York (England) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Comenter

Das Minster ist echt beeindruckend

Pro:

schöner Spaziergang auf der Stadtmauer Minster Eisenbahnmuseum

Kontra:

teuer Massentourismus

Empfehlung:

Ja

York, die historische Hauptstadt des Nordens, gilt für viele Nordenglandbesucher als ein Muss. Doch ist dieser Pflichtbesuch in der Stadt wirklich erforderlich oder kann man die Zeit besser verbringen? Das möchte ich versuchen mit meinem Bericht herüber zu bringen.

Mein Besuch:
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Angekommen sind wir mit dem Bus um 10.30 Uhr. Von da an hatten wir 6,5 Stunden Zeit uns die Stadt anzuschauen. Vom Busparkplatz sind es nur wenige Meter bis ins Stadtzentrum und schon von weitem erkennt man das bekannte Minster. Doch neben dem Minster soll es ja auch noch andere schöne Sachen geben. So sing wir mit der Gruppe mitgelaufen, die zum National Railway Museum lief.

National Railway Museum
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Der Weg zum Museum ist ausgeschildert. Es hat täglich von 10-18 Uhr geöffnet und der Eintritt ist frei. Das hat uns natürlich gleich davon überzeugt dieses Museum zu besichtigen.
Hier findet man die verschiedensten Züge, nicht in Modellen, sondern die Originale. Man kann königliche Waggons ebenso wie alte Dampflokomotiven oder modernste Züge betrachten. Interessant fand ich eine Lokomotive die komplett aufgeschnitten wurde, so dass man auch ins Innere sehen konnte. Die einzelnen Teile waren alle beschriftet und man hat hier sehr viel über die Funktion einer Lokomotive erfahren.
Was auch sehr interessant war, war das Warehouse. Es handelt sich hier um einen Lagerschuppen. Interessantes Ausstellungsstück hier war ein Schild mit der Aufschrift: Platform 9 ¾. Die Fans von Harry Potter können damit sicher etwas anfangen.
In einer Werkhalle kann man sehen, wie früher Lokomotiven zusammengebaut und repariert werden.
Sehenswert ist auch die Vorführung an einer Drehvorrichtung. Hier wird gezeigt, wie eine Lokomotive um 180 Grad gedreht wird.

Vom Museum aus gingen wir zur nächsten Attraktion. Unsere Lehrer haben uns dringend einen Spaziergang auf der Stadtmauer empfohlen.

Stadtmauer/Stadttore:
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Von der Stadtmauer und den Stadttoren ist noch sehr viel erhalten. Wir haben uns entschlossen die Stadtmauer von der Station Road aus zu besteigen und sind dann auf ihr entlang gelaufen bis zur Bishopgate Street. Man hat wirklich einen wunderschönen Blick von der Mauer auf die Altstadt von York und auch auf die Vororte. Während der Wanderung kamen wir auch an einem Tor vorbei, das ein kleines Museum beherbert.

Von der Stadtmauer aus liefen wir dann zum Clifford’s Tower.

Clifford’s Tower:
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Hierbei handelt es sich um einen Burgfried aus dem 14. Jh. Der Turm liegt auf einer Anhöhe und man kann bis auf die Spitze hinaufklettern. Wenn man das Eintrittsgeld bezahlt. Der Blick muss aber sehr schön sein. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich lieber auf diesen Turm geklettert wäre, als die Stufen im Minster hochzulaufen. Denn das Minster ist das einzige herausragende Gebäude in York.

Innnenstadt:
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Nun liefen wir durch die engen Gassen Richtung Minster. Die Gassen sind recht schön, da sie meist von kleinen Häusern geziert werden. Wer ein Wohnhaus aus dem 18. Jh. von Innen betrachten möchte, der kann ins Fairfax-House gehen. Kostenpunkt: 4,50 Pfung (Studenten 3,75 Pfund). Weiter soll noch das Castle Museum sehenswert sein (Kostenpunkt 6,50 Pfund (Studis 5 Pfund)). Weiter zu empfehlen ist das Jorvik Viking Centre. Hier wurde eine Rekonstruktion des Lebens der Wikinger vor Tausend Jahren erschaffen. Die Schlange vor der Kasse war jedoch sehr lang. Zu lange für uns und auch zu teuer. Erwachsene bezahlen 7,45 Pfund, Studenten 6,30 Pfund.

