Erfahrungsbericht von Heksen
Würg und spuck
Pro:
Natürlicher Vorgang zur Magenreinigung
Kontra:
Kann auch ein Krankheitssymptom sein
Empfehlung:
Ja
Hallo Liebe Lesenden,
da hat Yopi ja mal im Vergleich zu Ciao einen dezenten Kategorienamen ;-) Was ist, wenn Katzen sich übergeben? Ist das normal, bedenklich, muß man da zum Arzt oder braucht man nur einen Extrapack Küchenrolle?
Naja. Bei mittlerweile drei Kampfmaschinen (Stubentiger ist viel zu harmlos), kommt es schon vor, dass man nachts um drei auf einmal quallvolle Würgegeräusche hört, einen langen Ausspuckton, sich nichts bei denkt und am nächsten Morgen verschlafen in der K**** steht ... hmmmm.... Woran kann das liegen?
● Warum Katzen sich übergeben müssen ●
Es gibt mehrere Gründe, warum Katzen sich übergeben. Leider sind nicht alle harmlos.
- Haarknäuel
Katzen betreiben eine sehr intensive Fellpflege. Dabei lecken sie mit ihrer rauhen Zunge über den Körper, um sich zu reinigen. Hierbei kommt es vor, dass Haare auf der Zunge bleiben und hinuntergeschluckt werden.
Diese Hare können von der Katze nicht verdaut und wieder ausgeschieden werden, so dass sich im Katzenmagen ein Haarball bildet.
Diesen Haarball muss die Katze irgendwie wieder los werden. Darum frisst sie, in der Natur, Gras, auf welches sie erbrechen muss. Mit dem Erbrochenen kann sie dann auch den Haarball ausscheiden.
Im Haus haben Katzen normalerweise keinen Zugang zu Gras (dazu mehr später). Um sich ihres Fellknäuels zu entledigen, fressen sie manchmal dünnnblättrige Zimmerplanzen, Bast, oder auch einfach zuviel Futter. Auch hier ist die Folge ein Sich-Übergeben, so dass das Haar ausgeschieden werden kann.
Dieser Vorgang ist also völlig natürlich und kein Krankheitssymptom – die Katze räumt nur ihren Magen auf.
- Überfressen
Mein Altkater Tom bringt es schön regelmässig, dass er einfach so gierig sein Futter (und das der anderen beiden) in sich hineinstopft, dass der Magen streikt.
Dann suchen wir uns einen möglichst zentralen, hochgelegenen Platz (Tisch, Kratzbaum, Sessel, Treppe), setzen uns an die höchsterreichbare Stelle, beginnen zu würgen und spucken bunte Bröckchen meterweit. (Es ist ja so interessant, den Weg der Schwerkraft zu verfolgen .... ;-))
Haarbälle habe ich in diesem Fall noch nicht im Erbrochenen gefunden.
Auch diese Art des Übergebens halte ich für ungefährlich, wenn sie nur selten vorkommt. Bei häufigerem Überfressen mit Erbrechen solltet Ihr ersteinmal die Futtermenge reduzieren und im Zweifel den Tierarzt fragen.
- Krankheit
Auch manche Krankheiten führen Erbrechen als Symptom mit sich.
So können zum Beispiel Spul-, Haken-, Schlauch- oder Bandwürmer, sowie Larvenstadien von Toxoplasma Gondii und Giardii, die im Magen-Darmtrakt leben, neben einer schlechten Verdauung und einem aufgedunsenen Bauch auch zu Erbrechen führen. Wenn Eure Katze Freigang hat, sollte sie sowieso regelmäßig entwurmt werden. Aber auch Wohnungskatzen können, durch an den Schuhen befindlichen Eier, sich mit Würmern infizieren.
Soweit ich weiß, kann auch bei einer FiV, FiP und Leukoseinfektion Erbrechen ein Symptom sein.
