Yosemite Nationalpark Testbericht

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Erfahrungsbericht von butterfly76

Ein traumhafter Tag

Pro:

wunderschönes Naturschauspiel

Kontra:

eigentlich nichts

Empfehlung:

Ja

Wie schon mal versprochen, will ich Euch heute über unseren Besuch im Yosemite National Park berichten. Ich bin immer noch beruflich im sonnigen Kalifornien und als meine Eltern für zwei Wochen zu Besuch waren, haben wir das natürlich kräftig für Wochenendausflüge genutzt. Und so ging es am Memorial Day (30. Mai) in den Yosemite Nationalpark. Es sollte ein wunderschöner Tag werden!

Infos zum Park:

Der Yosemite Nationalpark ist wohl einer der bekanntesten Nationalparks Nordamerikas. Dementsprechend ist am Wochenende, vor allem an einem verlängerten, auch viel los. Deshalb hatten wir den Montag ausgesucht, da dann schon wieder viele Wochenendcamper die Heimreise antreten. Es verteilt sich aber recht gut auf dem riesigen Gelände. Im Jahr 2004 hatte der Park fast 3,5 Mio Besucher!

Der Park liegt etwas 240 km östlich von San Francisco in der Sierra Nevada. Die Höhenlage geht von 610 bis 4000 m über NN. Die Gesamtfläche beträgt 3079 km². Für den Besuch sollte man zwei Tage einplanen, wenn möglich. Die Riesenfläche bietet so viele schöne Möglichkeiten und einmalige Naturschauspiele, für die es sich lohnt, sich Zeit zu nehmen!

Der Park wurde bereits 1890 gegründet, allerdings war er damals noch nicht ganz so groß. Weitere Gebiete kamen dann 1906 hinzu.

Anreise/Eintrittspreise:

Über den Highway 41 von Fresno fuhren wir über Oakhurst Richtung Norden. Dort befindet sich der South Entrance des Parks.

Wir haben uns schon länger den National Parks Pass zugelegt. Der kostet 50 USD, gilt nicht pro Person, sondern pro Fahrzeug, und ist ein Jahr gültig. Den kann ich jedem empfehlen, der hier mehrere Nationalparks besuchen möchte, weil man damit Zutritt zu allen Nationalparks hat! Man kann auch nur den Yosemite Pass kaufen, der kostet dann 40 USD und damit kann man ein Jahr lang den Park besuchen. Es gibt auch noch einen Pass, der nur 7 Tage gültig ist, der kostet dann 20 USD. Diese Preise gelten alle für ein komplettes Fahrzeug. Ist man zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs kann man für 10 USD 7 Tage lange in den Park.

Washburn Point:

Endlich waren wir also da und unser erster Weg führte uns zu dem Aussichtspunkt „Washburn Point“. Hier bietet sich schon mal ein herrlicher Ausblick über das Yosemite Valley. Doch das ist nur ein Vorgeschmack, denn noch herrlicher ist der Ausblick vom

Glacier Point:

Wahnsinn! Ich weiß jetzt ehrlich gesagt gar nicht, wie ich’s Euch beschreiben soll. Wunderschöner Ausblick über das Yosemite Valley von 2199 m über NN. Obwohl ich schreckliche Höhenangst habe und mich dann nach gewisser Zeit anfange unwohl zu fühlen bei den Höhenunterschieden, konnte ich mich gar nicht satt sehen! Der strahlend blaue Himmel, das grüne Tal 975 m tiefer, die schneebedeckten Berge, die zahlreichen riesigen Wasserfälle, die aus der Entfernung gar nicht so gewaltig aussehen… Ein Traum!

Achtung: dieser Aussichtspunkt ist meistens bis Mitte/Ende Mai geschlossen, wegen Schnee! Als wir Anfang Mai da waren, konnten wir die Straße dort hinauf noch nicht befahren und wenn Ihr schon mal da seid, solltet Ihr das absolut nicht verpassen!

Von hier hat man auch einen herrlichen Ausblick auf den

Half Dome:

Der Half Dome ist ein Paradies für Kletterfreunde. Das ist der Rest eines Granitberges, der vor laaanger laaanger Zeit durch einen Gletscher geteilt wurde. Insgesamt hat er eine Höhe von 2693 m. Sehr Beeindruckend!

Yosemite Valley:

Anschließend ging es wieder hinunter ins Tal. Natürlich nicht ohne zahlreiche Stopps um Fotos zu schießen und einfach zu genießen. Auf halbem Weg machten wir Halt um kurz ein wenig im Schnee zu spielen. Das war ein Spaß, bei über 20°!

