X - Peter Maffay Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von Finron
Maffay „X" – Das Muttermal rockt
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Skeptisch blicke ich auf die CD, die mir ein Freund gegeben hat. Maffay (lat. naevus cantans - das singende Muttermal)? Muss ich mir das wirklich anhören? Ich meine … Maffay! … der Schlagerfuzzi, „Sieben Brücken”-Bauer und „Tabaluga”-Märchenonkel…naja, ich muss wohl. Sonst ist mein Kumpel sauer. Doch das Wunder geschieht: 13 Lieder später lebe ich immer noch! Und ertappe mich auch noch dabei, wie ich „Bis ans Ende der Welt” summe.
Maffay X - der Lauschangriff
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Oh Gott! Wo sind meine Vorurteile geblieben? Ganz einfach: Maffay hat sie weggespielt. Und zwar ganz hinterhältig! Es begann mit der Single-Auskopplung „Bis ans Ende der Welt”, das sich in die Gehörgänge rockt, ging weiter mit einer raffinierten Gitarren-Hookline und Blackeyed Blonde-mäßigem Endzeit-Sprechgesang in „Bring mich hier raus”.
Spätestens da hatte mich das rockende Muttermal schon. Aber er zog die Schrauben noch enger an – und zwar mit „Rette mich” zusammen mit ROH. Was mit Schraddel-Gitarre beginnt, wird flott zum Slow-Rap à la Absolute Beginner gekreuzt mit Liedermacher-Lagerfeuer-Romantik. Ein potenzieller Sommerhit, den man sich unbedingt reinpfeifen sollte. Und als der alte Peter sogar noch in „Wenn du willst” die Hardrock-Keule und den Ian Gillan auspackt, ist die Begeisterung schier grenzenlos.
Dass Maffay im Anschluss beinahe in alte Herzschmerz-Sünden zurückfällt, ist da schon fast verzeihlich. Immerhin: Die Texte haben durchgehend etwas Postmodern-Existenzialistisches („Keiner kommt hier lebend raus”) an sich und machen sogar die Maffay-Schlager erträglich.
Und mit „Freier Fall” meldet sich der Neo-Rocker Maffay auch wieder eindrucksvoll zurück, setzt mit dem eingängigen Refrain von „Das Leben fließt so einfach” (könnte glatt von Tesla oder gar von Poison sein) noch eins drauf. Absurd und doch rockig kommt „Fühlst Du genauso” daher, ehe noch mal „Bis ans Ende der Welt” erklingt und die insgesamt klasse Maffay-Scheibe stimmig abrundet.
Nochmal im Überblick: Die Tracklist mit Kurzkommentaren
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1. Bis ans Ende der Welt (4:06) – rotzige Rocknummer, schiebt gleich gut los
2. Bring mich nach Haus (4:15) – Crossover à la Blackeyed Blonde
3. Rette mich (5:26) – Schraddelgitarre, Raps und Lagerfeuer-Romantik. In Zusammenarbeit mit ROH
4. Wenn du willst (5:02) – Will Maffay bei Deep Purple einsteigen? Bei dem Gesang und den fetten Gitarren mag man’s fast glauben
5. Du und ich für immer (5:42) – Der Titel sagt’s schon: Hier wird der Schmuse-Peter ausgepackt. Immerhin mit schönen bluesigen Gitarren unterlegt
6. Das hab ich nicht gewollt (4:56) – Wir auch nicht! Also, Peter, lass diese Herz-Schmerz-Kiste lieber zu, sonst musst Du nochmal über sieben Brücken gehn!
