Wenn Katzen krank sind Tipps & Tricks Testbericht

No-product-image
ab 10,63
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von Baffy

Da wird aus der sanften Mieze ein wilder Tiger!

Pro:

Katze wird gesund

Kontra:

Jedes mal ein ziemlicher Kampf

Empfehlung:

Ja

Jeder Katzenbesitzer kennt es und fast jeder fürchtet sich davor! Unwissende fragen sich jetzt, wovor man sich denn fürchten muss. Ganz einfach, wenn ich feststellte, dass mal wieder die alljährliche Wurmkur anstand, brach das blanke Entsetzen aus! Wer noch keine Katze besaß, kann es sich nicht vorstellen, was es jedes Mal für ein Kampf ist, der Katze zu erklären, dass diese Tablette doch nur gut für sie ist. Zum Glück haben „schlaue Menschen“ bestimmt 100 Tipps erfunden wie man einer Katze eine Tablette usw. verabreicht und diese Tipps möchte ich für euch mal testen, bzw. habe ich sie schon getestet.

Tabletten
Variante 1: Die einfachste Möglichkeit zu versuchen eine Tablette in die Katze zu bekommen ist natürlich die kleine Pille in etwas Leberwurst oder ähnliches zu verstecken. Wer kann da nicht wiederstehen und die Tablette in einen Happen runterzuschlingen. Aber da kennt man die Spezies Katze schlecht. Ich bot also meiner Katze die versteckte Tablette an, ein kurzer schnuppern und schon wandte sie sich ekelerregt ab, nach dem Motto „willst du mich für dumm verkaufen?“. Das war wohl nichts. Auch nach anderen Hüllen (Käse, Paste) wurde die Tablette nicht angerührt. Ok, gehen wir also zur Variante 2 über!

Variante 2: Diese Methode ist genauso simpel wie die 1.! Man nimmt die Tablette und zerkleinert sie, vorausgesetzt es ist möglich. Dann gibt man sie entweder ins Feuchtfutter der Katzen oder in Katzenmilch (da muss man aber auf jeden Fall mit dem Tierarzt absprechen!). Nun müsste man meinen, dass man die Stubentiger endlich überlistet hätte. Meine beiden, Samson und Kimba, kommen mit hoch erhobenem Schwänzchen an. Innerlich jubbeliere ich schon, da beide schon etwas mit ihrer Zunge an der Milch geleckt haben, doch dann werde ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: Die Geschwister sehen sich an und wenden sich hoheitsvoll ab. Tja, zu früh gefreut. Auch hierbei haben sie wieder das verhasste Medikament herausgespürt.

Variante 3: So mancher Mensch wundert sich schon, dass man immer noch versucht der Katze das Medikament reinzuwürgen, doch als erprobter Katzenbesitzer darf man eben nicht so schnell aufgeben und hat noch einige vermeintliche Joker in der Hand. So auch bei der Variante 3! Es gibt extra spezielle Geräte, die man wohl Pillenverabreicher nennen kann. Einmal wird die Pille in der Mitte geteilt und dann Stück für Stück in das Gerät verfrachtet. Man muss sich dann nur noch die Katze schnappen (die ja mittlerweile irgendwo auf einem Schrank hockt, weil sie schon weiß was auf sie zukommt) und versuchen diese Gerätschaften in den Mund der Katze zu halten. Nur leider ist dieses Gerät, das so ähnlich funktioniert wie eine Spritze sehr unhandlich und so hat man bald die Tablettenhälften auf dem Boden liegen und die Katze diesmal unter dem Sofa sitzen. Na super, das war wohl wieder nichts.

