Zoo Wuppertal Testbericht

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Erfahrungsbericht von Clarinetta2

Willkommen bei uns

Pro:

viele Tiere

Kontra:

teilweise veraltete Gehege

Empfehlung:

Ja

Hallo zusammen,
heute möchten wir mit Euch den Wuppertaler Zoo besuchen.
Immer wieder gibt etwas Neues zu berichten. Diesmal ist es das u.a das Pinguinhaus.

Der Wuppertaler Zoo ist einer der ältesten und traditionsreichsten in Deutschland. Am 8. September 1881 öffnete er seine Pforten, mit einem mehr als dürftigen Tierbestand. Ein Wolfspaar und ein Bär begrüßten
den Zuschauer, seitdem änderte sich vieles. Nur eins blieb bis heute erhalten- der große gepflegte Park zwischen den Gehegen.

Ein Highlight ist sicherlich die neu gebaute Pinguinhalle, und 2006 die Erweiterung des Zoos um ca. 4 ha,mit einer riesige Freianlage für Löwen und Tiger.

Doch der Wuppertaler Zoo ist nicht nur eine Erholungsstätte, sondern erfüllt verschiedene Aufgaben:

Da ist zu einem die Zooschule, in denen die Schüler Biologieunterricht erhalten. Dabei sind die lebenden Tiere im Zoo das wichtigste Anschauungsmaterial. Es soll damit ein Verständnis für die Natur und Notwendigkeit des Tierschutzes entwickelt werden.

Eine weitere Aufgabe ist die Erforschung der Tierwelt. Fast alles, was wir über die Biologie fremdländischer Säugetiere und Vögel wissen, wurde ursprünglich an Zootieren erforscht. Die Grundlagen der Verhaltensforschung wurden größtenteils in Zoologischen Gärten erarbeitet. Auch die vom Aussterben bedrohten Tierarten zu erhalten, ist eine wichtige Aufgabe.

Und damit erstmal genug vom Vorgeplänkel, begeben wir uns auf den Rundgang.
Wir betreten den Zoo durch den neu erbauten Eingang, und nicht mehr durch das alte Gebäude. Nebenan gibt es einen Souvenirshop. Was uns schon immer gut gefiel am Wuppertaler Zoo war die Mischung zwischen Tieren und Pflanzen.

Nicht immer folgen wir den Hinweisschilder des Rundgangs, weil wir uns ein wenig auskennen. Wir gehen in Richtung Musikmuschel mit Blumenrondell. Früher fanden hier Konzerte statt, doch das ist leider vorbei. Heute stehen dort einige Plastiken als Pinguin, die zum Geburtstages des Zoos geschaffen wurden. Bei unserem erneuten Besuch vermissten wir allerdings, die Pinguine, die die Straße zu Zoo hinauf standen.
Ist wohl nicht mehr interessant genug, obwohl sie recht hübsch gestaltet waren.

Linkerhand befindet sich die Zoogaststätte, die wir nicht aufsuchen, denn der kleineVorort Vohwinkel ist in der Nähe, wo genügend andere Einkehrmöglichkeiten bestehen.Auch die öffentliche Toilette benutzen wir nicht, weil es uns nie sauber genug ist.

Ebenfalls im Eingangsbereich befinden sich große Wasserflächen und Wiesen,wo Wassergeflügel gezeigt werden. Die Tiere leben möglichst in zuchtfähigen Gruppen, entsprechend seinen baulichen und klimatischen Möglichkeiten, zusammen. Auf dem großen Teich rechts neben dem Eingang leben vor allem Enten- und Gänsevögel aus Europa, auf dem kleinen Teich an der Musikmuschel und auf der daran anschließenden großen Vogelwiese eine Auswahl von Enten, Gänsen und Schwänen aus möglichst allen Gruppen der Enten-und Gänsevögel.

Von der Musikmuschel aus wenden wir uns leicht bergauf, zu den Flamingos, meinen Lieblingstieren. Der Zoo Wuppertal züchtete die ersten Rosaflamingos 1966, was damals noch eine Seltenheit war. 1972 schlüpfte eine seltene Mischung aus Kuba-und Rosaflamingo. Bisher gab es keine Erfahrung damit, doch es gelang sie zu künstlich aufzuziehen. An die Flamingoanlage und die 1963 erbaute heizbare Flamingo-Winterstallung schließt sich der wunderbare Rosengarten.

