Yellowstone National Park Testbericht

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Erfahrungsbericht von Radar

Erlebnis Yellowstone

Pro:

Erlebnis

Kontra:

Viele Menschen

Empfehlung:

Ja

Den Yellowstone National Park wirklich zu erleben ist sicherlich nicht so einfach. Er ist nicht nur einer der ältesten und bekanntesten Nationalparks der USA, sondern auch einer der größten.

Die meisten Besucher werden, so wie ich, nur relativ wenig Zeit haben, die Schönheiten des Parks tiefgründig zu genießen. In drei Tagen habe ich versucht, die wichtigsten Attraktionen (in Verbindung mit dem Grand Teton National Park) zu besuchen, wobei natürlich keine Zeit bleibt an einzelnen Punkten länger zu verweilen.
Der Yellowstone National Park liegt im Nordwesten von Wyoming und grenzt an die Staaten Idaho und Montana.

Unterkünfte gibt es im Park nur in begrenzter Zahl, diese sind deshalb teuer und auf lange Sicht ausgebucht. Wer nicht mit dem Wohnmobil oder Zelt unterwegs ist muß deshalb auf Übernachtungen außerhalb ausweichen. Eine Vielzahl von Hotels und Motels gibt es unmittelbar an den Parkeingängen West in West Yellowstone und Nord in Gardiner (beide Montana). Im Osten ist die nächste größere Ortschaft, Cody, schon ungefähr eine Autostunde entfernt und im Süden liegt als nächstes Jackson, durch den Grand Teton National Park zu erreichen.

Der größte Teil des Parks besteht aus einem Hochplateau, deshalb bietet sich als Reisezeit das späte Frühjahr bis zum zeitigen Herbst an, Schneefall oder gesperrte Straßen sind allerdings auch in dieser Zeit möglich. Einen Besuch an Wochenenden sollte man wegen der vielen Menschen am Besten meiden.

Meine Tour führte mich von Las Vegas kommend über Salt Lake City nach Jackson, südlich des Grand Teton National Park.
Jackson ist ein recht nettes Städtchen in Westernlook. Relativ preiswerte Unterkünfte sind hier zu finden, wobei die Verfügbarkeit wegen doch oft hohen Besucherzahl eingeschränkt sein kann. Für das Abendprogramm gibt es zahlreiche Bars und Restaurants, oft werden als Spezialitäten Gerichte aus Bisonfleisch angeboten.

Von Jackson erreicht man den Südeingang des Yellowstone durch den Grand Teton National Park. Zwei Routen sind möglich: östlich, entlang des Snake River oder westlich, vorbei am Jenny Lake. Beide bieten spektakuläre Blicke auf die Grand Teton Range, ein wahrhaftiges Bilderbuchgebirge. Wer Zeit und Lust auf kleine Wanderungen hat sollte die westliche Route nehmen.
Über den John D. Rockefeller Memorial Parkway, vorbei am Jackson Lake, erreicht man den Südeingang des Yellowstone National Park.

Viele der Geysire und heißen Quellen, für die der Park bekannt ist, befinden sich im Bereich des Firehole River. Der kurze Fluß passiert drei Becken mit Geysiren, das Upper, das Middle und das Lower Geyser Basin. Vom Südeingang führt der Weg dorthin nach Norden, vorbei am Lewis Lake und Grant Village und biegt am Westufer des Yellowstone Lake links ab.

Als erstes erreicht man das Upper Geyser Basin, welches wohl am meisten einen Besuch lohnt. Außer dem bekannten Old Faithful, der jede Stunde spektakulär ausbricht, gibt es hier einige weitere große Geysire, die regelmäßig Fontänen ausstoßen. Andere Geysire in diesem Gebiet spucken zwar weniger regelmäßig aber höchst spektakulär. Pläne über eventuell bevorstehende Ausbrüche gibt es am Visitor Center. Das Gelände ist gut erschlossen, alle Punkte sind durch befestigte Wege oder Holzdämme miteinander verbunden.

Weiter auf dem Weg nach Norden passiert man das Middle Geyser Basin, den Firehole Lake Loop Drive und das Lower Geyser Basin. Hier gibt es mehrere kleine Geysire und sogenannte Paint Pots.