Vom Tal aus hat man einen herrlichen Ausblick auf El Capitàn, den 2307 m hohen beeindruckenen Felsblock. Gegenüber befinden sich die Cathedral Rock mit 2021 m Höhe. Über den unteren Teil dieser Felsen stürzt sich der Bridal Veil Fall 189 m in die Tiefe! Von der Schneeschmelze noch richtig kräftig, war es unmöglich zu Nahe ranzukommen ohne komplett durchnässt zu werden. Unvorstellbar, dass wir vor zwei Jahren im Urlaub im September an dem Schild Bridal Veil Fall standen und vergeblich nach dem Wasserfall suchten! Ein wunderschönes Naturschauspiel.

Und natürlich nicht zu vergessen, die größten Wasserfälle Nordamerikas und die viertgrößten der ganzen Welt: die Yosemite Falls.

Das Visitor Center hat auch einiges zu bieten. Allerdings waren wir dort nicht essen oder so, deshalb kann ich Euch nichts darüber oder über die Preise sagen. Aber man kann dort zum Beispiel ein kleines Indianerdorf besuchen und einige interessante Dinge lernen!

Flora und Fauna:

Überall sieht man Schilder, die einen warnen, dass Braunbären durch Essen angelockt werden können. Wir haben keinen gesehen, aber dafür zahlreiches Rotwild und natürlich Streifenhörnchen und jede Menge interessanter Pflanzen.

Insgesamt wurden 16 Waldtypen mit 27 Baumarten gezählt, 1400 Pflanzenarten, 74 Säugetierarten und 230 Vogelarten. Da kann man sich dann erst vorstellen, dass wir nach diesem aufregenden Tag nur einen ganz kleinen Teil des Parks gesehen haben. Der größte Teil des Parks ist Wildnis und ich denke, wenn man sich die Zeit nimmt, dort zu wandern, kann man noch viel mehr entdecken!

Kontrollierte Feuer:

Wir haben uns etwas gewundert, als wir in einem Waldabschnitt überall die aufgeschichteten Holzhaufen sahen. Mittlerweile haben wir herausgefunden, dass dort kontrollierte Feuer entfacht werden, weil man aus der Vergangenheit gelernt hatte. Man hatte jahrelang jedes Feuer dort bekämpft. Dadurch sammelte sich viel brennbares Material im Unterholz an und schließlich entstand ein Feuer, das dadurch nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden konnte. Man kann jetzt noch teilweise die Folgen des riesigen Feuers sehen, das Teile des Waldes vollständig zerstörte. Um einen weiteren so großen Waldbrand zu verhindern, wird nun ein Teil des Waldes immer wieder kontrolliert abgebrannt. Außerdem verwandelt sich so das Unterholz in fruchtbare Asche. Man sieht auch immer wieder Schilder, die darauf hinweisen, dass es sich um ein überwachtes Feuer handelt, und man es nicht zu melden braucht.

Reisezeit:

Dies war bereits mein dritter Besuch im Park. Einmal im Urlaub vor 2,5 Jahren und schon einmal dieses Jahr Anfang Mai. Aber da hatten wir Pech mit dem Wetter und es hat geregnet. Gegenüber meinem ersten Besuch, damals im September muss ich sagen: die bessere Besuchszeit ist der Mai! Damals im September war alles so ausgetrocknet, dass die großen Wasserfälle komplett vertrocknet waren und noch nicht mal ein paar Tropfen herunterkamen! Und dieses gigantische Schauspiel im Mai zur Schneeschmelze, sollte man wirklich genießen! So war es herrlich warm und trotzdem konnte man in den höheren Lagen noch im Schnee spazieren gehen. Im Juli und August besteht die Gefahr, dass der Park überlaufen ist und wenn man Pech hat, ist dann sogar die Rundstraße im Tal gesperrt.


Wie gesagt, das war mein dritter Besuch und jedes Mal konnte ich mich noch mehr begeistern. Ich werde den Park garantiert auch noch einmal besuchen, bevor es im August wieder nach Hause geht! Und jedem der die Möglichkeit hat, dort ein oder zwei Tage zu verbringen, kann ich das nur empfehlen!

24 Bewertungen, 6 Kommentare

  • anonym

    26.03.2007, 22:30 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris :-)

  • hjid55

    25.03.2007, 13:57 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah

  • bodenseestern

    24.03.2007, 21:28 Uhr von bodenseestern
    Bewertung: sehr hilfreich

    **schönes WE wünscht Petra**

  • anonym

    22.03.2007, 21:18 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße :o)

  • Fluetie

    18.12.2005, 17:24 Uhr von Fluetie
    Bewertung: sehr hilfreich

    :-) lg Dirk

  • morla

    09.12.2005, 21:08 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich