Die Prophetin (Taschenbuch) / Barbara Wood Testbericht

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Erfahrungsbericht von Prisca

Mal wieder ein Buch ...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Natürlich habe ich es in meinem Urlaub geschafft, mehr als ein Buch zu lesen ( nur mit dem Berichte schreiben komme ich nicht so recht nach **gg** Ein Buch folgt noch, welches, werde ich euch hier und heute aber nicht verraten!)Aber jetzt zu meinem Bericht!

Was macht man abends im Urlaub? Das Kind ist im Bett und schläft ( hoffentlich) – im Fernsehen läuft mal wieder gar nichts – also greift man in seinen Koffer und holt ein Buch hervor. Endlich mal wieder ganz in Ruhe lesen.

Und was darf es denn sein?

Wie wäre es mit Barbara Wood?

DIE PROPHETIN

Wollten wir doch schon lange lesen. Gedacht, getan. Und nun hier und heute mein Bericht über dieses Buch.

Es wurde 1995 geschrieben und erschien ein Jahr später in Deutschland. Ein weiteres Jahr später, also 1998 wurde dann das Taschenbuch herausgegeben, das mir vorliegt. Es ist ein Fischer - Taschenbuch, kostet normalerweise 9,90 Euro (für mich nicht, ihr wisst ja, ich pflege meine Bücher meist zu ersteigern) und hat 637 Seiten.

Mein Fazit zu diesem Buch:
Sehr lesenswert, spannend und realistisch.

134 Worte – Prisca

**gg**gg**gg**

Wie jetzt, ihr wollt doch nicht etwa noch mehr über das Buch wissen? Ihr vermisst meine guten, ausführlichen Berichte ( ich weiß schon, Eigenlob stinkt... vergesst es einfach)? Also gut, ihr habt gewonnen, dann will ich mich mal wieder an meine Tastatur schmeißen.

Das Buch beginnt mit einer kurzen Einleitung, die vor langer, langer Zeit spielt. Ein Mann ( wohl eine Art Priester oder Heiliger) hat ein junges Mädchen entführt, um von ihr das Versteck einer geheimnisvollen, siebten Schriftrolle zu erfahren. Doch die junge Frau schweigt beharrlich, so das er sie schließlich zusammen mit einem Korb, in dem sich sechs weitere Schriftrollen befinden, in einen tiefen Brunnen herablässt, um sie dort sterben zu lassen.

Jetzt macht die Geschichte einen Sprung in die Gegenwart. Dr. Catherine Alexander, eine junge Archäologin, arbeitet an Ausgrabungen im Sinai. Ihr (nicht ganz uneigennütziges) Ziel: zu beweisen, das Frauen in der frühchristlichen Zeit eine weitaus wichtigere Rolle spielten, als ihr von Kirche und Geschichte zugestanden werden. Bereits ihre Mutter hatte vor Jahren gewagt, ähnliche Theorien zu äußern und wurde daraufhin praktisch aus der Kirche ausgestoßen – selbst nach ihrem Tod wurde ihr ein christliches Begräbnis neben ihn Ehemann versagt.

Catherine gelingt ein aufsehenerregender Fund: sie entdeckt in einem tiefen Schacht unter der Erde einen Korb mit sechs Schriftrollen und einen menschlichen Totenschädel. Werden diese Schriftrollen die Theorie ihrer Mutter beweisen und sie damit rehabilitieren? Catherine ist davon überzeugt! Leider bekommen andere Leute eher von diesem Fund Wind, als es ihr lieb ist – Leute, die kein Interesse an dem geschichtlichen Wert des Fundes haben, sondern lediglich ein finanzielles bzw. die die Schriftrollen eigentlich nur in ihren Besitz bringen wollen, weil sie etwas so einmaliges darstellen. Dann ist da noch die Kirche, die die Stellung von Papst und Priesterschaft durch den scheinbar brisanten Inhalt der Schriftrollen gefährdet sieht und sie deshalb lieber nicht in der Öffentlichkeit sehen möchten.

Mit Hilfe eines guten Freundes ( ebenfalls Archäologe) und eines ihr unbekannten Priesters den sie rein zufällig im Sinai kennenlernt, gelingt es Catherine trotzdem, die Schriftrollen illegal außer Landes zu schaffen, bevor andere darauf Zugriff nehmen können.

Ihr Plan: die Schriftrollen übersetzen und dann die Übersetzung gemeinsam mit den Schriftrollen der Öffentlichkeit zugänglich machen. Doch bevor sie richtig mit der Arbeit anfangen kann, geschieht unglaubliches. Nicht nur, das die Reagierung vom Sinai sie wegen ihres illegalen Vorgehens sucht, um die Schriftrollen zurückzubekommen – nicht nur, das ihr Verlobter ihre Vorgehensweise einfach nur unverständlich findet und sich mit ihr entzweit. Nein, es kommt noch schlimmer! Plötzlich scheint ihr Leben in Gefahr – sie und ihr Freund werden von bewaffneten Männern verfolgt und beschossen. In letzter Minute gelingt ihr mit den Schriftrollen die Flucht aus ihrer Wohnung.

Trotzdem erscheint es fraglich, ob sie den Männern wirklich entkommen kann. Plötzlich hält ein Wagen neben ihr auf der Straße, eine männliche Stimme ruft: “Steigen sie ein, schnbell!“ Da sie nichts zu verlieren hat, springt Catherine in das Auto und sie brausen davon. Erst jetzt findet sie Zeit, sich den Fahrer des Wagens (und damit ihren Lebensretter) genauer anzusehen: Es ist Michael Garibaldi, der Priester, der ihr bereits im Sinai bei ihrer Flucht geholfen hatte.

Von diesem Zeitpunkt an hat Catherine einen „Gehilfen“ auf der Flucht, der sie auch bei der Lösung des Rätsels um die Schriftrollen unterstützt. Zunächst steht sie ihm misstrauisch gegenüber – dann hat sie Gewissensbisse, ihn in diese Angelegenheit mit hinzuziehen – als er sich jedoch hartnäckig an ihre Fersen heftet, nimmt sie seine Hilfe schließlich gern an....

Wie es jetzt in dem Roman weitergeht, ob sich das Geheimnis um die Schriftrollen lösen lässt, ob Catherine herausfindet wer ( und warum) ihr Leben bedroht, was es mit Michael Garibaldi auf sich hat... das alles müsst ihr schon selbst herausfinden, indem ihr das Buch lest.

Sicher habe ich nur einen kleinen Teil des Inhalts grob wiedergegeben ( ich denke mal, vielleicht die ersten 200 Seiten) – ich finde aber auch, gerade bei Romanen dieser Art, die von ständigen Wendungen und Überraschungen leben, sollte man nicht die Spannung herausnehmen, indem man zuviel von dem Inhalt verrät.

Ich werde jetzt nur noch etwas allgemeines zum Roman schreiben. Er ist wirklich sehr spannend geschrieben. Wenn man mit dem Lesen erst mal begonnen hat, vermag man das Buch kaum wieder aus der Hand zu legen.

Es ist nicht nur die Geschichte um Catherine, die zu fesseln vermag. Gemeinsam mit ihr fiebert man förmlich danach, zu erfahren, was in den Schriftrollen steht – Die Geschichte von Sabina die einen Brief über ihr Leben und ihre Erfahrungen in vorchristlicher Zeit an Amelia schreibt. So erzählt der Roman beinahe zwei Geschichten ( die von Catherine und die von Sabina) – und ich möchte nicht entscheiden, welche von beiden die spannendere ist.

Mein Fazit:
Ich denke, hier ist Barbara Wood mal wieder ein toller Roman gelungen, in dem Gegenwart und Vergangenheit auf geschickte Weise mit einander verknüpft sind. Vor allem ( was man aber in fast allen Wood-Romanen findet ) – er wirkt niemals unglaubwürdig, nicht einmal dann, wenn sich B. Wood wirklich auf das Gebiet der reinen Phantasie begibt. Meines Wissens wurden solche ( oder ähnliche) Schriftrollen (noch) nicht gefunden – meines Wissen gibt es (noch) keine Spekulationen darüber, die Frauen in vorchristlicher Zeit einen so großen Stellenwert beimessen. Trotzdem hält man es, nachdem man diesen Roman gelesen hat, nicht mehr für unmöglich.

Darum: Wer gern spannende, historisch angehauchte Romane liest, der kann unbesorgt zugreifen.

Ich hoffe, das ihr jetzt mit mir zufrieden seit **gg**

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