World Trade Center (bis 11.09.2001) Testbericht

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Erfahrungsbericht von darkunit

Das Wahrzeichen von New York in Schutt und Asche

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mit 411 Metern Höhe überragte das World Trade Center ganz Manhattan. Bei einem Besuch schon vor Jahren hätte sich niemand träumen lassen was am 11. September 2001 geschehen ist. Wir standen damals davor und waren einfach nur beeindruckt. Über 50.000 Menschen arbeiteten im World Trade Center, die auch Twin Towers genannt wurden, ein Grund weshalb man es von überall und gerade mit der U- Bahn, prima erreichen kann und konnte.

Nun reichte es damals einfach nicht, nur von unten hoch zu starren, nein Jeder wollte hoch, also hieß es erst einmal anstehen. Aber es ging schneller als erwartet und schwups mit „Überschallgeschwindigkeit“ in 60 Sekunden von Null in die 107. Etage, nach oben. Aber dann im 110. Stockwerk gab es schon ein gigantisches Panorama zu überblicken, einfach Wahnsinn Long Island, New Jersey und natürlich auch Manhattan. Hier konnte man sich über die Geschichte der Twin Towers informieren oder in einem kleinen Kino virtuell durch Manhattan fliegen. Auf dem Dach zu stehen war natürlich das Größte. Doch das ist alles vorbei...

Alle Sicherheitsstandards und Metalldetektoren haben nichts gebracht, wer dachte denn das es ein Paar Irre gibt, die in einer Selbstmordaktion alles kaputt machen und viele Unschuldige dabei ihr Leben lassen mussten. Ich weiß noch wie geschockt ich im September nach der Hiobsbotschaft war, nicht mehr in der Lage auch nur noch einen Termin wahr zu nehmen. So viele Freunde und Bekannte arbeiteten in den WTCs, es wahr einfach nicht zu verstehen. Ich will jetzt auch keine persönlichen Einzelheiten los werden, ich konnte es nur einfach nicht verstehen. Und mag gar nicht daran denken, wie sich die Menschen, dort drin eingeschlossen und Viele ohne Überlebenschance, gefühlt haben mussten. Apathisch vor dem Fernseher oder telefonierend verfolgte ich das Geschehen.

Da ich nun vor ein paar Wochen wieder geschäftlich in New York war, möchte ich auch von meinen Eindrücken nach dem bewussten 11. September erzählen, denn das ein solches Ereignis gerade bei den Menschen dort Spuren hinterlässt, wird einem dort sofort klar. Der Schmerz das so Viele ihr Leben bei dem Anschlag verloren haben ist allgegenwärtig, aber auf der anderen Seite auch der Verlust des Symbols der Finanzkraft der USA, dem World Trade Center.

In den Strassen um die WTCs herum findet man unzählige Photos, Briefe, Erinnerungsstücke aber auch letzte Grüße für die Opfer dieser Tragödie. Keiner kann vergessen oder diesen Schicksalsschlag verarbeiten. Es ist sehr deprimierend.

Der Platz, wo früher die WTCs gestanden haben, ist jetzt nur mehr noch eine Baugrube. Hier gibt es nichts mehr zu sehen. Auf den Strassen um den Financial District geht das Leben wieder weiter, der Alltag hat fast Alle, denke ich, wieder eingeholt.

Neue Ideen und Pläne was jetzt aus dem Platz der WTCs gemacht werden soll, werden täglich in den Zeitungen diskutiert. Wie kann man den Platz sinnvoll nutzen und trotzdem der Opfer gedenken. Ich denke es war schon immer eine Stärke der Amerikaner sich schnell auf neue Situationen einzustellen, anzupacken und das Beste daraus zu machen.

Auf der anderen Seite die Börse. Hier hatte ich das Gefühl, dass gerade dieser Anschlag und auch jetzt die verzwickte Situation im Mittleren Osten und Afghanistans noch präsent ist. Alles ist viel nüchterner und konzentrierter geworden, sonst wurde auch viel gespaßt, doch jetzt ist nicht nur die politische Lage angespannt, sondern leider auch die Konjunktur der USA.

Im Gespräch mit den Menschen merkt man dann richtig, wie tief der Schock noch immer in der Gliedern steckt. Auch ich habe Freunde und Kollegen verloren. Wenn ich mir vorstelle ich müsste dort in diesem Viertel jeden Tag zur Arbeit gehen und habe immer wieder diese schrecklichen Bilder vor Augen, einfach grauenvoll stelle ich mir das vor.

Nun ist das Empire State Building wieder das höchste Gebäude von New York. Doch in der Skyline von New York City fehlt der krönende Abschluss im Süden, der das Bild so stark charakterisierte und auf das Finanzsystem aufmerksam machte. In den Vierziger Jahren wurde das Empire State Building in Rezessionszeiten in Rekordzeit schon gebaut, eine großartige logistische Leistung. Schon damals zeigte New York, wie man sich hier gegen alle wirtschaftlichen Unwegsamkeiten durchsetzt. Auch jetzt wird New York selbstbewusst aus dieser Katastrophe hervorgehen. Wir werden es in den nächsten Jahren sehen...


P.S. Bei den Bewertungen habe ich mich schwer getan, denn wie soll ich etwas bewerten, was es leider nicht mehr gibt

54 Bewertungen, 6 Kommentare

  • clauds22

    13.05.2002, 02:33 Uhr von clauds22
    Bewertung: sehr hilfreich

    *gg* Hab mich doch gar nicht versteckt... nur ein bisschen, hinter meinem Kopftuch ;) Grüsschen, Claudi

  • Chris_ONeal

    12.05.2002, 15:39 Uhr von Chris_ONeal
    Bewertung: sehr hilfreich

    sn ist doch klar! CHRIS

  • FloriaKir

    12.05.2002, 15:09 Uhr von FloriaKir
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich finde deinen Beitrag ziemlich gut!

  • blackserver

    12.05.2002, 15:05 Uhr von blackserver
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schweres Thema :-(

  • Hensa

    12.05.2002, 15:05 Uhr von Hensa
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hallo Peggy, so findet man sich also wieder. Habe mich nach langem Zögern wieder hier angemeldet. Bin mir aber noch nicht so ganz sicher, ob es mir hier gefällt. Noch böse? Gruß Peter

  • Irias

    12.05.2002, 15:04 Uhr von Irias
    Bewertung: sehr hilfreich

    wünsch Dir ein schönes Wochenende!