Und schon daran lässt sich erkennen, das der Wuppertaler Zoo in die Jahre gekommen ist, und so manches Tiergehege dringend eine Erneuerung benötigt. Obwohl alles versucht wird, es so sauber und gepflegt wie möglich zu halten.

Weiter geht es ein Stück bergauf, wo uns lautstark die Ara-Papageien begrüßen. Sie sind mit ihrem bunten Gefieder der Inbegriff von Tropenvögeln. Ihre ursprüngliche Heimat ist Süd-und Mittelamerika. Auf der Anlage leben Paare von Hellroten Aras und Gelb Brustaras,die mehrfach gezüchtet wurden, sowie Mischlinge.

Während der Sommermonate leben auf der Araanlage auch griechische Landschaftskröten,Rotwangenschmuckschildkröten aus Nordamerika und Europäische Sumpfschildkröten.Auch hier zeigt sich am Gehege das es etwas ungepflegt wirkt und den Aras nicht viel Platz bietet.

Bevor wir uns zum Seelöwenbecken wenden, gehen wir einen kleinen Weg rechts, der auch über den Rosengarten zu erreichen ist. Denn hier finden wir eines unserer Lieblingstiere, die Tapire. Auch sie haben ein veraltetes Gehege, das für ihre Bedürfnisse zu klein ist. Daneben lebt der Okapi, der sich nicht so recht zeigen wollte. Da ihre Heimat die Kongoregenwälder sind, brauchen sie viel Wärme. Okapis werden nur in wenigen Zoos gehalten, darum beteiligen sich die Zoos auch an der Unterstützung eines Schutzprojektes
im Freiland.

Das Gehege für den Geparden finden war allerdings zu klein, das lässt sich auch daran erkennen, das er immer hin-und her geht.

Imposant ist dagegen der Mönchsgeier, der auch Kuttengeier genannt wird,und im Himalayagebiet, Vorderasien, im Kaukasus und im Mittelmeergebiet vorkommt. Eindrucksvoll ist seine Spannweite von 2,65 bis 2,85 m. In einem weiteren Gehege leben Harpyien,die zu den kräftigsten und wehrhaftesten Greifvögeln zählen.

Nun können wir uns das Becken der Brillenpinguine ansehen. Bis 2006 lebten die Brillenpinguine in einem kleinen Haus, das nicht wirklich ihren Bedürfnissen entsprach. Aus Anlass zum 90.Geburtstag zogen sie in die Neuanlage, die eine Nachbildung eines Brutplatzes der Brillenpinguine an der südafrikanischen Küste darstellt. Durch die großen Unterwasserscheiben, die oben offen sind, kommen wir ihnen sehr nahe. Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie flink die Pinguine im Wasser sind.

Endlich sind wir am Seelöwenbecken. Auch diese leben in einem viel zu kleinem Becken, das ihnen nicht viel Platz lässt. Heute haben wir sogar Glück, das wir rechtzeitig bei der Seelöwenfütterung sind, die jeweils um 11.30 und 15.00 Uhr stattfindet. Während der Fütterung mit Heringen und anderen Frischfleisch von Speisequalität zeigen die Kalifornischen Seelöwen ihre Schnelligkeit und Gewandtheit beim Schwimmen besonders schön. Kalifornische Seelöwen gehören zu den Ohrenrobben, die äußere Ohrenmuscheln haben, und in der Lage sind, an Land die Hinterbeine gewandt zum Gehen einzusetzen. Ihre Flossen haben sie eindrucksvoll vorgeführt.

Im Anschluss an die Seelöwenanlage befinden sich die Kurzkrallenotter aus Südostasien. Durch unseren Besuch ließen sie sich nicht stören, und schliefen gemütlich weiter. Deshalb lohnt sich ein erneuter Besuch, denn manchmal sind sie aktiv.

Im Juni verstarb die über 20jährige Eisbärin "Jenka" nach kurzer Krankheit. Die Todesursache ist noch nicht klar. Dem ebenfalls erkrankten Eisbärenmann "Lars" geht es wieder besser. Und es gibt wieder einen Eisbären im Zoo.

Beschäftigen wir uns zunächst mit den Vögeln, deren Anzahl reichlich ist. Unser Weg ist dann ein wenig doppelt gegangen, doch immer wieder lässt sich etwas Neues entdecken.

Das Vogelhaus war bei unserem Besuch geschlossen, es sind eh nicht unsere Lieblingstiere. Auch hier wird nach einem neuen Konzept gesucht. Positiv dagegen ist die Freiflughalle für Vögel aus den Tropen Süd-und Mittelamerika, die wir durch eine Dunkelschleuse betreten. Damit wird verhindert, dass sich die frei in der Halle lebenden Vögel verfliegen. Es wachsen hier Pflanzen aus dem mittelamerikanischen-karibischen Raum, z.B Palmen und Orchideen.

Die auffallendsten Vögel in der Freiflughalle sind die Roten Felsenhähne. Das Weibchen hat ein rotbraunes Gefieder, während der Hahn leuchtend ist rot ist. Ein weiterer seltener Vogel ist der Schildschmuckvogel. außerdem brüten in der Freiflughalle Hauszaunkönige, Rubintyrannen, Paradiesstangaren und Jamaika-Erdtauben. Fotos habe ich nicht hinbekommen, weil ich brauche noch ein wenig Übung.

Unterhalb der Freiflughalle für Kolibris wurde 1995 ein Garten angelegt, in dem frei lebende Insekten, z.B Hummeln und Schmetterlinge, die an ihren Futterpflanzen beobachtet werden können. Um das beobachten zu erleichtern, gibt es Farbtafeln, auf denen z.b erläutert wird, wie Hummeln Blüten bestäuben oder wie sich ein Falter entwickelt. Gegenüber hüpfen die Bennettskänguruhs.

Wir gehen den kleinen Weg links rein, der wenig genutzt wird. Im gegenüberliegenden Gehege leben Pudus, einer der größten zoologischen Kostbarkeiten des Wuppertales Zoo.Ihre ursprüngliche Heimat sind Chile und Argentinien,sie gehören zu den kleinsten Hirschen der Welt. Ein Foto konnten wir nicht ergattern, da sich die Pudus im Stall befanden,und sich nur kurz zwischen den Büschen zeigten.

Hier sich zeigt sich der Parkcharakter, mit alten Magnolienbäumen und großen Rhodendronbüsche. Wir sind am Storchengehege angelangt. In der Freiheit wird ihr Lebensraum immer knapper, immer mehr Moore und feuchte Wiesen verschwinden. Doch Storch ist nicht gleich Storch, denn es gibt den Weißstorch, Schwarnabelstorch, den Schuhschnabel und mit ihnen leben im Gehege die Graureiher. Besonders schön finden wir die indischen Nimmersatts, wegen ihrem farbenprächtigen Gefieder. Oft sieht man sie im flachen Wasser mit halb geöffneten Schnabel stehen und mit den Füßen treten.

Ebenso gibt in diesem Bereich das Überwinterungshaus für Kraniche und Wassergeflügel, das nicht zugänglich ist. Zwei Außenvolieren des Überwinterungshauses beherbergen Vögel aus Madagaskar und Lachende Hänse oder Korkaburras aus Australien. In einem der Voliere befinden sich einige ornithologische Kostbarkeiten aus Madagaskar-wie Mähnenibisse und Bernierenten.

Kurz nocheinmal den Seelöwen und Brillenpinguine Hallo gesagt, und weiter geht es bergauf zum Aquarienhaus. Eins solltet ihr im Wuppertaler Zoo sein-gut zu Fuß. Zwischendurch laden Bänke zum Verweilen ein.

Doch wir gehen hinein zu den Fischen. Je nach Besucherandrang ist es proppevoll und eng. Nichts für Leute mit Platzangst. Am eindrucksvollsten ist im Eingangsbereich ein Aquarium, das ein 9 Kubikmeter Wasser fassendes Achteckbecken, dessen senkrechte Wände rahmenlos sind. Die 8 cm dicken Verbundglasscheiben sind mit einer Spezialkunststoff aneinander geklebt. Das Wasser wird einmal pro Stunde über eine Filteranlage umgewälzt. Das Becken ist deshalb so groß, weil riesige Hechte darin schwimmen. Schön finden wir sie allerdings nicht.

Viel bunter sind die anderen Fische. Die Zusammenstellung der Fische in den einzelnen Becken ist nach geografischen und ökologischen Gesichtspunkten erfolgt. Leider werden wegen der besonderen Bauart des Aquariums keine Fische aus kalten Meeren und kalten Binnengewässer gezeigt.

Trotzdem ist die Vielfalt der gezeigten Fische einzigartig. Zu den altertümlichsten Formen gehören der Tropische Katzenhai, der Kaimannfisch aus Nordamerika, der Schmuckflossenhecht, und der Malaische Gabelbart. In einem Becken können wir Piranhas beobachten, im Seewasserbecken dagegen farbenprächtige Korallenfische. Sehenswert sind auch die Zylinder- und Wachsrosen aus dem Mittelmeer ebenso gehören dazu die Symbioeanemonen in deren Schutz sich die Anemonenfische aufhalten und
vermehren.

