Krefelder Zoo Testbericht



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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von katze35
Dschungelatmosphäre im Krefelder Zoo
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Das Krefelder Regenwaldhaus
Die Unverdorbenheit heutiger Teenager, insbesondere meiner 13-jährigen, und das betone ich ausdrücklich, noch immer ungepiercten Tochter, erkennt man oft am sogenannten Familienfreizeitverhalten. Da stelle man sich vor, es ist Sonntag, 10:30 Uhr Vormittag und nach zähem Ringen hab ich das Ritual des Aufstehens mit anschließendem Gemeinschaftsfrühstück hinter mich gebracht. Noch ein wenig benommen vom vorabendlichen Kegeln stellt sich nunmehr die Frage, was fängt man mit dem angebrochenen Tag an ?
Ihr werdet es glauben oder nicht, meine ungep... schlägt mir doch tatsächlich einen Zoobesuch vor. In meinem Kopf spielen sich in diesem Augenblick unglaubliche Vorstellungen ab. Wie kommt dieses Mädchen, das sich wochentags als Revoluzzerin im Familienkreis sieht, auf eine Idee, die sie letztmalig im Grundschulalter hegte. Versteckt sich ihr Freund dort im Affenkäfig ? Ist eine heimliche Klassenabsprache erfolgt, mit dem Hintergrund die Eltern den Löwen vorzuwerfen ??
Nichts von alledem, der natürliche Spieltrieb und die kindliche Neugier sind aus ihr herausgebrochen. Also machen wir uns auf den Weg zum Zoo Krefeld. Die Fahrzeit von max. 40 Minuten nehme ich gerne in Kauf.
Angekommen im Zoo, bin ich erst mal sehr angenehm überrascht, das gegen Sonntag Mittag keine Schlangen vor den Kassenhäuschen stehen. Der Eintrittspreis lies das Herz meines Portemonaise höher schlagen. Nur 11 Euro für 3 Personen (ein weiteres Kind wäre auch noch frei gewesen). Dieser Zoo, der mitten im Stadtteil Bockum an der Uerdinger Straße liegt, wirkt von außen recht unscheinbar. Auch deutet der Eingangsbereich nicht unmittelbar auf die Eigenschaften hin, die diesen Zoo auszeichnen. Er ist, das sage ich vorab, sehr gepflegt und wird ständig renoviert und modernisiert. So wird zur Zeit eine moderne Freigehegeanlage für die Raubtiere geschaffen, auf die ich nach Fertigstellung vielleicht genauer eingehen werde.
Neben den üblichen Zootieren auf die ich nicht im Detail eingehen möchte (Elefanten, Raubtiere, Seelöwen und weitere exotische und einheimische Tiere) legte ich mein Hauptaugenmerk auf das 1998 errichtete und beinahe 20 Meter hohe südamerikanische Regenwaldhaus, welches sich in Eingangsnähe des Zoos befindet. Die Architektur ist auf natürliche Baustoffe ausgerichtet. Das heißt, über dem runden Betonsockel wurde neben viel Glas ausschließlich Holz verarbeitet. Die Lichtdurchlässigkeit bewirkt im Inneren ohne zusätzliche, künstliche Lichtquellen eine echte Dschungelatmosphäre. Die Innenraumfläche beträgt ca. 1200 Quadratmeter. In diesem Ökosystem darf sich der Besucher auf annähernd 400 Pflanzen- und Tierarten freuen, wobei viele dieser Tiere, seien es Leguane, Opossums oder auch Fledermäuse, sich frei in dem Kuppelbau bewegen können.
Auch hat man hier, wenn man genug Geduld mitbringt, die Möglichkeit, Faultiere zu beobachten (vorausgesetzt man findet diese erst mal) und die Behäbigkeit dieser faszinierenden Tiere zu studieren. Ein, wie ich meine brillant angelegtes flusslaufähnliches Gewässer birgt eine ganze Reihe von Arten, wie zum Beispiel Kaimane oder diverse Wasserschildkröten, sowie Hunderte von größeren und kleineren Fischen aller Arten. Man hat förmlich das Gefühl mittendrin in dieser Natur zu sein. Dazu trägt natürlich auch das künstlich hergestellte Klima bei, welches einem nach spätestens 10 Minuten den Schweiß von der Stirne rinnen lässt.
