Wissenswertes über Wildreis Testbericht

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Erfahrungsbericht von campino

Gras in meiner Küche.....

Pro:

Abwechslung in der Küche

Kontra:

manche Sorten sind ganz schön teuer

Empfehlung:

Ja

Wildreis, was ist das?

Das unter der Bezeichnung Wildreis, oder wilder Reis bei uns verkaufte Getreide ist kein Reis,
sondern aus botanischer Sicht eine Grassorte. Gehört aber damit schon wie alle Reissorten zu den Getreidearten, denn Getreide ist auch nichts anderes als kultiviertes Gras. Am teuersten und exclusivsten ist der Kanadische Wildreis. Er ist besonders schmackhaft und wird auch der Kaviar unter den Körnern genannt. Leider erinnert auch der Preis an Kaviar: Zwischen 15.- und 25.- Euro muss man z. B. für ein Kilo Kanadischen Wildreis schon hinblättern.

...und wie wird er verwendet?

Wildreis wird verwendet wie normaler Reis, allerdings ist die Kochzeit etwas länger. Sie beträgt ca. 40 bis 45 Minuten. Auch die Wassermenge, die zur Zubereitung benötigt wird ist höher. Hier gilt: 1 Tasse Wildreis benötigt 4 Tassen Wasser. Der Geschmack ist sicher etwas gewöhnungsbedürftig und mit normalem Reis nicht unbedingt zu vergleichen. Mir persönlich schmeckt dieses gesunde Getreide sehr gut und ich verwende es relativ häufig. Allerdings nicht den kanadischen, der ist einfach zu teuer und für Ottilie Normalverbraucher und mich unerschwinglich. Aber im Bioladen erhält man jede Menge andere, bezahlbare Sorten. Besonders gern verwende ich Wildreis zu den Rezepten die in meinem schon hier vorgestellten Kochbuch Chili, Mais und Kaktusfeigen enthalten sind. Ursprünglich ist der Wildreis nämlich eine Erfindung der Indianer und was wäre also passender, als ihn dann auch zur Zubereitung indianischer Rezepte zu verwenden?
Dies zum Wildreis.

Noch mehr Gras....

Das ist jedoch nur einer von über 7000 Reissorten und es bietet sich an, auch einen Teil der anderen hier kurz vorzustellen, denn auch alle anderen Sorten waren vor ihrer Kultivierung mal Wildreis.

3500 Jahre vor Christus reicht die Geschichte des Reis (oder heißt es in diesem Falle: Reises?) zurück. In Siam, dem heutigen Thailand wurde er damals kultiviert.

Heute ist Reis auch aus der europäischen Küche nicht wegzudenken. Vielfältig sind seine Sorten und Zubereitungsarten. In erster Linie ist Reis jedoch immer noch das Brot Asiens und wird dort auch in verschiedensten Versionen zu jeder Mahlzeit, vom Frühstück bis zum Abendbrot gegessen.

In der chinesischen Mythologie spielt der Reis eine große Rolle und viele Sprichwörter ranken sich um dieses Getreide. Haben Sie schon Ihren Reis gehabt, ist in China eine freundliche Frage zur Begrüßung eines Gastes. Schlechter Reis, schlechter Reis sagen die Bauern nach der Ernte um so missgünstige Götter von ihrer guten Ernte abzulenken.
Der größte Reisexporteur ist auch heute noch das Ursprungsland Thailand. ©ampino Berühmt ist der thailändische Duftreis, der auch in einigen Teilen Chinas angebaut wird.

Aus Indien stammt der Basmatireis. Er ist dem Duftreis seht ähnlich. Beide Sorten nehmen Soßen gut auf und das ist besonders in der asiatischen Küche sehr wichtig. Diese beiden Reissorten sind mittlerweile auch bei uns bekannt und zu kaufen.

Schwieriger wird es bei den japanischen Reissorten. Der Uruchireis (für die Sushi-Zubereitung) und der Mochireis sind sehr schwer zu bekommen.

Der bei uns so beliebte Parboiled Reis, der so schön rieselt, ist für die asiatische Küche denkbar ungeeignet. Das Essen mit Stäbchen wird dadurch sehr erschwert. Hier ist doch besser Klebreis angesagt, der in Asienläden fast überall erhältlich ist.

Vollkornreis, das ungeschälte Reiskorn wird vorwiegend für die Vollwertküche verwendet. Er ist sehr gesund, da er alle Bestandteile und vor allem Ballaststoffe enthält. Aber wie es mit so vielen gesunden Dingen ist: Im Verhältnis zu geschältem Reis wird er bedeutend weniger verwendet. Eigentlich schade.

Als grüner Reis wird noch unreifer Reis bezeichnet. Man kann ihn mit wenig Fett in der Pfanne rösten und als Dekoration , hauptsächlich über Desserts streuen.
Jasminreis ist ein Langkornreis mit einem besonders intensivem Duft.
Der bei uns hauptsächlich für Nachspeisen verwendete Milchreis ist ein Rundkornreis.
Aus Italien kommt das auch bei uns bekannte Risotto. Bei der Zubereitung wird der Reis meist in etwas Olivenöl oder Fett glasig gedünstet, dann wird erst das Wasser zugegossen. Aber auch das ist von Rezept zu Rezept verschieden.

Als Faustregel für die Reiszubereitung von "echtem" Reis gilt: 1 Tasse Reis auf 2 Tassen kaltes Wasser.
Ich koche Reis auch heute noch (trotz Dampfkochtopf) oft im Bett. Ich koche den Reis mit Wasser und etwas Salz einmal auf, wickle den Topf in ein großes Handtuch und stelle ihn ins Bett. Bettdecke drüber. Bis ich mittags nach Hause komme ist der Reis gar, immer noch heiß und ich kann ihn weiterverarbeiten. Das funktioniert auch mit Wildreis, die Wassermenge muss nur entsprechend erhöht werden.




(Bevor mir Klagen kommen: Die Informationen habe ich zumindest teilweise im Internet recherchiert, ich bin ja schließlich kein wandelndes Lexikon *grins*).

114 Bewertungen, 3 Kommentare

  • manu63

    21.11.2007, 16:22 Uhr von manu63
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg manu63

  • hjid55

    27.01.2007, 16:14 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & lg Sarah

  • anonym

    22.08.2006, 13:41 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)