Zwischenspiel/Alles für den Herrn - Xavier Naidoo Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von Prisma
Die Musikwelt steht im Schatten, doch Xavier bringt Mannheim zum Leuchten
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nach unzähligen gecasteten Bands (O-Town, No Angels, BroSis,...) stand die Musik eher im Schatten und das Geld im Mittelpunkt. Dies ist zwar Ansichtssache, aber natürlich gibt es auch „das Gute“, wenn „das Böse“ existiert.
Genug von dem Einblick, denn hier möchte ich euch eines der Produkte näher bringen, das für mich noch „wahre“ Musik ausmacht.
Xavier Naidoo, der schon durch sein Solodebütalbum „Nicht von dieser Welt“ in der Musikrichtung Soul auf sich Aufmerksam gemacht hatte, ist aktuell mit seinem neuen Doppel-Album „Zwischenspiel / Alles für den Herrn“ in den Läden vertreten.
Wie auch viele andere Musiker ist auch Xavier ein Mann mit mehreren Gesichtern. Auf der einen Seite zeigt ihn das Fernsehen als sehr arrogant und eingebildet, auf der anderen Seite ist er ein Mensch, der sich in Projekten wie „Brothers Keepers“ für Menschen in Not einsetzt. Man kann ihn nicht beschreiben ohne ihn zu kennen. Sogar wenn man ihn kennen würde, wäre dies nicht einfach, glaube ich. Also schenkt den Vorurteilen der Musiksender keine zu große Aufmerksamkeit.
Xavier Naidoo wird einigen von euch aber auch durch diverse andere Projekte bekannt sein:
Alben: „Nicht von dieser Welt“, „Live“
Singles: „20.000 Meilen“, „Seine Strassen“, „Sie sieht mich nicht“, „Führ mich ans Licht“,...
Projekte: Brothers Keppers, Söhne Mannheims, Rilke-Projekt
+++++++++++++++++Das Cover/ Die Hülle:+++++++++++++++
Auf dem Front-Cover des Doppel-Albums kann man ein Bild von vielen in weißen Gewändern eingehüllten Frauen sehen, die im Knien mit gefalteten Händen beten. Dies könnte auch mit Xaviers starken Glauben und seiner Leibe zu Gott in Verbindung bringen. Weiter kann auf dem Front-Cover das Logo Xavier Naidoo’s und den Titel des Doppelalbums erkennen.
Fischt man das Inlay aus der Hülle heraus, kann man sich dort alle Liedtexte des gesamten Albums [außer „Klagelieder“, „That’s the way love is“, „Gut aufgepasst“, „Don’t give up“ und „Ich lass sie sterben“] angucken. Dies war für mich auch eine Art Einladung zum Singen. Die Liedtexte sind über Fotos von Xavier abgedruckt worden. Weiter findet man im Inlay ein paar Verse von religiösen Werken [Joel 3, Psalm 30, Psalm 75], die wohl in Xavier’s Glauben eine große Rolle spielen. Außerdem sind dort noch die allgemeinen [Executive Producer, Gesang,...] sowie die zusätzlichen Angaben [Produzent, Musik, Text,...] zu den einzelnen Tracks abgebildet.
Auf der Rückseite des Front-Covers beziehungsweise des Inlays sind dann noch die kompletten Tracklisten für beide Alben separat zu sehen.
Das Back-Cover des Doppel-Albums ist eine Vergrößerung der Rückseite des Inlays. Dort sind die Tracklisten durch die Vergrößerung ein wenig übersichtlicher gestaltet.
Auf den CD-Covern wurde auch das Bild mit den betenden Frauen abgedruckt, sowie die Trackliste der jeweiligen CD.
Dieses Cover ist auf jeden Fall kein schlechtes, aber durch die vielen doppelten Abdrücke kommt es mir ein wenig einfallslos vor.
++++++++++++++++++++++Tracklisten:++++++++++++++++++++
„Zwischenspiel“ [CD Nr.1]
01 Wo willst du hin ? [4:15]
03 Auf Herz und Nieren [4:22]
05 Wir gehören zusammen [4:11]
07 Abschied nehmen [7:01]
09 Kein Königreich [3:39]
11 Wir haben alles Gute vor uns [5:33] feat. Prezident Brown
13 Alle Männer müssen kämpfen [5:29] feat. Jasmin Arhin
15 That’s the way love is [4:38]
17 Brief [5:14]
19 Don’t give up [6:28] feat. Yvonne Betz
21 Gut aufgepasst [4:20]
23 Wenn ich schon Kinder hätte (Rap-Version) [4:49] feat. Curse
25 Kleines Lied (Kinderlied) [3:31]
27 Die Dinge singen hör ich so gern [3:50]
29 Keep your eyes on me [5:00]
Gesamtlänge „Zwischenspiel“: [72:50]
„Alles für den Herrn“ [CD Nr. 2]
02 Himmel über Deutschland [6:15]
04 Ich lass sie sterben [3:46]
06 Bevor du gehst [5:15]
08 I’d be waiting [4:04] feat. Metaphysics
10 Sie ist im Viereck angelegt [3:59] feat. Metaphysics
12 Eyes r shut [5:35]
14 Der Geist ist willig [4:24] feat. Lunafrow
16 Mägde und Knechte [4:37]
18 Der Herr knickt alle Bäume [3:52] feat. Marlon James
20 Wer weiss schon was der Morgen bringt [3:43]
22 Alles für den Herrn [3:54]
24 Wo driften wir hin [4:10]
26 Klagelieder [3:53]
28 Lied (Du nur, du) [4:20]
30 Wenn du es willst (Mir sind die Hände gebunden) [6:29]
Gesamtlänge „Alles für den Herrn“: [68:45] [Angaben in Minuten]
Es fällt auf, dass die Lieder auf „Zwischenspiel“ nur ungerade und die Lieder auf „Alles für den Herrn“ nur gerade Tracknummern haben. Die jeweils fehlenden Nummern auf beiden Alben wurden durch fünf-sekundige Pausen ersetzt.
Wenn man ein Lied ansteuern möchte, das eine hohe Tracknummer hat, muss man hier leider etwas länger vorspulen als normal. Dies ist zwar nervig, aber spielt für mich keine große Rolle, da ich auf diesen „meisterhaften“ Alben sehr selten vorspule.