Ein etwa 1,50 Meter langer grüner Leguan versperrt mir den Treppenaufgang, der sich um den mächtigen zentralen Mangrovenbaum windet. Nach einem kurzen zögern, wird dieser elegant übersprungen. Scheu scheint hier kein Tier zu sein, noch nicht einmal die possierlichen kleinen Kappuzineräffchen, die sich neugierig an der Handtasche meiner Frau zu schaffen machen. Der Ausblick aus etwa 10 Metern Höhe ist nicht wegen der gewagten, schmalen Konstruktion dieser Plattform schwindelerregend, sondern wegen der Vielzahl von Schmetterlingen und exotischen Vögel, welche unmittelbar über den Büschen und Bäumen die dieser Anlage das Dschungelambiente geben, zu sehen sind. Hier wird einem auch erst die Geräuschkulisse bewusst, die von den überall herumturnenden Äffchen und den Vögeln erzeugt wird. Ich kann mir das in der freien Natur nicht anders vorstellen.
Bizarre Pflanzen und Blüten säumen den verschlungenen, moosbodenartigen Rundgang, welcher bei mehrmaligem Durchschreiten immer neue Geheimnisse freigibt. Hier wurde, und das muss ich ausdrücklich hervorheben, sehr detailliert geplant und der Gedanke wurde konsequent umgesetzt. Hier wird der Mensch in einer Form in die Geheimnisse der Natur eingeführt, die nicht nur mich, sondern auch meine Familie begeisterte. Meine Tochter hat also, ob ihres obskuren Sonntagswunsches, bei mir wieder ein dickes Eisen im Feuer.
Als zusätzliche Attraktion wird im Sommer ein nächtlicher Rundgang durch das Regenwaldhaus unter fachmännischer Führung angeboten, den ich mir ganz sicher nicht entgehen lassen werde. Dieses Angebot gilt nur an bestimmten Tagen und wird am Kassenhaus bekannt gegeben.
Öffnungszeiten: täglich von 08:00 bis 17:30 Uhr
Familienticket: 11 Euro
eure Dschungel-Katze
Die Unverdorbenheit heutiger Teenager, insbesondere meiner 13-jährigen, und das betone ich ausdrücklich, noch immer ungepiercten Tochter, erkennt man oft am sogenannten Familienfreizeitverhalten. Da stelle man sich vor, es ist Sonntag, 10:30 Uhr Vormittag und nach zähem Ringen hab ich das Ritual des Aufstehens mit anschließendem Gemeinschaftsfrühstück hinter mich gebracht. Noch ein wenig benommen vom vorabendlichen Kegeln stellt sich nunmehr die Frage, was fängt man mit dem angebrochenen Tag an ?
Ihr werdet es glauben oder nicht, meine ungep... schlägt mir doch tatsächlich einen Zoobesuch vor. In meinem Kopf spielen sich in diesem Augenblick unglaubliche Vorstellungen ab. Wie kommt dieses Mädchen, das sich wochentags als Revoluzzerin im Familienkreis sieht, auf eine Idee, die sie letztmalig im Grundschulalter hegte. Versteckt sich ihr Freund dort im Affenkäfig ? Ist eine heimliche Klassenabsprache erfolgt, mit dem Hintergrund die Eltern den Löwen vorzuwerfen ??
Nichts von alledem, der natürliche Spieltrieb und die kindliche Neugier sind aus ihr herausgebrochen. Also machen wir uns auf den Weg zum Zoo Krefeld. Die Fahrzeit von max. 40 Minuten nehme ich gerne in Kauf.
Angekommen im Zoo, bin ich erst mal sehr angenehm überrascht, das gegen Sonntag Mittag keine Schlangen vor den Kassenhäuschen stehen. Der Eintrittspreis lies das Herz meines Portemonaise höher schlagen. Nur 11 Euro für 3 Personen (ein weiteres Kind wäre auch noch frei gewesen). Dieser Zoo, der mitten im Stadtteil Bockum an der Uerdinger Straße liegt, wirkt von außen recht unscheinbar. Auch deutet der Eingangsbereich nicht unmittelbar auf die Eigenschaften hin, die diesen Zoo auszeichnen. Er ist, das sage ich vorab, sehr gepflegt und wird ständig renoviert und modernisiert. So wird zur Zeit eine moderne Freigehegeanlage für die Raubtiere geschaffen, auf die ich nach Fertigstellung vielleicht genauer eingehen werde.
