Wischen Tipps & Tricks Testbericht

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Erfahrungsbericht von jozeil

Wische,wische, alles wieder rein.

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wischen, wohl nicht jederfraus/manns Sache, aber nun mal nötig, möchte man nicht im Dreck versinken. Keiner macht dies wohl gerne, obwohl ich sagen muss, dass es nach gelungener Arbeit doch immer ein schöner Anblick ist, das saubere Heim die leuchtenden Regale und der glänzende Boden und man sich genussvoll eine Tasse Tee oder Kaffee bei Kerzenlicht hingeben kann.

Den Anfang hat es ja bei mir schon im Kindesalter gemacht, als meine Mutter wieder mal ins Kinderzimmer kam, die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hat und mir nen Kübel mit Wasser in die Hand drückte um die Regale mal wieder auf Vordermann zu bringen. Dann ging es weiter zum Heer und auch da, wie wohl jeder Mann weiß und jede Frau gehört hat, kommt man nicht umher, den Putzlappen zu schwingen. Na und jetzt hab ich ne eigene Wohnung, die sauber gehalten werden will und da ich mir bis jetzt noch keine Putzkraft leisten kann, bleibt auch hier das Lappenwedeln nicht aus.

Doch was für Mittel für welche Flecken, oder, muss überhaupt was rein?

Doch erstmal jetzt zum Anfang.

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The Beginning
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Da bei mir das wirklich große Wischen meist mit einem mehr oder weniger totalen Reinemachen zusammenfließt, machte ich mir schon bei Zeiten einen kleinen Plan, um so Zeit und Arbeit zu ersparen. So ist es z. B. sinnvoll, nicht mit dem Boden zu beginnen, da ihr diesen dann, wenn ihr die Regale abwischt, nochmal von vorne wischen müsst.
Die Zeit, die ihr zur Strukturierung eurer Arbeit aufwendet, spart ihr so also locker bei der eigentlichen Putzarbeit ein und bringt euch nur Vorteile.

Der nächste Schritt ist wohl, sich die benötigten Utensilien zurecht zu stellen. Und dann kann\'s auch schon losgehen, am besten bei lauter Musik und die Arbeit geht „fast“ wie von alleine.

Ich weiß nicht warum, aber ich habe hier die Angewohnheit, nachdem ich überflüssig gewordene Ansammlungen von Zeitschriften, Gläsern und anderen Dingen entsorg habe, von der Tür aus rechts mit dem Wischen zu beginnen und mich langsam aber doch bis zum Ende auf der linken Seite anzugelangen. So mache ich also einen kleinen Rundgang mit Fetzen und Wischmob, wobei ich immer von oben nach unten dem Staub an die Gurgel gehe.

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Wie jetzt was wischen?
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Die Fenster
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Die Gardinen kommen in diesem Fall bei mir immer vorab von der Stange, werden in die Waschmaschine verbannt und mal schön sauber gemacht. Dann nehme ich je nach Verschmutzung Scheuermilch oder einfache Schmierseife und wische erst mal den Rahmen von innen beginnend, bis er wieder schön glänzt.
Dann folgt, eh klar, um wieder was zu sehen, die Reinigung der Fensterscheiben, wo ich noch die alte und Umweltschonende Variante verfolge, die mich bisher noch nicht enttäuscht hat. So spare ich mir teures, nur selten gebrauchtes Glasreinigungsmittel, indem ich ordinäre Geschirrspülmittel verwende und dann mit zerknülltem Zeitungspapier die Scheiben wische. Aufpassen solltet ihr dabei allerdings, dass die Sonne nicht all zu stark auf die Fenster scheint, da das Putzwasser sonst schnell hässliche Streifen hinterlässt. Anstatt Zeitungspapier ist auch ein extra Fensterleder sehr zu empfehlen, was allerdings, wie ich meine, unnötige Kosten verursacht und auch kein besseres Ergebnis abgibt.