Weitere Symptome, dass die Katze krank ist und nicht „nur so“ erbricht, können auch Durchfall, Mattigkeit und Futterverweigerung sein – oder im Stuhl oder im Erbrochenen kann sich u.U. auch Blut befinden.
In diesem Fall bitte sofort mit dem Tierarzt sprechen.
- Vergiftung
Leider kann es auch vorkommen, dass sich die Katze vergiftet. Zum einen natürlich, wenn sie Freigänger ist. Hierbei ist vor allem auf Pestizide und Dünger zu achten, aber auch Frostschutzmittel wird manchmal von der Katze aufgeleckt, weil es süß schmeckt, ebenso wie Enteiser.
Im Haushalt können Medikamente für Menschen, die „freßbar“ herumliegen ebenso Vergiftungen herbeirufen, wie giftige Pflanzen. Deshalb bitte Medikamente sicher verwahren und nur ungiftige Pflanzen kaufen. Giftig sind z.B. Dieffenbachia, Alpenveilchen, Usambaraveilchen und Weihnachtsstern. Habt Ihr eine Pflanzenknabberkatze, fragt vor dem Kauf nach oder schaut im Internet ...
Manchmal werden Vergiftungen auch von heftigen Krämpfen und Speicheln begleitet – bitte schnellstens zum Tierarzt oder in die Tierklinik Notaufnahme.
Eigentlich heißt die Kategorie ja aber „Wenn“ und nicht warum ... also:
● Wenn Katzen sich übergeben müssen ●
- beobachten
Erstmal Katze beobachten und Ruhe bewahren.
Es klingt ziemlich erschreckend, wenn so ein kleines Tier heftigst würgt, und sieht auch nicht besonders „gesund“ aus, wenn den Körper die Auswürgekrämpfe durchlaufen.
Wenn die Katze sich erbrochen hat, beobachtet sie – ist sie schwach, würgt sie weiter oder geht sie jetzt ihrem normalen Tagesgeschäft nach, als sei alles in Ordnung?
Bei letzterem liegt die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie ein lästiges Haarknäuel losgeworden, und die Welt jetzt wieder völlig in Ordnung ist. Meine kleine Katze, Toms Schwester, ist sehr zierlich und wiegt nur 4,5kg. Sie schwächelt jedesmal, wenn sie sich übergibt, wackelt und fällt fast um. Die ersten paar Male habe ich mich schon mit einer halbtoten Katze zum Arzt rasen sehen, bis ich herausfand, dass für sie der Vorgang einfach sehr anstrengend ist und sie einige Minuten braucht, bis sie wieder völlig auf dem Damm ist. Da anschliessend aber jedesmal das volle Spielprogramm abgezogen wurde, ließ ich mich erleichtert davon überzeugen, dass der Miez nichts fehlt.
Manchmal wird mit dem ersten Gang auch noch nicht alles ausgeschieden, so dass ein zweites Mal gewürgt werden muss. Erbricht sich die Katze allerdings mehrfach und über einen längeren Zeitraum, sucht bitte vorsichtshalber einen Tierarzt auf.
- Ruhe bewahren
Warum Ruhe bewahren? Unser klein Kater Barney hatte vor einigen Wochen sein erstes „Kotzerlebnis“. Das hat ihn so aufgeregt, dass er mit verängstigt aufgerissenen Augen würgte und glaubte, er müsse jetzt sterben. Ein hippelig herumspringender Dosi wäre da wohl kaum hilfreich gewesen. So haben wir ihn gestreichelt und beruhigend mit ihm gesprochen, dass er sich auch ein wenig beruhigen konnte.
- untersuchen
Wenn das Drama vorbei ist, solltet Ihr Euch das Erbrochene anschauen – ist es Schleim, Schleim mit Haar, Gras mit oder ohne Haar, Futter, befinden sich Fremdgegenstände darin oder vielleicht Blut? In den beiden letzteren Fällen sprecht bitte schnellstmöglich mit dem Tierarzt und beobachtet die Katze weiter.
