Wischen Tipps & Tricks Testbericht

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Erfahrungsbericht von Anonym126

Wisch, wisch, wisch!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Vor einigen Jahren war der Teppichboden ganz groß in Mode. Auslegware oder Teppichfliesen waren in jedem Haushalt zu finden, ausgenommen Bad, Toilette und Küche. Dabei ist die Empfindlichkeit und Pflege eines Teppichbodens nicht gerade unerheblich. Manch ein Flecken zierte den Belag und trotz eifrigen Bemühens waren einige nicht mehr zu entfernen. Auch musste der Teppich regelmässig gesaugt werden, wobei oft mehr Staub aufgewirbelte wurde als mir lieb war.

Als bei meinem Mann schließlich unter anderem eine Hausstauballergie diagnostiziert wurde, war für mich klar, dass ich in Zukunft auf einen festverlegten Teppichboden verzichten würde. Statt dessen sollten es Bodenfliesen sein oder auch Parkett.

In unserem jetzigen Heim habe ich diesen Entschluß wahr gemacht. In der unteren Etage wurden nur Steinfliesen verlegt und in den oberen Räumen gewachster Parkett. Mein Staubsauger wurde trotzdem nicht arbeitslos, da wir für die Gemütlichkeit doch einige kleine Brücken und Läufer kauften.

Doch nun komme ich zur Pflege meiner Fliesen und meines Parkettbelages. Zunächst informierte ich mich, welche Mittel für meine Steinfliesen am besten geeignet wären. Da gibt es nämlich ganz spezielle Bodenpflege für Marmor-, Hochglanzfliesen-, Naturstein- oder normale Bodenfliesen. Um den Bodenbelag lange ansehnlich zu erhalten, empfahl man mir das entsprechenden Mittel. Ich benutzte das Pflegemittel genau nach Anweisung und als der Behälter leer war, nahm ich kurzerhand meinen Froschreiniger und wischte damit. Ich nehme es schon mal vorweg, mein Frosch reinigte und pflegte die Fliesen genauso optimal.

Bevor ich jedoch mit dem Wischen beginne, sauge ich den ganzen Boden sehr gründlich ab, das erleichtert das spätere Wischen. Auf Schrubber und Aufnehmer verzichte ich schon lange. Ich kaufte mir einen Wischer aus Metall mit einer ausziehbaren Teleskopstange, die ich genau auf meine Körpergröße einstellte, was jedes Mal meinem Rücken zugute kommt. Der Wischer hat unten einen beweglichen Fuß, den ich wirklich in alle Richtungen drehen und schwenken kann. Für diesen Fuß gibt es passende Überzüge, die mit Hilfe von zwei Metallbügeln fest am Fuß des Wischers sitzenbleiben. So kann während des Wischens nichts rutschen oder gar völlig abrutschen. Wie oft habe ich mich in der Vergangenheit geärgert, wenn während des Wischens der Aufnehmer abrutschte und in der hintersten Ecke unter der Anrichte liegen blieb. Das passiert jetzt nicht mehr.

Durch die Beweglichkeit des Wischers komme ich an jede Stelle gut heran, ganz gleich ob es unter dem Schrank oder hinter dem Sofa ist. Auch um die Stuhlbeine kann ich ganz bequem wischen, denn nicht immer habe ich Lust, alle Möbelstücke zur Seite zu räumen. Früher habe ich fast immer eine Überschwemmung in Küche und Bad gehabt. Zum Wischen gehört sehr viel Wasser, so habe ich es gelernt. Das habe ich total geändert, weil es unnötig und auch sehr zeitaufwendig ist.

Statt dessen gebe ich in eine Glasflasche etwas Reiniger und fülle die Flasche 2/3 mit heißem Wasser auf. Dann schüttele ich sie tüchtig, bis sich der Reiniger aufgelöst hat und fülle die Flasche ganz auf. Mit meiner Flasche marschiere ich durch alle Räume und lasse überall einen guten Strahl Wischwasser zurück. Mit der Zeit weiß ich genau, wieviel ich für eine bestimmte Fläche benötige. Und dann wische ich einfach drauf los und arbeite mich von Raum zu Raum.

Ich reinige so den Boden, gründlich und nehme mit dem Wischtuch kleine Fuseln oder Krümeln einfach mit. Damit ich dieses schmutzige Tuch, was von seiner Beschaffenheit her sehr fest ist, nicht auswaschen muss, habe ich mir mehrer Tücher dieser Art besorgt. Dabei gibt es gewaltige Preisunterschiede bei gleichbleibender Qualität. Also aufpassen bei einem Kauf!

Ich wechsle das Tuch einfach aus und fahre mit dem Wischen fort. Der Vorteil dabei ist, dass der Fußboden zwar sauber ist und feucht, jedoch nicht zu naß wird. Deshalb trocknet er auch innerhalb kurzer Zeit. Damit es schneller geht, öffne ich Fenster und Türen und lasse so einen \"Durchzug\" entstehen. Nachtrocknen ist unnötig!

Bei meinem Parkettboden verfahre ich nicht so. Zunächst muss der Parkettboden 2x im Jahr gewachst werden, damit er eine Schutzschicht bekommt und nicht so schnell verkratzt. Beim Wischen nehme ich auf keinen Fall viel Wasser. Parkett muss nebelfeucht gewischt werden, das sagte mir der Fachmann. Dringt Nässe in das Holz oder zwischen die Rillen, verzieht sich das Naturmateial und bricht oder reißt. Auch Wassertropfen, die länger auf dem Holz bleiben verursachen helle Flecken und lassen das Holz eventuell aufquellen.

Mein Wischtuch feuchte ich nur ganz sparsam an und wische schnell und zügig. Es bleibt kein Wasser auf dem Boden zurück und auch hier öffne ich die Fenster, damit alles besser abtrocknet. Allerdings sauge ich den Parkettboden vor dem Wischen aus den selben Gründen, wie bei den Steinfliesen.

Wenn ich wirklich das Bedürfnis habe, den Fußboden bis in alle Ritzen und Ecken zu reinigen, stelle ich alles hoch, was hochgestellt werden kann. Sind die Hindernisse aus dem Weg geräumt, geht das Wischen noch mal so schnell. Zum Glück habe ich solche \"Anfälle\" nur in sehr großen zeitlichen Abständen. Ich habe mir angewöhnt sofort zum Wischer zu greifen, wenn mir Flecken besonders ins Auge fallen. Der Wischer steht immer griffbereit im HWR und die Sache ist dann in Sekunden erledigt ohne das ich einen \"Wischaufstand\" machen muss.

Wischen muß sein, klar, doch man sollte es nicht übertreiben. Erstens sind geringe Verschmutzungen für die Stabilität unseres Immunsystems nur von Vorteil *g* und zum Zweiten gibt es sicher schönere Dinge, die man an Stelle des Wischens tun könnte.*g*

Liebe Grüße

Catty

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