++++++++++++++++++++Zu den Tracks:+++++++++++++++++++
Da Xavier es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren konnte mehrere Themen auf einem Album zu vereinen, ist das Album „Zwischenspiel“ auf das Menschliche und das Album „Alles für den Herrn“ auf das Religiöse und Geistliche spezialisiert.
„Zwischenspiel“
01 „Wo willst du hin ?“ ist die erste Auskopplung des Doppelalbums. Der Text des Lieds befasst sich mit Xavier’s Liebe zu einer Frau. Allein der Gesang ist verantwortlich dafür, dass ich beim Hören immer wieder Gänsehaut bekomme. Das Instrumental setzt sich aus einer im Hintergrund streichenden Geigenmelodie, „sanften“ Bässen, Gitarrentönen und einer Keyboardmelodie zusammen.
Das Leid verleitet wahnsinnig zum Mitsingen ein. Bei diesem Lied muss ich aber auch immer wieder an die Frau denken, die in meinem Herzen wohnt.
Endnote:2+
03 „Auf Herz und Nieren“ ist mein absoluter Lieblingstrack des Doppelalbums. Über dem Instrumental aus „traurigen“ Klaviertönen und mittelharten Bässen setzt sich Xavier’s Stimme einmalig in Aktion. Doch die Mischung aus schönen Gesang, der sich über Personen bezieht, die sich „untreu“ geworden sind, und dem Hauch eines HipHop-artigen Instrumental, macht für mich „wahren“ Soul aus.
Endnote:1+
05 „Wir gehören zusammen“ beinhaltet ein „mächtiges“ Instrumental, das sich aus tiefen Bläsertönen, kleinen Gitarrenmelodie und schwachen Drums ergibt. Im Gesang kann Xavier auch hier überzeugen. Besonders gut gefällt mir hier bei der Refrain. Textlich kommt auch alles sehr gefühlsmäßig rüber, doch inhaltlich stellt sich auch bei mir die Frage wie in Xavier’s ersten Zeile: „Worum geht es uns denn hier wirklich ?“.
Endnote:2
07 In „Abschied nehmen“ sieht es so aus als ob Xavier hier sehr emotional seine Begegnung mit dem Tod verarbeitet. Es ist von „seinem kleinem Bruder“ die Rede, aber ich weiss nicht ob Xavier einen kleinen Bruder hatte, der gestorben ist.
Instrumentalisch kamen hier wie auch auf den ersten Tracks Gitarren zum Einsatz. Dadurch, dass die Drums niedrig gehalten wurden, kommt einem die ganze Geschichte sehr „nahe“.
Endnote:2
09 Auch in „Kein Königreich“ äußert sich Xavier kritisch. Diesmal heißt der „Gegner“: Väterchen Staat. Die Aussage „Von Kainsmalen umgeben, es zu entfernen fällt uns zu schwer“ finde ich übertrieben.
Hört man sich das Lied aber etwas „oberflächlicher“ an, wirkt das Ganze nicht so ernst. Von instrumentalischer Seite wurde auch dieser Track sehr gut umgesetzt. Neben Trompeten-, Posaunen- und Flügelmelodien sind diesmal auch Cutz eingesetzt worden. Die Cuts passen sich gut an und fallen nicht besonders auf, verantwortlich dafür: Bill Finger.
Endnote:1
11 Für „Wir haben alles Gute vor uns“ hat sich Xavier Unterstützung geholt. Der amerikanisch-singende Prezident Brown steuert bei dem Lied den Refrain herbei. Textlich guckt Xavier in die Zukunft und sagt uns Gutes voraus.
Das Instrumental wurde wesentlich aus durchgängigen Drums und einer kleinen Hintergrundmelodie zusammengebaut.
Endnote:2-
13 Xavier berichtet in „Alle Männer müssen kämpfen“ von einem Krieg und seiner Angst in diesem Krieg zu sterben und so seine Frau und das „ungeborene“ Kind alleine zu lassen. Der Track geht mir gefühlsmäßig sehr „nahe“, und regt mich auch stark zum Nachdenken an. Ich glaube, wenn ich nicht weiter wüsste und dieses Lied hören würde, würde ich meinen Weg weiter gehen. Der Track kann Selbstbewusstsein aber auch Trauer vermitteln.
Xavier’s Stimme dringt bei diesem Track sofort in das Ohr des Zuhörers. Wie im Track zuvor ist Xavier auch hier nicht alleine von der Partie. Jasmin Arhin performt mit ihrer „Wahnsinnsstimme“ auch eine Strophe.
Aus dem Instrumental kann man eine Kontrabassmelodie sowie Violinen- und Geigenargumente erkennen.
Endnote:1
15 Inspiriert von Dr. Dre und Ten City kam der Track „That’s the way love is“ zu Stande. Das Instrumental weist diesmal eindeutig starke HipHop-Elemente auf. Die Drums wurden viel höher als sonst geschraubt ist.
Xavier, der hier in Englisch seinen Gesang performt, macht auch so eine sehr gute Figur. Textlich ist das Ganze etwas lockerer. Der Song unterscheidet sich sehr stark von den anderen, so dass auch keine Langeweile aufkommt.
Endnote:1-
17 In „Brief“ erzählt uns Xavier über seine Sehnsucht zu einer Frau. Die Frau wird in diesem Lied von der Schauspielerin Esther Schweins gespielt. Wie auch kaum anders zu erwarten singt Esther nicht, sondern spricht einen Part.
Instrumentalisch gesehen kommt hier nur ein Flügel zum Einsatz, der eine Melodie spielt, die perfekt mit Xavier’s Stimme kombiniert. Es war die richtige Entscheidung bei diesem Stück jegliche Drums weg zu lassen. Der Song regt stark zum Nachdenken, in den Bereichen Liebe und Zweisamkeit, an.
Endnote:1
19 Seit langem kommen in „Don’t give up“ auch mal wieder Gitarren zum Einsatz. Leider harmonieren in diesem Stück Xavier’s Stimme und das Instrumental nicht so gut. Die Stimme überzeugt, aber nicht das Instrumental. Mit Yvonne Betz hat sich Xavier Unterstützung im Gesang geholt. Yvonne performt den Refrain mit einer sehr „einfühlsamen“ Stimme. Wie auch sie singt Xavier hier auf Englisch.
Endnote:2
21 „Gut aufgepasst“ geht instrumentalisch in Richtung HipHop. Unterstützt wird dieser Eindruck von den mittelharten Bässen, die gut mit einer Gitarrenmelodie harmoniert. Textlich kommt Xavier auch etwas schneller immer noch sehr gut. In seinem Text greift Xavier die Leute an, die ihn früher ausgelacht haben. Der Song ist für mich wieder „Soul“ vom Feinsten.
Endnote:1
23 „Wenn ich schon Kinder hätte“ ist die zweite Auskopplung des Doppel-Albums, die in Zusammenarbeit mir Curse entstanden ist.
Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit „Rap ist Soulmusik“ auf dem aktuellen Album von Curse „Von Innen nach Außen“, entstand auch hier ein viel versprechender Song. Textlich wie der Titel schon sagt, setzen sich die beiden mit ihren Sorgen auseinander, wenn sie Kinder hätten.
Das Instrumental mit den Geigenmelodien, Drums und einigen Cutz gefällt mir sehr gut. Textlich ein Thema, welches eher selten den Mund der MCs füllt. So wurde wieder auf dem Album etwas Neues angeschnitten.
Endnote:1
25 In „Kleines Lied“ singt Xavier über die Angst und deren Überwindung. Xavier’s Stimme, die nur von einer Flügelmelodie begleitet wird, wirkt sehr angenehm. Das Lied kann einen in einsamen Stunden stark aufbauen, da einem das Gefühl vermittelt wird: nicht alleine zu sein.
Endnote:2-
27 Der Track „Die Dinge singen hör ich so gern“ ist auch auf dem Rilke-Projekt „Bis an alle Sterne“ vertreten.
In dem Lied „spricht“ Xavier über eine sehr langsame Gitarrenmelodie. Er spricht dabei die Themen Wohlstand und Intelligenz der Menschen an. Ich mag dieses Stück nicht, da es nur gesprochen wird. Dies ist zur Abwechslung mal etwas anderes, gefällt mir persönlich aber leider nicht.
Endnote:4+
29 In „Keep your eyes on me“ zeigt Xavier, dass er auch das HipHop-Element „Beatbox“ beherrscht. Des Weiteren tauchen in diesem Stück sehr viele Vocals auf. Der Track vermittelt mir einen „chilligen“ und „relaxten“ Eindruck. In diesem Track konnte sich Xavier richtig auslassen. Es kommt mir vor, als hätte Xavier hier einfach improvisiert, da das Stück ohne Instrumental aufgenommen wurde. Etwas völlig neues.
Endnote:2
„Alles für den Herrn“
02 Das Instrumental von „Himmel über Deutschland“ besteht aus einer fortlaufenden Gitarrenmelodie, einigen Posaunentönen und schnellen Bässen. Es sind auch wieder einige Cutz zu hören.
Im Gesang offenbart Xavier seinem Vater, also „Gott“, seine Sünden. Der Gesang kommt mir hier etwas „eintönig“ vor.
Endnote:2-
04 Auf „Ich lass sie sterben“ höre ich Xavier auf dem Doppel-Album das erste Mal rappen. Textlich bringt er die verlorene Situation einer Frau zum Ausdruck. Auch als Rapper kann er seine Stimme gut einsetzen.
Das „düstere“ Instrumental, bestehend aus einer Violinenmelodie und harten Drums in Verbindung mit einigen Cutz, passt sehr gut zu Xavier’s Rap.
Endnote:2+
06 Der Track „Bevor du gehst“ beinhaltet ein wunderschönes Instrumental. Trotz der vielen Arrangements aus Trompeten, Posaunen und Gitarren hört sich das Instrumental nicht „verbaut“ an. Die Drums sind in dem Lied passend mal höher und mal niedriger geschraubt.
In seinem Gesang geht es wie im Lied zuvor über eine Frau die kurz vorm Abgrund steht. Das Verhältnis aus Gesang und Instrumental geht perfekt auf. Das Lied vermittelt mir beim Zuhören eine sehr „gefühlsreiche“ Situation.
Endnote:2+
08 Zu „I’d be waiting“ hat sich Xavier Verstärkung geholt. Die englisch-rappenden Metaphysics unterstützen ihn mit einer Strophe. Xavier passt sich der Sprache an und singt auf Englisch. Die Kombination aus Rap und Gesang geht auf.
Instrumentalisch setzt sich das Ganze aus einer im Hintergrund streichenden Geigenmelodie und Gitarrenloops zusammen.
Endnote:1-
10 Wie auch im Song zuvor unterstützen Xavier hier die Metaphysics. Doch diesmal heißt das Motto: bilingual [zweisprachig]. Während Xavier wieder auf Deutsch singt, bleiben die Metaphysics mit ihren Raps auf Englisch. Thema des Ganzen ist der „religiöse“ Glaube. Auf diesem Track finde ich Xavier’s Gesang extrem stark.
Trompeten-, Posaunen- und Bläsertöne sowie mittelharte Drums und eine kleine Streichmelodie gehören zum Programm des Instrumentals.
Endnote:1-
12 Auf „Eyes r shut“ kommt Xavier zwar wieder auf Englisch aber diesmal auch alleine. Im Gesang bringt Xavier uns seine „Glaubenserleuchtung“ näher. Er berichtet, dass er sein Ziel sieht, auch wenn seine Augen geschlossen sind.
Auf instrumentalischer Seite gefallen mir die Drums sehr gut. Weiterhin werden diese von einer Gitarrenmelodie begleitet.
Endnote:1
14 In „Der Geist ist willig“ hört man Xavier hier zum zweiten Mal rappen, doch diesmal wird er von dem deutsch-rappenden Lunafrow tatkräftig unterstützt. Textliche Auseinandersetzung ist wieder einmal der Glauben.
Das Instrumental besteht aus einer Flöten- und einer Keyboardmelodie. Harte Bässe ergänzen das Ganze nochmals. Cutz sind auch mal wieder einige dabei. Text und Beat harmonieren gut mit einander, lediglich finde ich Lunafrow’s Stimme nicht so schön.
Endnote:2+
16 „Mägde und Knechte“ ist für mich der zweitbeste Track auf „Alles für den Herrn“. In diesem Track singt und rappt Xavier. Das Verhältnis der Ausdrucksweisen geht perfekt auf und harmoniert auch noch hervorragend mit dem Instrumental. Textlich spricht sich Xavier’s negativ über Gotteslästerer aus.
Im Instrumental wurden die Bässe härter angelegt, die man in Begleitung einer Harfenmelodie hören kann.
Endnote:1+
18 „Der Herr knickt alle Bäume“ ist meiner Meinung nach mit Abstand der beste Track auf „Alles für den Herrn“. Über dem „düsteren“ Instrumental, das einer kompletten Orchestersymphonie gleicht, rappt Xavier über reich ungläubige Menschen. Er bringt sogar das krasse Beispiel: „Sorry Telekom, aber das war nichts. Trotz eures Hochsommers, man sah nichts, denn eure Satelliten wurden viel zu schwer und fallen einem nach dem anderen ins Meer.“ Meine Lieblingsstelle ist das Gesungene: „Welt ging verloren“.
Auf diesem Track wird außerdem noch Marlon James gefeatured. Marlon rappt hierbei die Abschlussstrophe auf Englisch.
In dem Track kommen so viele Cutz wie noch nie auf diesem Doppel-Album vor, unter anderem Cutz von M.O.P..
Endnote:1+
20 Xavier gibt uns in „Wer weiss schon was der Morgen bringt“ einen kleinen Einblick in die Zukunft. Diesmal ist Xavier wieder als Sänger unterwegs. Gelungen finde ich in dem Track besonders seine Wortspiele. Er „singt“ Fragen, die zukunftsbezogen sind, und beantwortet diese spontan als „Redner“.
Instrumentalisch befindet sich das Ganze auch wieder auf sehr hohem Niveau. Eine geläufige Melodie aus einzelnen Klaviertönen, unterlegt von einigen Drums, stellen das gute Ergebnis dar. Der Track bringt mich auch dazu an meine eigene Zukunft zu denken.
Endnote:1
22 „Alles für denn Herrn“ ist auch der Name des nächsten Songs. In dem Track singt Xavier, dass alles was er tut für den Herrn ist. Das Instrumental setzt sich aus Gitarren und harten Drums zusammen. Im Hintergrund kann man gelegentlich einige Vocals wahrnehmen.
Endnote:2-
24 Bilingual ist wieder mal das Thema. Doch diesmal setzt sich das Ganze aus englisch und schwäbisch zusammen. Inhaltlich hat das Ding für mich keinen Sinn und so stellt sich auch die Frage: „Wo driften wir hin“.
Eine Keyboardmelodie und leichte Drums runden mit einem guten Instrumental das Ergebnis auf.
Endnote:2
26 Mit einigen Cutz zu Beginn wird der Track „Klagelieder“ eingeleitet. Über einem „traurigen“ Instrumental aus Streicharrangements setzt sich Xavier’s Stimme gekonnt durch. Thema des Ganzen ist mal wieder der Glaube. Das Lied wirkt sich auch auf mich sehr traurig aus.
Endnote:3+
28 In „Lied“ hört sich alles gleich viel freundlicher an. Das Lied ist ein weiterer Song, der auch auf dem Rilke-Projekt vorhanden ist. Auch auf „Alles für den Herrn“ hat sich Xavier einen berühmten Sprecher eingeladen. Ben Becker übernimmt den Sprech-Part des Liedes. Textlich kommt hier Xavier’s Abhängigkeit: Lieder zu schreiben ans Licht.
Endnote:2
30 Der letzte Track des Doppelalbums lautet „Wenn du es willst“. Im Instrumental kann man Bässe, Gitarren und die Melodie einer Solo-Violine ertönen hören.
Xavier singt über seine Sehnsucht nach Frieden und der Erlösung durch Gott. Schöner Schlussstrich.
Endnote:2+
++++++++++++++++++++Zusatzinfos: ++++++++++++++++++++
Executive Producer: Michael Herberger
Features: Prezident Brown, Jasmin Arhin, Yvonne Betz, Curse, Metaphysics, Lunafrow, Marlon James
Artwork: Alexander Bischoff
Mastering: Michael Schwabe
Label: Naidoo Records
Homepage/ Internet: www.xaviernaidoo.de
www.3-p.de
+++++++++++++++Preis/ Erhältlichkeit: +++++++++++++++
Man kann die CD für ca. 22€ in den meisten größeren Fachgeschäften, wie zum Beispiel Media-Markt erwerben.
Mann kann die CD aber auch im Internet bestellen, zum Beispiel bei www.bol.de
Trotz des hohen Preises reicht es in meinem Preis-Leistung Verhältnis nur für eine „zwei“. Dies kann ich damit begründen, dass ich es für wahnsinnig überteuert halte für zwei Silberlinge knapp 50 DM auf den Tisch zu legen. In diesem Fall sprechen aber knapp 2 ½ Stunden sehr gute Musik dagegen.
+++++++++++++++++++Fazit/ Erfahrungen: ++++++++++++++
Ich kann das Album ohne Einschränkungen weiterempfehlen. Anfangs dachte ich, dass „Alles für den Herrn“ sich inhaltlich nur mit dem Thema „Glauben“ auseinander setzt, doch dem ist nicht so. Mein Urteil: 29 gute bis sehr gute Tracks und nur ein ausreichender Track.
In den Tracks werden die Musikrichtungen Pop, Soul, HipHop und RnB angesprochen. Wenn man nicht sehr stark wählerisch ist, müsste eigentlich für jeden etwas dabei sein.
Einziger Kritikpunkt ist der hohe Preis. Man könnte weiterhin die Pausen entfernen und die fehlenden Liedtexte nachdrucken um wirklich jeden Käufer zu überzeugen.
Meine Erfahrungen mit dem Album sind, dass ich von einigen Tracks stark zum Nachdenken angeregt werde, dass mich einige Tracks persönlich aufgebaut haben und dass ich nebenbei von manchen Menschen beschuldigt wurde einen guten Musikgeschmack zu haben. [Doch dies ist Ansichtssache!]
Ich kann mir aber auch vorstellen, dass Xavier durch seine vielen Glaubensaussagen in dem Doppel-Album auch einige Zuhörer zum Glauben bewegen kann. Dies wäre „unglaublich“, denn noch nicht einmal Jesus, Moses oder andere Propheten konnten „alle“ Menschen zum Glauben bewegen.
ps: Ich hoffe, dass der Artikel trotz der vielen Angaben, wenigstens noch ein wenig übersichtlich ist. Sorry.
---Bei Missbrauch des Berichtes erfolgen rechtliche Schritte---
peace stein
Genug von dem Einblick, denn hier möchte ich euch eines der Produkte näher bringen, das für mich noch „wahre“ Musik ausmacht.
Xavier Naidoo, der schon durch sein Solodebütalbum „Nicht von dieser Welt“ in der Musikrichtung Soul auf sich Aufmerksam gemacht hatte, ist aktuell mit seinem neuen Doppel-Album „Zwischenspiel / Alles für den Herrn“ in den Läden vertreten.
Wie auch viele andere Musiker ist auch Xavier ein Mann mit mehreren Gesichtern. Auf der einen Seite zeigt ihn das Fernsehen als sehr arrogant und eingebildet, auf der anderen Seite ist er ein Mensch, der sich in Projekten wie „Brothers Keepers“ für Menschen in Not einsetzt. Man kann ihn nicht beschreiben ohne ihn zu kennen. Sogar wenn man ihn kennen würde, wäre dies nicht einfach, glaube ich. Also schenkt den Vorurteilen der Musiksender keine zu große Aufmerksamkeit.
Xavier Naidoo wird einigen von euch aber auch durch diverse andere Projekte bekannt sein:
Alben: „Nicht von dieser Welt“, „Live“
Singles: „20.000 Meilen“, „Seine Strassen“, „Sie sieht mich nicht“, „Führ mich ans Licht“,...
Projekte: Brothers Keppers, Söhne Mannheims, Rilke-Projekt
+++++++++++++++++Das Cover/ Die Hülle:+++++++++++++++
Auf dem Front-Cover des Doppel-Albums kann man ein Bild von vielen in weißen Gewändern eingehüllten Frauen sehen, die im Knien mit gefalteten Händen beten. Dies könnte auch mit Xaviers starken Glauben und seiner Leibe zu Gott in Verbindung bringen. Weiter kann auf dem Front-Cover das Logo Xavier Naidoo’s und den Titel des Doppelalbums erkennen.
Fischt man das Inlay aus der Hülle heraus, kann man sich dort alle Liedtexte des gesamten Albums [außer „Klagelieder“, „That’s the way love is“, „Gut aufgepasst“, „Don’t give up“ und „Ich lass sie sterben“] angucken. Dies war für mich auch eine Art Einladung zum Singen. Die Liedtexte sind über Fotos von Xavier abgedruckt worden. Weiter findet man im Inlay ein paar Verse von religiösen Werken [Joel 3, Psalm 30, Psalm 75], die wohl in Xavier’s Glauben eine große Rolle spielen. Außerdem sind dort noch die allgemeinen [Executive Producer, Gesang,...] sowie die zusätzlichen Angaben [Produzent, Musik, Text,...] zu den einzelnen Tracks abgebildet.
Auf der Rückseite des Front-Covers beziehungsweise des Inlays sind dann noch die kompletten Tracklisten für beide Alben separat zu sehen.
Das Back-Cover des Doppel-Albums ist eine Vergrößerung der Rückseite des Inlays. Dort sind die Tracklisten durch die Vergrößerung ein wenig übersichtlicher gestaltet.
Auf den CD-Covern wurde auch das Bild mit den betenden Frauen abgedruckt, sowie die Trackliste der jeweiligen CD.
Dieses Cover ist auf jeden Fall kein schlechtes, aber durch die vielen doppelten Abdrücke kommt es mir ein wenig einfallslos vor.
++++++++++++++++++++++Tracklisten:++++++++++++++++++++
„Zwischenspiel“ [CD Nr.1]
01 Wo willst du hin ? [4:15]
03 Auf Herz und Nieren [4:22]
05 Wir gehören zusammen [4:11]
07 Abschied nehmen [7:01]
09 Kein Königreich [3:39]
11 Wir haben alles Gute vor uns [5:33] feat. Prezident Brown
13 Alle Männer müssen kämpfen [5:29] feat. Jasmin Arhin
15 That’s the way love is [4:38]
17 Brief [5:14]
19 Don’t give up [6:28] feat. Yvonne Betz
21 Gut aufgepasst [4:20]
23 Wenn ich schon Kinder hätte (Rap-Version) [4:49] feat. Curse
25 Kleines Lied (Kinderlied) [3:31]
27 Die Dinge singen hör ich so gern [3:50]
29 Keep your eyes on me [5:00]
Gesamtlänge „Zwischenspiel“: [72:50]
„Alles für den Herrn“ [CD Nr. 2]
02 Himmel über Deutschland [6:15]
04 Ich lass sie sterben [3:46]
06 Bevor du gehst [5:15]
08 I’d be waiting [4:04] feat. Metaphysics
10 Sie ist im Viereck angelegt [3:59] feat. Metaphysics
12 Eyes r shut [5:35]
14 Der Geist ist willig [4:24] feat. Lunafrow
16 Mägde und Knechte [4:37]
18 Der Herr knickt alle Bäume [3:52] feat. Marlon James
20 Wer weiss schon was der Morgen bringt [3:43]
22 Alles für den Herrn [3:54]
24 Wo driften wir hin [4:10]
26 Klagelieder [3:53]
28 Lied (Du nur, du) [4:20]
30 Wenn du es willst (Mir sind die Hände gebunden) [6:29]
Gesamtlänge „Alles für den Herrn“: [68:45] [Angaben in Minuten]
Es fällt auf, dass die Lieder auf „Zwischenspiel“ nur ungerade und die Lieder auf „Alles für den Herrn“ nur gerade Tracknummern haben. Die jeweils fehlenden Nummern auf beiden Alben wurden durch fünf-sekundige Pausen ersetzt.
Wenn man ein Lied ansteuern möchte, das eine hohe Tracknummer hat, muss man hier leider etwas länger vorspulen als normal. Dies ist zwar nervig, aber spielt für mich keine große Rolle, da ich auf diesen „meisterhaften“ Alben sehr selten vorspule.
++++++++++++++++++++Zu den Tracks:+++++++++++++++++++
Da Xavier es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren konnte mehrere Themen auf einem Album zu vereinen, ist das Album „Zwischenspiel“ auf das Menschliche und das Album „Alles für den Herrn“ auf das Religiöse und Geistliche spezialisiert.
„Zwischenspiel“
01 „Wo willst du hin ?“ ist die erste Auskopplung des Doppelalbums. Der Text des Lieds befasst sich mit Xavier’s Liebe zu einer Frau. Allein der Gesang ist verantwortlich dafür, dass ich beim Hören immer wieder Gänsehaut bekomme. Das Instrumental setzt sich aus einer im Hintergrund streichenden Geigenmelodie, „sanften“ Bässen, Gitarrentönen und einer Keyboardmelodie zusammen.
Das Leid verleitet wahnsinnig zum Mitsingen ein. Bei diesem Lied muss ich aber auch immer wieder an die Frau denken, die in meinem Herzen wohnt.
Endnote:2+
03 „Auf Herz und Nieren“ ist mein absoluter Lieblingstrack des Doppelalbums. Über dem Instrumental aus „traurigen“ Klaviertönen und mittelharten Bässen setzt sich Xavier’s Stimme einmalig in Aktion. Doch die Mischung aus schönen Gesang, der sich über Personen bezieht, die sich „untreu“ geworden sind, und dem Hauch eines HipHop-artigen Instrumental, macht für mich „wahren“ Soul aus.
Endnote:1+
05 „Wir gehören zusammen“ beinhaltet ein „mächtiges“ Instrumental, das sich aus tiefen Bläsertönen, kleinen Gitarrenmelodie und schwachen Drums ergibt. Im Gesang kann Xavier auch hier überzeugen. Besonders gut gefällt mir hier bei der Refrain. Textlich kommt auch alles sehr gefühlsmäßig rüber, doch inhaltlich stellt sich auch bei mir die Frage wie in Xavier’s ersten Zeile: „Worum geht es uns denn hier wirklich ?“.
Endnote:2
07 In „Abschied nehmen“ sieht es so aus als ob Xavier hier sehr emotional seine Begegnung mit dem Tod verarbeitet. Es ist von „seinem kleinem Bruder“ die Rede, aber ich weiss nicht ob Xavier einen kleinen Bruder hatte, der gestorben ist.
Instrumentalisch kamen hier wie auch auf den ersten Tracks Gitarren zum Einsatz. Dadurch, dass die Drums niedrig gehalten wurden, kommt einem die ganze Geschichte sehr „nahe“.
Endnote:2
09 Auch in „Kein Königreich“ äußert sich Xavier kritisch. Diesmal heißt der „Gegner“: Väterchen Staat. Die Aussage „Von Kainsmalen umgeben, es zu entfernen fällt uns zu schwer“ finde ich übertrieben.
Hört man sich das Lied aber etwas „oberflächlicher“ an, wirkt das Ganze nicht so ernst. Von instrumentalischer Seite wurde auch dieser Track sehr gut umgesetzt. Neben Trompeten-, Posaunen- und Flügelmelodien sind diesmal auch Cutz eingesetzt worden. Die Cuts passen sich gut an und fallen nicht besonders auf, verantwortlich dafür: Bill Finger.
Endnote:1
11 Für „Wir haben alles Gute vor uns“ hat sich Xavier Unterstützung geholt. Der amerikanisch-singende Prezident Brown steuert bei dem Lied den Refrain herbei. Textlich guckt Xavier in die Zukunft und sagt uns Gutes voraus.
Das Instrumental wurde wesentlich aus durchgängigen Drums und einer kleinen Hintergrundmelodie zusammengebaut.
Endnote:2-
13 Xavier berichtet in „Alle Männer müssen kämpfen“ von einem Krieg und seiner Angst in diesem Krieg zu sterben und so seine Frau und das „ungeborene“ Kind alleine zu lassen. Der Track geht mir gefühlsmäßig sehr „nahe“, und regt mich auch stark zum Nachdenken an. Ich glaube, wenn ich nicht weiter wüsste und dieses Lied hören würde, würde ich meinen Weg weiter gehen. Der Track kann Selbstbewusstsein aber auch Trauer vermitteln.
Xavier’s Stimme dringt bei diesem Track sofort in das Ohr des Zuhörers. Wie im Track zuvor ist Xavier auch hier nicht alleine von der Partie. Jasmin Arhin performt mit ihrer „Wahnsinnsstimme“ auch eine Strophe.
Aus dem Instrumental kann man eine Kontrabassmelodie sowie Violinen- und Geigenargumente erkennen.
Endnote:1
15 Inspiriert von Dr. Dre und Ten City kam der Track „That’s the way love is“ zu Stande. Das Instrumental weist diesmal eindeutig starke HipHop-Elemente auf. Die Drums wurden viel höher als sonst geschraubt ist.
Xavier, der hier in Englisch seinen Gesang performt, macht auch so eine sehr gute Figur. Textlich ist das Ganze etwas lockerer. Der Song unterscheidet sich sehr stark von den anderen, so dass auch keine Langeweile aufkommt.
Endnote:1-
17 In „Brief“ erzählt uns Xavier über seine Sehnsucht zu einer Frau. Die Frau wird in diesem Lied von der Schauspielerin Esther Schweins gespielt. Wie auch kaum anders zu erwarten singt Esther nicht, sondern spricht einen Part.
Instrumentalisch gesehen kommt hier nur ein Flügel zum Einsatz, der eine Melodie spielt, die perfekt mit Xavier’s Stimme kombiniert. Es war die richtige Entscheidung bei diesem Stück jegliche Drums weg zu lassen. Der Song regt stark zum Nachdenken, in den Bereichen Liebe und Zweisamkeit, an.
Endnote:1
19 Seit langem kommen in „Don’t give up“ auch mal wieder Gitarren zum Einsatz. Leider harmonieren in diesem Stück Xavier’s Stimme und das Instrumental nicht so gut. Die Stimme überzeugt, aber nicht das Instrumental. Mit Yvonne Betz hat sich Xavier Unterstützung im Gesang geholt. Yvonne performt den Refrain mit einer sehr „einfühlsamen“ Stimme. Wie auch sie singt Xavier hier auf Englisch.
Endnote:2
21 „Gut aufgepasst“ geht instrumentalisch in Richtung HipHop. Unterstützt wird dieser Eindruck von den mittelharten Bässen, die gut mit einer Gitarrenmelodie harmoniert. Textlich kommt Xavier auch etwas schneller immer noch sehr gut. In seinem Text greift Xavier die Leute an, die ihn früher ausgelacht haben. Der Song ist für mich wieder „Soul“ vom Feinsten.
Endnote:1
23 „Wenn ich schon Kinder hätte“ ist die zweite Auskopplung des Doppel-Albums, die in Zusammenarbeit mir Curse entstanden ist.
Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit „Rap ist Soulmusik“ auf dem aktuellen Album von Curse „Von Innen nach Außen“, entstand auch hier ein viel versprechender Song. Textlich wie der Titel schon sagt, setzen sich die beiden mit ihren Sorgen auseinander, wenn sie Kinder hätten.
Das Instrumental mit den Geigenmelodien, Drums und einigen Cutz gefällt mir sehr gut. Textlich ein Thema, welches eher selten den Mund der MCs füllt. So wurde wieder auf dem Album etwas Neues angeschnitten.
Endnote:1
25 In „Kleines Lied“ singt Xavier über die Angst und deren Überwindung. Xavier’s Stimme, die nur von einer Flügelmelodie begleitet wird, wirkt sehr angenehm. Das Lied kann einen in einsamen Stunden stark aufbauen, da einem das Gefühl vermittelt wird: nicht alleine zu sein.
Endnote:2-
27 Der Track „Die Dinge singen hör ich so gern“ ist auch auf dem Rilke-Projekt „Bis an alle Sterne“ vertreten.
In dem Lied „spricht“ Xavier über eine sehr langsame Gitarrenmelodie. Er spricht dabei die Themen Wohlstand und Intelligenz der Menschen an. Ich mag dieses Stück nicht, da es nur gesprochen wird. Dies ist zur Abwechslung mal etwas anderes, gefällt mir persönlich aber leider nicht.
Endnote:4+
29 In „Keep your eyes on me“ zeigt Xavier, dass er auch das HipHop-Element „Beatbox“ beherrscht. Des Weiteren tauchen in diesem Stück sehr viele Vocals auf. Der Track vermittelt mir einen „chilligen“ und „relaxten“ Eindruck. In diesem Track konnte sich Xavier richtig auslassen. Es kommt mir vor, als hätte Xavier hier einfach improvisiert, da das Stück ohne Instrumental aufgenommen wurde. Etwas völlig neues.
Endnote:2
„Alles für den Herrn“
02 Das Instrumental von „Himmel über Deutschland“ besteht aus einer fortlaufenden Gitarrenmelodie, einigen Posaunentönen und schnellen Bässen. Es sind auch wieder einige Cutz zu hören.
Im Gesang offenbart Xavier seinem Vater, also „Gott“, seine Sünden. Der Gesang kommt mir hier etwas „eintönig“ vor.
Endnote:2-
04 Auf „Ich lass sie sterben“ höre ich Xavier auf dem Doppel-Album das erste Mal rappen. Textlich bringt er die verlorene Situation einer Frau zum Ausdruck. Auch als Rapper kann er seine Stimme gut einsetzen.
Das „düstere“ Instrumental, bestehend aus einer Violinenmelodie und harten Drums in Verbindung mit einigen Cutz, passt sehr gut zu Xavier’s Rap.
Endnote:2+
06 Der Track „Bevor du gehst“ beinhaltet ein wunderschönes Instrumental. Trotz der vielen Arrangements aus Trompeten, Posaunen und Gitarren hört sich das Instrumental nicht „verbaut“ an. Die Drums sind in dem Lied passend mal höher und mal niedriger geschraubt.
In seinem Gesang geht es wie im Lied zuvor über eine Frau die kurz vorm Abgrund steht. Das Verhältnis aus Gesang und Instrumental geht perfekt auf. Das Lied vermittelt mir beim Zuhören eine sehr „gefühlsreiche“ Situation.
Endnote:2+
08 Zu „I’d be waiting“ hat sich Xavier Verstärkung geholt. Die englisch-rappenden Metaphysics unterstützen ihn mit einer Strophe. Xavier passt sich der Sprache an und singt auf Englisch. Die Kombination aus Rap und Gesang geht auf.
Instrumentalisch setzt sich das Ganze aus einer im Hintergrund streichenden Geigenmelodie und Gitarrenloops zusammen.
Endnote:1-
10 Wie auch im Song zuvor unterstützen Xavier hier die Metaphysics. Doch diesmal heißt das Motto: bilingual [zweisprachig]. Während Xavier wieder auf Deutsch singt, bleiben die Metaphysics mit ihren Raps auf Englisch. Thema des Ganzen ist der „religiöse“ Glaube. Auf diesem Track finde ich Xavier’s Gesang extrem stark.
Trompeten-, Posaunen- und Bläsertöne sowie mittelharte Drums und eine kleine Streichmelodie gehören zum Programm des Instrumentals.
Endnote:1-
12 Auf „Eyes r shut“ kommt Xavier zwar wieder auf Englisch aber diesmal auch alleine. Im Gesang bringt Xavier uns seine „Glaubenserleuchtung“ näher. Er berichtet, dass er sein Ziel sieht, auch wenn seine Augen geschlossen sind.
Auf instrumentalischer Seite gefallen mir die Drums sehr gut. Weiterhin werden diese von einer Gitarrenmelodie begleitet.
Endnote:1
14 In „Der Geist ist willig“ hört man Xavier hier zum zweiten Mal rappen, doch diesmal wird er von dem deutsch-rappenden Lunafrow tatkräftig unterstützt. Textliche Auseinandersetzung ist wieder einmal der Glauben.
Das Instrumental besteht aus einer Flöten- und einer Keyboardmelodie. Harte Bässe ergänzen das Ganze nochmals. Cutz sind auch mal wieder einige dabei. Text und Beat harmonieren gut mit einander, lediglich finde ich Lunafrow’s Stimme nicht so schön.
Endnote:2+
16 „Mägde und Knechte“ ist für mich der zweitbeste Track auf „Alles für den Herrn“. In diesem Track singt und rappt Xavier. Das Verhältnis der Ausdrucksweisen geht perfekt auf und harmoniert auch noch hervorragend mit dem Instrumental. Textlich spricht sich Xavier’s negativ über Gotteslästerer aus.
Im Instrumental wurden die Bässe härter angelegt, die man in Begleitung einer Harfenmelodie hören kann.
Endnote:1+
18 „Der Herr knickt alle Bäume“ ist meiner Meinung nach mit Abstand der beste Track auf „Alles für den Herrn“. Über dem „düsteren“ Instrumental, das einer kompletten Orchestersymphonie gleicht, rappt Xavier über reich ungläubige Menschen. Er bringt sogar das krasse Beispiel: „Sorry Telekom, aber das war nichts. Trotz eures Hochsommers, man sah nichts, denn eure Satelliten wurden viel zu schwer und fallen einem nach dem anderen ins Meer.“ Meine Lieblingsstelle ist das Gesungene: „Welt ging verloren“.
