Wenn Kinder ins Krankenhaus müssen Testbericht

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Erfahrungsbericht von rettchen

Kaum da schon weggenommen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hier sollen nun Tipps und Tricks stehen, wenn Kinder ins Krankenhaus müssen. Leider mußte ich diese Erfahrungen mit meinem Großen schon sehr früh machen. Er kam bereits mit 8 Wochen das erste Mal ins Krankenhaus. Er hatte zwar immer sehr viel getrunken, aber es war nicht die gewünschte Gewichtszunahme zu erkennen. Nun sollte geschaut werden, woran es lag.

Leider war es zu Ostzeiten noch nicht möglich, das ein Elternteil mit aufgenommen wurde und so blieb mir nichts Anderes übrig, als nach der Aufnahme meines Kindes, wieder nach Hause zu fahren. Ich sollte zu Hause die Milch abpumpen und einmal am Tag durfte ich zum Krankenhaus fahren, um ihn dort zu stillen und die andere Milch abzuliefern. Danach "durfte" ich wieder nach Hause bis zum nächsten Tag.

Ich sehe es ja ein, um es zu erklären, müßt Ihr wissen, es gab auf dieser Station nur einen Raum, wo sämtliche Babys untergebracht waren. Es standen ca. 10 bis 15 Kinderbettchen drinnen und es waren auch noch ein paar Mütter da, die ebenfalls ihr Kind dort stillten. Nun war es für mich trotzdem absolut nicht zu ertragen, gerade erst Mutter geworden und schon war das Kind wieder weg.

Leider verstand mein Großer, damals Kleiner, noch nichts mit Spielzeug anzufangen, aber er hatte ein Schmusekissen und es roch auch ein bisschen nach Mama. Ob es getröstet hat, kann ich nicht sagen, denn lange Zeit zum Beschnüffeln war uns noch nicht gegönnt. Nun gut, es kam noch schlimmer.

Mein damaliger Freund und ich hatten auf einmal starken Durchfall, es wurde Ruhr festgestellt. Wir wurden dazu verdonnert, 3 Wochen ins Krankenhaus zu gehen auf eine Isolierstation, um dort geheilt zu werden. Es war die härteste Zeit, 8 Wochen meinen Kleinen gehabt, 2 Wochen war er damals schon selbst im Krankenhaus, bis wir dann noch für 3 Wochen wegkamen.

Als ich dann endlich gesund und entlassen wurde kam der nächste Schock. Ich rannte natürlich zur Kinderstation und wollte sofort meinen Sohn sehen. Etwas sehr ruppig schrie dann eine Schwester, ich solle sofort stehenbleiben und nicht näher kommen. Auf meine Frage, warum, meinte sie nur, dort seie auch die Ruhr ausgebrochen und nur wir können der Auslöser gewesen sein, was sich aber später als unwahr rausstellte. Mein Sohn hatte keine Ruhr und wären wir es gewesen, hätte mein Sohn es als erster haben müssen.

Nun gut, ich weiß nicht mehr genau, wie lang es dann dauerte, bis ich meinen Sohn endlich nach Hause mitnehmen konnte. Auf jeden Fall war ich sehr glücklich, bis der nächste Schock kam. Mein Sohn hatte eine Nierenbeckenentzündung, wieder Krankenhaus. Zum Glück aber nicht auf diese Station, er kam in ein anderes Krankenhaus. Ich durfte zwar wieder nicht bei ihm sein, aber es gab zumindestens schon feste Besuchszeiten. Dies finde ich nicht nur für das Kind wichtig, aber so hat das Kind wenigstens ab und an ein vertrautes Gesicht vor sich und die Eltern können sehen, wie es dem Kind geht. Es war damals 1 Stunde, die ich mit ihm verbringen durfte.

Natürlich hatte er dann schon Lieblingsspielzeug, was ich ihm dann ins Krankenhaus mitbrachte. Und es gab dann auch ab und an etwas Neues dazu. Die Trennung von ihm war dann schon etwas schwieriger. Er schrie und mir standen die Tränen in den Augen. Er wollte auf meinen Arm und ich sollte ihn ins Bettchen stecken. Ich mußte mich regelrecht abwenden und gehen. Es war sehr hart für uns Beide.

Nun war es in beiden Krankenhäusern auch absolut, ich weiß nicht, wie ich anders erklären soll, kalt. Die Schwestern saßen bei ihren Kaffeetassen, damals gab es noch genug Schwestern und die waren meiner Meinung absolut nicht überlastete, und die Kinder schrien nur herum, weil ihnen niemand Aufmerksamkeit schenkte, was gerade bei kleinen Kindern doch so wichtig ist, wenn schon nicht die Eltern dasein können.

Aber auch diese Zeit ging zum Glück vorbei. Es blieb auch nicht bei diesem Mal. Er kam noch öfter ins Krankenhaus, dann waren die Zeiten schon auf 3 Stunden heraufgesetzt, das schloß das Füttern, Baden, Essen mit ein. Es war schon erträglicher, aber eben nicht genug. Ich hätte mir gewünscht, das die bzw wenigstens ein Elternteil mit aufgenommen wurden, denn je älter und verständiger mein Sohn wurde, desto härter wurde auch das Abschiednehmen und das jeden Tag aufs Neue.

Natürlich hatte er mit der Zeit auch mehrere Lieblingsspielsachen, die alle mit ins Krankenhaus mußten, was ihm den Aufenthalt bestimmt sehr erleichtert hat und er bekam auch mit der Zeit, war ja schon etwas älter. einige Naschereien.

Zusammenfassend möchte ich nur sagen, bei Babys sollte man ein Kleidungsstück, was den Geruch der Mutter trägt, mitgeben, Spielzeug, soweit wie möglich bzw das Baby schon spielt, Schmusekissen, Schmusetier. Und was am Allerwichtigsten ist, besucht Euer Kind so lang und so häufig wie möglich, nutzt alle zur Verfügung stehenden Zeit. Heute gibt es ja auch die Möglichkeit, das man als Mutter, Vater mit ins Krankenhaus aufgenommen wird, ich würde es auf jeden Fall nutzen, das damals war absolut unmenschlich, fand ich jedenfalls.


Die Bewertung bezieht sich auf die Tipps

26 Bewertungen, 5 Kommentare

  • Baby1

    09.09.2007, 15:03 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • hjid55

    11.03.2007, 15:17 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah

  • AvanZaun

    02.08.2002, 15:58 Uhr von AvanZaun
    Bewertung: sehr hilfreich

    Vielleich brauch ich einmal deine Tips!

  • Obermann1

    20.05.2002, 13:36 Uhr von Obermann1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Es gibt Erfahrungen die man nicht unbedingt machen muss.----Gruß Obermann1-------

  • M_SPEED

    19.05.2002, 23:04 Uhr von M_SPEED
    Bewertung: sehr hilfreich

    Au weia - ziemlich hart