Nach den Fischen führt uns ein Durchgang zum Terrarium. Als erstes sehen wir einen Abguss eines im indischen Ozean gefangenen Quastenflosser vor. Weniger interessant sind für uns die Lurche. Beeindruckend sind die Echsen und Schlangen. Das Becken für die zwei Krokodile gleicht mehr einem Plantschbecken. Da es langsam voll wird verlassen wir den Ort, denn es warten weitere Tiere auf uns.

Im nächsten Gehege leben die Biber, die im Juni gerade erst Nachwuchs bekommen haben.
Die Biberanlage bietet fast alles, was auch im ursprünglichen Lebensraum der Biber, den Flussauen und Seelandschaften der Nordhalbkugel der Erde zu finden ist, bzw. war. Wir hatten wirklich Glück, das die Bibermama mit den Jungen wach waren und das Gemüse futterten. Die Fotos gelangen nicht da die Scheiben ein rotes Gegenlicht erzeugten. Da der Wuppertaler Zoo öfters Nachswuchs hat, werden wir wiederkommen, vielleicht gelingt es beim nächsten Mal.

Wer denkt die jungen Biber kommen nackt zur Welt, der irrt. Sie kommen vollbehaart und mit offenen Augen zur Welt. Mit durchschnittlich 3-4 Jungtieren pro Wurf sind Kanadische Biber etwas fruchtbarer als ihre europäischen Verwandte.

Altbekannt sind dagegen die sibirischen Steinböcke. Sie leben auf einen in den Jahren 1910-11 erbauten Kunstfelsen. Keine Sorge alles ist noch sicher.

Und endlich erreichen wir das neueste Highlight des Wuppertalers Zoo: Das Pinguinhaus. Am 23. März 2009 wurde aus Anlass zum 125-jährigen Jubiläum, ein neues Pinguinhaus eröffnet. Möglich war das durch eine großzügige Spende, in Höhe von 3,15 Millionen Euro. Damit zeigte die Firma Vorwerk ihre Verbundenheit zu Wuppertal.

In der neuen Königspinguinanlage können wir die Tiere in einem einzigartigen 15 Meter lange Unterwassertunnel nun ganz nah kommen. Mit 3750 m umbauten Raum ist die Pinguinanlage eine der beiden größten in Europas.

Wer das vorherige Gehege kennt, wird begeistert sein. Damit sich die 16 Königs- und 16 Eselspinguinen in ihrer neuen Bleibe rundum wohlfühlen, wurde alles ganz nach dem subarktischen Lebensraum der Tiere angepasst. Spezielle Filter sorgen für besondere Reinheit der Luft; die Temperaturen liegt konstant bei 6 bis 8 Grad. Die Tiere können sich in 220.000 Litern Wasser und auf einer Landfläche vom 100qm tümmeln, die mit Kunstfels naturnah gestaltet ist.

Dafür sollte ihr Euch wirklich Zeit nehmen, denn die Pinguine haben sich schnell an den
Menschenrummel gewöhnt, und hocken immer an der Scheibe. Auch wird es bald Nachwuchs
geben, denn sie haben einige Nester gebaut. Zudem zog in diesem Jahr Königspinguin Nummer 17 sein. Arcta ist 21 Jahre alt, und kommt aus dem Stuttgarter Zoo. Dort lebte er bislang mit zwei weiteren Königspinguinen, die aber Ende 2009 an Altersschwäche starben. Hier fand er schnell wieder Anschluss.

Im Buch ist der Rundweg ein wenig anders eingezeichnet, weil die neue Pinguinanlage noch nicht vorhanden war. Als wir dort herauskommen, sehen wir wieder die Vögel. Ihr seht die Wege können sich kreuzen, wenn wir uns viel Zeit lassen.

Wir gehen wieder etwas zurück, Richtung Steinbock. Freundlich werden wir vom Pinselohrschwein begrüßt, das eine besonders ansprechende rot-braun gefärbtes Fell. Den Namen hat es von den langen Haaren Ohrenspitzen erhalten.

Und nun werdet ihr merken, das der Wuppertaler Zoo nicht auf einem ebenen Gelände liegt, sondern es geht bergauf. Nicht umsonst wird Wuppertal auch die Stadt der tausend Treppen genannt. Mancher Höhenunterschied ist schon extrem.

Nach den geruchsintensiven Schweinen, kommen wir zu den grazileren Gestalten, den Antilopen. Die Bongoantilopen stammen aus einer Zucht des Zoos Basels. Mit ihnen leben auch die pflegeleichten Elenaantilopen, die größten Antilopen Afrikas. Vergesellschaftet sind mit ihnen die Böhmzebras. Fotografieren lassen wollten sie sich nicht, sie blieben in der hinteren Ecke an den Fresströgen.

Obwohl wir den Schneeleoparden gesehen haben, sind uns die Erdmännchen irgendwie entgangen. Der Ibis, wie der Schneeleopard auch genannt wird, zählt zu den Großkatzen. Sein Lebensraum ist, u.a die Mongolei, Nepal und Afghanistan. Rechts neben dem Schneeleoparden leben die Luchse.

Links neben der Schneeleopardenanlage befindet sich das Haus für Kleinkatzen. Da das Haus aus den Nachkriegsjahren stammt, ist ein Neubau dringend erforderlich. Es ist deshalb so wichtig, weil es Zuchtgruppen seltener Katzen beherbergt, allen voran die Schwarzfußkatzen aus dem südlichen Afrika. Sie ist die kleinste Wildkatzenart, über deren Biologie wenig bekannt ist. Der Wuppertaler Zoo unterstützt eine Freilandstudie um mehr über die Katzen zu erfahren.

Eine weitere wichtige Züchtung sind die Oman-Falbkatzen,die erst 1968 auf der äußersten Nordosten der Arabischen Halbinsel entdeckt wurde. Falbkatzen sind die Stammform der Hauskatze. Erkennen ist das auch an den Sandkatzen (Foto), die mit beiden verwandt sind. Sie kommen in Wüstengebieten vom Westen der Sahara über Arabien bis nach Turkmenien und Pakistan vor.

Unser Weg führt uns an weiteren Greifvögel vorbei,um uns ein weiteres Highlight anzusehen.

Doch halt. Wir haben den Bereich afrikanische Haustiere vergessen. Das Gehege ist nicht so spektakulär. Auf der Anlage werden vorwiegend Haustierrassen gezeigt, die heute in Afrika leben, wie westafrikanische Zwergziegen, die Warussrinder aus Zentralafrika oder das nordafrikanische vorderasiatische Dromedar.

Am lustigsten finden die Kinder den Dunghaufen der vor dem Gehege liegt. Eine Schautafel erläutert, welche Organismen den Dung von Rindern abbauen und wieder in den Stoffkreislauf der Natur zurückführen.

Nun, geht es gnadenlos bergauf.
Im Zuge der Regionale 2006 und mit dem Ausbau der Sambatrasse als Radweg, wurde die Anlage für die Sibirischen Tiger und Afrikanischen Löwen erweitert.

Nicht nur Besucher sind erstaunt, über soviel Platz, sondern auch die die über die darüberführende Brücke ihre Radtour machen. Es ist das größte Löwengehege, das jemals in einem deutschen Zoo gebaut wurde. Auf 1 Hektar Grundfläche bietet die afrikanische Steppe mit verwitterten Felsformationen nachempfundene Anlage den Löwen eine beeindruckende Heimat. Allerdings darf auf den Felsen nicht rumgekletter werden, weil ein Absturz ins Gehege nicht ausgeschlossen ist.

Da sich die Tiere weitläufig verteilen, lohnt es sich auf den Beobachtungsturm zu klettern, oder sich durch einen Tunnel in einen Spähfelsen mitten in der Anlage begeben. Je nach Besucherandrang kann dies schon mal eng werden.

Nachwuchs hat es seitdem oft gegeben, doch jetzt kommt der Besucher nicht mehr ganz nah an die Kinderstube dran. Absperrbänder sollen die Leute davon abhalten, an die Scheibe zu klopfen, was die Tiere früher völlig verrückt gemacht hat.

Wenn ihr zwischendurch eine Verschnaufpause braucht, dann findet hier ein weiteren Kiosk. Unsere Tour befindet sich auf den Mittelpunkt.

Angenehm ist der Weg,wenn wir die Löwen verlassen. Wir sehen uns die Schweine an, die gemütlich schlafen. Na, interessanter ist die Themenwelt China.

Takins gehören zu den am wenigstens erforschten Paarhufern unserer Erde. Sie sind mit Moschusochsen, Seraus und Goralen verwandt. Es gehört zu den charakteristischen Vertretern der Tierwelt Chinas. Weitere Tiere sind Kiangs, eine Art Halbesel; Milus, auch Davidshirsche genannt; Weißlippenhirsche, Weißnacken-und Mandschurenkraniche.

Ein Geheul erschreckt uns. Die Wölfe sind wach geworden, und zeigen das lautstark. Nun könnt ihr wieder entscheiden in welche Richtung ihr gehen wollt. Wir bleiben bei den Wölfen, denn das ist schon ein Schauspiel. Allerdings nagt auch an dieser Anlage der Zahn der Zeit.

Noch viel älter ist die Braunbärenanlage, die 1964 eröffnet wurde, und 2004 ein neues Aussehen bekam. Damit können die Besucher in das Gehege hineinschauen, nur wenn wir da sind, schlafen die beiden Bären meistens. Auch diesmal liegen sie genüsslich in ihrer Schlafgrube.

Was in nächster Zeit erneuert werden soll, sind die Volieren der Eulen. Neben dem Bartkauz sehen wir auch Schneeeulen.

Wenn ihr jetzt ein dringendes Bedürfnis habt, sind hier öffentliche Toiletten zu finden.

Die Elefantenanlage ist jetzt nicht mehr das größte Gehege, obwohl es nach unserem Geschmack, ein wenig größer sein könnte. 1995 bekamen die Elefanten ein neues Zuhause, mit über 3000 Quadratmeter und 1340 Quadratmeter. Das Konzept entstand nach den damaligen Standards, und war sicher ausreichend. Wir finden es trotzdem zu klein,denn es lässt sich gut beobachten, das die Elefanten einen leichten Zwingerkoller haben. Zudem weist ein Schild daraufhin, das Elefantenbulle Äste auf die Zuschauer wirft. Heute ist jedoch alles friedlich.

Kommen wir zu einer weiteren Attraktion. Einmalig ist ein Paar Gelbrückenducker, das der Zoo Wuppertal 1999 vom Zoo St. Louis, USA, erhalten hat. Seine Nachbarn ist der Hirscheber, ein eher ungewöhnliches Schwein. Die oberen Eckzähne des Ebers wachsen nicht nach unten, sondern nach oben durch das Nasenbein hindurch und krümmen sich über der Stirn nach hinten. Die unteren Eckzähne stehen weit hervor. Warum, das ist noch unbekannt.

Bei unserem weiterem Weg werden sich die Kinder freuen, wir erreichen den Kinderspielplatz. Eine Besonderheit ist die riesige Rutsche. In den Sommermonaten finden in der Arena die beliebten Kinderfeste statt. Dazu wird im Sommer die Waldschänke geöffnet als Selbstbedienungsgaststätte.

Ihr seht, ein Tag im Wuppertaler Zoo kann schnell vergehen. Es folgen nicht mehr viele Gehege. Sicher habt ihr Euch schon gefragt, ob es denn keine Affen im Zoo gibt. Doch es gibt zwei Anlagen, die nebeneinander sind.

Das ältere von beiden, ist das Affenhaus, wo die kleineren Affen, wie Weißnasenmeerkatzen leben. Allerdings ist diese Käfighaltung ist heute nicht mehr zeitgemäß. Trotzdem bleibt es für den Wuppertaler Zoo, eine ihrer Hauptaufgaben. Denn Jahre später wurde zusätzlich das Menschenaffenhaus gebaut, das mehr den Bedürfnissen der Tieren entspricht. Hier leben vor allem Gorillas, Schimpanse, Zwergschimpanse und Bonobos. Eine 4cm dicke Verbundglasscheibe bildet die Gehegeabsperrung zum Publikum. Die Lufträume für Affen und Besucher im Haus sind völlig getrennt,um eine Übertragung von Infektionskrankheiten zu verhindern. Zudem wurde im 2006 eine großzügige Freianlage für Orang Utans geschaffen.

Unser Rundgang ist beendet und wir sagen auf Wiedersehen.



==Parkplätze==
Unterhalb des Zoo gibt es einen Parkplatz bzw. schräg gegenüber, die jedoch bei schönem Wetter voll ausgelastet sind. Ebenso wird sich auch in den Straßen kaum etwas finden lassen. Unser Tipp ist: Kurz vor dem Wuppertaler Stadion, die Straße reinfahren, dort sind genug Parkplätze.Von da aus sind es ungefähr zehn Minuten Fußweg bis zum Zoo.
Zweite Alternative: Am Vohwinkel Bahnhof parken, dort wo der Supermarkt Akzenta ist. Von dort mit der Schwebebahn die drei Stationen fahren,das machen wir meistens da die Schwebebahn häufig kommt.
Eine schlechtere Wahl ist in Elberfeld am Bahnhof zu parken, da werden konsequent Knöllchen verteilt.

==Anfahrt==
Wir können jetzt nur unsere Erfahrung mit dem Auto schildern, weitere Informationen
findet ihr auf der Homepage des Wuppertaler Zoos.
Am besten fahrt ihr über das Autobahnkreuz Sonnborn, über die A 46, L74 und die
B 224. Dort fahrt an der Ausfahrt Wuppertal-Sonnborn ab und folgt der Beschilderung
"Zoo" und "Stadion".



==Preise==
Das war für uns eine echte Überraschung, denn jetzt zahlen wir für die Tagesskarte
EUR 10,00. im vergangenen Jahr war es noch EUR 8,00. Kinder von 4-16 Jahren zahlen
EUR 5,00.
weitere Preise findet ihr auf der Homepage.


==Öffnungszeiten==
Der Zoo ist ganzjährig täglich geöffnet.
Sommerzeit: 8.30-18.00 Uhr
Winterzeit 8.30-17.00 Uhr



==Gesamtfazit==
Eins solltet ihr auf jeden Fall mitbringen: viel Zeit.
Bei der großen Auswahl an Tieren gibt es viel zu beobachten und staunen. Sicherlich ist nicht alles auf den neuesten Stand, doch es wird versucht alles gut zu pflegen. Was uns wirklich gut gefällt sind die vielen Bänken, und das der parkähnliche Zoo viel Schatten spendet. Und es gibt auf dem Gelände keine
Ordner, die Anordnungen verteilen. Der Zoo hofft darauf, das die Besucher sich vernünftig benehmen.

Nicht jeder mag dieses rauf und runter, doch im Bergischen Land ist es unvermeidbar.
Dafür ist es für Rollstuhlfahrer geeignet, und die Kinder können prima mit dem Bollerwagen durch den "Zoo" gezogen werden. Allerdings würden wir beim Löwengehege eine Einschränkung für Rollstuhlfahrer
machen. Die Sichtkästen sind manchmal etwas eng und die Felsenwände etwas
höher, damit keiner ins Gehege gelangt.

Die höheren Preise resultieren daraus, das das Stadtsäckel leer ist, und die Tiere doch einiges verbrauchen. Jedoch würde es keinen Sinn machen, mit weniger Tieren zu arbeiten, da die Vielfalt gerade den Wuppertaler Zoo ausmacht.

Auch wenn der Wuppertaler Zoo nur bedingt Themenlandschaften umsetzen konnte, ist er immer einen Besuch wert. In den nächsten Jahren sind noch einige Projekte geplant wird, sodass sich das Gesicht des Zoo noch öfters verändern wird.

Da wir außerhalb immer etwas essen oder etwas dabei haben, können wir zur Zoogaststätte nichts aussagen. Die Kioske auf dem Gelände sind jedenfalls nicht günstig.

Das mit den Parkplätzen können wir verschmerzen, für Auswärtige kann es ein Problem, sein Auto irgendwo lassen zu können.

Trotz allem bekommt er von die volle Empfehlung.

Danke fürs Lesen und Bewerten.
Eure Clarinetta
(erschien auch für ciao)
(( ich hoffe das mit dem Fotos klappt)

115 Bewertungen, 38 Kommentare

  • BoxerRocko

    06.11.2013, 07:05 Uhr von BoxerRocko
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße

  • Baby1

    24.09.2012, 23:48 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • rasras3

    10.08.2011, 22:51 Uhr von rasras3
    Bewertung: besonders wertvoll

    Herzliche Gratulation zum Bericht Deluxe! Sehr schön Berichtet. LG

  • trullilu

    08.08.2011, 17:34 Uhr von trullilu
    Bewertung: besonders wertvoll

    Grüße schickt dir trullilu !!!