7. Freier Fall (3:51) – treibende Grooves, knackige Gitarren, endlich rockt Peter wieder
8. Das Leben fließt so einfach (5:06) – dieser Song könnte von Tesla oder Poison sein. Einerseits seichter Plitscher-Plätscher-Pop, aber dann kommen die harten Bridges, die das kitschig-idyllische Bild wohlig stören
9. Deine Chance (5:42) – Kommt ziemlich synthetisch daher, baut aber voll auf. Ein positiver Song für einsame Abende
10. Sternenmeer (5:10) – ruuuuhig, gaaaaanz ruuuuuhig, der Song ist so lahm und soft, dass er fast von Rudi Scharping sein könnte. Aber trotzdem: irgendwie schön
11. Keiner kommt hier lebend raus (4:30) – postmodern existenzialistischer Krach hart an der Grenze zu den Einstürzenden Neubauten. Experiment dennoch fehlgeschlagen
12. Fühlst du genauso (3:56) – absurd und rockig, eine wirklich schöne Nummer, eingängiges, sehr persönliches Lied
13. Bis ans Ende der Welt (Reprise) (4:06) – Wieso Reprise? Ist genauso lang wie am Anfang, wurde kaum variiert, wieso also Reprise?
Übrigens: Diese Tracklist bezieht sich auf die CD die ich daheim hab. Bei Amazon ist nur eine Digipack-Version für 16,99 Euro erhältlich, die mit „Brung mich nach Haus” beginnt und mit „Bis ans Ende der Welt” (natürlich nicht die Reprise-Version!) endet.
Das Booklet
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Wenn man’s so sieht, glaubt man nicht, was drin steckt. Das einfache, pinselgemalte „X“ steht da wie ein Ausrufezeichen (ja, erinnet in seiner Schlichtheit shcon fast an das Radiohead-Artwork). Drin dann die fette Fan-Ladung: Gut leserliche Texte (zum Mitgröhlen), Liste der mitwirkenden Musiker, Credits, Thanx – und ein Miniminimini-Poster von Peter himself (oder ist das doch lebensgroß ;o))
Fazit
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Bravo, Maffay! Der olle Peter (steht ja mittlerweile auch schon seit 30 Jahren auf der Bühne) hat eine überzeugende Verjüngungskur hingelegt, die manch anderer auch mal wagen sollte. Empfehlenswert nicht nur für Fans.
©Finron
Maffay X - der Lauschangriff
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Oh Gott! Wo sind meine Vorurteile geblieben? Ganz einfach: Maffay hat sie weggespielt. Und zwar ganz hinterhältig! Es begann mit der Single-Auskopplung „Bis ans Ende der Welt”, das sich in die Gehörgänge rockt, ging weiter mit einer raffinierten Gitarren-Hookline und Blackeyed Blonde-mäßigem Endzeit-Sprechgesang in „Bring mich hier raus”.
Spätestens da hatte mich das rockende Muttermal schon. Aber er zog die Schrauben noch enger an – und zwar mit „Rette mich” zusammen mit ROH. Was mit Schraddel-Gitarre beginnt, wird flott zum Slow-Rap à la Absolute Beginner gekreuzt mit Liedermacher-Lagerfeuer-Romantik. Ein potenzieller Sommerhit, den man sich unbedingt reinpfeifen sollte. Und als der alte Peter sogar noch in „Wenn du willst” die Hardrock-Keule und den Ian Gillan auspackt, ist die Begeisterung schier grenzenlos.
Dass Maffay im Anschluss beinahe in alte Herzschmerz-Sünden zurückfällt, ist da schon fast verzeihlich. Immerhin: Die Texte haben durchgehend etwas Postmodern-Existenzialistisches („Keiner kommt hier lebend raus”) an sich und machen sogar die Maffay-Schlager erträglich.
Und mit „Freier Fall” meldet sich der Neo-Rocker Maffay auch wieder eindrucksvoll zurück, setzt mit dem eingängigen Refrain von „Das Leben fließt so einfach” (könnte glatt von Tesla oder gar von Poison sein) noch eins drauf. Absurd und doch rockig kommt „Fühlst Du genauso” daher, ehe noch mal „Bis ans Ende der Welt” erklingt und die insgesamt klasse Maffay-Scheibe stimmig abrundet.
