Wischen Tipps & Tricks Testbericht

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Erfahrungsbericht von ClaudiaRetzmann

Wenn das Schrubberballett wieder tagt

Pro:

befreit die Böden vom Schmutz; Wischen muß nicht immer Schwerstarbeit sein

Kontra:

das Wischenmüssen an sich

Empfehlung:

Ja

Wohl dem, der seine Wohnung komplett mit Teppichboden ausgelegt hat, denn dem bleibt es erspart – die Rede ist vom Wischen. Doch seien wir mal ehrlich, verglichen mit unseren Großmüttern und evtl. auch unseren Müttern, haben wir es heute doch verhältnismäßig einfach, wenn es darum geht, dass mal wieder Großputztag angesagt ist und sämtliche nicht teppichbelegte Böden im Haus oder in der Wohnung nass gewischt werden müssen.

Ganz früher ging man dafür auf die Knie. Eimer Wasser (evtl. mit Haushaltsseife) bereit gestellt, Aufnehmer nass gemacht, auf die Knie und dann wurde geschrubbt – Stück für Stück, bis der Boden vom Schmutz befreit war. Ich muß ehrlich gestehen, ich bin froh in der heutigen Zeit zu leben ;-).

Als Kind oblag es mir, das Treppenhaus alle 14 Tage zu wischen. Damals gab es sie auch noch nicht, die vielen kleinen Helferlein, die einem diese Arbeit erleichtern. D.h. zunächst mußte alles gefegt werden, danach nahm ich einen Eimer mit Wasser und Meister Proper, einen Schrubber und einen Aufnehmer. Zunächst wurden die Treppen richtig schön naß gewischt. Anschließend wurde der Aufnehmer immer wieder schön ausgewrungen, damit er recht trocken war und nochmals über die nassen Treppen gewischt, damit diese ein wenig trockener wurden und gleichzeitig wurde auch der letzte Dreck mit weggeputzt.

Wie bereits angedeutet, haben wir es heute dank diverser Hersteller besser und einfacher, womit ich nun auch zu den Tipps & Tricks zum Wischen komme.

Und der erste Tipp ist für all diejenigen, die noch den alten Schrubber nebst Aufnehmer zu Hause stehen haben, schmeißt ihn weg. Denn es gibt diverse Wischer, die viel einfacher, effektiver und vor allem wassersparender arbeiten. Je nach Hersteller haben sie unterschiedliche Namen. Ich persönlich habe mein Putzmaterial von Vileda – einmal der Wischmat (auf die Wischplatte wird einfach das dazugehörige Micro- oder Langfasertuch übergezogen), den ich für die großen Flächen (Wohnzimmer, Diele und Küche) nutze und zum anderen den Doppelwischer (ebenfalls mit Überzug aus Microfaser) für die Badezimmer.

Der Vorteil dieser Wischer liegt auf der Hand. Zum einen haben heute viele Laminat- oder Parkettboden in ihren Wohnungen verlegt. Diese Böden aber dürfen keinesfalls nass gewischt werden, sondern man reinigt sie lediglich feucht. Hierfür eignen sich die Bodenreinigungstücher aus Microfaser hervorragend, denn sie lassen sich gut auswringen, so dass eine nur leicht feuchte Reinigung gewährleistet ist. Zudem nehmen diese Microfaser-Bodentücher sehr gut den Schmutz auf, ohne dass man große Kraft beim Entfernen diverser Flecken anwenden muß.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man eine Menge Wasser spart. Heute braucht man nicht mehr den 10 l Eimer bis oben hin befüllen. Eine kleine Menge Wasser (Eimer ca. 10 cm mit Wasser befüllen) reicht vollkommen aus. Das hat dann den weiteren Vorteil, dass auch mit dem Reinigungsmittel gespart werden kann, ein kleiner Spritzer reicht hier vollkommen aus. Hier sollte man wirklich Vorsicht walten lassen. Denn je mehr Reinigungsmittel man ins Wasser gibt, desto seifiger wird das ganze und hinterläßt auf den Böden (gerade sehr unschön bei Laminatböden) unangenehme Schlieren.

Praktisch an den heutigen Wischern ist auch, dass sie zumeist eine Teleskopstange besitzen, so kann sich jeder die Länge seines Wischers auf seine Körpergröße anpassen, Rückenschmerzen werden vermieden, weil das lästige Bücken entfällt.

Hat man nun das geeignete „Werkzeug“ zur Hand, kann man mit seinem ganz persönlichen Schrubberballett beginnen. Als erstes sollte man sich dafür natürlich Platz schaffen – sicher ist es bequemer um Stühle, Sessel und Teppiche herumzuwischen, peinlich jedoch wenn diese mal verrückt werden oder der Teppich sich verschiebt und ein dreckig verklebter Untergrund sticht jedem Besucher ins Auge;-). Also nach Möglichkeit die Stühle verkehrt herum auf den Tisch stellen. Sessel, Couch, Tische beiseite schieben und den kleinen Teppich unter dem Wohnzimmertisch evtl. zusammenrollen.

Nun sollte man nach Möglichkeit erst einmal gründlich durchfegen oder durchsaugen. Damit beseitigt man zum einen losen Staub und Dreck und verhindert gleichzeitig, dass man beim Putzen diesen nur schön auf dem Boden verteilt und alles verschmiert. Weiter empfiehlt es sich, dass man vorher sämtliche Staubfänger, sei es nun Regale, Schränke, Bilder etc. entstaubt hat. Wer dies erst nach dem Wischen des Bodens macht, kann nämlich gleich wieder von vorn anfangen *gg*. Auch die Fenster – wenn nötig – sollte man VOR dem Wischen der Böden putzen, sonst hat man anschließend evtl. wieder Schmutzflecken auf dem Boden;-).

Jetzt kann das eigentliche Putzen beginnen. Ich persönlich putze z.B. mein Wohn-/Esszimmer in zwei Teilen. Zunächst werden sämtliche verrückbare Möbel (ausgenommen natürlich Schränke und die schwere Couch) in eine Hälfte geschoben. Mein Microfaser-Bodentuch wird angefeuchtet und dann die freie Fläche gereinigt. Ich denke, hier brauche ich nun nicht weiter ins Detail zu gehen – jeder wird wohl wissen, wie er mit einem Wischer umzugehen hat.
Dann gönne ich mir eine kleine Zigarettenpause *gg* und warte bis die gewischte Fläche richtig trocken ist, um nun sämtliche zuvor verrückte Möbel auf die saubere Fläche zu stellen und den Rest des Bodens zu wischen. Hier sollte man wirklich mit dem Verrücken warten, bis der Boden richtig trocken ist, sonst stellen sich schon mal leicht kleine Streifen auf dem Boden vom Verschieben ein.

Übrigens sollte man sich beim Putzen immer von hinten nach vorn vorarbeiten. D.h. von der Wand zur Tür. Unsinnig wäre es ja wohl, bei der Tür zu beginnen, denn irgendwann ist man an der Wand angekommen und dann geht es nicht mehr weiter *gg* und man müßte über die noch feuchte gewischte Fläche laufen – wer Fußabdrücke auf dem Boden liebt, mag dies gern so gestalten;-).

So arbeitet man sich nun von Raum zu Raum und kann sich anschließend zur Belohnung einer leckeren Tasse Kaffee widmen und voller Stolz auf sein verrichtetes Tagewerk blicken. Dabei darf man sich auch ruhig selbst immer wieder loben – denn andere tun dies leider eher weniger;-).

Wer einen Dampfreiniger hat, kann natürlich diesen zum Wischen der Böden einsetzen. Die Arbeitsweise damit nun zu beschreiben, würde jedoch den Rahmen des Berichtes sprengen. Drum laß ich dies lediglich als Tipp so stehen.

Ich denke, im Text doch einige Tipps & Tricks eingebracht zu haben, die vielleicht selbstverständlich sind, aber für den ein oder anderen, der gerade seine eigene erste Wohnung bezogen hat, mögen sie vielleicht eine Hilfe sein.

Zum Abschluß habe ich noch einen Tipp. Ich persönlich bin nämlich vor ca. einem ¾ Jahr auf eine Firma gestoßen, die – ähnlich den sog. Tupperparties – ihre Reinigungsmittel per Hausvorstellung verkauft (heißt, man kann dieses Mittel nicht im Handel erwerben). Hierbei handelt es sich um einen Allesreiniger (kann also wirklich für sämtliche zu putzende Flächen und Gegenstände genommen werden), der zu 100 % biologisch abbaubar ist. Hiervon gibt man ca. 10-20ml auf 1l Wasser in eine Sprühflasche. Ich habe hierfür die passende Pumpsprühflasche. Damit sprühe ich meine Böden ganz leicht ein, so dass wirklich nur ein ganz feiner feuchter Nebel auf den Böden ist, lasse dies 5 Minuten einwirken (in der Zeit wird der Schmutz an die Oberfläche befördert) und gehe anschließend mit einem ganz leicht feuchten Microfaser-Bodentuch darüber, um den Schmutz aufzuwischen. Das ganze geht supereinfach, erleichtert mir eine Menge Arbeit und geht natürlich auch viel schneller, als beim herkömmlichen Putzen. Zudem sind meine Böden anschließend wirklich streifenfrei sauber. Ich nenne hier extra nicht den Namen der Firma, weil es hier mittlerweile auch diverse verschiedene Hersteller gibt, die ein solches Putzmittel anbieten. Der Vorteil bei dieser Art des Putzens ist natürlich, dass noch viel weniger Wasser und Reinigungsmittel verwendet wird, zudem wird die Arbeit erleichtert und man spart auch noch Zeit.


Das waren nun meine Tipps & Tricks zum Thema Wischen und ich hoffe, dem ein oder anderen damit evtl. etwas geholfen zu haben. Empfehlenswert finde ich das Wischen an sich zwar nicht unbedingt, aber wer auf Teppichböden verzichtet, dem bleibt dies nun mal leider nicht erspart. Die Tipps & Tricks dazu finde ich dann jedoch schon wieder empfehlenswert, weil sie dem ein oder anderen die Arbeit erleichtern können. Übrigens eine flotte Musik im Hintergrund, erleichtert jede Arbeit – auch das Wischen – und man kann ja dann seine Hüften nebst Wischer im Takt bewegen;-).


© by Claudia Südkamp-Retzmann 2003

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