Neben den üblichen Zootieren auf die ich nicht im Detail eingehen möchte (Elefanten, Raubtiere, Seelöwen und weitere exotische und einheimische Tiere) legte ich mein Hauptaugenmerk auf das 1998 errichtete und beinahe 20 Meter hohe südamerikanische Regenwaldhaus, welches sich in Eingangsnähe des Zoos befindet. Die Architektur ist auf natürliche Baustoffe ausgerichtet. Das heißt, über dem runden Betonsockel wurde neben viel Glas ausschließlich Holz verarbeitet. Die Lichtdurchlässigkeit bewirkt im Inneren ohne zusätzliche, künstliche Lichtquellen eine echte Dschungelatmosphäre. Die Innenraumfläche beträgt ca. 1200 Quadratmeter. In diesem Ökosystem darf sich der Besucher auf annähernd 400 Pflanzen- und Tierarten freuen, wobei viele dieser Tiere, seien es Leguane, Opossums oder auch Fledermäuse, sich frei in dem Kuppelbau bewegen können.
Auch hat man hier, wenn man genug Geduld mitbringt, die Möglichkeit, Faultiere zu beobachten (vorausgesetzt man findet diese erst mal) und die Behäbigkeit dieser faszinierenden Tiere zu studieren. Ein, wie ich meine brillant angelegtes flusslaufähnliches Gewässer birgt eine ganze Reihe von Arten, wie zum Beispiel Kaimane oder diverse Wasserschildkröten, sowie Hunderte von größeren und kleineren Fischen aller Arten. Man hat förmlich das Gefühl mittendrin in dieser Natur zu sein. Dazu trägt natürlich auch das künstlich hergestellte Klima bei, welches einem nach spätestens 10 Minuten den Schweiß von der Stirne rinnen lässt.
Ein etwa 1,50 Meter langer grüner Leguan versperrt mir den Treppenaufgang, der sich um den mächtigen zentralen Mangrovenbaum windet. Nach einem kurzen zögern, wird dieser elegant übersprungen. Scheu scheint hier kein Tier zu sein, noch nicht einmal die possierlichen kleinen Kappuzineräffchen, die sich neugierig an der Handtasche meiner Frau zu schaffen machen. Der Ausblick aus etwa 10 Metern Höhe ist nicht wegen der gewagten, schmalen Konstruktion dieser Plattform schwindelerregend, sondern wegen der Vielzahl von Schmetterlingen und exotischen Vögel, welche unmittelbar über den Büschen und Bäumen die dieser Anlage das Dschungelambiente geben, zu sehen sind. Hier wird einem auch erst die Geräuschkulisse bewusst, die von den überall herumturnenden Äffchen und den Vögeln erzeugt wird. Ich kann mir das in der freien Natur nicht anders vorstellen.
Bizarre Pflanzen und Blüten säumen den verschlungenen, moosbodenartigen Rundgang, welcher bei mehrmaligem Durchschreiten immer neue Geheimnisse freigibt. Hier wurde, und das muss ich ausdrücklich hervorheben, sehr detailliert geplant und der Gedanke wurde konsequent umgesetzt. Hier wird der Mensch in einer Form in die Geheimnisse der Natur eingeführt, die nicht nur mich, sondern auch meine Familie begeisterte. Meine Tochter hat also, ob ihres obskuren Sonntagswunsches, bei mir wieder ein dickes Eisen im Feuer.
Als zusätzliche Attraktion wird im Sommer ein nächtlicher Rundgang durch das Regenwaldhaus unter fachmännischer Führung angeboten, den ich mir ganz sicher nicht entgehen lassen werde. Dieses Angebot gilt nur an bestimmten Tagen und wird am Kassenhaus bekannt gegeben.
Öffnungszeiten: täglich von 08:00 bis 17:30 Uhr
Familienticket: 11 Euro
eure Dschungel-Katze
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