Auf diesem Track wird außerdem noch Marlon James gefeatured. Marlon rappt hierbei die Abschlussstrophe auf Englisch.
In dem Track kommen so viele Cutz wie noch nie auf diesem Doppel-Album vor, unter anderem Cutz von M.O.P..
Endnote:1+
20 Xavier gibt uns in „Wer weiss schon was der Morgen bringt“ einen kleinen Einblick in die Zukunft. Diesmal ist Xavier wieder als Sänger unterwegs. Gelungen finde ich in dem Track besonders seine Wortspiele. Er „singt“ Fragen, die zukunftsbezogen sind, und beantwortet diese spontan als „Redner“.
Instrumentalisch befindet sich das Ganze auch wieder auf sehr hohem Niveau. Eine geläufige Melodie aus einzelnen Klaviertönen, unterlegt von einigen Drums, stellen das gute Ergebnis dar. Der Track bringt mich auch dazu an meine eigene Zukunft zu denken.
Endnote:1
22 „Alles für denn Herrn“ ist auch der Name des nächsten Songs. In dem Track singt Xavier, dass alles was er tut für den Herrn ist. Das Instrumental setzt sich aus Gitarren und harten Drums zusammen. Im Hintergrund kann man gelegentlich einige Vocals wahrnehmen.
Endnote:2-
24 Bilingual ist wieder mal das Thema. Doch diesmal setzt sich das Ganze aus englisch und schwäbisch zusammen. Inhaltlich hat das Ding für mich keinen Sinn und so stellt sich auch die Frage: „Wo driften wir hin“.
Eine Keyboardmelodie und leichte Drums runden mit einem guten Instrumental das Ergebnis auf.
Endnote:2
26 Mit einigen Cutz zu Beginn wird der Track „Klagelieder“ eingeleitet. Über einem „traurigen“ Instrumental aus Streicharrangements setzt sich Xavier’s Stimme gekonnt durch. Thema des Ganzen ist mal wieder der Glaube. Das Lied wirkt sich auch auf mich sehr traurig aus.
Endnote:3+
28 In „Lied“ hört sich alles gleich viel freundlicher an. Das Lied ist ein weiterer Song, der auch auf dem Rilke-Projekt vorhanden ist. Auch auf „Alles für den Herrn“ hat sich Xavier einen berühmten Sprecher eingeladen. Ben Becker übernimmt den Sprech-Part des Liedes. Textlich kommt hier Xavier’s Abhängigkeit: Lieder zu schreiben ans Licht.
Endnote:2
30 Der letzte Track des Doppelalbums lautet „Wenn du es willst“. Im Instrumental kann man Bässe, Gitarren und die Melodie einer Solo-Violine ertönen hören.
Xavier singt über seine Sehnsucht nach Frieden und der Erlösung durch Gott. Schöner Schlussstrich.
Endnote:2+
++++++++++++++++++++Zusatzinfos: ++++++++++++++++++++
Executive Producer: Michael Herberger
Features: Prezident Brown, Jasmin Arhin, Yvonne Betz, Curse, Metaphysics, Lunafrow, Marlon James
Artwork: Alexander Bischoff
Mastering: Michael Schwabe
Label: Naidoo Records
Homepage/ Internet: www.xaviernaidoo.de
www.3-p.de
+++++++++++++++Preis/ Erhältlichkeit: +++++++++++++++
Man kann die CD für ca. 22€ in den meisten größeren Fachgeschäften, wie zum Beispiel Media-Markt erwerben.
Mann kann die CD aber auch im Internet bestellen, zum Beispiel bei www.bol.de
Trotz des hohen Preises reicht es in meinem Preis-Leistung Verhältnis nur für eine „zwei“. Dies kann ich damit begründen, dass ich es für wahnsinnig überteuert halte für zwei Silberlinge knapp 50 DM auf den Tisch zu legen. In diesem Fall sprechen aber knapp 2 ½ Stunden sehr gute Musik dagegen.
+++++++++++++++++++Fazit/ Erfahrungen: ++++++++++++++
Ich kann das Album ohne Einschränkungen weiterempfehlen. Anfangs dachte ich, dass „Alles für den Herrn“ sich inhaltlich nur mit dem Thema „Glauben“ auseinander setzt, doch dem ist nicht so. Mein Urteil: 29 gute bis sehr gute Tracks und nur ein ausreichender Track.
In den Tracks werden die Musikrichtungen Pop, Soul, HipHop und RnB angesprochen. Wenn man nicht sehr stark wählerisch ist, müsste eigentlich für jeden etwas dabei sein.
Einziger Kritikpunkt ist der hohe Preis. Man könnte weiterhin die Pausen entfernen und die fehlenden Liedtexte nachdrucken um wirklich jeden Käufer zu überzeugen.
Meine Erfahrungen mit dem Album sind, dass ich von einigen Tracks stark zum Nachdenken angeregt werde, dass mich einige Tracks persönlich aufgebaut haben und dass ich nebenbei von manchen Menschen beschuldigt wurde einen guten Musikgeschmack zu haben. [Doch dies ist Ansichtssache!]
Ich kann mir aber auch vorstellen, dass Xavier durch seine vielen Glaubensaussagen in dem Doppel-Album auch einige Zuhörer zum Glauben bewegen kann. Dies wäre „unglaublich“, denn noch nicht einmal Jesus, Moses oder andere Propheten konnten „alle“ Menschen zum Glauben bewegen.
ps: Ich hoffe, dass der Artikel trotz der vielen Angaben, wenigstens noch ein wenig übersichtlich ist. Sorry.
---Bei Missbrauch des Berichtes erfolgen rechtliche Schritte---
peace stein
13 Bewertungen, 2 Kommentare
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06.07.2002, 15:45 Uhr von Puckipuck
Bewertung: sehr hilfreichXavier ist sau cool.Er hat es halt aus eigener Kraft geschafft berühmt zu werden nicht so wie bei den popstars die alles in arsch geschoben kriegen.
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01.05.2002, 19:07 Uhr von Imothep
Bewertung: sehr hilfreichxavier ist cool und macht gute musik."wo willst du hin" ist einer meiner lieblingssongs
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