Ganz zum Schluss ist dann noch das Fensterbrett dran, welches ich ebenfalls mit der Seifenlösung zum Strahlen bringe. Jetzt kommen auch die Vorhänge wieder zum Einsatz, die am besten noch feucht wieder eingehängt werden und so beim Trocknen gleich mal einen guten Duft verströmen.

Die Regale und Schränke
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... aus Holz oder Ähnlichem sind dann das Nächste, was dran glauben muss. Hierbei kommt es immer auf den ausgewiesenen Verschmutzungsgrad an, ob ich mich für trockenes Wischen mit dem Staubtuch oder doch für die nasse Version entscheide. Meist wird es nämlich schöner, wenn ihr nur trocken den Staub entfernt, da sich, zumindest bei mir, durch nasses Entfernen immer so hässliche und nur noch schwer zu dezimierenden Wusseln kommt, die dann am Holz haften als würden sie dorthin gehören.

Bei Echtholzmöbel empfiehlt sich nach diesem Schritt dann auch das Einlassen mit geeigneter Politur. Dadurch wird das Holz noch glänzender und gleichzeitig auch versiegelt, wodurch ihr dann wieder einige Zeit ruhe von hartnäckigen Verschmutzungen verzeichnen könnt.

Der Boden ...
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... kommt dann zum Schluss unter meine Fittiche. Dabei, auch wenn ich schön über die Unnötigkeit dieser Arbeit gehört habe, nehme ich immer zu aller erst den Staubsauger in Betrieb. So vermeide ich dann nämlich, dass das Putzwerkzeug, bei mir ein Wunderding von Leifheit, bei dem der Schrubber durch ein integriertes Wischtuch verdeckt wird, welches ich durch einen Handgriff, in den Stiel ziehen kann, und so durch eine Pressvorrichtung auswringen kann, ohne mir die Hände schmutzig zu machen, von zu viel Staub verklebt wird und ich so diesen mehr am Boden verteile als ihn wirklich zu entfernen.

Danach wird je nach Bodenart, Parkett, Laminat oder Fließen, mit den dafür geeigneten Pflegeprodukten gewachst, poliert und versiegelt, um mal wieder eine Zeit lang sein Auslangen zu haben.

Ab und zu kommt es aber vor, dass sich auf meinem hölzernen Grund die ein oder andere Schuhabsatzspur bemerkbar macht. Hier ist es ganz einfach. Wieder einmal Schule spielen und diese mit Hilfe eines Radiergummis zu entfernen.

Bei Teppichböden fange ich danach freilich nicht an, mit dem Wischmob ans Werk zu gehen, sondern leihe mir in einem Baumarkt, nur bei starker Verschmutzung, ein spezielles Teppichreinigungsgerät, welches wirklich günstig und stundenweise ausgeborgt werden kann. Nur aufliegende Teppiche kommen auf die Teppichstange, wo ich meine Wut mal so richtig schön mit dem Teppichklopfer abarbeiten kann und Fleckerl- oder kleiner Teppiche landen in der Waschmaschine, die sie gut gereinigt wieder verlassen und zum Trocknen aufgehängt werden.


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Wischen in der Küche
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Dieser Punkt trifft einen wohl fast alltäglich. Denn im Allgemeinen wische und putze ich die Geräte sofort nach dem Gebrauch. Je frischer der Fleck nämlich ist, desto leichter und mit weniger Reinigungsmittel ist er zu entfernen.

Der Herd
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... ist wohl der bei mir am häufigsten zu reinigende Gegenstand in meiner Küche.

Das Glaskeramik-Kochfeld ...
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... ist wohl das beste Beispiel dafür, wie wichtig oben genannte Aussage zutrifft. Selbst kleinste Schutzreste brennen sich nämlich beim nächsten Einschalten in die Platte ein und können so die Flächen beschädigen. Auf keinen Fall dürft ihr aber Stahlwolle oder raue Schwämme sowie Scheuerpulver verwenden, da diese die Oberfläche zerkratzen und nicht gerade für eine lange Lebensdauer beitragen.

