingt nie abhalten!). Wer kleine Kinder hat, sollte diesen auch klarmachen, dass ein Vogel zwar süß ist, aber kein Spielzeug. Vögel können sehr gut zubeißen, sodass es sogar blutet, also bitte aufpassen. Ansonsten wünsch ich viel Spaß mit dem Racker und kann noch einen kleinen Tipp geben: Im Sommer kann man den Vogel auch ruhig mal baden lassen, des gefällt ihm sehr und sind zudem niedlich aus :-)


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Fazit:
Vögel brauchen wirklich sehr viel Zeit, je nach dem zu wie vielen sie gehalten werden. Wer also keine Zeit hat, sollte sich lieber mehrere anschaffen. Aber ansonsten sind Vögel richtige Familientiere, die den Lärm (bügeln, Staubsauger, Wasserhahn) lieben und sehr zutraulich werden. Also noch mal viel Spaß mit den kleinen Rackern.

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