- wegwischen
Wenn das Erbrochene „normal“ wirkt, wischt es weg. Am besten mit einem dreifachgelegten (sabbscht nicht so schnell durch) Küchentuch, das man dann im Klo versenken kann. Wenn das Erbrochene bei der Untersuchung Euer Mißtrauen erregt hat, sammelt es ein (Plastikteller o.Ä.) und nehmt es mit zum Tierarzt.
● Müssen Katzen sich übergeben? ●
Ja. Eigentlich schon. Es ist ihr natürlicher Weg, mit dem Haar im Bauch fertig zu werden.
Um den Katzen dieses Geschehen zu erleichtern, gibt es mehrere Möglichkeiten.
- Katzengras
Wenn Ihr vermeiden möchtet, dass Euer Schmuser sich weiterhin an Eurer Dracena oder Eurem Flaschenbaum vergreift, könnt Ihr im Fachhandel oder im Gartencenter Katzengras kaufen.
Was da allerdings unter Katzengras angeboten wird, sind verschiedene Pflanzen. Das beispielsweise bei Zoohaus Dehner oder Ikea angebotene „Gras“ ist in Wirklichkeit Papyrus, der immer mit den Füßen im Wasser stehen muss, sonst ist er sehr schnell „Katzenheu“. Fertig gezogene Pflanzen solltet Ihr sicherheitshalber gut abwaschen, bevor Ihr sie Eurer Katze vorsetzt, manchmal sind sie gespritzt.
Das Gras, welches man in Schalen selbst züchten kann, ist eigentlich Weizen, der nach ca. 2 Wochen hoch genug ist, um von der Katze gefressen werden zu können. Der Nachteil hierbei ist, dass die Würzeln nicht fest im Substrat ankern und Ihr deshalb schön viele Substratkrümel in der Wohnung liegen habt.
Ich habe mit den fertig gezogenen Pflanzen bessere Erfahrungen gemacht. Normalerweise ist die Gabe von Gras oder anderem nur für Wohnungskatzen notwendig, Freigänger kümmern sich in der Regel draussen um das Haarproblem und seine Entsorgung.
- Malzpaste
Wenn Ihr nicht ab und an hinter Eurem Liebling herwischen wollt, könnt Ihr der Katze auch Malzpaste aus dem Zoohandel geben. Die Paste bewirkt, dass das Haar auf „normalem“ Weg verdaut und ausgeschieden wird.
Da meine Katzen Gras bekommen, kann ich zu ihrer Wirkung weiter nichts sagen.
- „Anti Hairballfutter“
Manche Futtermittelhersteller (Whiskas, Hills) bieten Futter oder Zusatzfutter an, dass dem Haarproblem den Garaus machen soll.
Ich habe Hills mit einer Packung ausprobiert und konnte keinerlei Wirkung feststellen – die Katzen haben sich weiterhin erbrochen.
Bei dem Whiskas Zusatzleckerli gab es zum einen das Problem, dass das Zeug uns nicht zu schmecken scheint, zum anderen konnte ich auch hier (nach erfolgreichem Verzehr) keine reduzierte Brechrate erkennen.
Wenn Ihr also eine Katze habt, die ab und an würgt, ist das noch kein Grund, in Panik zu verfallen. Beobachtet sie und schaut, was sie da ausscheidet. Habt Ihr Wohnungskatzen und wollt ihnen etwas Gutes tun, solltet Ihr entweder auf Gras oder eine andere Ausscheidungshilfe zurückgreifen, damit sie gesund und munter bleibt.
In diesem Sinne – viel Spaß mit Euren kleinen Raubtieren wünscht
Heksen
© Heksen 2003 am 05.06.2003 für Ciao, am 07.06.03 für Yopi
Hier noch ein netter Katzenlink:
http://new.mypetstop.com/GER/Katzen/default.htm
Äh... Yopi? Bewertung?
Ich \"empfehle\" es mal, weil es ein natürlicher Vorgang ist ...
da hat Yopi ja mal im Vergleich zu Ciao einen dezenten Kategorienamen ;-) Was ist, wenn Katzen sich übergeben? Ist das normal, bedenklich, muß man da zum Arzt oder braucht man nur einen Extrapack Küchenrolle?
Naja. Bei mittlerweile drei Kampfmaschinen (Stubentiger ist viel zu harmlos), kommt es schon vor, dass man nachts um drei auf einmal quallvolle Würgegeräusche hört, einen langen Ausspuckton, sich nichts bei denkt und am nächsten Morgen verschlafen in der K**** steht ... hmmmm.... Woran kann das liegen?
● Warum Katzen sich übergeben müssen ●
Es gibt mehrere Gründe, warum Katzen sich übergeben. Leider sind nicht alle harmlos.
- Haarknäuel
Katzen betreiben eine sehr intensive Fellpflege. Dabei lecken sie mit ihrer rauhen Zunge über den Körper, um sich zu reinigen. Hierbei kommt es vor, dass Haare auf der Zunge bleiben und hinuntergeschluckt werden.
Diese Hare können von der Katze nicht verdaut und wieder ausgeschieden werden, so dass sich im Katzenmagen ein Haarball bildet.
Diesen Haarball muss die Katze irgendwie wieder los werden. Darum frisst sie, in der Natur, Gras, auf welches sie erbrechen muss. Mit dem Erbrochenen kann sie dann auch den Haarball ausscheiden.
Im Haus haben Katzen normalerweise keinen Zugang zu Gras (dazu mehr später). Um sich ihres Fellknäuels zu entledigen, fressen sie manchmal dünnnblättrige Zimmerplanzen, Bast, oder auch einfach zuviel Futter. Auch hier ist die Folge ein Sich-Übergeben, so dass das Haar ausgeschieden werden kann.
Dieser Vorgang ist also völlig natürlich und kein Krankheitssymptom – die Katze räumt nur ihren Magen auf.
- Überfressen
Mein Altkater Tom bringt es schön regelmässig, dass er einfach so gierig sein Futter (und das der anderen beiden) in sich hineinstopft, dass der Magen streikt.
Dann suchen wir uns einen möglichst zentralen, hochgelegenen Platz (Tisch, Kratzbaum, Sessel, Treppe), setzen uns an die höchsterreichbare Stelle, beginnen zu würgen und spucken bunte Bröckchen meterweit. (Es ist ja so interessant, den Weg der Schwerkraft zu verfolgen .... ;-))
Haarbälle habe ich in diesem Fall noch nicht im Erbrochenen gefunden.
Auch diese Art des Übergebens halte ich für ungefährlich, wenn sie nur selten vorkommt. Bei häufigerem Überfressen mit Erbrechen solltet Ihr ersteinmal die Futtermenge reduzieren und im Zweifel den Tierarzt fragen.
- Krankheit
Auch manche Krankheiten führen Erbrechen als Symptom mit sich.
So können zum Beispiel Spul-, Haken-, Schlauch- oder Bandwürmer, sowie Larvenstadien von Toxoplasma Gondii und Giardii, die im Magen-Darmtrakt leben, neben einer schlechten Verdauung und einem aufgedunsenen Bauch auch zu Erbrechen führen. Wenn Eure Katze Freigang hat, sollte sie sowieso regelmäßig entwurmt werden. Aber auch Wohnungskatzen können, durch an den Schuhen befindlichen Eier, sich mit Würmern infizieren.
Soweit ich weiß, kann auch bei einer FiV, FiP und Leukoseinfektion Erbrechen ein Symptom sein.
Weitere Symptome, dass die Katze krank ist und nicht „nur so“ erbricht, können auch Durchfall, Mattigkeit und Futterverweigerung sein – oder im Stuhl oder im Erbrochenen kann sich u.U. auch Blut befinden.
In diesem Fall bitte sofort mit dem Tierarzt sprechen.
- Vergiftung
Leider kann es auch vorkommen, dass sich die Katze vergiftet. Zum einen natürlich, wenn sie Freigänger ist. Hierbei ist vor allem auf Pestizide und Dünger zu achten, aber auch Frostschutzmittel wird manchmal von der Katze aufgeleckt, weil es süß schmeckt, ebenso wie Enteiser.
Im Haushalt können Medikamente für Menschen, die „freßbar“ herumliegen ebenso Vergiftungen herbeirufen, wie giftige Pflanzen. Deshalb bitte Medikamente sicher verwahren und nur ungiftige Pflanzen kaufen. Giftig sind z.B. Dieffenbachia, Alpenveilchen, Usambaraveilchen und Weihnachtsstern. Habt Ihr eine Pflanzenknabberkatze, fragt vor dem Kauf nach oder schaut im Internet ...
Manchmal werden Vergiftungen auch von heftigen Krämpfen und Speicheln begleitet – bitte schnellstens zum Tierarzt oder in die Tierklinik Notaufnahme.
Eigentlich heißt die Kategorie ja aber „Wenn“ und nicht warum ... also:
● Wenn Katzen sich übergeben müssen ●
- beobachten
Erstmal Katze beobachten und Ruhe bewahren.
Es klingt ziemlich erschreckend, wenn so ein kleines Tier heftigst würgt, und sieht auch nicht besonders „gesund“ aus, wenn den Körper die Auswürgekrämpfe durchlaufen.
Wenn die Katze sich erbrochen hat, beobachtet sie – ist sie schwach, würgt sie weiter oder geht sie jetzt ihrem normalen Tagesgeschäft nach, als sei alles in Ordnung?
Bei letzterem liegt die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie ein lästiges Haarknäuel losgeworden, und die Welt jetzt wieder völlig in Ordnung ist. Meine kleine Katze, Toms Schwester, ist sehr zierlich und wiegt nur 4,5kg. Sie schwächelt jedesmal, wenn sie sich übergibt, wackelt und fällt fast um. Die ersten paar Male habe ich mich schon mit einer halbtoten Katze zum Arzt rasen sehen, bis ich herausfand, dass für sie der Vorgang einfach sehr anstrengend ist und sie einige Minuten braucht, bis sie wieder völlig auf dem Damm ist. Da anschliessend aber jedesmal das volle Spielprogramm abgezogen wurde, ließ ich mich erleichtert davon überzeugen, dass der Miez nichts fehlt.
Manchmal wird mit dem ersten Gang auch noch nicht alles ausgeschieden, so dass ein zweites Mal gewürgt werden muss. Erbricht sich die Katze allerdings mehrfach und über einen längeren Zeitraum, sucht bitte vorsichtshalber einen Tierarzt auf.
- Ruhe bewahren
Warum Ruhe bewahren? Unser klein Kater Barney hatte vor einigen Wochen sein erstes „Kotzerlebnis“. Das hat ihn so aufgeregt, dass er mit verängstigt aufgerissenen Augen würgte und glaubte, er müsse jetzt sterben. Ein hippelig herumspringender Dosi wäre da wohl kaum hilfreich gewesen. So haben wir ihn gestreichelt und beruhigend mit ihm gesprochen, dass er sich auch ein wenig beruhigen konnte.
- untersuchen
Wenn das Drama vorbei ist, solltet Ihr Euch das Erbrochene anschauen – ist es Schleim, Schleim mit Haar, Gras mit oder ohne Haar, Futter, befinden sich Fremdgegenstände darin oder vielleicht Blut? In den beiden letzteren Fällen sprecht bitte schnellstmöglich mit dem Tierarzt und beobachtet die Katze weiter.
- wegwischen
Wenn das Erbrochene „normal“ wirkt, wischt es weg. Am besten mit einem dreifachgelegten (sabbscht nicht so schnell durch) Küchentuch, das man dann im Klo versenken kann. Wenn das Erbrochene bei der Untersuchung Euer Mißtrauen erregt hat, sammelt es ein (Plastikteller o.Ä.) und nehmt es mit zum Tierarzt.
● Müssen Katzen sich übergeben? ●
Ja. Eigentlich schon. Es ist ihr natürlicher Weg, mit dem Haar im Bauch fertig zu werden.
Um den Katzen dieses Geschehen zu erleichtern, gibt es mehrere Möglichkeiten.
- Katzengras
Wenn Ihr vermeiden möchtet, dass Euer Schmuser sich weiterhin an Eurer Dracena oder Eurem Flaschenbaum vergreift, könnt Ihr im Fachhandel oder im Gartencenter Katzengras kaufen.
Was da allerdings unter Katzengras angeboten wird, sind verschiedene Pflanzen. Das beispielsweise bei Zoohaus Dehner oder Ikea angebotene „Gras“ ist in Wirklichkeit Papyrus, der immer mit den Füßen im Wasser stehen muss, sonst ist er sehr schnell „Katzenheu“. Fertig gezogene Pflanzen solltet Ihr sicherheitshalber gut abwaschen, bevor Ihr sie Eurer Katze vorsetzt, manchmal sind sie gespritzt.
Das Gras, welches man in Schalen selbst züchten kann, ist eigentlich Weizen, der nach ca. 2 Wochen hoch genug ist, um von der Katze gefressen werden zu können. Der Nachteil hierbei ist, dass die Würzeln nicht fest im Substrat ankern und Ihr deshalb schön viele Substratkrümel in der Wohnung liegen habt.
Ich habe mit den fertig gezogenen Pflanzen bessere Erfahrungen gemacht. Normalerweise ist die Gabe von Gras oder anderem nur für Wohnungskatzen notwendig, Freigänger kümmern sich in der Regel draussen um das Haarproblem und seine Entsorgung.
- Malzpaste
Wenn Ihr nicht ab und an hinter Eurem Liebling herwischen wollt, könnt Ihr der Katze auch Malzpaste aus dem Zoohandel geben. Die Paste bewirkt, dass das Haar auf „normalem“ Weg verdaut und ausgeschieden wird.
Da meine Katzen Gras bekommen, kann ich zu ihrer Wirkung weiter nichts sagen.
- „Anti Hairballfutter“
Manche Futtermittelhersteller (Whiskas, Hills) bieten Futter oder Zusatzfutter an, dass dem Haarproblem den Garaus machen soll.
Ich habe Hills mit einer Packung ausprobiert und konnte keinerlei Wirkung feststellen – die Katzen haben sich weiterhin erbrochen.
Bei dem Whiskas Zusatzleckerli gab es zum einen das Problem, dass das Zeug uns nicht zu schmecken scheint, zum anderen konnte ich auch hier (nach erfolgreichem Verzehr) keine reduzierte Brechrate erkennen.
Wenn Ihr also eine Katze habt, die ab und an würgt, ist das noch kein Grund, in Panik zu verfallen. Beobachtet sie und schaut, was sie da ausscheidet. Habt Ihr Wohnungskatzen und wollt ihnen etwas Gutes tun, solltet Ihr entweder auf Gras oder eine andere Ausscheidungshilfe zurückgreifen, damit sie gesund und munter bleibt.
In diesem Sinne – viel Spaß mit Euren kleinen Raubtieren wünscht
Heksen
© Heksen 2003 am 05.06.2003 für Ciao, am 07.06.03 für Yopi
Hier noch ein netter Katzenlink:
http://new.mypetstop.com/GER/Katzen/default.htm
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