Hier verwende ich dann einfaches Geschirrspülmittel und einen weichen Lappen oder, bei hartnäckiger Verschmutzung spezielles Reinigungsmittel, das in jedem Elektrogeschäft zwar etwas teurer aber unabdingbar zu erwerben ist. Diesen dann unverdünnt aufgetragen einige Zeit einwirken lassen und danach mit Wasser sorgfältig abwischen. Bei bereits verkrusteten Ablagerungen steht mir dann ein Glasschaber, ebenfalls im Handel erhältlich, zur Seite, mit dem ich diese wunderbar und einfach, ohne Schäden zu hinterlassen entfernen kann.

Simple Kalkflecken wie sie durch überkochendes Wasser verursacht wurden, beseitige ich umweltschonend mit Essig oder Zitrone.

Der Backofen ...
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... ist der Ort, den ich zu reinigen hasse. Nicht das ich es liebe, in ein fettiges Fenster zu blinzeln, aber gerade dieses Fett, das sich unweigerlich bei Benützung im Rohr verteilt, macht die Reinigung so unbeliebt. Moderne Geräte wollen ja über eine Selbstreinigungsfunktion verfügen, aber meiner nicht ;-( !

Daher bleibt mir auch hier regelmäßige Reinigung nicht erspart, was dann wieder mal mittels Spüli und Scheuerschwamm von statten geht. Davor allerdings lasse ich den Ofen natürlich abkühlen, denn auch wenn ich\'s sauber mag, Brandblasen will ich keine. Auch solltet ihr hier nicht mit scharfkantigen Schabern, wie bei allen Flächen, arbeiten sondern hartnäckige Krusten feucht einweichen lassen.

Von im Handel erhältlichen Backofenreinigern in Sprayform würde ich euch abraten, da diese doch sehr aggressiv, bei dem Einschalten eines ungenügend nachgewischten Rohrs ordentlich zu stinken anfängt und so euer Essen ungenießbar und gesundheitsschädlich werden lässt.

Tipps für den Herd:
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Herd, Backrohr oder Griller hat wieder mal zulange erhitzt und es ist etwas angebrannt? Einfach Salz hineinstreuen und solange erhitzen, bis dieses Braun wird. Dann mit einem trockenen Tuch ausreiben und anschließend abwischen.

Auf der Herdplatte aus Glaskeramik sind störende Verschmutzungen, die nur schwer weg zu bekommen sind? Hier mal schnell mit Zitronensaft die erkaltete Stelle einreiben und nach etwas Einwirkzeit mit warmem Wasser abspülen.

Bei meinem alten Herd mit normaler Herdplatte hab ich die Edelstahlmulde früher immer 1mal die Woche nach dem Reinigen mit Vaseline (erhältlich in der Apotheke) eingerieben. So brannte nichts mehr so leicht an, ihr habt einen schönen Glanz und das Reinigen geht noch leichter von der Hand.

Bei meiner Einbauspüle aus Edelstahl ...
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... verwende ich nur einfaches Spülmittel, welches ich mit einem weichen Geschirrlappen durch Einsetzen von Muskelkraft ordentlich aufschäumen lasse und es dann mit heißem Wasser dem Tod durch den Abfluss zukommen lasse. Für das rostlose Weiterleben wische ich die Mulde dann mit dem Geschirrtuch trocken, da Stahl sich ja bekanntlich über lange Zeit andauernde Feuchtigkeit nicht glücklich schätzen kann.

Sollte es dennoch mal zu Rostflecken kommen, so verwende ich zur Beseitigung einfachen Haushalts-Essig, der bisher seine Wirkung immer toll gezeigt hat. Dies ist auch ein hilfreiches Gegenmittel zu kalkfarbenen Wasserflecken, wie sie in der Spüle wohl öfter vorzufinden sind.