Nochmal im Überblick: Die Tracklist mit Kurzkommentaren
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1. Bis ans Ende der Welt (4:06) – rotzige Rocknummer, schiebt gleich gut los
2. Bring mich nach Haus (4:15) – Crossover à la Blackeyed Blonde
3. Rette mich (5:26) – Schraddelgitarre, Raps und Lagerfeuer-Romantik. In Zusammenarbeit mit ROH
4. Wenn du willst (5:02) – Will Maffay bei Deep Purple einsteigen? Bei dem Gesang und den fetten Gitarren mag man’s fast glauben
5. Du und ich für immer (5:42) – Der Titel sagt’s schon: Hier wird der Schmuse-Peter ausgepackt. Immerhin mit schönen bluesigen Gitarren unterlegt
6. Das hab ich nicht gewollt (4:56) – Wir auch nicht! Also, Peter, lass diese Herz-Schmerz-Kiste lieber zu, sonst musst Du nochmal über sieben Brücken gehn!
7. Freier Fall (3:51) – treibende Grooves, knackige Gitarren, endlich rockt Peter wieder
8. Das Leben fließt so einfach (5:06) – dieser Song könnte von Tesla oder Poison sein. Einerseits seichter Plitscher-Plätscher-Pop, aber dann kommen die harten Bridges, die das kitschig-idyllische Bild wohlig stören
9. Deine Chance (5:42) – Kommt ziemlich synthetisch daher, baut aber voll auf. Ein positiver Song für einsame Abende
10. Sternenmeer (5:10) – ruuuuhig, gaaaaanz ruuuuuhig, der Song ist so lahm und soft, dass er fast von Rudi Scharping sein könnte. Aber trotzdem: irgendwie schön
11. Keiner kommt hier lebend raus (4:30) – postmodern existenzialistischer Krach hart an der Grenze zu den Einstürzenden Neubauten. Experiment dennoch fehlgeschlagen
12. Fühlst du genauso (3:56) – absurd und rockig, eine wirklich schöne Nummer, eingängiges, sehr persönliches Lied
13. Bis ans Ende der Welt (Reprise) (4:06) – Wieso Reprise? Ist genauso lang wie am Anfang, wurde kaum variiert, wieso also Reprise?
Übrigens: Diese Tracklist bezieht sich auf die CD die ich daheim hab. Bei Amazon ist nur eine Digipack-Version für 16,99 Euro erhältlich, die mit „Brung mich nach Haus” beginnt und mit „Bis ans Ende der Welt” (natürlich nicht die Reprise-Version!) endet.
Das Booklet
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Wenn man’s so sieht, glaubt man nicht, was drin steckt. Das einfache, pinselgemalte „X“ steht da wie ein Ausrufezeichen (ja, erinnet in seiner Schlichtheit shcon fast an das Radiohead-Artwork). Drin dann die fette Fan-Ladung: Gut leserliche Texte (zum Mitgröhlen), Liste der mitwirkenden Musiker, Credits, Thanx – und ein Miniminimini-Poster von Peter himself (oder ist das doch lebensgroß ;o))
Fazit
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Bravo, Maffay! Der olle Peter (steht ja mittlerweile auch schon seit 30 Jahren auf der Bühne) hat eine überzeugende Verjüngungskur hingelegt, die manch anderer auch mal wagen sollte. Empfehlenswert nicht nur für Fans.
©Finron
17 Bewertungen, 3 Kommentare
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13.06.2002, 16:46 Uhr von werwoelfin666
Bewertung: sehr hilfreichDie Wanderwarze ist zwar nicht gerade mein Ding, aber Dein Bericht dafür sehr gut!
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13.06.2002, 16:14 Uhr von Indigo
Bewertung: sehr hilfreichErinnerungen werden wach
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12.06.2002, 14:41 Uhr von IrresLicht
Bewertung: sehr hilfreichAuf jeden Fall scheinen wir die gleichen Vorurteile zu haben,hehe.
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