Variante 4: Auf zur nächsten Runde. Diesmal wollen wir natürlich ein Erfolgserlebnis haben. So greifen wir uns wieder die Katze, klemmen sie uns auf unseren Schoß fest und reißen ihr mit unserer geballten Kraft den Kiefer auseinander. So, jetzt nur noch schnell die Tablette so weit wie möglich in den Rachen werfen, Maul zu, Kopf leicht nach oben halten und die Kehle massieren, bis die Katze schluckt. Juhu, endlich geschafft, also kann man die Katze, die einem mittlerweile die gesamten Arme und Beine zerkratzt hat, wenn man sie nicht in eine Decke eingewickelt hat, wieder loslassen. Mit einem breiten Grinsen dreht man sich zur Katze um und kann gerade noch erkennen, wie diese die Tablette wieder ausgespuckt hat!

Paste
Zum Glück hat auch die Medikamentenindustrie mittlerweile festgestellt, dass Katzen Tabletten nicht wirklich lieben und so gibt es statt Tabletten auch schon einige Ersatzformen. So zum Beispiel Paste zum Entwurmen. Diese Paste kann fast gar nicht ausgespuckt werden. Wieder einmal klemme ich meine Katze auf meinen Schoß fest, und drücke ihr mit und mit diese Paste in den Mund. Trotz verzweifelten Versuchen die Paste wieder aus dem Mund zu bekommen, bleibt die Paste im Mund auf der Zunge kleben und so bleibt der Katze nichts anderes übrig als das Medikament zu schlucken. Der Nachteil hierbei ist leider, dass man auch wieder Arme und Beine zerkratzt hat und nicht jeder Tierarzt diese Paste auf Lager hat. Nunja, ich brauche die Paste eh nicht mehr.
Leider muss ich sagen, dass Katzen sehr gut zwischen Medikamenten und leckerem Zeugs unterscheiden können und so werden Pasten mit Käsegeschmack sogar sehr gerne angenommen. Nur die Medikamentenpaste eben nicht :(.

Puder und Salben
Auch hier bleibt einem nichts anderes übrig als die Katzen festzuhalten, einzupudern oder mit Salbe zu behandeln und dann wieder laufen zu lassen. Wobei sich meine Katzen aber relativ leicht mit Puder oder Salbe behandeln lassen, da diese meist nur oberflächlich aufgetragen wird und nicht gefressen werden muss. Samson und Kimba protestieren zwar auch hierbei, dass sie dieses Mittel nicht haben wollen, jedoch nicht so schlimm wie z.B. bei Tabletten.

Flüssige Medikamente
Da ich im Zusammenhang mit zerkleinerten Tabletten auf diese Variante eingegangen bin, brauche ich hier nicht mehr so deutlich einzugehen. Es bringt nichts, diese Mittel unter das Futter zu mischen. Meine beiden Katzenteufel rühren Futter, das mit Medikamenten vermischt ist, kein bisschen an. Da bleibt nur, dass man dieses Mittel mit Gewalt in das Tierchen einbringt, was auch jedes Mal in einen Kampf ausartet. Deswegen lasse ich es lieber flüssige Medikamente zu verabreichen.

Mit diesen Dingen habe ich nun Erfahrungen gemacht. Es gibt bestimmt noch mehr Möglichkeiten zum Verabreichen von Medikamenten bei Katzen, doch ich habe noch keine anderen ausprobiert. Auch die meisten oben genannten habe ich nur einmal ausprobiert und es dann auch wieder schnell sein lassen. Zur Entwurmung benutze ich schon lange keine Tabletten mehr. Ich gehe einfach zum Tierarzt, lasse Kimba und Samson eine Spitze geben und damit war es das. So ist es auch etwas weniger stressig für Mensch und Tier. Ist zwar auch etwas billiger, denn wenn man vergleicht, dass man jede Tablette mindestens 3 mal pro Tier kaufen muss, kommt man etwas besser mit einer Spritze. Ich habe keine Lust mehr mir die Arme so stark zerkratzen zu lassen!

Viele Grüße Nora und die Katzenteufel

P.S. Auf die allgemeine Bewertung müsst ihr nicht achten, denn es ist schwer so ein Thema zu bewerten!


Ich veröffentliche meine Berichte bei ciao.de und yopi.de unter dem gleichen Namen!!!

13 Bewertungen