  • misscindy

    26.07.2011, 23:51 Uhr von misscindy
    Bewertung: besonders wertvoll

    Ein sehr schöner Bericht, lg Sylvia

  • unicasa

    14.07.2011, 17:53 Uhr von unicasa
    Bewertung: besonders wertvoll

    ein BH- Klasse- Bericht ...Lg. Sigi

  • dmk90

    17.05.2011, 19:09 Uhr von dmk90
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner Bericht liebe grüße

  • vidar

    16.04.2011, 10:41 Uhr von vidar
    Bewertung: besonders wertvoll

    Schöner Bericht. Gruß, vidar

  • yeppton

    09.04.2011, 18:07 Uhr von yeppton
    Bewertung: sehr hilfreich

    habe gelernt, danke Lg Markus

  • HvW77

    07.04.2011, 03:21 Uhr von HvW77
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht... LG, HvW77

  • Matze081

    02.04.2011, 23:46 Uhr von Matze081
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöne Grüße aus Greifswald ;)

  • cleo1

    26.03.2011, 21:43 Uhr von cleo1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Absoluter BW Bericht! Mir sind meine heute leider schon ausgegangen. LG cleo1

  • anonym

    17.03.2011, 21:06 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW...Liebe Grüße Edith und Claus

  • Solaija

    16.03.2011, 20:51 Uhr von Solaija
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hab leider kein BW mehr übrig, der Bericht hätte jedenfalls eins verdient! lG, Solaija

  • Mondlicht1957

    15.03.2011, 19:02 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich und liebe Grüsse

  • manu63

    14.03.2011, 22:40 Uhr von manu63
    Bewertung: besonders wertvoll

    in diesem Zoo waren wir vor etlichen Jahren, ich habe einen schönen Rundgang mit dir erlebt viele Grüße von Manuela

  • anonym

    14.03.2011, 18:21 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    Hervorragend, da bekommt man wieder mal Lust, in den Zoo zu gehen. LG Leseratee

  • ClaraFall

    13.03.2011, 21:33 Uhr von ClaraFall
    Bewertung: besonders wertvoll

    ganz klar bw. lg. clara

  • campino

    07.03.2011, 09:49 Uhr von campino
    Bewertung: besonders wertvoll

    ::: LG Andrea :::

  • anonym

    07.03.2011, 00:11 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Kann leider nur sh geben,rest ist alle.lg Quacky

  • Teilsmit

    06.03.2011, 18:49 Uhr von Teilsmit
    Bewertung: besonders wertvoll

    Da wuppert´s im Tal. Die HW für den Bericht

  • mima007

    04.03.2011, 12:30 Uhr von mima007
    Bewertung: sehr hilfreich

    toll! bw's sind leider alle:-( Viele Gruesse, mima007

  • anonym

    04.03.2011, 00:17 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    oh mann, durch die Yopi-EDV wäre ich jetzt fast nicht REINGEKOMMEN in Deinen Bericht, um mein BW abzuliefern! *G*

  • anonym

    03.03.2011, 10:41 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    Toll geschrieben. Danke für deine Gegenlesungen. Viele Grüße

  • paula2

    02.03.2011, 22:12 Uhr von paula2
    Bewertung: besonders wertvoll

    liebe Grüße

  • giselamaria

    02.03.2011, 11:45 Uhr von giselamaria
    Bewertung: besonders wertvoll

    sehr schön beschrieben ! - bw - LG gisela

  • hameln58

    02.03.2011, 10:43 Uhr von hameln58
    Bewertung: besonders wertvoll

    Liebe Grüße..Gina

  • MrNeuss

    02.03.2011, 10:34 Uhr von MrNeuss
    Bewertung: besonders wertvoll

    Sehr gut geschrieben!!! SUPER!!

  • morla

    01.03.2011, 21:30 Uhr von morla
    Bewertung: besonders wertvoll

    lg. ^^^^^^^^^^^^^petra

  • Lale

    01.03.2011, 20:54 Uhr von Lale
    Bewertung: besonders wertvoll

    Allerbesten Gruß *~*

  • Miraculix1967

    01.03.2011, 20:40 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: besonders wertvoll

    Spitze gemacht - BW von mir! Schönen Abend und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967

  • hexi5

    01.03.2011, 20:28 Uhr von hexi5
    Bewertung: besonders wertvoll

    Wünsch dir noch einen schönen Abend, Grüßle Lisa

  • babygiftzwerg

    01.03.2011, 18:54 Uhr von babygiftzwerg
    Bewertung: besonders wertvoll

    Sehr hilfreicher Bericht. Von mir bekommst du ein BW LG Ulrike

  • sigrid9979

    01.03.2011, 18:32 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Sigrid.....

  • Tweety30

    01.03.2011, 17:52 Uhr von Tweety30
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW und liebe Grüße!

  • anonym

    01.03.2011, 17:35 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    ganz ganz toller Bericht, leider kein BW mehr

  • katjafranke

    01.03.2011, 17:34 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße.....Katja

  • catmum68

    01.03.2011, 16:12 Uhr von catmum68
    Bewertung: besonders wertvoll

    besonders wertvoller Bericht, LG