Bei bereits verkrusten Ablagerungen keinesfalls mit scharfkantigem Werkzeug anrücken, sondern einfach einen feuchten Lappen für wenige Minuten darauf legen und einwirken lassen und Rostflecken entferne ich mit normalem Haushalts-Essig.

Arbeitsflächen
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Auch hier verwende ich nur Spülmittel und wische lieber einmal öfter als an Salmonellen zu erkranken. Gerade in der Küche ist dies ja bekanntlich besonders gefährlich, weshalb ihr auch Schneidbretter regelmäßig einer Politur unterziehen solltet. Hartnäckige Flecken wieder einweichen lassen, und keinesfalls mit harten Gegenständen versuchen zu entfernen. Hinterlässt nur hässliche Kratzer.

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Im Bad
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Auch hier bleibt einem Nichts erspart, ist aber, bei regelmäßiger Ausführung relativ schnell erledigt. Essig ist hier mal wieder das Zauberwort, mit dem ich die Fliesen und Wanne wunderbar von Kalkflecken befreien kann. Aber auch den im Handel erhältlichen Badreiniger in der Sprühflasche hab ich schon verwendet, bin aber damit nicht besser gefahren als mit saurem Wein.

Hartnäckige Flecken verbanne ich mit Scheuermilch und Reinigungsschwamm, wobei auf das Nachwischen mit einem feuchten Lappen nicht vergessen werden sollte, da sich sonst weiße Schlieren auf den Fliesen breit machen. Ein großes Problem sind immer die Fugen, die nach einiger Zeit so schönes Schwarz von sich geben und das nur sehr schwer zu entfernen ist. Dabei geht es mit Backpulver super einfach, welches auf ein Tuch gegeben wahre Wunder wirkt.


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Zusätzliches
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Um einen Punkt nicht zu vernachlässigen, der nicht direkt etwas mit Wischen zu tun hat, dennoch jeden Tag zu tun ist, will ich euch nochmal einige Tricks zur Beseitigung diverser Flecken auf dem Frühstückstisch oder aber auch anderen Möbeln mitgeben.

Immer wieder kommt es vor, dass Kinder auf dem Tisch basteln und mit Klebstoff hantieren. Diesen solltet ihr sofort zu Leibe rücken und mit Butter oder Öl einreiben. So lässt der Kleber dann ganz leicht wegwischen.

Auch Wachsflecken kommen bei einem gemütlichen Dinner nicht selten vor. Was tun, es bleiben meist Flecken zurück. Nicht so, wenn ihr das Wachs mit einem einfachen Fön erwärmt und es dann einfach mit einer Serviette entfernt. Danach solltet ihr noch mit Essigwasser nachwischen und schon ist nichts mehr zu sehen.

Bei selbigem Fleck auf einem Tischtuch, diesen mit einem Löschblatt abecken und mit dem warmen Bügeleisen darüber bügeln. Nachwaschen dann noch mit Seifenlauge und fertig.

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Fazit
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Auch wenn mir der Anfang immer schwer fällt, so ist es doch ein gutes und angenehmes Gefühl, danach wieder in einem sauberen Raum zu sitzen, in die Tastatur zu hacken und jedem zu erzählen, was man denn wieder mal alles gemacht hat, oder besser, machen sollte. Denn vor lauter schreiben steht der Kübel mit dem inzwischen kalten Wasser immer noch in der Spüle, sauber, ohne Staub und Dreck, der sich nach wie vor an den Fenstern, auf dem Fußboden und auf den Regalen befindet. Einzig und alleine die Vorhänge sind frisch gewaschen, was ja schon mal ein Anfang ist.

Wer will, kann sich bei mir melden, vorbeikommen oder mir eine Putzkraft schicken, die dann wenigstens Morgen mal große Reine macht. Ich glaube nämlich, dass ich sonst nicht vor dem Osterputz damit anfange. Aber es wird schon wieder mal werden und wenn ich all diese Tipps befolge, dann kann ja gar nichts mehr schief gehen.

Danke für euer Interesse,

ad rem

euer Jörg

© by Jozeil 10/2002

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