Diese Preise waren uns einfach zu teuer und wir haben uns in den kleinen Souvenirläden und Süßigkeitenläden bestens die Zeit vertrieben. Für Süßwaren ist die Stadt nämlich berühmt und die Schokolade und die Ice Bars schmecken hier einfach lecker.

Mit der Zeit standen wir dann vor dem Minster.

York Minster:
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Das Minster ist wirklich sehr beeindruckend, bestimmt es doch das Stadtbild, so wie das Münster in meiner Heimatstadt Ulm. Nur, dass man in York für den Kircheninnenraum Geld bezahlen muss. Für Erwachsene sind 5 Pfund fällig, für Studenten 3,50 Pfund. Die Karte ist allerdings den ganzen Tag gültig. Geöffnet hat das Minster von Montag bis Samstag von 10-16.45 Uhr und am Sonntag von 12 – 15.45 Uhr. Im Innenraum liegen Beschreibungen über das Münster auch in deutscher Sprache aus.

Das Minster gehört zu den größten gotischen Bauwerken in Europa. Sein Innenleben ist so reich an Pracht, so schön an Verzierungen und so reich an Geschichte. Der erste Kirchenbau stammt aus dem Jahre 627. Das Minster wurde dann immer weiterentwickelt, bis es seine heutige Größe erreicht hat. Der gotische Baustil wurde mit dem Neubau 1220 eingeführt.

Die Fenster sind alle sehr sehenswert. Das Chorgestühl eine Augenweide, wenn man sich für Kirchenkunst interessiert. Heiligenfiguren stehen nicht so viele herum wie in den katholischen Kirchen. Dafür hängen allerdings Fahnen von Regimentern in den anglikanischen Kirchen.

Wenn man möchte kann man eine Führung mitmachen. Diese ist kostenlos. Der Eintritt in die Katakomben kostet allerdings wieder extra, ebenso wie die Besteigung des Turmes. Die ich allerdings nicht empfehlen kann. Man sieht zwar ziemlich weit, aber das beeindruckendste Gebäude in York ist nun einmal das Minster.

Als wir aus dem Minster kamen, in dem wir eine Stunde verbracht haben, saßen wir uns noch ein wenig auf die Treppen davor haben noch etwas gegessen und sind dann wieder zum Bus marschiert, weil es Zeit war zu gehen.

FAZIT:
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Der Tag in York war schon schön, aber die Preise für Museen und sonstige Attraktionen sind einfach zu teuer. Doch ein Besuch des Minsters gehört schon fast zu den Muss-Aktionen, wenn man in Nordengland ist. Die Stadt selbst unterscheidet sich nicht großartig von anderen Städten. Ok, mal abgesehen von der Stadtmauer, die man sonst vermutlich nicht so gut erhalten irgendwo anders vorfindet.
Was ich auch noch sehr störend fand, das waren die Touristenströme in der Stadt. Es war echt schlimm. Von unseren Lehrern wurden wir auch gewarnt auf unsere Sachen aufzupassen. Schon öfters wurde in York mal ein Rucksack aufgeschlitzt und das Herausfallende wurde dann von Dieben eingesammelt.
Kurz noch einmal zusammengefasst: Beeindruckendes, unbeschreibliches Minster, viel zu viele Touristen und viel zu teure Eintrittspreise. Dies sind meine Assoziationen, wenn ich an York denke.

Noch zum Schluss: Für Bierliebhaber bietet sich eine Brauereitour an. Mehr Informationen darüber gibt es vor Ort.

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