An der Kreuzung in Madison biegt man nach links ab und erreicht nach kurzer Zeit den westlichen Parkausgang. In West Yellowstone stehen wiederum genügend Unterkünfte zur Verfügung.

Am nächsten Tag zurück im Nationalpark. Die Straße führt zunächst nach Osten und biegt dann Richtung Norden zum Norris Geyser Basin ab. Hier befindet sich der größte Geysir der Welt, der Steamboat. Leider bricht er nur alle paar Jahre mal aus.

Weiter im Norden des Parks liegt Mammoth Hot Springs, die dritte thermisch aktive Region. Hier gibt es zwar keine Geysire, dafür aber hunderte heißer Quellen, die sich Schicht für Schicht in Terassen abgelagert haben. Bunt gefärbt von Bakterien und durch Mineralien bieten sie einen phantastischen Anblick. Des Gelände läßt sich gut über Holzdämme erwandern.

Unterhalb der Springs liegt das alte Fort Yellowstone, eine Ansammlung hübscher Steinhäuser aus der Zeit als die Army noch den Park verwaltet hat. Hier wird auch die übliche touristische Infrastruktur geboten.
Ein Kurzes Stück weiter nördlich liegt Gardiner am Nordeingang des Parks. Hier bieten sich wieder Übernachtungsmöglichkeiten an.
Vom Fort aus führt die Parkstraße zunächst nach Osten und biegt dann nach Süden zum Grand Canyon of the Yellowstone ab. Der Yellowstone River stürzt hier über zwei Wasserfälle 360 Meter in eine Schlucht hinunter.
Weiter im Süden erreicht man den Yellowstone Lake, einen der größten Bergseen der Welt. Hier gibt es viele Gelegenheiten für Spaziergänge am steinigen Ufer, besonders schön ist die Gegend um Bridge Bay. Auch Bootsfahrten auf dem See sind beliebt.
Bei Fishing Bridge kann man auf der Parkstraße Richtung Osten (US 20 nach Cody) den Park wieder verlassen.
Während der Tour durch den Park muß unbedingt die Augen offenhalten, um die vielfältige Tierwelt zu genießen. Bisons gibt es fast an jeder Straßenecke, aber auch Bären oder manchmal auch Wölfe kann man in der Nähe der Touristenrouten sehen. Die übliche Official Map, die man jedesmal am Eingang erhält, gibt einen guten über die Tierwelt und an welchen Punkten man diese Tiere eventuell zu sehen bekommt. Die Parkranger sind übrigens auch sehr auskunftsfreudig.
Diese drei Tage sind eigentlich viel zu wenig für so einen aufregenden und großen Nationalpark. Man kann wirklich nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit den Touristenströmen abfahren.
Der Park bietet natürlich jede Menge kurzer oder langer Wanderwege abseits der Straßen mit wunderschönen Attraktionen (detaillierte Informationen in den Visitor Centers oder Ranger Stationen). Aber das wäre dann schon ein anderer Urlaub.
Weitere Informationen zu diesem und anderen Nationalparks gibt es unter www.nps.gov.
Der Eintritt in den Yellowstone Nationalpark kostet 20 $ pro Fahrzeug und ist sieben Tage gültig, Der Grand Teton National Park ist darin eingeschlossen.

29 Bewertungen, 4 Kommentare

  • ela_309

    16.06.2004, 13:37 Uhr von ela_309
    Bewertung: sehr hilfreich

    wir sind von der anderen richtung gekommen von Seattle nach L.A. und haben auch so einiges mitgenommen ... war einfach klasse und ich bekam schon wieder gänsehaut als ich deine berichte gelesen habe ... LG Ela

  • redwomen

    06.03.2004, 19:27 Uhr von redwomen
    Bewertung: sehr hilfreich

    daß er so "überlaufen" ist. Aber wahrscheinlich wie viele extrem bekannte Sehenswürdigkeiten, wird man dies NIE verhindern können. Maria

  • rofis

    02.11.2002, 14:00 Uhr von rofis
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein grandioser Park!

  • Amarillis

    27.06.2002, 18:01 Uhr von Amarillis
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich möchte auch unbedingt mal in den Yellowstonepark und er steht für meinen nächsten Trip in die USA auch an Stelle Nr. 2. Bisher habe ich es nicht nördlicher als Yosemite geschafft, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Gruß